Der DEATH METAL Thread

Re: Der DEATH METAL Thread

Beitragvon Holger Andrae » Montag 5. März 2012, 22:56

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Re: Der DEATH METAL Thread

Beitragvon Germon » Montag 5. März 2012, 23:01

Als hätte ich es geahnt.
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Re: Der DEATH METAL Thread

Beitragvon Drumtier » Dienstag 6. März 2012, 02:39

Kaum ist man einmal einen Nachmittag auf der Uni und kommt dann erst spätnachts zum Antworten, breitet sich hier der große Frieden aus, oder wie? Also die Rechnung wurde da eindeutig ohne mich und meine Freunde von MISERY INDEX gemacht, die einmal einen Song so treffend "We Never Come In Peace" benannt haben. Aber keine Angst, muss nur noch schnell auf eines eingehen:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:
Jesus hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Zu sagen, dass allein die Band DEATH eine größere stilistische Bandbreite abdecke, als quasi die gesamte NWoBHM ist einfach nur provokativ und polemisch, und natürlich, sorry, auch völlig abwegig.


Für mich klang das kein bisschen anders als Deine gern genutzten Argumentationen.

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Wenn ich schreibe, dass UNLEASHED die beste aktive Band der Welt ist, dann ist das so wie wenn ich schreibe, dass VENOM besser ist als DREAM THEATER. Für mich ist das in dem Moment wahr, ich bin davon überzeugt, und ich habe vor, für diese wahre Erkenntnis zu werben. Ich bin mir aber auch sehr bewusst, dass Wahrheit etwas sehr Subjektives ist.


Das ist in mancher Leute Augen auch polemisch, provokativ und abwegig.


Natürlich wäre die Aussage, dass VENOM eine bessere Band als DREAM THEATER sei, wenn man sie denn genau so wörtlich und als objektive Wahrheit meint, genau das: Polemisch, provokativ und abwegig. Aber wie schon gesagt, ist für mich die Bezeichnung als "die beste" oder auch nur "besser als" schon von Wortsinn her nicht objektivierbar, da dem Wahrheitsbeweis nicht zugänglich, so dass ich derartige Aussagen nie als "objektive Wahrheit" verstanden wissen will, sondern schlicht als - tatsächlich im Falle VENOM/DT durchaus auch leicht spitz gemeinte - Wiedergabe der eigenen Wahrnehmung.

Eine Aussage über die stilistische Bandbreite ist dann schon eher objektivierbar als eine Aussage über die Güte. Denn die Varianz der Stilmittel ist durchaus ein gutes Stück weit messbar, was den Wahrheitsgehalt der Aussage nachprüfbar macht. Wenn die Aussage insoweit von Drumtier auch ungesagt "nur für ihn" gemeint war, dann hast du mit deiner Feststellung "kein bisschen anders" natürlich Recht, ich hab sie allerdings in diesem Kontext so verstanden, als würde er es "ernst und objektiv" meinen. Und in jenem Falle meine ich schon, dass die Aussage schlicht unzutreffend ist, weil die Varianz der instrumentalen Mittel, der lyrischen Ausdrucksformen, der klanglichen Umsetzung, der Stimmfarben und Gesangsstile, der stimmlichen Tonlagen, usw... usf... bei einer Bewegung, die mehrere hundert Bands umfasst, einfach zwangsläufig und objektiv größer ist, als das, was ein einzelner Musiker über sieben Alben an Varianz aufbieten kann. Die Aussage kann man natürlich jetzt auch wieder anzweifeln, wobei ich das dann nicht mehr realistisch fände. So toll Chuck Schuldiner war, er hatte definitiv nicht mehr musikalische Varianz in sich, als tausend NWoBHM-Musiker zusammen.

