BATTLEROAR - Petrichor
Mehr über Battleroar
- Genre:
- Epic Metal
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- No Remorse Records
- Release:
- 24.04.2026
- The Last Mythkeeper
- The Missing Note
- Atē, Hybris, Nemesis
- Legacy Of Suffering (Flagellants)
- The Earth Remembers, The Rain Forgives
- What Is Best In Life?
- Chaosbane
- Wiled The Myth
- Storm Inside (Bonus Track)
Futter für alle hungernden MANILLA ROAD-Jünger.
Pünktlich zum "Keep It True"-Festival erscheint "Petrichor", das sechste Studioalbum der Griechen BATTLEROAR. Das Timing ist natürlich perfekt. Nach acht langen Jahren kehren die Jungs zurück, aber es gab einen prägnanten Wechsel am Mikrofon, über den natürlich zu reden sein wird. Für zwei Alben hatte schließlich Gerrit Mutz (SACRED STEEL) den Frontmann-Posten übernommen. Mit "Blood Of Legends" war in dieser Konstellation das bisher beste Album der Truppe gelungen.
Michalis Karasoulis ist bisher bei keiner szenerelevanten Band in Erscheinung getreten. Er klingt deutlich anders als Gerrit, erinnert mich an Hellroadie von MANILLA ROAD. Generell ist die Wichita-Legende einer der Haupt-Eckpunkte des Sounds von BATTLEROAR. Zusätzlich müssen OMEN (die Amis, nicht die Ungarn), MANOWAR und teilweise WARLORD (der leicht mystische Klang) als Referenzen herhalten - zumindest in meinen Ohren. Michalis hat auch eine Stimmfärbung, die etwas an Jake Rogers von VISIGOTH erinnert.
Ich glaube, vielen Fans dieses Stils dürfte der Gesang noch etwas besser gefallen als der von Gerrit. Persönlich fand ich aber, dass Gerrit der Band ein ziemliches Alleinstellungsmerkmal gegeben hat, da er stilistisch sonst bei keiner ähnlich gelagerten Band agierte. Trotzdem muss ich feststellen: qualitativ ist der Gesang wirklich klasse und passt herausragend zum Material. Ein gewisses Alleinstellungsmerkmal bleibt die Violine von Alex Papadiamantis, die aber nie in Folk-, Symphonic- oder Mittelalter-Gefielde abdriftet. Es bleibt durchweg gutklassiger Epic Metal. Die fetten Riffs, der erdige Sound und das fulmimante Drumming stellen die Qualität sicher. Trotzdem gibt die Geige manchmal ein leichtes SKYCLAD-Flair zum Sound hinzu. Da fehlt uns ja auch seit vielen Jahren neues Material.
Aus meiner Sicht ist ein starkes Album gelungen, das den Vorgänger "Codex Epicus" locker übertrifft, und da war Gerrit ja noch beteiligt. Verpackt wird es mit einem schönen Artwork, das Antonios Vailas gezeichnet hat. Der ist nicht nur für andere schöne Cover verantwortlich (DRAKON HO MEGAS zum Beispiel), sondern singt auch für die stilistisch ähnlichen (qualitativ aber mittlerweile etwas stärkeren) TRIUMPHER.
Warum reicht es "nur" zu 8 Zählern? Weil die ganz großen Hits auf "Petrichor" für mich bisher nicht erkennbar sind. Es ist ein gutklassiges Genre-Album, das Fans der Truppe und des epischen Metal allgemein kaufen sollten. Aber es ist kein Meilenstein. Der ist der Band in meinen Augen bisher auch erst einmal mit "Blood Of Legends" gelungen. Im Kontext der restlichen Diskografie schneidet das Album gut ab.
Anspieltipps: Ate, Hybris, Nemesis, The Earth Remembers, The Rain Forgives
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Jonathan Walzer


