1
3:55
Aktustische Gitarre. Irgendwie etwas von Roland, der auf seinem Pferd in den Sonnenuntergang des letzten Tages der Welt reitet. Nur die Gitarren und zerbrechlicher Gesang.
Oh come now, first (foreign) rider, clasp the winds Above the (heart)
And funeral drums distant worlds
Geht es hier etwa um den "Dark Tower”?
2
5:17
Klingt früh 70er mäßig, fast indisch, Flowerpower, klingt nach alten Jethro tull ohne Flöte, super. Das atmet alt. Im Chor wirklich wie Tull, aber mit einer ordentlichen Härte. Das ist ganz klasse! Der Gesang hat auch etwas typisch 70er-mäßiges, eine Mischung aus Tull, Jerusalem und frühen Deep Purple. Das ist in seiner rückwärts gewandten Art spannend und spaßig, und wird auch nach mehrmaligem Hören nicht langweilig. Und am Ende kullern Flaschen. Que? Ja, sehr gut!
Never try lifeboat off the mountain side, oh brother,sooth my fear
Soon (very?) Sand(s) like time in our hands makes lifes of the ordinary man
3
11:15
Ein einfaches Riff führt in einen doomigen Song, der auch nach 70ern klingt, aber viel besser produziert ist. Tiefer Gesang mit wildem Drumming und "Geräuschkulisse" aus Gitarrenwänden. Dann ändert es sich, wird einfacher, der Gesang klar, aber immer noch mit Effekten verfremdet. Bei 4:45 das nächste Break, zu einfacher Gitarre und wieder anderem Gesang, nimmt dann Fahrt auf und hat etwas von ANATHEMA, auch in seinem Wechsel von emotionaler Fragilität und folgender Brachialität, bevor es bei knapp 8 Minuten nochmal ein anderes Riff gibt. Das Ganze geht dann instrumental noch zwei einhalb Minuten zu Ende.
I can just see you know (thinking?) in your wretched (world? Room?)
This is the story we all dream ... clock tower
"Clock Tower” taucht häufiger auf
4
6:39
Effektbeladener Gesang mit unheilschwangerer Gitarren, dann geht es bei 0:33 in ein dominantes Riff und bei 0:52 wird es ruhig. Dann gibt es ein bombastischen Part, der mich ein wenig an EVERON erinnert, aber die Stimme ist anders. Ich weiß es, das sind DARK SUNS. Auch Deutsche. Ich habe mich gerade mit denen beschäftigt, weil die im SC waren. Da habe ich diesen Song auch gehört auf YouTube. Gut, aber haut mich nicht völlig um! Endlich mal was erkannt
5
4:43
Oh, alter Doom. Ein einfaches Riff auf dem Bass, aber dann kommen diverse seltsame Instrumente dazu. Es ist aber kein Doom, sondern Folk, und zwar sehr schöner, einfacher. Könnten das Bots sein? Sangen die mal Englisch? Es geht um Edwin und eine gewisse Emma, und dann kommt der Flötenschlumpf. Holländer oder Schweden. Warum? Bauchgefühl. Huch, Edwin geht es an den Kragen. Aber was der Vater sagt, ist geflüstert und eine Trällerelse liegen darüber. Das ist eine schöne, traditionelle Weise. Gefällt!
Come all you wild young people and listen to my song, I will unfold concerning gold that guides so many wrong
6
7:06
Akustische Gitarre und Cello. Dann kommt schwer die Gitarre dazu und akzentuierende Drumschläge. Weiblicher Gesang im Stile alter The Gathering, aber ungeschliffen und nicht immer ganz tonsicher (möglicherweise absichtlich). Dann wird es wieder akustisch. Oh, einen Sänger haben sie auch, der Anathema-ähnlich klingt. Dann wieder unsere Dame, Cello, Piano. Dia haben viel zu erzählen, aber irgendwie bleibt ein bisschen der Song auf der Strecke. Erst bei 5:18 wird es zu einem Metalsong. Aber kurz vor Schluss gibt es dann nochmal ein seltsames Break und Gedudel zum Ausfaden. Nicht ganz meins.
