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Pop, Jazz, Elektronika, Rap, Volksmusik...
von Behne » Dienstag 6. September 2011, 12:48
Gibt es hier eigentlich auch Leute die gerne Hip Hop hören? Ich meine, irgendjemand hatte mal K.I.Z. in seinen Top 100, die sind auf jeden Fall schon mal sehr geil. In Sachen gutem deutschem Hip Hop mit weniger als 10 Jahren auf dem Buckel sollte man da auch jeden Fall noch Huss & Hodn nennen (z.B. http://www.youtube.com/watch?v=d1avqHNOSH0). Grundsätzlich höre ich aber mehr amerikanisches Zeug, hab aber jetzt auch eher wenig im Regal stehen, weswegen ich für etwaige Empfehlungen da sehr dankbar wäre. Ich gebe mal einen ganz kurzen Überblick über ein paar Sachen die da für meinen Geschmack als Referenzen zu sehen sind, wer's nicht kennt kann ja auch ruhig mal ein Ohr riskieren! Als erstes zu nennen: Big Daddy Kane Unglaublich guter MC, perfekte Reime und Wortspiele, sehr Einflussreich für die nächste Generation, vor allem die Sachen von den ersten beiden Alben, 1988 u. '89, wovon auch die beiden Hörbeispiele sind: Ain't no half steppin' (1988): http://www.youtube.com/watch?v=M4Bx7R0LKx0Warm it up, Kane (1989): http://www.youtube.com/watch?v=xBCOe0J4ynkWas hier erwähnt werden muss, obwohl diejenigen die sich für die Art Musik begeistern können wohl schon kennen werden, ist das Debutalbum von Nas von 1994: Illmatic. Absoluter Meilenstein. Großartig. http://grooveshark.com/#/album/Illmatic/114620Bei Youtube ist's leider nicht. Mit Grooveshark kenne ich mich nicht so gut aus, aber ich nenne mal "The World is Yours" und "N.Y. State of Mind" als Anspieltipps. Dann wären da noch Gang Starr, bestehend aus Guru (MC) und DJ Premier, dem vielleicht wichtigsten und besten DJ/Produzenten im Hip Hop Bereich seit Beginn der 90er. Anspieltipps: Moment of Truth: http://www.youtube.com/watch?v=lH3hrtp1T84Work: http://www.youtube.com/watch?v=GSszWXkDHa8Beide von "Moment of Truth" (1998). Und um noch was aus den 2000ern genannt zu haben noch zwei Tracks von A.Z.'s 2005er Album A.W.O.L.. Der Gute ist übrigens nen alter Kumpel von Nas und war schon auf der Illmatic bei "Life's a Bitch" zu hören. Der Titeltrack: http://www.youtube.com/watch?v=_iWvKvUW8DYIgnoriert die paar Sekunden Gelaber am Anfang... Never Change http://www.youtube.com/watch?v=E8lAz7wvZkwWie gesagt, wenn jemandem hier Sachen in der Richtung gefallen bin ich für den einen oder anderen Anspieltipp sehr dankbar. Das die genannten Leute hier alle aus New York kommen ist übrigens nicht extra so, ich bin da nicht geographisch gebunden.
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Behne
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von Eike » Dienstag 6. September 2011, 14:57
Gelegentlich höre ich schon Hip Hop, im Amibereich hauptsächlich Kram der ersten New School, oder was darin noch verhaftet ist, also heute Oldschool ist, und damit meine ich nicht den Kiddie-Oldschool ab NWA und G-Funk, sondern alte Sachen von BUSTA RHYMES, FUGEES, Q-TIP, oder den längst klassischen Flow von MF DOOM und den BEASTIE BOYS. Eine Zeit lang habe ich auch viel BONE THUGS-N-HARMONY gehört, das war mit ein Einstieg für mich. In letzter Zeit sind die aber wieder weit in den Hintergrund getreten. Instrumental sagt mir der Kram des britischen Labels Ninja Tune zu, insbesondere THE HERBALISER. Auch Instrumental-Hip-Hop/ Trip Hop höre ich ganz gerne, wenn er nur stimmungsvoll ist. Über DJ SHADOW und DJ KRUSH bin ich im Instrumentalhiphop allerdings kaum hinausgekommen, und für ein KRUSH-Album hat es bei mir bislang immer noch nicht gereicht. In puncto Trip Hop und davon abgeleiteter Musik würde ich MASSIVE ATTACK, PORTISHEAD und MOLOKO empfehlen, falls es auch seichter sein darf: MORCHEEBA. Zu Hip Hop wie auch Trip Hop gab es übrigens auch im alten Forum schon einige Outings. In Sachen Deutschrap mag ich "Bambule" von ABOLUTE BEGINNER, "Sillium" von FÜNF STERNE DELUXE, "Power!" von FISCHMOB, "4:99" von DIE FANTASTISCHEN VIER, "Gefährliches Halbwissen" von EINS ZWO, "Die Pfütze des Eisbergs" von DENDEMANN, und etwas abseitiger im erweiterten Hip-Hop-Kontext angesiedelt: "Gautsch" von GAUTSCH. Deutscher Instrumental-Hip-Hop/Trip Hop/Elektro mit Stil: "The Endless Bummer" von VISIT VENUS. Vereinzelte Tracks, die mir recht sympathisch waren, kenne ich von FLOWIN' IMMO, teils recht funky, teils total verspult - ähnlich poppig-schräg wie GAUTSCH, dabei aber anders im Sound. Die Typen von K.I.Z. finde ich mitunter auch recht witzig. GANG STARR und GURUs "Jazzmatazz" sind mir auch ein Begriff, an Jazzrap schätze ich aber vor allem die eleganten Vibes von US3, die auf Blue Note Records erschienen sind. Ansonsten sind es eher einzelne Tracks verschiedener Künstler, die mir gefallen. An Alben mag ich noch "Flesh Of My Flesh, Blood Of My Blood" von DMX, auch wenn der Typ selbst ziemlich fragwürdig ist und danach überwiegend eher maue Alben abgeliefert hat. Dieser Electrostil ist eigentlich auch weniger meins, aber auf FOMFBOMB hat Swizzbeats als sein DJ gute Arbeit geleistet und der Rap passt auch gut dazu. Wenn man auf die Hardcoreschiene steht, haben die ONYX-Typen auch ganz passable Banger abgeliefert. Pflichtprogramm sind natürlich auch die Crossover-Projekte vom "Judgment Night"-Soundtrack.
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von Teichfrosch » Dienstag 6. September 2011, 15:10
Ich höre gerne guten Hiphop, habe aber privat nur sehr, sehr wenig. OLLI BANJO find ich ziemlich witzig, FERRIS MC hat einige wirklich tolle Tracks, MACH ONE ist sehr unterhaltsam und macht so ziemlich alles richtig was man richtig machen kann im Hop. Sehr toll fand ich damals CREUTZFELD & JACOB, natürlich EINS ZWO oder die frühen Sachen von FETTES BROT die tatsächlich noch als Hiphop durchgehen  Wenn man die gottgegebene Gabe hat sein Hirn komplett auszuschalten und inhaltlich elendig dumme Lyrics aushält ist KOLLEGAH sehr hörenswert, ich ärgere mich immer grün und blau über seine strunzenblöden Texte aber technisch ist der Kerl 1a. Im amerikanischen Hop bin ich wenig bewandert, hatte damals aber eine Platte von EMINEM und DR.DRE, und die fand (und finde) ich gut. Ist allerdings bei mir ähnlich wie bei elektronischer Musik eine Richtung in welcher ich quasi nie selbst aktiv suche und grabe, dafür bin ich mit den zahllosen Genres gitarrenlastiger Musik zu sehr ausgelastet.
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von Eike » Dienstag 6. September 2011, 16:44
FERRIS MC hat echt mal eine interessante Stimme. Live auch ein Partystarter. Allerdings gab es bei den paar Hip-Hop-Konzerten, auf denen ich war, immer irgendwelche Probleme mit der Akustik. Mit am coolsten auf der Bühne fand ich KINDERZIMMER PRODUCTIONS mit Live-Schlagzeug und Bass, die hatten wirklich Spaß in den Backen und haben den kleinen Club sehr engagiert gerockt.
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von Dekalog der Elemente » Dienstag 6. September 2011, 21:01
Mit DENDEMANN kann man schon mal nix falsch machen. FERRIS mag ich ebenfalls und EINS ZWO hab ich positiv in Erinnerung. TONE macht wohl auch den ein oder anderen brauchbaren Track. Bei den Amis hör ich immer wieder gern SAGE FRANCIS - der gute ist übrigens bei Epitaph gesignt - Civil ObedienceEscape ArtistATMOSPHERE mag ich ebenfalls Trying To Find A BalanceAESOP ROCK taug auch None shall passund auch JEDI MIND TRICKS haben einige ziemlich feine Sachen zu bieten Shadow Contract
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von Azmodes » Dienstag 6. September 2011, 22:53
Love it. Das zumindest. Ansonsten hab ich hier nicht viel zu vermelden. Außer dem Brot kenn ich noch Cypress Hill und das, zum Bleistift. Keine Ahnung wie gut das ankommt bei jemandem, der sich damit mehr beschäftigt. Ist wahrscheinlich so als ob ich Hypocrisy in einem Thread zu obskurem schwedischen Death/Doom posten würde. Irgendein österreichisches Zeug wie Texta oder Attwenger kennich auch platonisch, aber allgemein höre ich da nie wirklich was von selbst. Necro kann ich noch erwähnen.  Und Bushido, mit seinen lyrischen Meisterstücken.
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von Behne » Dienstag 6. September 2011, 23:32
Eike: Den Threat aus dem alten Forum hatte ich ganz vergessen. Hab jetzt nochmal ca ein Drittel davon gelesen, aber gefühlt die Hälfte besteht ja leider aus "Hip Hop is' doof"-"Nee gar nich'"-Diskussionen. Kann's sein dass es bei Busta Rhymes nen sehr großen Unterschied zwischen neuerem und älterem Material gibt? Was ich bis jetzt von dem kannte fand ich ziemlich schwach, habe jetzt aber mal ins Debut reingehört und fand das doch in Ordnung. MF Doom kenn und mag ich, bis jetzt aber nur sein Material mit Madlip als Madvillain. Die Solosachen muss ich mir nochmal zu Gemüte führen. The Herbaliser kommen beim ersten reinhören auf jeden Fall schonmal interessant rüber. Noch mehr allerdings US3. Hast du da zufällig noch nen Tipp welches Album man sich da mal als erstes zulegen könnte? Hab grade mal bei amazon geguckt, zumindest ein paar davon scheinen ja zu erschwinglichen Preisen zu haben zu sein. Dekalog: Jedi Mind Tricks waren mir dem Namen nach schon länger ein Begriff, hatte aber irgendwie nie reingehört. Das ist jetzt nachgeholt, danke dafür, hört sich gut an! Sage Francis macht auch n guten Eindruck, die Beats hauen mich irgendwie nicht vom Hocker, aber das ist schon interessant. Der kann jedenfalls was. Atmosphere: Okay. Aesop Rock: Das ist irgendwie nicht so mein Ding. Vor allem vom Beat her, aber auch den Rap finde ich da nicht so besonders. Was deutschen Hip Hop angeht habe ich für meinen Teil irgendwie das Gefühl versorgt zu sein. Huss & Hodn, K.I.Z. und das Dynamite Deluxe Debüt. Und wenn das nicht reicht gucke ich halt, wo Kurt "Retrogott" Hustle so Gastbeiträge geliefert hat (z.B. hier: http://www.youtube.com/watch?v=8JlEaSM9IjA). Klar, Absolute Beginner, Dendemann, Eins Zwo, Blumentopf & Co haben alle gute Sachen gemacht die ich auch gut finde, aber so richtig daueraft spannend finde ich das meiste irgendwie nicht. Mit dem angesprochenen Olli Banjo bin ich persönlich nie warm geworden... Edit: Azmodes: Jau, Hilltop Hoods find ich gut.
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von Eike » Mittwoch 7. September 2011, 00:00
Behne hat geschrieben:Kann's sein dass es bei Busta Rhymes nen sehr großen Unterschied zwischen neuerem und älterem Material gibt? Was ich bis jetzt von dem kannte fand ich ziemlich schwach, habe jetzt aber mal ins Debut reingehört und fand das doch in Ordnung.
Der älteste Auftritt von Busta, der mir bekannt ist, stammt von "The Low End Theory" (A TRIBE CALLED QUEST - 1991), wo er bei ' Scenario' einen Gastauftritt hat. Da war er Mitglied bei LEADERS OF THE NEW SCHOOL, die es seit 1989 gab, die aber ihr (mir nicht bekanntes) Debütalbum auch erst 1991 auf den Markt brachten. Sein Solo-Debut "The Coming" (Single: ' Woo Hah!! Got You All in Check') kann man sich gut anhören, "When Disaster Strikes" (Single: ' Dangerous') ist auch nicht übel, aber beide Alben sind insgesamt in meinen Ohren nicht unbedingt ein full-time hit. Wirklich gut (das 2009er Album kenne ich nicht) finde ich auf Albumlänge allerdings nur "Extinction Level Event": http://www.youtube.com/watch?v=eHHT7dTmw8U http://www.youtube.com/watch?v=87oR6mFf-CY http://www.youtube.com/watch?v=I1yWgW-u4xc
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von Eike » Mittwoch 7. September 2011, 18:33
Behne hat geschrieben:MF Doom kenn und mag ich, bis jetzt aber nur sein Material mit Madlip als Madvillain.
"Madvillainy" fand ich nicht gerade eingängig. Aber es hat große Momente. "The Mouse And The Mask" von DANGER DOOM (= DANGER MOUSE + MF DOOM) kann ich vorbehaltslos empfehlen, das funktioniert von vorne bis hinten. Ganz großes Kino! http://www.youtube.com/watch?v=zNK7WO7_lDA http://www.youtube.com/watch?v=jzvfiOn7L5I http://www.youtube.com/watch?v=C9Wmpkqen7w Behne hat geschrieben:US3. Hast du da zufällig noch nen Tipp welches Album man sich da mal als erstes zulegen könnte?
"Hand On The Torch" und "Broadway & 52nd" kann ich beide empfehlen. Die erste ist etwas abwechslungsreicher, die zweite dafür noch jazziger.
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von Eike » Mittwoch 14. September 2011, 11:02
Vorhin zum Aufwachen nach langem wieder gehört: BOO-YAA T.R.I.B.E. "New Funky Nation". Anspieltipps: West-Side - ' Rated R' East-Side - ' Pickin' Up Metal'
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