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Brot und Spiele für den Powermetal.de-User: große Projekte der Community und umfassende Forenspiele finden hier ihren Platz
von enemy-of-reality » Freitag 16. Dezember 2011, 21:39
Platz 20: PROTEST THE HERO - ScurilliousJa, ich steh auf Prog, auf Gefrickel, auf abgefahrenes Zeug und all das ist auch hier zu finden, ABER, um mich wirklich zu überzeugen muss mich Musik in erster Linie emotional ansprechen und das ist hier leider nur selten der Fall. Grösstenteils läuft die Mucke an mir vorbei ohne mich wirklich zu berühren. Dazu noch ein Sound, der für meinen Geschmack etwas zu steril, zu drucklos klingt. Technisch beeindruckende Musik, die mich letztlich aber nie wirklich begeistern konnte. 6.5/10 Platz 19: THE DEVIL'S BLOOD - The Thousandfold EpicentreDer grosse Hype des Jahres und ja, ich muss zugeben, dass ich mich auch ein wenig anstecken hab lassen. Das liegt vor allem an der wirklich starken "The Fire Burning"-EP, die dem RH beilag und die mir den Grund geliefert hat, mir auch das Album zuzulegen. Leider fällt dieses qualitativ deutlich ab, der stärkste Track, nämlich der Titelsong, war ja schon auf der EP drauf und der Rest ist nicht mehr und nicht weniger als "ganz nett". Nein, wirklich schlecht ist nix, aber das Geniale, das so viele Leute in nahezu jedem der Songs entdeckt haben wollen, blieb mir bisher verborgen. Muss allerdings auch zugeben, dass die Scheibe bei mir bisher nur ein paar mal rotiert ist, vielleicht wächst sie ja irgendwann noch. 6.5/10 Platz 18: GHOST BRIGADE - Until Fear No Longer Defines UsAuch diese Scheibe konnte meine Erwartungen nicht wirklich erfüllen. Diverse Rezis haben mir den Mund wässrig gemacht, aber die ach so tollen Emotionen, die sich auf dieser Scheibe verbergen sollen, hab ich bis heute noch nicht gefunden. Zudem ist das Teil etwas arm an Highlights und der als Opener fungierende Akkustik-Song - an und für sich ja 'ne tolle Idee - klingt für mich selbst nach etlichen Durchgängen noch immer nicht wirklich rund. 6.5/10 Platz 17: BLACK COUNTRY COMMUNION - 2Schlecht ist die Scheibe zwar nicht, für mich aber dennoch irgendwie eine ziemliche Enttäuschung. Das kommt daher, dass ich sie nicht nur insgesamt als (deutlich) schwächer als das grossartige Debüt empfinde, sondern auch noch herausragende Songs vermisse. Klar, ein "Song Of Yesterday" schreibt man nur einmal, einen Track dieses Formats kann man nicht auf jeden Album erwarten, ein paar Höhepunkte aber schon und eben diese fehlen der Scheibe leider. Vielleicht hätten sich BCC doch lieber noch ein wenig mehr Zeit nehmen und etwas mehr am Songwriting feilen sollen. 7/10 Platz 16: JOE BONAMASSA - Dust BowlNochmals Bonamassa, diesmal solo, aber exakt mit dem gleichen Problem wie mit seiner Allstar-Truppe. Soll heissen: Das Album ist gut, steht aber im Schatten des übermächtigen Vorgängers. Daran, dass Bonamassa ein grossartiger Gitarrist ist, besteht aber nicht der geringste Zweifel! 7/10 Ein paar Anmerkungen noch: Ja, mir ist durchaus bewusst, dass ich fünf mal mehr oder weniger das selbe geschrieben habe, aber es ist nunmal nicht einfach, 5 Alben, die man zwar allsamt gut findet, die einen aber nicht wirklich begeistern können, zu beschreiben. Und ja, gut sind sie alle, auch wenn die Texte teils etwas negativ klingen mögen. Zudem ist es gerade bei diesen Alben, die ich naturgemäss nicht so oft gehört habe wie meine Faves, natürlich durchaus möglich, dass sie mit der Zeit noch wachsen. Aber eine solche Liste kann eben immer nur eine Momentaufnahme sein.
