UNISONIC (Kiske/Hansen)

Re: UNISONIC (Kiske/Hansen)

Beitragvon Havoc » Mittwoch 30. November 2011, 00:30

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Ich finde, dass man beim Lesen von Kiskes Texten oft den Eindruck hat, dass er komisch oder gar arrogant ist und in seltsamen Dimensionen schwebt. Wenn man ihn aber live reden hört, dann wirkt das ganz anders. Auf mich zumindest sehr sympathisch.


Ja. Arrogant. So wirkt er auch auf mich. Habe ihn live noch nicht erlebt. Kann mir aber vorstellen, dass der ganz nett ist.
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Re: UNISONIC (Kiske/Hansen)

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 30. November 2011, 00:40

Such mal auf YT nach dem Videointerview von Götz Kühnemund mit Kiske. Das finde ich sehr cool. Da finde ich, dass man ihm anmerkt, dass das, was in geschriebenen Lettern abgehoben wirkt, eigentlich nicht böse oder abschätzig gemeint ist.

Ich hatte mal ein bisschen für ein Interview mit ihm gemailt, und da war er auch sehr freundlich und umgänglich. Aber direkt persönlich gesprochen habe ich mit ihm auch noch nicht. Halt noch mit Avantasia auf der Bühne gesehen. Da hat er auch einen positiven Eindruck hinterlassen. Nicht nur gesanglich. Man hatte den Eindruck, dass er ehrlich Spaß an dem hatte, was er tat.
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Re: UNISONIC (Kiske/Hansen)

Beitragvon Peter Kubaschk » Mittwoch 30. November 2011, 07:32

hmm, arrogant wirkt das auf mich auch nicht. Nur sehr, sehr überzeugt. Man merkt, dass er viel darüber nachgedacht hat und für sich einen Weg gefunden hat, den er mitteilt, ohne jetzt jeden unbedingt bekehren zu wollen. Das war in der Vergangenheit mit seinen Aufsätzen teilweise noch anders.
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Re: UNISONIC (Kiske/Hansen)

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 30. November 2011, 10:34

Peter Kubaschk hat geschrieben:Das war in der Vergangenheit mit seinen Aufsätzen teilweise noch anders.

Die meinte ich auch in erster Linie. Den RH-Artikel hab ich ja nicht gelesen.
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Re: UNISONIC (Kiske/Hansen)

Beitragvon Peter Kubaschk » Mittwoch 30. November 2011, 11:33

wenn du mal wieder ein Print-Magazin kaufen möchtest, dann nimm' das aktuelle RockHard. Ist die beste Ausgabe seit langer Zeit, weil das "Heaven & Hell"-Special wirklich gelungen ist.
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Re: UNISONIC (Kiske/Hansen)

Beitragvon Chavo89 » Mittwoch 30. November 2011, 14:10

Ich finde das im Interview Gesagte schon sehr arrogant und abwertend. Wie er Satanismus mit Faschismus gleich setzt und so weiter. Aber ich mag den Kiske ja eh nicht, deshalb interpretiere ich da wohl etwas zu viel hinein und sag nichts mehr dazu. Am Besten fand ich das Interview mit dem Enslaved-Typen.
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Re: UNISONIC (Kiske/Hansen)

Beitragvon Jhonny » Mittwoch 30. November 2011, 14:35

Der Kiske ist ein komischer Kauz. Ein sehr sympathischer (vllt ein bissl mit King Diamond zu vergleichen, um jemand aus ner anderen Richtung zu nennen). Ich teile beileibe nicht alle seiner Meinungen, aber man merkt ihm an, dass er das wirklich ernst meint.

