GLADIUM REGIS - Quest
Mehr über Gladium Regis
- Genre:
- Pagan Metal / Symphonic Black Metal
- ∅-Note:
- 3.50
- Label:
- Dusktone
- Release:
- 27.02.2026
- Malheureux En Amour
- Le Audaci Imprese Io canto
- Durindana
- Crux Inversa Intra Lunam
- Intermezzo
- The Last True Knight In A Broken Land
- Acriter Pugno!
- Quest
- Flight Of The Hippogriff
Kitsch und Folk - eine tückische Kombination!
Zur Verteidigung dieses doch recht kitschigen Releases sei gesagt, dass GLADIUM REGIS-Mastermind Svafnir nur bedingt in der Metalszene verwurzelt ist und Synthesizer schon immer sein liebstes Arbeitsgerät waren. Warum sich der gute Herr dann aber doch dazu hinreißen lässt, seine Folkeinflüsse in einen vermeintlich metallischen Kontext zu stellen und das Ganze dann so sehr mit synthetischen Klängen zuzukleistern, ist schon ziemlich rätselhaft, denn schließlich braucht es nicht viel Phantasie, um zu wissen, dass Puristen der Pagan-Bewegung für solche Geschichten oftmals nur ein müdes Lächeln übrigen haben. Und bei einem Album wie "Quest" scheint dies auch durchaus angebracht.
Von der ersten Sekunde macht GLADIUM REGIS keinen Hehl daraus, dass der völlig künstliche Klang des Outputs unwiderruflich ins Gesamtkonzept gehört und man sich auch nicht darum schert, wie verwässert das finale Produkt am Ende klingt. Es wird ordentlich Kleister angerührt, die Tasten werden in eine allzu nervige 90er-Last-Episode-Richtung gedrängt, die gelegentlichen Screams können die Alibi-Heavyness auch nicht wirklich anreichern, und auch die angebotenen Melodien klingen so einfältig und schlicht, dass ich gar nicht erst von möglichen Widerhaken sprechen mag - das klingt am Ende nämlich eher nach Kinderreim, und damit ist schon eine Menge gesagt.
Dass die handwerkliche Darbietung ebenso wie der kreative Part von "Quest" in der letztendlichen Präsentation - vorsichtig gesagt - recht mager ist, wundert da nicht mehr, stellt aber auch die Frage in den Raum, ob die Musiker selbst mit diesem Reultat zufrieden sein können. Die Kombination aus Folk und Kitsch scheint aber immer noch genügend Künstler anzustiften, am großen Wikingerkuchen den Teig zu rühren, nur leider oft mit weniger schmackhaftem Ergebnis - oder mit sich andeutenden Magenschwüren, wie es hier der Fall ist.
- Note:
- 3.50
- Redakteur:
- Björn Backes