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enemy-of-reality
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von enemy-of-reality » Sonntag 18. Dezember 2011, 12:55
Platz 15: MASTODON - The HunterMeine dritte Scheibe von Mastodon und irgendwie klingt die schon wieder völlig anders als die beiden Vorgänger. Weniger abgefahren, chaotisch und lärmig als "Blood Mountain", weniger sphärisch, proggig, psychedelisch als "Crack The Skye". Die Musik auf "The Hunter" ist relativ straight, eingängig, melödiös und IMO schon fast mehr Rock als Metal. Die charismatische Stimme von Brent Hinds passt auch hier wieder hervorragend zum Songmaterial, die Gitarrensektion haut auch ordentlich rein, bloss das Drumming von Brann Dailor nervt mich ein wenig, weil ich igendwie das Gefühl habe, dass der Typ bei jedem Break immer exakt das selbe spielt. Alles in allem wohl eher eine Gute-Laune-Platte, das Problem ist halt nur, dass ich eher selten gute Laune habe und die Scheibe daher keinesfalls dauernd hören mag. 7.5/10 Platz 14: ARCH / MATHEOS - Sympathetic ResonanceSchwierige Scheibe, die sich mir auch nach etlichen Durchläufen noch nicht so wirklich erschlossen hat. Und ich hab seit kurzem auch 'nen Verdacht, woran das liegen könnte. Und zwar, und damit werd ich jetzt vermutlich einige Leute ordentlich vor den Kopf stossen, an der Stimme von John Arch. Immer wieder ist zu lesen, dass der Mann einer der grössten Sänger überhaupt ist, aber für mich klingt er durch seine Stimmlage einfach irgendwie ziemlich limitiert und dazu kommt noch, dass ich auf hohen, mänlichen Gesang sowieso nicht sonderlich stehe. Es fällt mir daher bei dieser Scheibe doch ziemlich schwer, mich auf die Feinheiten der Songs zu konzentrieren, weil die Stimme halt alles überdeckt. Und das ist schade, denn vom Songwriting und vom intrumentalen Standpunkt her ist das sicherlich tolle Musik. Ich stell mir gerade vor, wie das klingen könnte, wenn es (wie ursprünglich ja angedacht) eine Fates Warning-Scheibe geworden wäre und Ray Alder hier singen würde und ich hab so die Vermutung, dass mir das wesentlich besser gefallen könnte. 7.5/10 Platz 13: MACHINE HEAD - Unto The Locust"The Blackening" fand ich vor allem wegen der unglaublich geilen Gitarrenarbeit gut, das Songwriting lies aber IMO ein wenig zu wünschen übrig. Da verlief man sich des öfteren in den teils stark verschachtelten Tracks wodurch diese letztlich nicht immer schlüssig wirkten. Vielleicht hat die Band das ja genauso gesehen denn "Unto The Locust" kommt deutlich reduziert daher, die Songs sind straighter ausgefallen (ohne deshalb weniger abwechslungsreich zu klingen), kommen dafür aber auch immer alle genau auf den Punkt. Und die Gitarren sind noch immer genauso geil wie auf dem Vorgänger. Starke Scheibe! 8/10 Platz 12: ARKONA - SlovoDie sympathische Truppe aus Russland rund um Masha "Scream" Arhipova kredenzt mal wieder Pagan Metal vom Feinsten. Im Vergleich zum Letztwerk "Goi Rode Goi" ist das neue Album deutlich kompakter und weniger episch, ja fast schon unspektakulär ausgefallen. Das führte dazu, dass ich das Album immer wieder unterschätzt und eher selten aufgelegt habe, dafür aber dann bei jedem Durchgang wieder auf's neue positiv überrascht wurde. Im direkten Vergleich würde ich den Vorgänger zwar vorziehen, weil mir persönlich das epische eben einfach mehr liegt, aber