Iced Earth

Re: Iced Earth

Beitragvon Feamorn » Samstag 15. Oktober 2011, 17:01

Ich hab das zwar bestimmt schonmal hier irgendwo gepostet, aber im Moment schaut's so aus:

Iced Earth 9
Night Of The Stormrider 10
Burnt Offerings 9
The Dark Saga 10
Something Wicked This Way Comes 9
Horror Show 7.5
This Glorious Burden 7.5 (wegen Gettysburg, und NUR deswegen)
Framing Armageddon 6
The Crucible Of Man 5
Dystopia 7 (Ersteindruck, der Gesang würde eigentlich mehr hergeben...)
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Re: Iced Earth

Beitragvon Vaillant » Mittwoch 19. Oktober 2011, 11:09

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Re: Iced Earth

Beitragvon Frozen » Mittwoch 19. Oktober 2011, 20:33

Vaillant hat geschrieben:http://www.mescaline-injection.de/2011-10-19/iced-earth-dystopia/

Null Dante, kein Stormrider :(


Wenn wir ehrlich sind, war “Burnt Offerings” aus dem vergangenen Jahrtausend das letzte richtig feine, durchgehend gute Werk der US-Band, von daher bin ich von Anfang an ein wenig voreingenommen…


Damit war das Review zu Ende. da hat wer seit mitte Neunziger kein IE mehr gehört.

Nein, Stu hört sich weder wie eine Ripper kopie an noch wie ein Halford-Nachahmer, dafür ist seine Stimme selbst in den hohen Lagen zu rau. Er klingt in den Tiefen Lagen ab und an etwas nach Barlow, aber das ist sicher nicht schlecht. Denke Live wird er noch individueller sein. Die Riffs sind nicht ganz das was mit "Stormrider", "Pure Evil" und "Travel in Stygian" geliefert wurde, aber das liegt am fokus auf den hymnischen Power Metal statt des Thrash Anteils. Die Charakteristik ist jedoch immer noch ähnlich, die Songs sind abwechslungsreich, hart und trotzdem melodisch. Mir fehlen die galloppierenden Gitarren zwar auch etwas, das blendet mich aber nicht vor einem deutlich wachsenden Album.

"Dystopia" ist ein echt starker Song, hätt ichs nicht besser gewusst hätte ich auf zwei Sänger getippt. "Boiling Point" klingt schon eher nach Dark Saga, was von mir ein grosses Kompliment ist. noch deutlicher ist das bei "Days of Rage", der die Triolen nutzt die IE in den neunzigern so stark machten. Totalausfälle finde ich nicht, einige Songs sind aber echt stark, muss meine Note definitiv nach oben korrigieren.

Da kann ich einem Review wie diesem getrost widersprechen, vor allem wenn da die Meisterwerke "Dark Saga" und "SWTWC" völlig vergessen gehen.
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Re: Iced Earth

Beitragvon Feamorn » Mittwoch 19. Oktober 2011, 20:52

Auch wenn ich von der Platte selbst nicht begeistert bin bisher, das Review triffts auch meiner Meinung nach nicht. Ich habe es immer noch viel zu wenig gehört, aber das "Problem" seit Horrorshow ist im Grunde immernoch da. Die Musik reißt mich nicht mehr mit. Das hat zum Teil einfach mit der massiven Soundveränderung zu tun, die bei Dark Saga noch nur zu erahnen war, bei SWTWC langsam deutlicher wurde und endgültig seit Horror Show viel der Härte und Bissigkeit "wegrationalisiert" hat. (Bisher hat Schaffer das, meiner Meinung nach, nur bei der Gettysburg-Trilogie nochmal wirklich in den Griff bekommen.) Wenn ich mich selbst beobachte, merke ich immer mehr, dass meine Liebe zu der Band zu einem nicht unbeträchtlichen Teil dem damaligen Sound geschuldet war. Die alten Iced Earth waren für mich einzigartig, spätestens seit Horror Show sind sie (eine zuweilen sicher noch sehr gute) "gewöhnlich" Power Metal Band. Hätte ich vor der Dark Saga angefangen, wer weiß, vielleicht würde ich die Trennlinie auch schon nach Burnt Offerings ziehen. Mein Beginn war jedoch die SWTWC weshalb ich die "Linie", vor allem wegen Matt Barlow, dann eher nach dieser ziehen würde.
Ein Freund meinte nach dem Horror Show Release auf dem Schulhof damals schon zu Dracula "Klingt wie Blind Guardian". Damals habe ich das nicht unbedingt geteilt (als noch glühender BG-Nerd), aber aus heutiger Sicht? Es ist, wenn auch sachlich nicht ganz korrekt, am Ende tatsächlich das Dilemma, warum meine Liebe keines der Iced Earth Alben des neuen Jahrtausends umschließt. Der Karriereanfang der Band, vor allem Stormrider, war magisch, ist es auch heute noch, aber die neuen Sachen nicht mehr, die sind, wie Frozen richtig sagt, hymnischer Power Metal. Nicht mehr, nicht weniger. Aber eben auch nicht das, was ich mir wirklich wünsche. Damit muss man wohl leben, betrauern darf man es in Review trotzdem (wobei es wenig Zweck hat und irgendwann weinerlich wirkt ;) ).

