Metallica

Re: Metallica

Beitragvon Falkner » Dienstag 25. Oktober 2011, 22:16

Es gibt auch Leute, die essen Kacke, weil es sie anmacht. Ändert nichts daran, dass es immer noch Kacke ist. ;-)
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Re: Metallica

Beitragvon enemy-of-reality » Dienstag 25. Oktober 2011, 22:32

Ja ja ja, aber ich hab da eben eine etwas andere Herangehensweise. Ich frag mich halt immer, wieso es einigen Leuten doch gefällt und ob da nicht doch noch mehr dahintersteckt als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Ich hätte schon einige grossartige Alben verpasst, wenn ich mich rein auf den ersten Eindruck verlassen hätte. Und ganz ehrlich - ich hab "The View" gestern zum zweiten mal gehört und ich fands, nun, ich will nicht sagen gut, aber zumindest doch schon deutlich weniger nervig als beim ersten mal. Ja, hat mich selbst auch überrascht :grins: Von daher: Ich will einfach nicht zu schnell aufgeben, Musik ist halt manchmal eine Herausforderung und den Genuss muss man sich teilweise erarbeiten. Manche nenen das "schönhören", mir aber egal. "Kaviar" werd ich aber dennoch nicht versuchen, das ist dann doch wieder 'ne ganz andere Baustelle ;-)
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Re: Metallica

Beitragvon Eike » Dienstag 25. Oktober 2011, 22:38

Vaillant hat geschrieben:http://www.mescaline-injection.de/2011-10-25/lou-reed-metallica-lulu/
Schöner Text!
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Re: Metallica

Beitragvon Eike » Dienstag 25. Oktober 2011, 23:56

Der zweitbeste Anwalt/Metalrezensator in Deutschlands Medienlandschaft hat gesprochen:
http://www.laut.de/Lou-Reed-Metallica/Lulu-(Album)
(Ich werde nie begreifen, was Könner wie Ulf Kubanke und Dani Fromm bei laut.de suchen.)
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Re: Metallica

Beitragvon Martin van der Laan » Mittwoch 26. Oktober 2011, 00:15

Eike hat geschrieben:Der zweitbeste Anwalt/Metalrezensator in Deutschlands Medienlandschaft hat gesprochen:
http://www.laut.de/Lou-Reed-Metallica/Lulu-(Album)
(Ich werde nie begreifen, was Könner wie Ulf Kubanke und Dani Fromm bei laut.de suchen.)


Ähem... ich will ja nicht stören, aber was ist an diesem pseudo-intellektuellen ZEIT-Feuilleton-Style-Review besonders toll? Alles was nur bescheuert genug ist, darf als moderne, natürlich unverstandene Kunst bezeichnet werden... super Erkenntnis!
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Re: Metallica

Beitragvon Eike » Mittwoch 26. Oktober 2011, 01:00

Hast Du den Artikel gelesen oder nur überflogen? Es ist kein übermäßiger Artikel, aber einer der wenigen, die solide genug wirken und darauf schließen lassen, dass sich der Rezensator wirklich auf die Musik eingelassen hat. Und dass jemand vernünftiges Deutsch beherrscht, ist auch nicht unbedingt Standard in diversen Internetpublikationen. Erst recht nicht bei laut.de. Der Kubanke ist einer der wenigen Schreiber dort, vor denen ich Respekt habe - und zwar nicht allein wegen des obigen Artikels. Der liefert einfach nie etwas ab, das auch nur ansatzweise den Schluss zulässt: Dreimal beim Einkaufen nebenbei gehört und dann besoffen irgendeine unreflektierte Meinung in die Zeilen gekloppt. Selbst bei Leuten, die eigentlich schreiben können, bekomme ich mitunter das Gefühl, dass da einfach ein Schnellschuss rausgehauen wurde, um irgendeine Deadline einzuhalten; bei ihm nicht. Geschliffener kriegt's eigentlich nur uns' Rüdiger hin.
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Re: Metallica

Beitragvon Martin van der Laan » Mittwoch 26. Oktober 2011, 01:31

Die Frage ist nicht, wie geschliffen irgendwas formuliert ist (liegt in der Tat oft auch an Deadlines und am Drogen-Pegel...), sondern ob man prinzipiell bereit wäre sich jeden Scheiß schön zu hören. Wenn ich furzende Elefanten aufnehme und unter dem Namen METALLICA & LOU REED veröffentliche, finde ich bestimmt einen tollen Redakteur, der mir erklärt, warum das nun ganz große Kunst ist. Ich gebe zu, der Artikel ist schön geschrieben, aber er hilft 99,5% Prozent der Menschen nicht bei der Kaufentscheidung.
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Re: Metallica

Beitragvon Eike » Mittwoch 26. Oktober 2011, 01:43

Ja, eben das erwarte ich:

Einen
Martin van der Laan hat geschrieben:Redakteur, der mir erklärt, warum das nun ganz große Kunst ist
...oder auch warum es sich dabei um den sprichwörtlichen Bockmist handelt.

Kann sein, dass das dann das ein oder andere Mal meinen Horizont übersteigt, weil der Autor sich dabei vorwiegend auf irgendwelchen Kram bezieht, von dem ich noch nie gehört habe; aber falls nicht, hilft es mir bei der Kaufentscheidung mehr, als wenn jemand einfach nur "Meinung, Meinung, Meinung!" schreit, ohne die eigenen Kriterien offenzulegen. Und selbst, wenn mich ein bildungsschwangerer/überfrachteter Text erstmal mit Hintergründen erschlägt, die mir völlig unbekannt waren, ist das immerhin eine Chance, tiefer in die Materie einzudringen, als es mir ein unreflektiert runtergerotzter Verriss ermöglicht, der mit wutroten Kopf gegen die Wand rennt oder schon am eigenen Brett davor hängenbleibt. Sowas kann auch amüsant zu lesen sein, vor allem wenn es die eigenen Vorurteile bestätigt, hilft aber nicht wirklich weiter.
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Re: Metallica

Beitragvon scumi » Mittwoch 26. Oktober 2011, 02:09

Ja ja ja, aber ich hab da eben eine etwas andere Herangehensweise. Ich frag mich halt immer, wieso es einigen Leuten doch gefällt und ob da nicht doch noch mehr dahintersteckt als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Ich hätte schon einige grossartige Alben verpasst, wenn ich mich rein auf den ersten Eindruck verlassen hätte. Und ganz ehrlich - ich hab "The View" gestern zum zweiten mal gehört und ich fands, nun, ich will nicht sagen gut, aber zumindest doch schon deutlich weniger nervig als beim ersten mal. Ja, hat mich selbst auch überrascht :grins: Von daher: Ich will einfach nicht zu schnell aufgeben, Musik ist halt manchmal eine Herausforderung und den Genuss muss man sich teilweise erarbeiten. Manche nenen das "schönhören", mir aber egal. "Kaviar" werd ich aber dennoch nicht versuchen, das ist dann doch wieder 'ne ganz andere Baustelle


Das ist auch nicht verkehrt. Wobei es bei mir eine Grenze gibt, zwischen "schönhören" und der Zeit, die manches Werk einfach bei mir braucht um sich für mich zu öffnen. Für mich ist diese Grenze aber ziemlich verlässlich definierbar, denn bei einem sperrigen, progressiven Werk, dass lediglich Zeit und Verständnis braucht, entdecke ich selbst beim ersten hören zumindest schon mal im Ansatz das Potential, dass es für mich persönlich bereithält. Im Falle der Reed-Metallica-Songs muss ich da einfach meinem ersten Impuls trauen, der in dem Fall sehr eindeutig war ;) (also keine positive Resonanz bereithielt). Ich will nicht mal absolut ausschließen, dass ich mir nicht zumindest einzelne Stücke dieses Werkes unter Umständen doch schönhören könnte. Es wäre dann aber in der Tat nichts weiter als ein Schönhören und kein gut-Finden, das tatsächlich von Herzen oder aus dem Bauch kommt. Ich habe prinzipiell keine sonderlich große Affinität zu dieser Art von Musik und ich bin auch kein Lou Reed-Fan aber ich würde aus seinem Schaffensfundus vermutlich das Meiste diesem Album vorziehen, weil ich es einfach besser finde.

Das Review von Ulf Kubanke ist mir viel zu interpretierend. Eine gute Kritik einer Platte muss auch funktionieren, ohne das sie diese so auffällig zu interpretieren versucht... oder darauf angewiesen ist. Denn eine Frage, die sich nach dem lesen stellt, ist ja: Was bleibt, wenn ich dieser Interpretation nicht folgen kann? Was soll und kann ich dann für mich daraus mitnehmen? Aber das kann bei mir ebenfalls daran liegen, dass Musik für mich, egal wie progressiv, sperrig und verwinkelt sie sein mag, trotzdem zuallererst Bauchsache ist und keine Kopfsache. Ich mag mir nicht ausmalen, warum Ulrichs Drumming so bescheiden klingt - ob da vielleicht Methode oder Konzept dahintersteckt, was irgendwas zu bedeuten hat. Für mich klingt es halt unterm Strich einfach nicht gut, Punkt, aus.
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Re: Metallica

Beitragvon Chavo89 » Mittwoch 26. Oktober 2011, 10:32

Danko Jones verkauft wegen "Lulu" jetzt seine Metallica-Sammlung. Das halte ich ja für leicht übertrieben und lächerlich. Aber es ist zumindest konsequent. Gut, dass sich jeder zu dieser Scheibe äußert. Es gibt echt jeden Tag was Neues...

http://www.rockhard.de/news/newsarchiv/newsansicht/31837.html
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