DEATH betreffend war das natürlich übertrieben und nur für mich gemeint, das Ausgangsstatement aber keineswegs. Du listest die zumindest halbwegs sachlich und unpersönlich erfassbaren Gründe dafür auch schon wunderbar auf:
Varianz der instrumentalen Mittel ist im DM großteils auf das übliche Metalinstrumentarium beschränkt, das stimmt, von Zeit ein paar Keyboards, Synthesizer oder ähnliche Späße sind da das einzige. Ich bin froh darüber, aber das gibt natürlich der NWOBHM Gelegenheit da vorzulegen.

Lyrische Ausdrucksformen: Ohne mich da in der NWOBHM groß auszukennen, ist es für mich kaum vorstellbar, dass sie größer als im DM sein sollte. Da haben wir horrorfilmartige Mordfantasien, medizinische Obduktionsgelüste, beinahewissenschaftliche Atheismusplädoyers, stumpfe Christenhassschriften oder persönliche Reflektionen, was sich alles darin wiederspiegelt in welcher Form diese Texte vorgetragen werden. CANNIBAL CORPSE-Texte sind anders geschrieben, als jene von OBSCURA, ganz unabhängig vom Inhalt, aber ich will nerviges Namedropping weitgehend vermeiden.

Die klanglichen Umsetzungen sind ein schwieriger Punkt, wobei mir trotzdem noch nicht einleuchtet warum der jetzt in der NWOBHM größer sein sollte. Ich überlege gerade wieviele Bands ich schon an einzelnen Takten erkenne, ganz unabhängig ob mir die Songs bekannt sind, weil sie einfach immer so charakteristisch klingen. Bei so manchen Gitarren weiß man sofort wer da am Werk ist, noch mehr bei den Drums. Dass gerade das wahrscheinlich ein Punkt ist, der für Außenstehende kaum nachvollziehbar sein wird verstehe ich, deswegen sag ich auch nichts dazu wie das bei den schweren Briten aussehen könnte, weil ichs wahrscheinlich sowieso nicht hören würde, aber wie gesagt, dass der Bereich größer sein soll erschließt sich mir nicht.

Stimmfarben und Gesangsstile muss ernst gemeint sein, sonst würds da nicht stehen, aber das is mir ein Rätsel. Ich nehm die Vorlage aber natürlich gerne auf und stell mir im Geiste die diversen Kreischer, Growler, Gurgler, etc vor zu denen bei den einschlägigen Bands ja noch die klaren Sänger dazukommen und wundere mich, wie das alleine durch klare Sänger überboten werden soll. Dass dabei unterschiedliche Sänger unterschiedliche Stile und Techniken benützen, wahrscheinlich sogar mehr als deren klaren Äquivalente im DM is mir klar, aber da da die verschiedensten extremen Gesangsstile und -techniken ja noch dazukommen versteh ich nicht warum ausgerechnet bei diesem Punkt DM eine geringere Spannweite aufweisen sollte.

Die stimmlichen Tonlagen hängen ein Stück weit damit zusammen und das "Problem" bleibt dasselbe. Heavy Metal-Sänger sind in den verschiedensten Tonlagen unterwegs, aber es gibt ja auch im DM seit, keine Ahnung, 20 Jahren? klaren Gesang der aber nichts daran ändert, dass die Band trotzdem noch prinzipiell als Death Metal angesehen wird.

Wenn da jetzt noch verschiedenste Spieltechniken an den Instrumenten dazukommen, die im Death, besonders im technischen verwendet werden, die irrwitzigen Tempobandbreiten dann kann ich nur weiterhin sagen, dass meine verhängnisvollen 34 Worte für mich immer noch die Wahrheit sind. Genauso wie ich die Evolution oder die Lichtgeschwindigkeit als oberste Geschwindigkeitsgrenze für wahr halte, ganz egal was diverse Spinner oder nicht ganz so Spinner behaupten. Beides kann morgen "problemlos" widerlegt werden, aber bis dahin halte ich es für die Wahrheit weil die bisherigen Gegenargumente nicht ausgereicht haben um mich vom Gegenteil zu überzeugen.
Was den Kreis von dem polemischen Ausflug in die Wissenschaft zurück zur völlig ernsthaften Musik schließt. Die dargebrachten Argumente bzw Hörbeispiele haben einfach nicht ausgereicht. Denn (wie an anderer Stelle bemerkt), ich hab manche natürlich (unbewusst) herausgefordert und dann (bewusst) gesagt, dass ich mich gern vom Gegenteil überzeugen lassen würde. Das war mein voller Ernst. Es ist nur leider nicht passiert, sorry ;-)
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Re: Der DEATH METAL Thread

