ENSANGUINATE - Death Saturnalia (With Temples Below)
Mehr über Ensanguinate
- Genre:
- Death Metal / Black Metal
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- Soulseller Records
- Release:
- 06.02.2026
- Lámia
- Angel of A Thousand Poisons
- On Wings Of Bone
- Rooted In Accursed Ground
- Savage Hunger Far Beyond
- Gloaming
- The Whip And The Pendulum
- Daughter To Cain
Handwerklich und inhaltlich nahezu tadellos - extremer SToff vom Feinsten.
Schon relativ früh zeichnet sich ab, dass die Jungs von ENSANGUINATE mit ihrem Zweitwerk ein richtig heißes Eisen aus dem Feuer holen und im Grenzbereich von derbem, bestialischem Todesblei und aggressivem Black Metal exakt die richtige Mischung gewählt haben, um auch ohne melodischen Firlefanz oder gar symphonischenm Beistand ein paar ordentliche AKzente zu setzen. Nummern wie 'Angel Of A Thousand Poisons' und das extrem gemeine 'On Wings Of Bone' rasieren schon zum Auftakt von "Death Saturnalia (With Temples Below)" alle überstehenden Hindernisse aus dem Weg und bringen das slowenische Quartett umgehend in eine sehr gute Position. Besonders, wenn man bedenkt, dass die Truppe noch gar nicht so lange am Start ist, hier aber schon Geschütze auffährt, die Liebhaber von DISMEMBER bis DISSECTION sicherlich auch kaum effizienter hätten zur Geltung bringen können.
Leider kann ENSANGUINATE diesen hohen Standard jedoch nicht über die gesamte Distanz aufrechterhalten, wenngleich genügend Giftpfeile abgeschossen werden, um Freunde des ungestümen Extreme Metals immer wieder mitzureißen. Das wilde 'Gloaming' beispielsweise trifft hier einen besonderen Nerv, und auch das überlange, aber nie langatmige 'The Whip And The Pendulum' mit seinen partiell sehr thrashigen Ansätzen, gehören hier genannt und machen die kurzen Ausreißer in 'Savage Hunger Far Beyond' schnell wieder vergessen. Nicht zuletzt deshalb, weil ENSANGUINATE auch handwerklich zu den Top-Newcomern des ganzen Sektors hinzuzurechnen ist.
Und trotzdem: Es braucht ein bisschen Anlaufzeit, bis man sich wirklich mit "Death Saturnalia (With Temples Below)" vertraut gemacht und Zugang gefunden hat, denn trotz aller Impulsivität und Boshaftigkeit verfolgt die Scheibe einen gewissen Anspruch, der sich gerade in den vertrackten Nummern der zweiten Albumhälfte noch einmal deutlich in den Fokus bringt, von den Herren Musikern aber auch mit genügend Kraftfutter unterlegt wird. Plumpes Gebolze liegt den Slowenen fern, einspurige Arrangements und Risikoarmut sind überhaupt nicht anzutreffen, und in Sachen Performance gehören die Osteuropäer definitiv zur Creme de la Creme der aktuellen Szene.
Wäre mittendrin nicht ein kleiner Hänger, wäre das zweite Werk definitiv als Meisterwerk über die Ziellinie gegangen. Doch auch in der bestehenden Form übertrifft "Death Saturnalia (With Temples Below)" einen großen Teil der Konkurrenz spielerisch und verdient auf jeden Fall ausreichend Aufmerksamkeit!
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Björn Backes