7
8:47
Wieder ein ruhiger Anfang. Mittlerweile warte ich schon mal ein wenig darauf, dass es hier mal kracht. Ui, Geräuschkulisse. Das Gedrumme klingt ein wenig wie Zufall. Dann dürfen alle mal schrammeln und richtig Krach machen, und das beinahe im Takt. Jetzt darf auch jemand schreien. Ja, das macht er gut. Klingt wie frühe PARADISE LOST. Ups, dann geht es mal schnell hoppel di hoppel los. Der ganze Sound ist leider recht wenig differenziert, und der Gesang völlig unverständlich. Gut hörbar, aber nicht vollständig mein Ding. Stört aber nicht. In der Mitte dann einen langen Instrumentalpart. Nach mehrmaligem Hören und Vergleichen in meiner Sammlung, weil mir das doch irgendwie bekannt vorkam, kann ich nun sagen: da finde ich die "Köld" besser
. Ist aber auch ganz okay, kommt aber nicht direkt auf die Kaufliste, weil ich den Gesang nicht so mag.8
7:26
Intensives, markantes Riffing, hypnotischer Gesang über eine Golden City. Klingt recht zerbrechlich, später kommt dann eine Schrammelgitarre dazu. Ja, das hat was. Einzig nach den vielen Songs zuvor, die ähnliche Emotionen hervorrufen sollten/wollten, wirkt es nicht mehr so stark. Einzeln ist es aber beeindruckend. Es ist aber insgesamt zu lang geraten, im Mittelteil passiert wirklich gar nichts. Kenne ich nicht.
9
3:48
Oh härter. Metal. Oder doch nicht. Der Gesang ist wieder Folk. Das Ganze ist sehr zügig, der Gesang komplett als Chor mit Männer- und mindestens einer Frauenstimme und völlig unverständlich. Die singen kein Englisch, oder? Eine ziemlich wilde Mischung aus alten Instrumenten, gegensätzlich arbeitenden Gesangslinien und Metalmusik. Ich glaube, sie singen etwas von "I’m coming home", während im Hintergrund immer mit viel weiblichem "oh-oh-ooooh" gearbeitet wird. Sehr , ähm, interessant
Der Stil ist Punkfolkdilletantismus! Ich hab’s! Geht so. Mir ein bissi sehr durcheinander gewirbelt. 10
4:50
Akustische Gitarre und percussions (wie heißen diese Keulen, die man in der Hand hat und schüttelt? Solche Dinger eben). Wieder der gleiche langsame, hypnotische Gesangsstil, der sich durch viele Lieder CD zieht. Der Song heißt sicher "Going To The River". Das ist eine echter Ohrwurm, aber der Drummer prügelt zuviel auf seinen Becken rum. Trotzdem: macht Spaß. Ist aber auch ein bisschen zu lang. Sehr schön.
11
9:17
Schrammelgitarrenbeginn in irgendeiner Garage. Es wird doomig. Die Gesangslinie folgt stark der Gitarre und ist ungewöhnlich, wird aber nach ein paar Minuten etwas langweilig. Ein Break und es wechselt in normalere Doomgewässer. Der Gesang bleibt markant. Zu lang.
10
6:47
Ach was, akustische Gitarre und Violine. Ich bin überrascht! (Ironiemodus aus). Und der Gesangsstil ist auch wieder anderen Songs sehr ähnlich. Das ist wieder schön, aber definitiv zu lang! Die beiden akustischen Gitarren sind aber sehr eingängig und haben hohen Wiedererkennungswert, genauso der "Anathema"-Gesang.
Das ist eine CD mit sehr schönen Stücken, aber sie krankt ein wenig daran, dass zu viele Songs stilistisch zu ähnlich sind. Da können sich einige Feinheiten nicht entfalten. Gegen Ende ließ dann regelmäßig mein Enthusiasmus nach. Aber auf jeden Fall gehören 2, 3, 5 und 10 auf die Kaufliste. Beim Rest bin ich gespannt.
Wer das war? Kann nur 123=7 gewesen sein, der Folkexperte.