Beitragvon Rüdiger Stehle » Dienstag 6. März 2012, 02:51

Deine Argumente in allen Ehren, und für den Vergleich "Death Metal vs. NWoBHM", hast du mit deinen Ausführungen im letzten Beitrag natürlich völlig Recht. Es gibt keinen Beweis dafür, dass die NWoBHM insgesamt vielseitiger ist als der Death Metal insgesamt. Mir ging es mit den Beispielen tatsächlich um den von dir angestellten Vergleich "DEATH vs. NWoBHM". Die Death-Metal-Szene besteht insgesamt aus noch mehr Musikern und Bands als die NWoBHM-Bewegung, insoweit ist vermutlich auch die Varianz insgesamt noch größer. Ich habe auch nie behauptet, dass der DM weniger Varianz aufweisen würde, als die NWoBHM.
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Re: Der DEATH METAL Thread

Beitragvon trent » Donnerstag 8. März 2012, 22:33

Um mal wieder auf den Ursprung des Threads zurück zu kommen, ich fühle mich im Death Metal bisher nicht so sehr heimisch, obwohl ich mit den Randgebieten des Genres ganz gut klar komme. Drumtier und Jesus haben mir da mal ein paar Bands ans Herz gelegt, aber über ein kurzes Reinhören bin ich da nicht hinaus gekommen, da es mich nicht mitgerissen hat.

Dennoch gibt es einige Bands, die (meines Wissens nach) durchaus dem Genre zugerechnet werden, die ich mag, teilweise sogar sehr, unter anderem Amon Amarth (die neueren Sachen mag ich lieber, aber auch die älteren Alben sind toll), Behemoth (eher die neueren Alben), Opeth (alles bis auf das letzte Album), Kataklysm, Septic Flesh (die letzten beiden Alben, auch wenn da sicherlich manch einer abstreiten wird, dass das noch Death Metal ist).
In Flames und Children of Bodom hab ich früher auch gerne mal gehört, aber inzwischen ist das auch nur noch selten der Fall.
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Re: Der DEATH METAL Thread

Beitragvon the seeker » Freitag 9. März 2012, 17:44

ich gebs auf, Unleashed ist nicht mein Ding, der Gesang regt mich dermaßen auf :D

höre gade die demo-collection von Obscura "Illegimitation ", richtig geiles Teil
da brauch ich mehr :dafuer:
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Re: Der DEATH METAL Thread

Beitragvon frankjaeger » Freitag 9. März 2012, 21:44

Seltsam- gerade den Gesang schätze ich an den letzten beiden Scheiben so. Na ja. Geschmäcker und so :dafuer:
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Re: Der DEATH METAL Thread

Beitragvon the seeker » Sonntag 18. März 2012, 21:29

ich meine eher die Art der Aussprache, Betonung
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Re: Der DEATH METAL Thread

Beitragvon Martin Schneider » Montag 19. März 2012, 18:53

Also meine Death Metal Helden sind KATAKLYSM. Das waren die ersten Deather die ich langerfristig gehört habe.

Danach folgen dann AMON AMARTH, BOLT THROWER, GOD DETHRONED und UNLEASHED (und die ein oder zwei die ich jetzt vergessen habe).

Ab und an höre ich noch TOMBTHROAT und FLESHCRAWL, aber die kann ich mir nicht immer geben.
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Re: Der DEATH METAL Thread

Beitragvon the seeker » Montag 19. März 2012, 20:50

gibts Fleshcrawl überhaupt noch? hab nur die Made of flesh, sägt herrlichst, sogar auf albumlänge nicht langweilig :dafuer:
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