Die optische Langrille des Weisen: Bardauks Top 100

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Re: Die optische Langrille des Weisen: Bardauks Top 100

Beitragvon Julian Rohrer » Donnerstag 8. Dezember 2011, 12:22

76. SCORPIONS - "Crazy World"

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Stil: German Kvlt Rock
Herkunftsland: Deutschland
Veröffentlichungsjahr: 1990
Label: Mercury Records


Eine kleine Überraschung? Keine Ahnung. Vorweg geschoben: Würde ich mich mehr mit den Skorpionen beschäftigen, hätte ich vielleicht ein anderes (älteres) Album der Jungs genommen. Doch "Crazy World" habe ich schon vor meiner Metalzeit viel gehört und ich denke schon, dass es mich in Teilen geprägt hat. Natürlich gab es eine Zeit, in der ich von den Jungs echt übersättigt war, dennoch macht "Crazy World" mit einer hohen Hitdichte immer noch Spaß. Natürlich ist das Album aus dem gleichen Grund sehr kommeriell und alles, doch haben die Jungs in der klassischen Besetzung vielleicht auch alles richtig gemacht. Und ja, auch 'Wind Of Change' kann ich noch hören. Manchmal...

Über die Fähigkeit der tollsten deutschen Band ( :P ), coolen Rock'n'Roll mit guten und politischen Texten zu verbinden, braucht man ja nun wirklich nix mehr sagen, oder?

Sollte das Album wirklich jemand noch nicht kennen: http://grooveshark.com/#/album/Crazy+World/183548
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Re: Die optische Langrille des Weisen: Bardauks Top 100

Beitragvon Martin van der Laan » Donnerstag 8. Dezember 2011, 12:28

Hey, das Album habe ich mir damals auch gekauft und finde es immer noch gut. Gerade so Zeugx wie 'Kicks After Six' oder 'Hit Between The Eyes'...
Julian Rohrer hat geschrieben:Würde ich mich mehr mit den Skorpionen beschäftigen, hätte ich vielleicht ein anderes (älteres) Album der Jungs genommen.

Obwohl "Crazy World" ein starkes Album ist, bin ich mir auch ziemlich sicher, dass du mit dieser Aussage Recht hast... ;-)
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Re: Die optische Langrille des Weisen: Bardauks Top 100

Beitragvon Julian Rohrer » Donnerstag 8. Dezember 2011, 12:35

76. GRAND MAGUS - "Hammer Of The North"

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Stil: Heavy Doom Metal
Herkunftsland: Schweden
Veröffentlichungsjahr: 2010
Label: Roadrunner Records


Eine sau-coole Band, die ich erst durch die tollen Live-Auftritte so richtig zu schätzen gelernt habe. "Hammer Of The North" kann durchaus auch als perfekte Beschreibung der Band im Allgemeinen herhalten. Das tolle Cover setzt sich in seiner Wirkung in der dunkel-magischen Musik der Band weiter fort - stark! Der Durchnudelfaktor ist auf diesem Album auch weit geringer als bei "Iron Will", welches vor allem durch seine Refrains lebt. Naja, dann lass ich mal Rüdiger ran: "Wer auf kernigen, klassischen Heavy Metal mit rockiger und doomiger Note steht, der ist bei GRAND MAGUS goldrichtig." Genau.

Videoclip zum Titelsong: http://www.youtube.com/watch?v=WPLiZ2ePZTs
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Re: Die optische Langrille des Weisen: Bardauks Top 100

Beitragvon Germon » Donnerstag 8. Dezember 2011, 14:55

Ich seh schon den Frank die Hände überm Kopf zusammenschlagen. ;O)
Tolle Platte.
Ich seh zwar aus wie Herbert Grönemeyer, doch ich bin ein ganzer Mann!

