Falkners Fünfzig

Brot und Spiele für den Powermetal.de-User: große Projekte der Community und umfassende Forenspiele finden hier ihren Platz

Re: Falkners Fünfzig

Beitragvon trent » Donnerstag 24. November 2011, 21:55

Opeth! :dafuer:
Schönes Album. Hat's zwar nicht in meine Top100 geschafft, aber dafür mehrere andere, die Blackwater Park ist sogar mein liebstes Metal-Album. Mit dem neuen kann ich aber bisher nicht soviel anfangen.
Nun auch auf Musiksammler: Trents Musiksammlung
Benutzeravatar
trent
Sandkastenrocker
 
Beiträge: 546
Registriert: Freitag 26. Februar 2010, 00:06

Re: Falkners Fünfzig

Beitragvon Falkner » Samstag 26. November 2011, 21:57

12. Savatage - Poets & Madmen
Bild
Meine Nummer 3 im bandinternen Ranking und das beste Album nach Criss' Tod.
Schon die ersten Klaviertöne des Openers 'Stay With Me Awhile' lassen den Zuhörer wissen, womit er es in den folgenden 67 Minuten zu tun haben wird: Theatralik, Dramatik, Melancholie, fragile Romantik die immer wieder mit stechenden Riffs durchsetzt wird. Eben unverkennbar Savatage. Auch durch die rauhe Stimme von Jon Oliva, der auf diesem letzten Album die Rolle des Sängers wieder vollzeitlich ausführt und dabei eine gute Figur macht (natürlich weniger im wörtlichen Sinne :grins: ). Ich mochte auch Zak Stevens immer sehr, aber seiner Stimme fehlten ein wenig die Kanten, die Jons rauchiges Organ ausmachen.
Auch textlich gibt es wieder einige sehr schöne Stellen, wie man es von Paul O'Neill gewohnt ist. Hier ein Beispiel aus dem Song 'Surrender' (auch mein Favorit auf dem Album):

The clock is ticking and your growing afraid
That the end will be violent
You walk the edges all around your own grave
And the gods they are silent


Schön.

Surrender
Morphine Child
Back To A Reason
The four most over-rated things in life are champagne, lobster, anal sex and picnics.
- Christopher Hitchens
Benutzeravatar
Falkner
Weichspülmetaller
 
Beiträge: 1232
Registriert: Samstag 15. Mai 2010, 17:11

Re: Falkners Fünfzig

Beitragvon salisbury » Samstag 26. November 2011, 23:36

Huch, die Poets & Madmen???

Mit der kam ich gar nicht klar. Ich weiß nimmer, warum. Ich hab die beim Erscheinen 2-3 Mal gehört und bis heute nie wieder ausgegraben. Jetzt wär's Zeit!
Realer Name: Thomas Becker
Benutzeravatar
salisbury
Musikredaktion
 
Beiträge: 22807
Registriert: Samstag 10. April 2010, 15:52
Wohnort: München

Re: Falkners Fünfzig

Beitragvon Falkner » Sonntag 27. November 2011, 18:30

Solltest du. Wenn ich sie so hoch setze, kann sie doch garnicht schlecht sein, oder? 8-)

11. Queensryche - Operation: Mindcrime
Bild
Diesmal wieder ein absoluter Klassiker, wenn's nach der Gesamtwertung geht, wohl DER Klassiker dieses Forums. Groß beschreiben muss ich hier wohl nichts mehr, außer, dass hier eigentlich alles stimmt: Toller Gesang, großartige Kompositionen, die sich sofort in die Gehörgänge fressen und natürlich die Texte, die wahrscheinlich die beste Geschichte im Genre erzählen. War vor einigen Jahren für mich eine absolute Offenbarung und wird auch ziemlich regelmäßig aufgelegt, mit großzügigem Gebrauch der Wiederholungstaste.