Ach ja, interessante Beobachtung bisher: es gehen vor allem die "heftigen" und schnelleren Songs der neuen Platte besser rein, und verweilen länger im Gedächtnis, als der "Rest".
Trotzdem, meine Wunschliste bleibt weiter die alte:
-mehr Rhytmusgitarren-/Galopp-Exzesse
-wieder eine "Shawversche" Leadgitarre
-bessere (oder eher einfach "andere"?) Soli
-"kantigerer" Sound
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Re: Iced Earth

Beitragvon Jhonny » Mittwoch 19. Oktober 2011, 21:43

Ich hab die Neue jetzt drei mal durch - zumindest die letzten beiden Alben schlägt sie locker, evt. auch noch die Horror Show oder die Burnt Offerings (für mich das schwächste Iced Earth Album der 90er - das Debüt habe ich erst seit heute, dazu habe ich also noch keine Meinung).

Dass Iced Earth immer mehr klingen wie die überorchestrierten Guardian-Scheiben der letzten 15 Jahre ist traurige Realität und für mich auch der Grund, warum ich keine Meilensteine der Band mehr erwarte.
Glorious Burden würde ich auch nicht so glühend anpreisen, wenns nicht mein Iced Earth Einstieg gewesen wäre :grins: (und, mit Verlaub, Gettysburg ist ein Meilenstein).


Zumindest Dark Saga hat aber wohl auch heute noch einen Klassikerstatus inne, den kaum jemand anzweifelt. Wer sie anhört, weiß warum.

Klar ist SWTWC der Anfang vom Ende (wie auch Nightfall In Middle-Earth!) - aber gerade hier rettet auch der starke Abschluss viel.

Und vergesst mir bei der Horror Show nicht Damien - nach Gettysburg der stärkste Iced Earth Song der letzten 12 Jahre.
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Re: Iced Earth

Beitragvon Feamorn » Mittwoch 19. Oktober 2011, 21:49

Ich mag Damien zwar, aber im Grunde klingt der auch ein wenig, als hätten die vergessen, den auf die SWTWC zu pressen. So im Kontext des übrigen Albums. ;)

Ich persönlich mag übrigens auch noch Phantom Opera Ghost sehr gerne, zusammen mit Damien für mich das Albumhighlight.

In meinen Hörgewohnheiten finden aber quasi nur noch Debüt bis Dark Saga, Alive in Athens und die zweite CD der Glorious Burden (also die drei Gettysburg-Songs) statt. Wobei ich mir da zumindest bei ein paar Songs vorstellen kann, dass sie eventuell auch längerfrisitig "frisch" bleiben, Tragedy and Triumph zum Beispiel, vielleicht auch Boiling Point, who knows?

Ach ja, an der Burnt Offerings KANN Dystopia gar nicht vorbei. Das verbietet ja alleine schon Dante. :D (Ich kenne sogar Leute, für die ist das das beste IE-Album...)