das ändert nix daran, dass Arkona mal wieder ein tolles Album abgeliefert haben. Kleine Warnung allerdings an all jene, die ihren Pagan-Metal eher schwarz mögen, denn auch wenn hier stellenweise ordentlich geknüppelt und gegrunzt wird, steht allgemein doch ganz klar das folkige, melodiöse im Vordergund und das könnte für den einen oder anderen vielleicht auch etwas zuviel des Guten sein. 8/10 Platz 11: AMON AMARTH - Surtur RisingWas soll ich hierzu gross schreiben? Ja, ich mag die Band und die Jungs haben mal wieder ein absolut typisches AA-Album abgeliefert. Überraschungen gibt's keine, die darf man von der Truppe wohl auch nicht mehr erwarten, das Album ist durch und durch grundsolide und gefällt mir sogar wieder etwas besser als der Vorgänger, trotzdem hab ich irgendwie das Gefühl, dass die Band bereits mit "With Oden On Our Side" alles gesagt hatte, was es zu sagen gab und die Klasse dieses Referenzalbums wohl nicht mehr erreichen wird. Nichtsdestotrotz macht auch diese Scheibe wieder mächtig Spass und Laune, die Frage ist halt nur, wie lange die Band noch so weitermachen kann, bevor sich irgendwann dann doch Langweile einstellt. Ach, scheiss drauf, darüber mach ich mir Gedanken, wenn es mal so weit ist. 8,5/10
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von salisbury » Sonntag 18. Dezember 2011, 13:13
Lustig, daß unter Deinen Top20 Alben sind, die Dich gar nicht überzeugen  . Also ICH fühl mich durch Deine Meiung zu Archs Gesang überhaupt nicht vor den Kopf gestossen und es gibt auch ein Vielzahl von Leuten, die diese Vergötterung nicht verstehen. Egal, jedem das seine  . Bin gespannt, wie's weitergeht...
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von Havoc » Montag 19. Dezember 2011, 23:00
Ich habe das ARCH/MATHEOS Album auch immer nur aufgrund des Gesangs noch nicht. Habe ein paar mal reingehört, aber irgendwie ist Arch wohl auch nicht mein Sänger. Obwohl ich den vor allem auf "The Spectre Witzhin" auch mag. Naja. Komisch. Mag Alder halt mehr. Kaufe das Album vielleicht irgendwann mal günstig. Ansonsten bin ich nur etwas geschockt von den nur 6,5 Punkten für PROTEST THE HERO und davon, dass "Children Of A Faceless God" von SYMPHONY X unter deinen Top 10 Songs ist. Nicht, dass der schlecht wäre. Aber das Album hat da doch einige bessere Songs zu bieten.
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von enemy-of-reality » Montag 19. Dezember 2011, 23:57
salisbury hat geschrieben:Lustig, daß unter Deinen Top20 Alben sind, die Dich gar nicht überzeugen 
Naja, erstens hab ich ja nur 26 Alben oder so aus diesem Jahr und zweitens bin ich (leider) ein stets negativ denkender Mensch und neige daher auch dazu, immer eher auf die Kritikpunkte einzugehen, als auf die positiven Aspekte. Ich hab versucht, das bei den nächsten 5 Alben, die ich gleich posten wede, etwas ausgewogener hinzubekommen, wobei's mir hier natürlich auch etwas leichter fällt Lob auszusprechen, da die Alben ja nun schön langsam immer stärker werden. Und nicht vergessen: Jedes Album in dieser Liste ist noch immer zumindest "gut"! Havoc hat geschrieben:Ansonsten bin ich nur etwas geschockt von den nur 6,5 Punkten für PROTEST THE HERO und davon, dass "Children Of A Faceless God" von SYMPHONY X unter deinen Top 10 Songs ist. Nicht, dass der schlecht wäre. Aber das Album hat da doch einige bessere Songs zu bieten.
