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Neurosis
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NeurosisDer enemy sucht doomige, düstere, drogige, schmutzige, intensive, repetative, groovige, gerne auch dezent lärmige Musik und glaubt, dass NEUROSIS was für ihn sein könnten. Würdet ihr dieser Einschätzung zustimmen und falls ja, welches Album könntet ihr dem enemy als Einstieg empfehlen?
What if there is nothing more
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Re: NeurosisDa sind NEUROSIS tatsächlich gut geeignet. Ab dem 2001er wirds ruhiger, davor ist es tendenziell lärmiger. Unter den NEUROSIS Fans des Forums ist großer Konsens über das 2004er "The Eye Of Every Storm", das ist wirklich großartig. "Through Silver In Blood" von 1996 zeigt die Entwicklung hin zu solchen Alben schon auf, ist aber noch deutlich schroffer. Alles davor ist deutlich lärmiger.
Also, das 04er ist schon wirklich toll, im selben Stil präsentiert sich das 01er und das 07er. Doomig, düster, drogig, intensiv, repetativ - check. Groovig und schmutzig ... kann man so hören, würde ich persönlich aber auf diese Musik nicht anwenden. Lärmig ist es vereinzelt, aber Lärm ist das selsbtverständlich nie ![]() Hat die Band echt noch keinen eigenen Thread? In einem anderen Unterforum (Prog?) vielleicht?
Re: NeurosisGehört die Band hier rein? Hm... ach ja, CROWBAR darf ja laut der Doom-Klausel ebenfalls hier sein Unwesen treiben, da sollte das auch für NEUROSIS gelten.
Die gewünschten Eigenschaften treffen meistens auf die Band zu. Richtig fies und schmutzig, dröhnend und repetitiv wären "Souls at Zero", "Enemy of the Sun" und "Through Silver and Blood". Hier würde ich zu Letzterem raten. Als Übergangsalbum fungiert das etwas technischere, groovigere "Times of Grace". Seitdem ist die Band etwas sauberer, tighter und melodischer geworden. Immer noch doomig, aber doch merklich introspektiver und weniger zerstörerisch. "The Eye of Every Storm" ist wohl das intensivste Album der neuen Phase, doch "Given to the Rising" verbindet dessen beste Merkmale mit der Härte der zuvor genannten Phase von "Enemy" bis "Through Silver". Zum Einstieg würde ich also entweder zur "Through Silver and Blood" oder "Given to the Rising" raten. Und danach holt man sich das intensive Meisterwerk "The Eye of Every Storm". Mal ein paar Hörbeispiele: 'Sterile Vision' ("Souls at Zero", 1992) 'Raze the Stray' ("Enemy of the Sun", 1993) 'Through Silver in Blood' ("Through Silver in Blood", 1996) 'The Doorway' ("Times of Grace", 1999) 'Stones From the Sky' ("A Sun That Never Sets", 2001) 'No River to Take Me Home' ("The Eye of Every Storm", 2004) 'Given to the Rising' ("Given to the Rising", 2007) Die ersten beiden Alben "Pain of Mind" und "Word as Law" kann man bei dieser Diskussion auslassen. Ab dann kann man die Band einteilen in die "Krach-Phase" von 92 bis 96, dann der Übergang mit "Times of Grace" und seitdem herrscht die "melodische Phase".
Re: NeurosisWenn man Crowbar und Eyehategod aushält, kann man auch mal Neurosis ausprobieren, also los
"No River To Take Me Home"... yeah, der Einstieg erinnert mich... an My Dying Bride (ist das ein Verbrechen?). Bisher recht schlürfender Doom. Die ruhige Stelle ist mir aber etwas zu ruhig; gut, dass die nicht so lang war ... ich brech jetzt nach 6 Minuten mal ab und wage mich an einen anderen Song."Through Silver In Blood" ist 8 Jährchen älter. Krach-Phase also. Mal sehen, wat kommt. Der Gesang gefällt mir hier nicht so. Nicht so abwechslungsreich. Toll, was der Schlagzeuger da so konstant durchzieht, das hat Stil, ebenso das Riffing. Soo viel mehr Krach ist das jetzt nicht, die Vocals sind etwas derber und unmelodischer und die super-ruhigen Parts fehlen. Die waren beim anderen Song ja eh der größte Schwachpunkt, das ist hier also nur von Vorteil. Gefällt mir ganz gut - auf Dauer könnte mir aber der Gesang etwas zu anstrengend werden. Ein bisschen könnte das auch Post-Hardcore sein. Weiß nicht, wo die Band so herkommt, aber es hat echt was Hardcore-mäßiges. "Given To The Rising" ist Song 3, den ich mir anhöre, ne aktuelle Nummer, die erst mal mit tollem Riffing auffällt. Das hat durchaus schon etwas traditionell metallisches. Die ruhigen Parts hier sind deutlich spannender als beim 2004er Song, da sie atmosphärisch viel hermachen, der fast gesprochene Gesang sorgt für eine tolle Stimmung. Und das Riffing, das dann wieder einsetzt - fett. Bester Song bisher. "Sterile Vision" ist der letzte Song meines Reinhör-Versuchs bei Neurosis, da eine Beschäftigung einer Band immer auch etwas mit dem Frühwerk zu tun hat. Bin mal gespannt. Die bisherigen Entwicklungsstufen waren alle interessant, wenn mich auch nicht alles aus den Socken gehauen hat. Der Einstieg erinnert ja mal eher an ganz andere Musik. Könnte ein düsterer Soundtrack sein. Jetzt gehts rifftechnisch los, das klingt fein dissonant. Die Töne reiben sich, jetzt wirds aber wieder melodisch. Jetzt fängt der Schreihals wieder an, seine Stimmbänder zu ramponieren Und das klingt mal richtig nach Hardcore, vom Gesang her. Mit 14, 15 fand ich Hardore ziemlich geil - die Sänger hatten da Ähnlichkeiten, vom musikalischen liegt aber viel dazwischen. Jetzt singt er clean, klingt leicht sakral. Das hier ist im positivsten Sinne repetitiv; gute Songelemente werden songdienlich so wiederholt, dass sie nicht langweilen und nicht einschläfern. Dazu gibts etliche Variationen. Insgesamt bin ich positiv überrascht; hätte nicht gedacht, dass mich auch nur eine Neurosis-Nummer ansprechen könnte. Am Schluss fand ich jeden Song hörenswert. Das ist viel spannender, als vieles, was hier im Forum unter Sludge lief bisher. Zusammen mit Crowbar könnte so eine Band durchaus dafür sorgen, dass ich mit dem Genre etwas anfangen kann. Bei Crowbar gibts aber ne amtliche traditionelle Schlagseite, die positiv heraussticht, hier ist es der Hardcore-lastige Gesang in Verbindung mit starkem Riffing, die das ganze hörbar macht. Danke für die Anspieltipps, auch wenn sie nicht für mich gemeint waren ![]()
Re: NeurosisSehr gut, Du hast einen Teddy gewonnen - mit Nietenjacke. Aber leider nur virtuell. Bitteschön: ![]() Bei CROWBAR ist das noch stärker hörbar als bei NEUROSIS, finde ich. Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
Re: NeurosisJhonny war Hardcore-Hörer... färben Sie mich überrascht, mein gut Herr. Im Hardcore gibt es natürlich viele christliche und straight-edgige Bands, vielleicht liegt es daran? Nun ja.
Darüber lässt sich streiten... Die Orleanser haben zwar viele reine Hardcore-Nummern, aber insgesamt sind sie eher betont traditionell metallisch. