von Rüdiger Stehle » Montag 29. August 2011, 21:39
Wenn ich versuche, die Momente heraus zu kristallisieren, die ich bislang als dezent nervig empfinde, dann sind das beispielsweise einige Passagen beim zweiten Stück 'Forced Entry', insbesondere, wenn sich die Riffs sehr massiv auftürmen und die Rhythmik anfängt, leicht hektisch zu werden. Das sind die Punkte, die mich auch bei zahlreichen Genreproggern stören, wenn im modernen Soundgewand versucht wird, den Groove des Post-Thrash mit der Atmosphäre des Post-Rock zu verbinden, und das ganze durch die begleitenden Keyboards in einen spacig psychedelischen Raum zu schieben. Vielleicht ist es das Tool-Element, das du erwähnst. Ich war nie ein großer Tool-Fan, auch wenn ich deren Klasse im Leben nicht bestreiten würde. Aber zu deren spezieller musikalischer Formensprache ist mir der emotionale Zugang eben auch noch nicht geglückt. 'Restless' finde ich dagegen gerade im gesanglichen Bereich echt topp, und auch die Dynamik des Stückes gefällt mir sehr gut. Hier fehlen beispielsweise die aufgetürmten Instrumentalorgien, die mich beim Vorgänger ein wenig nerven.
alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet.
Háv. 38