Naja, bei PTH hab ich ja klar gesagt, warum das so ist. Das ist technisch beeindruckende Musik, die mich aber nur selten wirklich packt, nur selten meine Seele erreicht, nur selten irgendwelche Emotionen bei mir auslöst. Eigentlich fällt mir jetzt spontan nur Track 2 ein, der das schafft, der Rest halt eher nicht. Und was SX betrifft: Ja, die Scheibe hat 'ne Menge guter Tracks und es ist schwer, da einen auszuwählen, aber "Children Of A Faceless God" war halt von Anfang an einer meiner absoluten Favoriten. Aber im Prinzp könnte dort genausogut der Titeltrack oder "Heretic" oder "Dehumanized" oder "The End Of Innocence" oder "Electric Messiah" oder "The Lords Of Chaos" stehen 
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von salisbury » Dienstag 20. Dezember 2011, 00:06
enemy-of-reality hat geschrieben:Naja, bei PTH hab ich ja klar gesagt, warum das so ist. Das ist technisch beeindruckende Musik, die mich aber nur selten wirklich packt, nur selten meine Seele erreicht, nur selten irgendwelche Emotionen bei mir auslöst. Eigentlich fällt mir jetzt spontan nur Track 2 ein, der das schafft, der Rest halt eher nicht.
Da bist Du weiter als ich. Ich probiers immer wieder mal, aber glaubst, da bleibt was hängen? Mir müsste eigentlich so technisch perfekte Mucke liegen, aber irgendwie machen die mich immer total verrückt....
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von Teichfrosch » Dienstag 20. Dezember 2011, 00:08
Der Titeltrack ist sowas von viel besser als der Rest des Albums in meinen Ohren ... also, die anderen Tracks sind auch sehr gut, aber der Titeltrack ist 'ne echte Granate. Wäre für mich eine einfache Wahl  Und dass PTH dich nicht auf der emotionalen Ebene packt find ich auch einigermaßen überraschend, ich find das Album keineswegs zu verkopft. Klar, ich hab auch eine Vorliebe für solchen flotten, experimentellen Metalcore, aber irgendwie hatte ich dennoch das Gefühl dass das selbst für ungeübte Ohren eine recht eingängige Kiste ist. Naja. Geschmäcker sind verschieden, gell?  Da bist Du weiter als ich. Ich probiers immer wieder mal, aber glaubst, da bleibt was hängen? Mir müsste eigentlich so technisch perfekte Mucke liegen, aber irgendwie machen die mich immer total verrückt....
Äh, was? Dann hör gefälligst erstmal BETWEEN THE BURIED AND ME, du Schuft, du! *Zeter* *Fluch* wieso hört denn keiner auf mich?! Ist das der böse Einfluss des Paargehuften?
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von salisbury » Dienstag 20. Dezember 2011, 00:13
Also Between The Buried and Me hast Du mir ja schon erfolglos zugesamplert.  Die sind sogar NOCH anstregender als PTH.
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von Teichfrosch » Dienstag 20. Dezember 2011, 00:17
Das kann ich ja sogar noch verstehen, aber PTH sind doch nicht anstrengend. Hach, dieses Blautier verursacht mir nichts als Kummer ... :[ 
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von salisbury » Dienstag 20. Dezember 2011, 00:24
Teichfrosch hat geschrieben:Das kann ich ja sogar noch verstehen, aber PTH sind doch nicht anstrengend. Hach, dieses Blautier verursacht mir nichts als Kummer ... :[ 
Ooooh. Das tut mir aber leid. dabei hätt ich heut auf dem Weihnachtsmarkt fast einen Kerzenständer in Froschgestalt gekauft.. 
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