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Re: Die optische Langrille des Weisen: Bardauks Top 100

Beitragvon Julian Rohrer » Freitag 16. Dezember 2011, 13:02

Argh, schon wieder mit der Listung durcheinander gekommen. GM ist natürlich 75.
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Re: Die optische Langrille des Weisen: Bardauks Top 100

Beitragvon Julian Rohrer » Freitag 16. Dezember 2011, 13:21

74. MATT EBERT - "Snakes & Tornadoes"

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Stil: Psycho Funk Punk Rock
Herkunftsland: USA
Veröffentlichungsjahr: 2009
Label: Eigenproduktion


Ich zitiere mich mal wieder ganz freimütig selbst (diese Hybris, DIESE HYBRIS!):

Was hat der Mann für eine Wut im Bauch? Verraten von seiner Freundin, seinem Land und seiner Katze setzt sich der untersetzte Ami regelmäßig ins Studio und startet einen musikalischen Amoklauf durch das Vermächtnis seiner Vorbilder. Wie ein schmutziges Schiffswrack, das durch dreckiges Hafenbrackwasser treibt, fasziniert auch das Schaffen von Matt Ebert: Selbst wenn man will, man kann einfach nicht weghören, so angetan ist man von den musikalischen Untiefen dieser Southern-Style-Ikone.

Frankenstein und Whiskey

Hätte ein verrückter Professor versucht, James Brown und Tom Waits in einem verabscheuungswürdigen Experiment zu einem grünen Monster voller Schrauben und schlecht genähter Nähte zu verbinden, so wäre wohl Matt Ebert dabei herausgekommen. Hätte er dabei noch Whiskey getrunken, so wäre die Entstehungsgeschichte des aktuellen Albums "Snakes & Tornadoes" umfassend beschrieben.

Wäre. Denn eigentlich ist die spröde Art des Künstlers purer Sex. Auf einer Metaebene, versteht sich. Seine fließenden Slide-Guitars, seine rauen Vocals, das tolle Artwork seiner Platte: Was auch immer dieser Mann erlebt hat, er hat einen Kanal gefunden, damit umzugehen. Und spätestens wenn er mit "Do It" Nelly Furtado covert: Man erkennt sofort, dass der Mann nicht nur Style hat, sondern auch ein unglaubliches musikalisches Gefühl an den Tag legt. Ein Wrack, das vielleicht, aber er ist ein Wrack mit Stil und Würde.


Großer Dank gebührt hier dem guten Azmo, der auf den Ausnahmekünstler hingewiesen hat.

Hier kann man reinhören: http://www.myspace.com/experienceebert
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Re: Die optische Langrille des Weisen: Bardauks Top 100

Beitragvon Chavo89 » Samstag 17. Dezember 2011, 01:56

Die Grand Magus ist toll und mir ging es da wie dir mit den Live-Auftritten. Andere Scheiben der Band fehlen mir noch...

Mit Matt Ebert kann ich jetzt irgendwie nicht so viel anfangen. Aber das wundert dich jetzt wahrscheinlich auch nicht. ;-)
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Re: Die optische Langrille des Weisen: Bardauks Top 100

Beitragvon enemy-of-reality » Samstag 17. Dezember 2011, 21:32

Ja, die GRAND MAGUS rockt, die muss ich demnächst auch mal wieder in den Player schmeissen. Danke für's in Erinnerung bringen.
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Re: Die optische Langrille des Weisen: Bardauks Top 100

Beitragvon Julian Rohrer » Samstag 14. Januar 2012, 19:35

@Chavo: Auch der letzte Gig war wieder HAMMER!

@Enemy: Gerne doch :)
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Re: Die optische Langrille des Weisen: Bardauks Top 100

Beitragvon Julian Rohrer » Samstag 14. Januar 2012, 19:55

73. TARANTULA HAWK - "s/t"

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Stil: Psychedelic Rock
Herkunftsland: USA
Veröffentlichungsjahr: 2002
Label: Neurot Recordings


Wabernde Soundlandschaften, proggige Gitarrenexzesse und dunkle Farbfolgen, die sich vor dem inneren Auge auftürmen: Das ist TARANTULA HAWK. Manchmal fast schon noisig, wird hier sehr dreckiger Prog'n'Roll geboten. Mal röhrt der Roto-Synthie, mal fiedelt sich die Gitarre in miasmische Tonepilepsien, mal erdrückt einen die gebotene Redundanz. Wie eine melancholische Variante der überdrehten SHINING (Nor) wirkt der hämmernde Soundbrei und schließlich bleibt ein Album, das man in den Momenten einfach lieben muss, in denen die donnernde Wolkendecke aufreißt und Lichtstrahlen toller Melodien weite Himmelsfenster bauen, auf denen man in diesen Musikhimmel aufsteigen darf. Wer mag, findet dort dann die geistigen Väter PINK FLOYD und KING CRIMSON.

Leider müsst ihr zum Hören der Musik auf Myspace surfen:
http://www.myspace.com/tarantulahawk (Album 2 Track 3)
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