Treppchen 2011

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Treppchen 2011

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 6. Januar 2012, 22:12

Falkner hat geschrieben:Vielleicht findet er es tschade? ^.-


Das ist eine Adaption des guten alten Willy-Astor-Klassikers "des is aber tschad!":
http://www.youtube.com/watch?v=Tgakvs0Vtlk
(ca. 1:40)
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Re: Treppchen 2011

Beitragvon Falkner » Freitag 6. Januar 2012, 22:19

:grins:
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Re: Treppchen 2011

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 6. Januar 2012, 22:26

@ Watchtower:
Das bringt uns am Ende zur Frage, was "progressiv" und "traditionell" überhaupt ist. Für mich spielen die Texaner durchaus traditionellen Metal, weil er all die Attribute aufweist, die traditioneller Metal eben aufweist. Allerdings spielen sie ihn auf originelle, innovative und anspruchsvolle Weise. Insofern ist das vielleicht tatsächlich beides traditionell und progressiv. Auch wenn sich die Begriffe vom Wortsinn her an sich ausschließen, heißt es ja nicht, dass Musik nicht sowohl traditionelle Elemente (Instrumentarium, Sirenengesang, harte, thrashige Riffs...) als auch progressive Elemente (Rhythmik, Taktwechsel...) enthalten kann.
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Re: Treppchen 2011

Beitragvon Holger Andrae » Freitag 6. Januar 2012, 22:35

Oh, ein Paralleluniversum. Herrlich! :grins: :grins: :grins:
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: Treppchen 2011

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 6. Januar 2012, 22:36

Hab ich auch gerade festgestellt...
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Re: Treppchen 2011

Beitragvon Jhonny » Samstag 7. Januar 2012, 01:36

enemy-of-reality hat geschrieben:Wat? Ihr findet Prog im allgemeinen nicht anspruchsvoller als traditionellen Metal? (BTW Frozen, genau verkehrtrum, ich sprach von den Ansprüchen, die die Musik an den Hörer stellt, nicht umgekehrt). Euch lief z.B. Dream Theaters "Train Of Thought" beim ersten mal hören genauso gut rein wie Priests "British Steel"? Ihr konntet jeden Song von Devin Townsends "Terria" beim zweiten Durchlauf mitgröhlen genauso wie das bei Warlocks "Triumph and Agony" der Fall war? Ihr entdeckt bei Motörheads "Ace of Spades" auch nach dem 17. Durchgang noch spielerische Details, die euch zuvor nicht aufgefallen sind? Tja, dann seit ihr wohl anders gestrickt als ich. Bild


also, "Ace Of Spades" erschließt sich mir ständig neu - die höre ich alle paar Wochen. Und "British Steel" wird sicher nicht langweiliger.
Das gilt übrigens auch für "Train Of Thought" ;-)


@Drumtier: Schick, wir haben mit Iced Earth und Primordial ja gleich zwei Überschneidungen.
Ansonsten hoffe ich, dass du weiter viel Prügel-DM hörst und nicht zu "erwachsen" wirst (ich dachte, wenn man erwachsen wird lernt man auch mal so was wie gute Traditionen zu schätzen :D ). Sonst steht hier ja keiner für die reine Lehre des Death Metal außer dir, du musst da die Fahne hochhalten ;-)
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Re: Treppchen 2011

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 7. Januar 2012, 01:42

Die reine Lehre des Death Metals kommt aus Stockholm und Visby, und dafür hält keiner so sehr die Fahne hoch wie ich.
;-)

Nein, ernsthaft, es ist schön, dass wir hier auch einen ganz passionierten DM-Aficionado haben, der es beharrlich mit uns Plüschrockern aufnimmt.
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Re: Treppchen 2011

Beitragvon salisbury » Samstag 7. Januar 2012, 03:53

Coole Diskussion, die Spaß macht und auch mal wieder zeigt, wie unterschiedlich eben nun mal Wahrnehmungen sind und wie schwammig die Stildefinitionen. Für mich gehören Bands wie WATCHTOWER oder EMPEROR eben nicht in die Schublade "traditioneller Heavy Metal". Um nun zu einer Diskussion mit für einem jeden befriedigenden Endergebnis zu kommen, müsste man erstmal die Fakten klären und klarzustellen, über was genau eigentlich diskutiert wird. ;-) . Bevor Rüdiger die begrifflichen Feinheiten aufgedröselt hat, hab ich den Enemy eigentlich sehr gut verstanden... ;-)
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Re: Treppchen 2011

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 7. Januar 2012, 04:08

Ich erkläre es mal so: Für mich ist all das traditioneller Metal, was sich zum einen für mich wie "Metal" anfühlt, und sich zum anderen vom Selbstverständnis her als Metalband fühlt oder zu fühlen scheint, die ihre Wurzeln bei Vorläufern aus dem Metalbereich sieht und ihr Schaffen als Fortführung oder Weiterentwicklung des Schaffens dieser Bands sieht. Sprich: Bands, die "aus dem Metal" kommen und ihn sehr gerne auch progressiv oder avantgardistisch weiter entwickeln dürfen, sich allerdings als Teil einer Tradition sehen, die irgendwo bei Sabbath anfängt und (hoffentlich) niemals endet.

Wenn wir als Beispiel METALLICA nehmen, dann empfinde ich die bis einschließlich "Nummer 5" als traditionelle Metalband. Mit "Load" und "Reload" empfinde ich sie nicht als solche. Nicht, weil ich die Entwicklung nicht gemocht hätte, sondern weil die Band damals in jeder Hinsicht das Gefühl vermittelte, sich von dem Ruf lösen zu wollen "Metal" zu sein. Das schlug sich in der Musik, in den Texten, in den Outfits, im Logo, in den Artworks usw... nieder. Hier wurde nach meiner Meinung die Tradition gebrochen, um sich neu zu erfinden, und zwar außerhalb des Kontextes einer METALband. "St. Anger" ist zwar härter, aber auch das ist für mich kein Wiedereinordnen in traditionelle Metalstrukturen, sondern etwas Eigenes, Undefinierbares. Mit "Death Magnetic" ist die Band dann zum traditionellen Metal zurück gekehrt und hat sich wieder in die alten stilistischen Bezüge eingeordnet. Was davon jetzt besser oder schlechter ist, das mag jeder selbst beurteilen. Aber ich denke, dass es ganz gut illustriert, wie ich traditionellen Metal verstehe.

Wenn wir das jetzt mit WATCHTOWER oder EMPEROR vergleichen: Diese Bands stellten sich bei aller Innovation und Eigenwilligkeit nie völlig abseits metallischer Traditionen.

Das hat jetzt keinerlei Anspruch auf Richtigkeit. Es ist nur ein relativ hilfloser Versuch zu definieren, was für mich traditioneller Metal ist: Letztlich alles, was sich bewusst in die Tradition von Metalbands stellt, die als Vorbilder dienten.
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Re: Treppchen 2011

Beitragvon Jhonny » Samstag 7. Januar 2012, 12:28

Watchtower ist jedenfalls traditioneller Metal :D

Ich finde, dass auch Bands wie Primordial, Cruachan, Machine Head oder alle irgendwo Metal sind. Weil sie aus dem Black Metal, dem Epic Metal oder dem Bay Area Thrash kommen.
Damit muss das nicht gut sein, was sie machen, aber es ist Metal.

Ich bleibe aber immer dabei: Für mich ist Metal erst mal wild. Er ist roh. Und er ist keine Musik für Philosophen, sondern eher für den Mann von der Straße. So wie Motörhead. Mehr Metal als Motörhead geht kaum :grins: :D
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