Auf YouTube scheint alles Relevante gesperrt zu sein, leider.
The four most over-rated things in life are champagne, lobster, anal sex and picnics.
- Christopher Hitchens
Benutzeravatar
Falkner
Weichspülmetaller
 
Beiträge: 1232
Registriert: Samstag 15. Mai 2010, 17:11

Re: Falkners Fünfzig

Beitragvon Falkner » Donnerstag 1. Dezember 2011, 01:34

10. Pantheist - Amartia
Bild
Jetzt geht's an die Wurst. Die letzten Zehn werden eingeleitet von den Briten Pantheist, welche im Jahre 2005 mit Amartia ein Meisterwerk des Dooms veröffentlichten. Auf der Scheibe erzählen die Mannen um Sänger und Keyboarder Kostas von einem zweifelnden Gläubigen, der der Reihe nach die sieben Todsünden begeht, um sich mit der darauffolgenden Strafe die Existenz Gottes zu beweisen. Als diese ausbleibt, verzweifelt er endgültig, angesichts einer kalten Welt, deren Existenz ihm nun sinnlos erscheint.
Musikalisch wird dies untermalt mit sakralem Funeral Doom, sprich: quälend langsames Tempo, stoisch-simple, monotone Rhythmen, tiefe Growls, an gregorianische Chöre erinnernder Klargesang, Flüstern und sakrale Orgelklänge.
Vor allem Letzteres reißt mich hier unglaublich mit und verleiht dem Album ein sehr eigenes Element. Ich liebe generell den Klang von Kirchenorgeln, gibt es möglicherweise Doom Bands, die ähnlich klingen, wie Pantheist hier? Jesus, Rüdiger?
Als Hörproben füge ich hier mal den Opener 'Apologeia' - welcher das Album gut repräsentiert und nach neun Minuten ein herzzerreißendes Gitarrensolo enthält - und 'Sloth' an.

Apologeia (leider ohne die letzte Minute)
Sloth
The four most over-rated things in life are champagne, lobster, anal sex and picnics.
- Christopher Hitchens
Benutzeravatar
Falkner
Weichspülmetaller
 
Beiträge: 1232
Registriert: Samstag 15. Mai 2010, 17:11

Re: Falkners Fünfzig

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 1. Dezember 2011, 01:46

Schöne Scheibe. Die hab ich vor Äonen mal besprochen. 2005 war das also. Soso...

Ähnlich Bands mit gregorianisch/sakralem Feeling? Versuch mal die Norweger Fallen. Oder Griftegård aus Schweden. Nicht genau dasselbe, aber definitiv mit ähnlicher Stimmung:

Fallen:
http://powermetal.de/review/review-Fall ... ,5385.html
http://www.youtube.com/watch?v=mZ3Y1HDQ ... re=related
http://www.youtube.com/watch?v=nU9uutuE1zM

Griftegård:
http://powermetal.de/review/review-Grif ... 14510.html
http://www.youtube.com/watch?v=3FFR_LcuYHE
alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet.
Háv. 38
Benutzeravatar
Rüdiger Stehle
Musikredaktion
 
Beiträge: 35309
Registriert: Samstag 6. Februar 2010, 22:52
Wohnort: Schwabenland

Re: Falkners Fünfzig

Beitragvon Falkner » Donnerstag 1. Dezember 2011, 01:52

Ich glaube, du warst es auch, der die damals in einem Forenthread empfohlen hat. Sonst wäre die wohl an mir vorbei gegangen. Leider scheint die Band sich aber von diesem Stil weg entwickelt haben.

Danke auch für die Tipps, ich hör' mich da mal durch.
The four most over-rated things in life are champagne, lobster, anal sex and picnics.
- Christopher Hitchens
Benutzeravatar
Falkner
Weichspülmetaller
 
Beiträge: 1232
Registriert: Samstag 15. Mai 2010, 17:11

Re: Falkners Fünfzig

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 1. Dezember 2011, 01:58

Falkner hat geschrieben:Ich glaube, du warst es auch, der die damals in einem Forenthread empfohlen hat. Sonst wäre die wohl an mir vorbei gegangen. Leider scheint die Band sich aber von diesem Stil weg entwickelt haben.

