Artikelreihe: Das Vierte Jahrzehnt: 2000 - 2009 - Diskussion

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Re: Das Vierte Jahrzehnt: Das Jahr 2001

Beitragvon Jhonny » Montag 26. April 2010, 16:22

hmm, also Mourning Beloveth und Anathema führen sicher nicht meine Einkaufsliste an, aber ich werde mich auf jeden Fall mal damit auseinandersetzen (von Mourning Beloveth hab ich ja sogar schon ne Scheibe)
Was könntest du von Anathema denn zum Einstieg empfehlen?

Die Kokosnuss Prometheus lies sich bei 4 oder 5 Durchläufen definitiv nicht knacken :grins:

Und Green Carnation überlege ich mir noch mal gut, ob ich das intensiv hören will :grins:
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Re: Das Vierte Jahrzehnt: Das Jahr 2001

Beitragvon Jesus » Montag 26. April 2010, 16:26

Jhonny hat geschrieben:Die Kokosnuss Prometheus lies sich bei 4 oder 5 Durchläufen definitiv nicht knacken :grins:


Das wird sich nach 40 oder 50 Durchläufen auch noch nicht ändern. Ich bin mir nach 10 Jahren immer noch nicht sicher, ob ich denn die Scheibe verstanden habe. Dabei bin ich sogar gerüchteweise der uneheliche Sohn von Ihsahn :grins:
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Re: Das Vierte Jahrzehnt: Das Jahr 2001

Beitragvon 123_7 » Montag 26. April 2010, 16:30

Jhonny hat geschrieben:Was könntest du von Anathema denn zum Einstieg empfehlen?


oooh... gute Frage. Ich denke da hälst du dich an Peter und Holg und schaust nach der Alternative 4. Ich denke die fasst das diverse Schaffen von Anathema am Besten zusammen. Oder "A Natural Disaster", aber da bist du dann wirklich komplett aus dem Metal draussen.

Und Green Carnation überlege ich mir noch mal gut, ob ich das intensiv hören will :grins:

Nur weil ich etwas gut finde, muss es nicht für dich zwangsläufig scheiße sein ;-) Ein exzellentes, aber auch sehr forderndes Album. Und vermutlich muss man hier auch etwas die Rahmenbedingungen beachten. Ich denke dieser Auszug aus einem Interview sollte einen Einblick geben:

http://home.online.no/~kazakaus/Interviewtchort.html hat geschrieben:I find the title "Light Of Day, Day Of Darkness" rather fascinating.. What does it mean??

It reflects the oposite feelings I was going through, from Loosing my daughter to having a new born son. On one side, I was depressed (the day she died, Day of Darkness) and on the other hand I was so happy (when my son was born, Light of Day). My feelings were crashing and so it resulted in an album that have a lot of contrasts to it. Just like my feelings when writing the album.


Aber vielleicht schielen wir langsam wieder Richtung BTT ;-)
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Re: Das Vierte Jahrzehnt: Das Jahr 2001

Beitragvon frankjaeger » Montag 26. April 2010, 16:35

Ich bin relativ sicher, dass die intensive "A Natural Disaster" es in meinen Top Ten des entsprechenden Jahres recht weit nach oben schaffen könnte. Ich jedenfalls finde das Ding ganz großartig. "Your dream world is a very scary place to be trapped inside"...
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Re: Das Vierte Jahrzehnt: Das Jahr 2001

Beitragvon Jhonny » Montag 26. April 2010, 16:50

123_7 hat geschrieben:
oooh... gute Frage. Ich denke da hälst du dich an Peter und Holg und schaust nach der Alternative 4. Ich denke die fasst das diverse Schaffen von Anathema am Besten zusammen. Oder "A Natural Disaster", aber da bist du dann wirklich komplett aus dem Metal draussen.

also, Alternative 4 klingt bisher am interessantesten... wenn ich die mal passend finde kaufe ich sie!

123_7 hat geschrieben:Nur weil ich etwas gut finde, muss es nicht für dich zwangsläufig scheiße sein ;-)

wollte ich nicht so darstellen... sorry.
Nur, es scheint ja doch ein recht krasses Album zu sein - da braucht man ja deutlich mehr Zeit, die hab ich meist nur in den Semesterferien.
Deshalb ist einfach die Frage, ob ich den Aufwand aufbieten kann, den dieses Album von mir bräuchte. Vor Sommer wohl leider nicht.
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Re: Das Vierte Jahrzehnt: Das Jahr 2001

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 26. April 2010, 16:51

Jesus hat geschrieben:Erst einmal die 2000er Alben, die nicht eine Nennung bekommen haben: Enslaved, Morbid Angel, Enslaved, Porcupine Tree, Enslaved, Weakling, Lykathea Aflame und En-fucking-slaved (!!!).

Enslaved war bei mir auch noch in der engeren Auswahl, da ich aber persönlich - wie im Enslaved-Thread auch gesagt - alle früheren Alben stärker finde als "Mardraum", war die Scheibe schon eine gewisse Enttäuschung, und somit raus aus meinen eigenen Top-10. Morbid Angel haben mich nach der "Domination" nicht mehr so recht interessiert. Porcupine Tree entdecke ich erst und die anderen beiden kenne ich nicht. Die einzige der Genannten, bei der es mich auch überrascht, dass sie fehlt, ist die Porcupine Tree. Hätte da durchaus auch mit Nennungen seitens einiger Kollegen gerechnet.

Nur je eine einzige Nennung für Electric Wizard und GY!BE. Beide von Herrn Freiesleben, dessen Liste ebenso wie die von Herrn Schmitz von Stil zeugt. Aus irgendeinem Grund hat Matthias auch das 99er Album von Sigur Rós genannt, welches zwar ausgezeichnet ist, aber eben doch ein Jahr zu früh erschien. Egal, das ist nicht Teil der Kritik.

Jau. Die Herren Freiesleben und Schmitz sorgen im Bereich weniger metallischer Obskuritäten immer wieder für die Ehrenrettung unseres Magazins. Metallische Obskuritäten im engeren Sinne werden ja gemeinhin von mehreren Verdächtigen gewürdigt.

Alben, die nicht auf die Liste gehören: Children of Bodom. Das Drittwerk ist ein lahmarschiger Abklatsch der gelungenen "Hatebreeder" und hat nur einen einzigen guten Song. In Flames' "Clayman" ist zwar im Gegensatz zu allen abartig schlechten Nachfolgern noch erträglich (trotz aller Radiotauglichkeit sind einige Stücke drauf halbwegs knuffig), aber sie ist sicherlich weit, weit, weeeeeiiiiittt entfernt davon, die drittbeste Platte eines Jahre zu sein. Die hätte schon Probleme, die drittbeste Platte einer Woche zu werden.

Da stimme ich dir zu, aber bei einer so großen Umfrage ist es nur logisch, dass massenkompatible Bands nach oben gespült werden. Mir geben auch weder die CoB noch die In Flames allzu viel. Würden beide nicht in meine 2000er-Top-100 kommen, von daher stimmt dein Wochenvergleich auch bei mir.

Pain of Salvation gehört weiter hoch. Irgendwo dort, wo Nevermore ist. Ja, Nevermore und PoS sollten Plätze tauschen, anders ergibt das keinen Sinn.

Puh, die PoS kenne ich nicht gut genug, um sie gegen die Nevermore aufwiegen zu können. Die Nevermore ist für mich allerdings absolut verdient auf #1.

Daneben gibt es noch ein paar "Störfaktoren", die allerdings einzig und allein Geschmackssache und von daher nicht weiter von Belang sind. So finde ich sowohl Nightwish als auch den einen gehörten Song von Jacobs Dream zwar ganz grauslig furchtbar, aber wahrscheinlich ist beides für diesen Musikstil irgendwie ganz superklassifragilistischexpiallegetisch oder so ähnlich... keine Ahnung.

Jo. Gerade bei Nightwish ist es wohl so. Ich mag das Genre überhaupt nicht, aber wenn man das Genre mag, dann wird es kaum jemand geben, der es besser macht als Nightwish auf der Scheibe. Jacob's Dream finde ich dagegen toll. So was ist eben meins: Rush meets Maiden meets Adramelch etc... gefällt mir.


EDIT: Verpeiltes Geblubber entfernt.
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Re: Das Vierte Jahrzehnt: Das Jahr 2001

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 26. April 2010, 16:59

123_7 hat geschrieben:Die Problematik bei Into Eternity sehe ich eher in Hugins Immortal-Mentalität.

Meine was? Ich versuche gerade, das zu entschlüsseln. Da ich aber bei Into Eternity nicht so ganz firm bin, kann ich den Bogen zu Immortal nicht schlagen. Kannst du mich aufklären?
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Re: Das Vierte Jahrzehnt: Das Jahr 2001

Beitragvon 123_7 » Montag 26. April 2010, 17:17

Rüdiger Stehle hat geschrieben:
123_7 hat geschrieben:Die Problematik bei Into Eternity sehe ich eher in Hugins Immortal-Mentalität.

