ACIDOSIS - Arrival
Mehr über Acidosis
- Genre:
- Thrash Metal
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- Eigenproduktion
- Release:
- 27.03.2026
- Arrival
- They Live!
- Hostile Negotiations
- Interlude
- Tied To The Tracks
- Mankind
- Interlude 2
- Deadly Fits
- Where I Stand
Spreading The Disease?
Das Warten auf eine neue ANTHRAX-Platte dauert zu lang? Die Hoffnung auf eine LÄÄZ ROCKIT-Reunion ist inzwischen begraben? Und EXODUS mit Rob Dukes nervt auch gewaltig? Alles kein Problem, liebe Leute, denn es gibt durchaus Alternativen. In den genannten Fällen empfiehlt sich, die neue Scheibe von ACIDOSIS einmal anzutesten, denn die Jungs aus Miami treffen durchaus einen Nerv, den weder die heute nicht mehr ganz so pralle Benante/Belladonna-Allianz, noch irgendeine andere Legende aus dem groovigen Thrash Metal so richtig bedienen kann - und dabei ist die 2008 gegründete Kapelle auch nicht gerade dafür bekannt, sich permanent Fleißkärtchen zu verdienen. Tatsächlich stehen bei ACIDOSIS lediglich das direkt nach Bandinstallation aufgenommene Demo und zwei kurze Zeit später aufgenommene EPs auf der Haben-Liste, bevor dann eine mehr als zehnjährige Pause eingelegt wurde, von der sich die Truppe von der Ostküste nun endlich zurückmeldet, und das wiederum glorreich und räudig wie eh und je.
Zwar platzt auch "Arrival" nicht gerade aus allen Nähten und kreuzt die halbe Stunde Spielzeit nicht mal im Ansatz, doch was die Band in 26 Minuten auf den Plattenteller zaubert, ist aller Ehren wert und steckt spätestens mit dieser coolen Old-School-Attitüde an, die vor allem 'Hostile Negotiations' und 'Mankind' nach außen kehren. Hier ist man schlagartig wieder in den Jahren 1985 bis 1988, als ANTHRAX die Szene mit einigen punkigen Exkursen aufmischte, EXODUS den 'Toxic Waltz' ins Rennen geschickt hat und so manche Bay-Area-Koryphäe für sich entdeckt hat, dass Geschwindigkeit nicht alles ist. Selbst ein kleiner Spritzer SUICIDAL TENDENCIES findet sich im schmackhaften Cocktail, den ACIDOSIS beim Comeback gemixt hat, und als wäre dies nicht genügend Crossover, grüßt auch Sergent D. aus der Entfernung und nickt "Arrival" mit Überzeugung ab.
Schade also, dass ACIDOSIS hier erneut nicht die Langstrecke bewältigt, sondern sich auf ein vermeintliches Extended Play beschränkt. Doch egal welche Kritikpunkte man auch finden mag, so hat sich die Geduldsprobe trotz allem gelohnt. "Arrival" ist eine Hommage an eine kaum mehr zu reproduzierende Zeit und als solche dennoch vollkommen authentisch. Cool!
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Björn Backes