Er spricht z.T. auch mal Sachen offen an, die andere kaum zu jucken scheinen oder die Tabu-Themen zu sein scheinen. Das Thema "Satanismus" und "Faschismus" ist dafür ein tolles Beispiel. Klar kann man das auch anders sehen, aber gut, dass darüber gesprochen wird. Sonst hat man das Gefühl, es wäre eben ein Tabu-Thema.
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Re: UNISONIC (Kiske/Hansen)

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 30. November 2011, 14:37

Nun, so wie manche Leute Satanismus definieren und propagieren, ist das vom Faschismus durchaus nicht so weit weg. Man lese sich dazu alte MLO-Manifeste und ähliches durch, dann kann man Kiskes Position gut verstehen. Manchmal verwechselt er halt ernst gemeinte faschistoide Positionen ganz weniger Musiker mit dem der Unterhaltung und der Show dienenden Satansimage vieler Bands. Das liegt daran, dass er halt nicht verstehen kann oder will, warum man freiwillig über so schlimme Dinge singen möchte, wenn man nicht selbst so denkt. Dabei blendet er wohl die der Kunst regelmäßig immanenten Aspekte der Show, der Provokation, der Überzeichnung, des Protestes, der Unterhaltung, der Kompensation usw... aus. Ich teile seine Meinung da nicht, aber wenn man nicht nur liest, was er sagt, sondern ihn das erklären hört und sieht, dann finde ich schon, dass man merkt, dass das für ihn kein "von oben herab Verurteilen" ist, sondern ein ehrlich gemeintes Anliegen, weil er es einfach persönlich emotional schlimm findet, sich mit solch "bösen Dingen" zu befassen.

EDIT:
Jo. So in etwa wie Jhonny sagt, gell?
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Re: UNISONIC (Kiske/Hansen)

Beitragvon Jhonny » Mittwoch 30. November 2011, 14:42

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Nun, so wie manche Leute Satanismus definieren und propagieren, ist das vom Faschismus durchaus nicht so weit weg. Man lese sich dazu alte MLO-Manifeste und ähliches durch, dann kann man Kiskes Position gut verstehen. Manchmal verwechselt er halt ernst gemeinte faschistoide Positionen ganz weniger Musiker mit dem der Unterhaltung und der Show dienenden Satansimage vieler Bands. Das liegt daran, dass er halt nicht verstehen kann oder will, warum man freiwillig über so schlimme Dinge singen möchte, wenn man nicht selbst so denkt. Dabei blendet er wohl die der Kunst regelmäßig immanenten Aspekte der Show, der Provokation, der Überzeichnung, des Protestes, der Unterhaltung, der Kompensation usw... aus. Ich teile seine Meinung da nicht, aber wenn man nicht nur liest, was er sagt, sondern ihn das erklären hört und sieht, dann finde ich schon, dass man merkt, dass das für ihn kein "von oben herab Verurteilen" ist, sondern ein ehrlich gemeintes Anliegen, weil er es einfach persönlich emotional schlimm findet, sich mit solch "bösen Dingen" zu befassen.

EDIT:
Jo. So in etwa wie Jhonny sagt, gell?


wenn das bei mir im Ansatz ähnlich rüberkommt kann ich damit gut leben.

Satanismus in Form von Provokation finde ich natürlich nicht gut (ein Freund von mir brachte mal den Vergleich, dass ein Jude wahrscheinlich auch kein Nazi-Image im Metal toll finden würde) - aber ich verstehe da schon den Unterschied und kann die Musik natürlich sehr schätzen.
Der elitäre Satanismus, den gar nicht so wenige Bands propagieren dagegen ist ja durchaus nicht zu selten menschenverachtend. Nietzsche-Übermenschen-Gefasel, übersteigerter Hass auf Christen und Juden sowie eine auffällige Gewaltbereitschaft... eine gewisse Nähe zum Nationalsozialismus lässt sich da nicht leugnen (der lässt sich für manche evangelische Theologen der 20er und 30er Jahre übrigens auch nicht leugnen - nicht, dass mir hier jemand eine einseitige Betrachtung vorwirft...)
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Re: UNISONIC (Kiske/Hansen)

Beitragvon Chavo89 » Dienstag 13. Dezember 2011, 15:40

Die Band hat bei YouTube einen netten Songausschnitt eingestellt: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=9og0g_l-NlI

Gefällt mir an sich ganz gut und Kiske nervt auch nicht so sehr wie befürchtet.
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