Meine was? Ich versuche gerade, das zu entschlüsseln. Da ich aber bei Into Eternity nicht so ganz firm bin, kann ich den Bogen zu Immortal nicht schlagen. Kannst du mich aufklären?


Hm, da hab ich wohl zu viele Bögen auf einmal geschlagen. Gemünzt war dieses Sinnbild auf einen Kommentar von dir zur Diskussion über das Jahr 2000:

Ich hab sie ja auch nicht nominiert, weil einfach die Konkurrenz zu stark war, und weil ich 3-4 andere Immortal-Alben einfach noch stärker finde. Aber die "Damned In Black" ist ohne Zweifel eine bärenstarke Platte.


Und sollte einfach verdeutlichen, dass für viele die "Buried In Oblivion" eher eine Nominierung wert wäre und deswegen die "Dead Or Dreaming" womöglich für eine Nominierung ausgespart bleibt. Vielleicht auch viel zu weit gedacht. Und zu allgemein formuliert. Es geht hier nicht explizit um dich. Sondern dass diese "Mentalität" dafür sorgt, dass "Dead Or Dreaming" vermutlich nicht in dem Jahrespoll auftauchen werden. Hoffe jetzt ist es klarer.
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Re: Das Vierte Jahrzehnt: Das Jahr 2001

Beitragvon Jesus » Montag 26. April 2010, 17:20

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Enslaved war bei mir auch noch in der engeren Auswahl, da ich aber persönlich - wie im Enslaved-Thread auch gesagt - alle früheren Alben stärker finde als "Mardraum", war die Scheibe schon eine gewisse Enttäuschung, und somit raus aus meinen eigenen Top-10.


Ich hätte eigentlich gedacht, daß Du da vielleicht trotzdem so etwas wie "Fanloyalität" zeigst und die Platte in Deine Top 10 aufnimmst. Aber nun gut, die progressive Phase kann halt nicht jedermanns Sache sein. Wahrscheinlich würde die "Frost" wiederum bei mir nicht in die Top 10 der Alben von... äh... 1994 oder 1995 (?) kommen. Trotzdem hat mich der totale Mangel dieser Scheibe irritiert.

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Morbid Angel haben mich nach der "Domination" nicht mehr so recht interessiert.


Ein Fehler, denn sowohl "Formulas" als auch "Gateways" sind geschätzte achthundertmal besser als "Domination". Okay, über die "Heretic" wiederum hüllen wir einfach mal den Mantel des Schweigens. *hüll* *schweig*

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Die einzige der Genannten, bei der es mich auch überrascht, dass sie fehlt, ist die Porcupine Tree.


Genau das meine ich. Wo sich der Großteil der Redaktion so "prog" gibt.

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Jau. Die Herren Freiesleben und Schmitz sorgen im Bereich weniger metallischer Obskuritäten immer wieder für die Ehrenrettung unseres Magazins. Metallische Obskuritäten im engeren Sinne werden ja gemeinhin von mehreren Verdächtigen gewürdigt.


Nun, Iron Monkey und Electric Wizard sind allerdings extrem metallisch. Gut, erstere sind recht obskur, aber das Fehlen des elektrischen Zauberers ist beinahe so auffallend wie das von Enslaved. Für eine doch recht traditionell ausgerichtete Mannschaft ist das schon seltsam.

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Da stimme ich dir zu, aber bei einer so großen Umfrage ist es nur logisch, dass massenkompatible Bands nach oben gespült werden.


Das kann ich bei den Leserpolls nachvollziehen. Aber von Musikkritikern kann man ja wohl erwarten, daß sie nicht auf jeden Mainstream-Zug aufspringen und Popmusik hypen. Ich lese solche Webzines wie das hiesige nicht, um etwas über die angesagteste Chartmusik zu erfahren. Nichts für ungut, liebe Jungs und Mädels der Redaktion. Ich hab euch trotz lieb. War nur eine allgemeine, absolut nichtspezifische Klarstellung.
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Re: Das Vierte Jahrzehnt: Das Jahr 2001

Beitragvon Holger Andrae » Montag 26. April 2010, 17:33

Jesus hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Die einzige der Genannten, bei der es mich auch überrascht, dass sie fehlt, ist die Porcupine Tree.


Genau das meine ich. Wo sich der Großteil der Redaktion so "prog" gibt.



Nur "proggy" sein allein reicht ja nicht, um in irgendeine Jahresbestenlisten zu kommen. Dann müsste ich ja jede Dream Theater automatisch drin haben.
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