Edit: Ach ja, das Debüt hat neben einigen tollen Songs noch die nette Eigenschaft, dass die "Destilation" von "Written On The Walls" mit Barlow nochmal einen richtigen Kracher (für meine Ohren) hervorgebracht hat (nennt sich "Cast In Stone", zu finden auf der Days of Purgatory und der Alive in Athens).
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Re: Iced Earth

Beitragvon Frozen » Mittwoch 19. Oktober 2011, 22:23

Hm, also im Vergleich mit der Burnt Offerings sehe ich die Songauswahl (Soll heissen WIRKLICH geil) so:

Burnt Offerings, Last December, Dante's Inferno

Dystopia, Boiling Point, V, Dark City, Days of Rage, Iron Will

Also doppelt so viele auf der neuen, aber Burnt Offerings und Dante alleine fast so gut wie die alle (und fast so lang ;)). Also für mich ist der qualitative Vergleich sehr treffend, die beiden sind ähnlich.

Mit dem Sound hab ich ganz ehrlich keine Probleme. Tatsächlich finde ich mich sowohl bei der SWTWC wie auch bei der Stormrider immer wieder auf der AiA wieder. Da stimmt nunmal mit Sound, Songmaterial und Lineup einfach alles. Wie du richtig sagst gehen bei der neuen vor allem die schnellen gut rein - eben die galloppierenden Triolen. Ohne diese wäre die Wicked Triology untergegangen.

Sehe nach neuem Massstab die Dark Saga und die Stormrider sicher vorne, die SWTWC dominiert halt mit der Triology, dahinter kommen aber mit dem Debüt und der Burnt Offerings zwei sehr eng zusammen, mit denen die neue mithalten kann wie ich finde. Und wenn Stu es schafft, den alten Songs seinen eigenen Stempel aufzudrücken freu ich mich schon sehr auf Dezember, dann wird das ganz geil werden.
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Re: Iced Earth

Beitragvon Feamorn » Mittwoch 19. Oktober 2011, 22:42

Stu ist auch nicht das Problem. Auf das Konzert freue ich mich auch (muss mir mal die Karten holen...). Aber auch der Ripper war nicht das Problem. Und Matt auf der letzten Platte auch nicht.
Ich fühl mich ein wenig wie ein Verschwörungstheoretiker, dass ich das schon wieder auspacke, aber die "Probleme" beginnen, für mich, damit, dass aus einer "Jon-dominierten Band" das heutige "Jon-Projekt" wurde. Vom Debüt bis einschließlich Dark Saga hat Jon (laut Credits) die Musik von 14 von 35 Songs alleine verfasst (ohne Dark Saga ist die Quote sogar noch geringer (8 von 25)), von der SWTWC bis einschließlich SW2 bei 57 von 70 Songs und ich schätze, dass bei den übrigen 13 Songs vor allem Soli den zweiten Schreiber in die Liste gebracht haben. Das sagt mir, sofern man es mir erlaubt, da mal ganz analytisch ranzugehen, dass mein "Nichtgefallen" mit "Jon arbeitet alleine" korreliert. Sicher, Iced Earth waren immer sein Baby, aber die alte Besetzung hatte scheinbar ein bis zwei ziemlich taugliche Paten dabei (Herr Shawver und zu Teilen vielleicht auch Herr Abell). ;)
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Re: Iced Earth

Beitragvon Jhonny » Mittwoch 19. Oktober 2011, 23:02

Höre das Debüt grad das dritte Mal heute - überragend finde ich v.a. den Gesang, aber auch die Soli.
Könnte bei mir hoch ins Ranking einsteigen.

Bei mir besteht aber immer ne Resthoffnung, dass ne Band die starken Frühwerke auch heute noch zumindest in etwa vom Niveau erreichen kann.
Und ich finde, dass einige Bands (Maiden 2000, Judas Priest 2005, Iced Earth 2004, Helloween & Blind Guardian 2010, Dream Theater 2003, 2009, 2011) das auch echt gut hinbekommen.
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Re: Iced Earth

Beitragvon Feamorn » Mittwoch 19. Oktober 2011, 23:10

Hmm, für mich ist Gene Adam vermutlich der schwächste Sänger der Band (ohne "schwach" zu sein). Richtig beeindruckend find ich, wenn eine Band auf ihrem Debüt sowas wie "Iced Earth" raushaut.

Der Unterschied zwischen Iced Earth und den genannten Bands ist ja leider, dass bei diesen (größtenteils) erhaltene Line-Up aus der "großen Zeit", bzw. die Abwesenheit der alten Recken bei Iced Earth (wie ich oben ausgeführt habe... ;) ).
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