DARK RIDE - Blade Manor
Mehr über Dark Ride
- Genre:
- Punk Rock
- ∅-Note:
- 7.50
- Label:
- Fiend Force / Massacre Records
- Release:
- 13.03.2026
- Blade Manor
- Coffin
- Rewind
- Electrocuted
- I Bury Boyfriends
- Life At The End Of October
- Seascape Samhain
- Fever Dream
- Ruined
- Rest In Pieces
- Do Or Die
- Psycho Summer
Angenehmes Punk-Rock-Entertainment.
Ob man sich wohl fürchten muss, wenn die Jungs von DARK RIDE in einem ihrer neuen Tracks 'I Bury Boyfriends' ankündigen? Und wie viel Grusel steckt tatsächlich in den elf Songs von "Blade Manor", mit dem die kalifornische Punk-Rock-Combo nun wieder an ihre Zuhörer herantritt und in denen auch ein bisschen Horror-Flair versteckt sein soll? Nun, um es direkt vorwegzunehmen: Der inhaltliche Erzählstrang, beziehungsweise die Vorlieben für das finstere Genre sind vielleicht nicht zwingend vorgeschoben, doch im Vergleich mit Bands wie den MISFITS, der hier sicher erlaubt sein muss, spielt die Horrorthematik bei DARK RIDE nur am Rande eine echte Rolle. Etwaige Psychobilly-Komponenten oder (im übertragenen Sinne) gar schaurige Melodiebögen sucht man indes mit der Lupe, auch wenn sie ab und an in den Vordergrund drängen - das aber wiederum so dezent, dass man es weitgehend vernachlässigen kann.
Also gibt es auf "Blade Manor" eigentlich die typische Westcoast-Ladung mit gut gelaunten Singalongs, einer Menge oh-oh-oh im Chorusbereich und den typisch schrammeligen Drei-Akkorde-Varianten, die aber zumindest durch einen coolen Groove immer wieder passend in Szene gesetzt werden. Viel mehr - das muss man dann leider auch klar feststellen - ist es nicht, doch stellt sich auch hier einmal mehr die Frage, ob es viel mehr sein muss?
Die Hooklines sitzen, es ist vergleichsweise viel Abwechslung geboten, und wenn der Horror dann doch mal Einzug hält, wirkt das keinesfalls aufgesetzt oder künstlich, sondern wird passend in die gut gelaunte Melange schmissiger Hits eingeflochten. Natürlich wird im melodischen Punk Rock das Rad nicht mehr neu erfunden, und sicherlich ist auch schon jeder flockige Akkord in diesem Business komponiert worden, doch mit der dezent metallischen Kante, die DARK RIDE einbaut, der extrem motivierten Darbietung und eben den vielfältigen Ansätzen können die Jungs durchaus überzeugen und so manchen kleinen Kritikpunkt locker kompensieren.
Es muss Spaß machen, vielleicht nicht immer kreativ Wurzeln ausreißen, sondern einfach den Mundwinkel nach oben bringen - genau so habe ich fröhlichen, unpolitischen Punk Rock immer verstanden, und genau so wird er auf "Blade Manor" auch geboten. Sieht man also mal davon ab, dass die Horror-Elemente entgegen der eigentlichen Ankündigungen relativ spärlich gestreut sind, hat DARK RIDE hier durchaus Wort gehalten und ein durchweg unterhaltsames Album ins Rennen geschickt. Dafür gibt es schließlich auch den verdienten Applaus und eine anständige Puntzahl.
- Note:
- 7.50
- Redakteur:
- Björn Backes


