AVALON (GER) - Astral Claw
Mehr über Avalon (GER)
- Genre:
- Speed Metal
- ∅-Note:
- 9.00
- Label:
- High Roller Records
- Release:
- 20.02.2026
- Astral Claw
- Dante, The Loss
- Cerberus
- Eternal Darkness
- Pandoras Doom
Power...Speed...AVALON!
Die Mitglieder von AVALON dürften in der Heavy Metal Szene im Ruhrgebiet wohl bekannt wie bunte Hunde sein. So sind die Jungs um Sänger und Bassist Dean aka Deanosaurio Del Rock auf so ziemlich jedem Undergroundkonzert im Pott anzutreffen. Seit 2019 ist AVALON aktiv und hat sich mit ihrer Art von kompromisslosen, rauen Speed Metal schon eine treue Fangemeinde erspielt.
Nach zwei Demos und einer Single, die noch im eigenen Proberaum mit Tonbandgerät aufgenommen wurden, hat man sich für die Aufnahmen, der ersten eigenen EP "Astral Claw", für die Van Doom Studios in Gelsenkirchen entschieden. Trotz Studio werden audiophile Menschen hier wahrscheinlich nicht glücklich werden, denn herausgekommen ist eine herrlich rohe und raue Produktion, die mehr nach Garage klingt.
Die EP beginnt direkt mit dem Titeltrack 'Astral Claw', der nach einem kurzen Intro, sofort losstürmt wie die besungenen Space Marines. Auch der zweite Song 'Dante, The Loss' liefert ein wahres Inferno, mit schön treibenden Gitarren. 'Cerberus' ist einer der beiden ersten Stücke, die die Band komponiert hat und wurde für die EP neu aufgenommen. Der Song erweist sich als rumpeliges, hektisches, kompromisslos schnelles Monster. 'Eternal Darkness' ist ebenfalls schön rumpelig, schnell und treibend. 'Pandoras Doom' ist die zweite Neueinspielung von der ersten Demo und lässt die EP noch einmal rasant ausklingen.
Herausstechendes Merkmal, zumindest beim ersten Hören, dürfte wohl der Gesang von Dean sein. Dieser wird mal hektisch keifend, dann wieder manisch kreischend oder auch kommandierend vorgetragen. Dies erinnert durchaus an Sänger wie Tim Baker (CIRITH UNGOL), William McKay (GRIFFIN) oder Logon Saton von DEMON BITCH. Mir gefällt dies sehr gut, dennoch könnten Hörer, die mit den voran genannten Sängern wenig anfangen können, auch hier an ihre Grenzen stoßen. Aber damit ein Sänger auch mal stimmlich freidrehen kann, bedarf es auch einer Band die dies auffängt. Die Gitarren von Henry und König Pakko finden die treibenden Riffs, das Schlagzeug von Cowfluse liefert die rumpelige Grundlage. Verwurzelt ist der Sound der Band im klassischen Speed Metal aus deutschen Landen. Man hört Einflüsse von Bands wie LIVING DEATH, ATLAIN und CHAINSAW heraus, ohne allerdings zur platten Kopie zu verkommen.
AVALON haut mit ihrer Debüt-EP "Astral Claw" eine leidenschaftliche und kompromisslose Ode an den klassischen, rohen und räudigen Speed Metal der 80er Jahre raus. Man darf gespannt sein, was die Zukunft für diese sympathische Truppe bereit hält.
- Note:
- 9.00
- Redakteur:
- René Juffernholz


