FRIGHT, THE - D.E.A.T.H. (EP)
Mehr über Fright, The
- Genre:
- Gothic Rock / Gothic Metal
- ∅-Note:
- 9.00
- Label:
- Danse Macabre
- Release:
- 30.01.2026
- Death
- Trust
- Endless Rain
- Autumn Leaves
- Hollow Eyes
Feinster Gothic Rock aus deutschen Landen.
Die Band THE FRIGHT, die aktuell aus Bandgründer Lon Fright und Gitarrist Chris North besteht, ist schon seit Jahren ein gerne gesehener Gast auf unserer Seite und holt sich mit ihren Alben immer hervorragende Punkteausbeuten ab. Mein Erstkontakt erfolgte beim Album "Rising Beyond", das ich damals als "feinsten Horror Punk" betitelte und dem ich 8,5 Zähler verpasste. Mittlerweile hat allerdings ein musikalischer Wandel stattgefunden, denn zuletzt bescheinigte mein Kollege Jens Wilkens den Thüringern, mit dem 2022er Werk "Voices Within" eine Perle des Gothic Metals veröffentlicht zu haben. Ob ich dem musikalischen Wandel ebenfalls mit so offenen Ohren folge, finden wir nun heraus, denn mit "D.E.A.T.H." steht aktuell die neuste EP in den Regalen, die thematisch als geschlossenes Konzept Geschichten rund um Verlust behandelt.
Und ja, der eröffnende Titeltrack macht schnell klar, dass die Tage des Horror Punks definitiv lange hinter THE FRIGHT liegen. Stattdessen vereinen sich im kompakten und sehr mitreißenden Track die verschiedensten Einflüsse, die von Alternative Rock über schweren Gothic Metal bis hin zu ein paar melancholischen Popsounds reichen, die sogar an THE SMITHS oder THE CURE denken lassen. Über allem thront Lon mit seiner düsteren und charismatischen Stimme, die es nicht nur vermag, ansprechend in den Strophen dahinzuschmachten, sondern eben auch im Refrain die Hookline so servieren kann, dass sie sich sofort im Gedächtnis einnistet. Wie viel gesanglich in ihm steckt, kann der Fronter aber sogar noch besser im folgenden 'Trust' demonstrieren, das sich praktisch nahtlos im Fahrwasser meiner persönlichen Lieblinge THE CULT wiederfindet und irgendwie eine verschollene B-Seite dieser legendären Truppe um Ian Astbury sein könnte. Ganz großes Kino und ein Song, der tatsächlich uneingeschränkt das Prädikat "Hit" verdient!
THE CULT bleibt dann auch für das folgende 'Endless Rain' mein größter Referenzpunkt, auch wenn THE FRIGHT den melancholischen Sound der Vorbilder hier sehr sperrig und ungeahnt rockig interpretiert. Wenig überraschend ist der Song dann auch nicht so hitverdächtig wie 'Trust', entfaltet seine Vorzüge dafür mit jedem Durchlauf, in dem man neue Facetten der vielseitigen Instrumentierung entdecken kann. 'Autumn Leaves' ist dafür im Anschluss wieder ein sehr prägnanter Gothic-Rocker mit viel Pathos und tollen Hooklines, dem mit 'Hollow Eyes' direkt ein zweiter großer Hit zur Seite gestellt wird, der mich gerade bei der Melodieführung immer wieder an HIM und das Solowerk von Fronter Ville Valo denken lässt. Besonders möchte ich hier auch nochmal die Gitarrenarbeit hervorheben, die dem Song die Krone aufsetzt und sehr vielschichtig daherkommt.
Und so ist "D.E.A.T.H." für jemanden wie mich, der mit THE FRIGHT noch immer Horror Punk verbindet und die letzten Alben verpasst hat, mit Sicherheit auf den ersten Blick ein Kulturschock. Hat man sich aber an den Kurswechsel gewöhnt und ein offenes Ohr für Gothic Rock, kann ich schlussendlich nur meinem Kollegen Jens beipflichten, denn auch diese EP ist wieder eine Perle in diesem musikalischen Sektor, die man als Fan tieftrauriger und melancholischer Töne gehört haben sollte.
- Note:
- 9.00
- Redakteur:
- Tobias Dahs


