AZKEN AUZI - Infernua
Mehr über Azken Auzi
- Genre:
- Heavy Rock / Doom
- ∅-Note:
- 6.00
- Label:
- Argonauta Records
- Release:
- 06.03.2026
- Deep Hell
- SK
- Black Mass
- See You Next Tuesday
- Reptilian
- From Hell
Eine zähe Masse aus Riffs und Bösartigkeit.
Mit ihrem recht konventionellen Mix aus finsteren Sludge-Attacken und groovigem Heavy Rock bewegen sich die Herren von AZKEN AUZI auf weitgehenden vertrauten Pfaden. Die Band addiert zwar auch auf der neuen Scheibe immer wieder mal den Faktor Beklemmung und ist mit einer unterkühlten Atmosphäre nicht immer in der Nähe eines möglichen Konsens unterwegs. Doch gerade in der ersten Hälfte von "Infernua" gelingt es ihr auch kaum, sich mit ihrer sperrigen Herangehensweise und ihrer verschrobenen Attitüde so weit durchzusetzen, dass man das Interesse für die sechs neuen Songs weckt und auch konsequent aufrechterhält.
Nummern wie 'Seep Hell', 'SK' und auch 'Black Mass' verstecken sich nur allzu gerne hinter martialisch aufgebauten Riffwänden, die zwar angenehm rau und kernig in Szene gesetzt werden, aus kreativer Sicht aber kein Vorankommen dokumentieren, sondern irgendwie auf der STelle treten. Denn außer dieser unterschwellig bösartigen Stimmung und wiederkehrenden, aber nicht sonderlich inspirierten Riffkaskaden, ist hier nicht allzu viel geboten.
Auch in der zweiten Hälfte hat "Infernua" seine liebe Mühe und Not, packende Klangkörper zu konstruieren oder zumindest im Hinblick auf die Atmosphäre große Sprünge zu machen. Die meist instrumental gestalteten Nummern brechen nur selten mal aus ihrer andauernden Lethargie aus, schaffen keine wirksamen Höhepunkte. Sie können sich aber auch nicht darauf verlassen, dass AZKEN AUZI ein paar gesonderte Überraschungseffekte in petto hat, mit denen sich das Ruder herumreißen ließe. Lediglich das euphorisch endende 'Reptilian' schafft hier kurze Lichtblicke und sticht mit einem tollen Finale aus der zähfließenden Masse heraus. Doch die relativ magere Quote reicht natürlich nicht aus, um hier zum Ende hin eine Empfehlung auszusprechen.
"Infernua" liefert Sludge in seiner bitterbösen musikalischen Variante, jedoch an sich viel zu stoisch und unbeweglich. Auch wenn die Riffs meistens passen: Das Songwriting kickt nicht sonderlich.
- Note:
- 6.00
- Redakteur:
- Björn Backes


