DARK SOLSTICE - Where Black Stars Beckon (EP)
Mehr über Dark Solstice
- Genre:
- Melodic Black Metal / Death Metal
- ∅-Note:
- 9.00
- Label:
- Eigenproduktion / Eigenvertrieb
- Release:
- 23.05.2025
- Pathways
- Open
- Where Black Stars Beckon
Starker Grenzgang zwischen Härte, Melodie und Epik.
Aus München stammt das noch recht junge Quintett DARK SOLTICE, das in diesem Jahr mit der EP "Where Black Stars Beckon" seinen Einstand feiert. Unbekannte sind hier aber nicht unbedingt am Werk, denn gerade den Namen Jonathan Rittirsch, der hier das Mikrofon übernimmt, dürfte man kennen, ist der Gitarrist und Sänger doch in diversen Projekten involviert und betreibt auch einen YouTube-Kanal, auf dem er Coversongs und anderen Content produziert. Nun geht es, laut den Hallen des Metal Archives, allerdings im Gothic Metal an den Start, wobei uns drei Kompositionen den Sound der Bayern näherbringen sollen.
Angesichts des Openers 'Pathways' drängt sich aber erst einmal die Frage auf, wer denn hier die Kategorisierung als Gothic Metal vorgenommen hat. Von gotisch inspirierten Anwandlungen höre ich hier nämlich nichts, sondern vernehme einen angenehm melodischen Mix aus Black und Death Metal, der sich mit Keyboards und Klargesängen auch nicht vor hymnisch-epischen Gefilden scheut. Gerade die herrlich melodischen Gitarren im Mittelteil sind dabei eine wahre Wonne beim eröffnenden 'Pathways' und runden insgesamt einen sehr abwechslungsreichen Track ab, der die Spielzeit stark eröffnet.
Im Gegensatz dazu ist 'Open' im Anschluss eher ein stampfender Death-Metal-Banger, der die epischen Anteile etwas in den Hintegrund rückt und mich dezent an das AT THE GATES-Frühwerk denken lässt. Trotzdem wird es auch ohne Klargesänge im Refrain sehr prägnant und eingängig, sodass auch der zweite Track der EP als Volltreffer durchgeht. Mit dem abschließenden Titeltrack kehren dann aber schnell die Keyboards wieder zurück in den Bandsound und dürfen hier eine recht präsente Rolle spielen, ohne sich je zu sehr in der Vordergrund zu rücken. Dafür sorgen auch die rasenden Black-Metal-Gitarren, die schnell das Zepter an sich reißen und durch einen Song führen, der sich im Refrain wieder in hymnische Regionen aufschwingt, ohne dabei kitschig zu klingen. Ein cooles Solo im Mittelteil macht schließlich die ganze Sache perfekt, sodass "Where Black Stars Beckon" am Ende ohne einen einzigen Ausfall auskommt.
Im Gegenteil, die EP strotzt eigentlich nur so vor Höhepunkten und präsentiert uns eine junge Band, die es bestens versteht, Melodie, Härte und Epik miteinander zu kombinieren. Wenn ihr euch also im Schnittfeld zwischen melodischem Black Metal und Death Metal wohlfühlt und es liebt, wenn Keyboards und Klargesänge der ganzen Sache noch etwas Epik verleihen, dann müsst ihr DARK SOLISTICE unbedingt einmal antesten!
- Note:
- 9.00
- Redakteur:
- Tobias Dahs