Ja. Die "Amartia" ist schon irgendwie ein sehr allein stehendes Werk der Band. Ich habe noch zwei weitere, aber es konnte mich in der Tat keine davon so sehr fesseln wie diese hier. Wobei die beiden chronologisch älter sind. Eine spätere habe ich mal noch gehört, hat mich aber auch nicht genug überzeugt, um sie mir zuzulegen. Du hast wohl Recht, dass die "Amartia" schon was ganz Besonderes war. Hier mal noch der Link zu meiner alten Rezi, falls sich einer dafür interessieren sollte: http://powermetal.de/review/review-Pant ... ,5459.html

Danke auch für die Tipps, ich hör' mich da mal durch.

Gib Bescheid, ob's dir gefällt.
alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet.
Háv. 38
Benutzeravatar
Rüdiger Stehle
Musikredaktion
 
Beiträge: 35309
Registriert: Samstag 6. Februar 2010, 22:52
Wohnort: Schwabenland

Re: Falkners Fünfzig

Beitragvon Falkner » Donnerstag 1. Dezember 2011, 02:22

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Ja. Die "Amartia" ist schon irgendwie ein sehr allein stehendes Werk der Band. Ich habe noch zwei weitere, aber es konnte mich in der Tat keine davon so sehr fesseln wie diese hier. Wobei die beiden chronologisch älter sind. Eine spätere habe ich mal noch gehört, hat mich aber auch nicht genug überzeugt, um sie mir zuzulegen. Du hast wohl Recht, dass die "Amartia" schon was ganz Besonderes war. Hier mal noch der Link zu meiner alten Rezi, falls sich einer dafür interessieren sollte: http://powermetal.de/review/review-Pant ... ,5459.html
Also die Demo und 'O Solitude'. Letztere kenne ich nicht, die Demo ist in remasterter Fassung auf der EP 'The Pains Of Sleep' erhältlich. Der Titelsong jener EP, eine Vertonung des Coleridge-Gedichtes, würde stilistisch und qualitativ auch auf Amartia passen, großartiges Teil.

Gib Bescheid, ob's dir gefällt.

Fallen haben tatsächlich Ähnlichkeiten von der Stimmung her, auch wenn hier leider die Orgel fehlt und das zweite Stück eher Kammermusik ist. Gleiches gilt für Griftegård. Trotzdem vorgemerkt. :)
The four most over-rated things in life are champagne, lobster, anal sex and picnics.
- Christopher Hitchens
Benutzeravatar
Falkner
Weichspülmetaller
 
Beiträge: 1232
Registriert: Samstag 15. Mai 2010, 17:11

Re: Falkners Fünfzig

Beitragvon Jesus » Donnerstag 1. Dezember 2011, 09:44

Huch, PANTHEÏST hätte ich hier so gar nicht erwartet. Sehr schön. Hübschiges Album. Generell eine sehr interessante Band, die mit den letzten beiden Werken zunehmend die Pfade des Doom Metal verließ und eigene, experimentellere Wege ging.

Für ähnlich sakrale Stimmung empfehle ich "Alloy" von SKEPTICISM und "The Shadow Over Atlantis" von THE WOUNDED KINGS. Vielleicht leihst Du noch COUNT RAVEN und SEMLAH ein Ohr, die sind allerdings noch traditioneller als GRIFTEGÅRD.

Und weil ich so furchtbar plüschig bin, gibt's ein paar Hörbeispiele dazu:

SKEPTICISM 'The Arrival'
SKEPTICISM 'March October'

THE WOUNDED KINGS 'The Sons of Belial'
THE WOUNDED KINGS 'The Swirling Mist'
Benutzeravatar
Jesus
Super-Duper-Mega-Ober Metaller
 
Beiträge: 10890
Registriert: Dienstag 9. Februar 2010, 13:20
Wohnort: Das Herz Preußens

VorherigeNächste

Zurück zu Musica et Circenses

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste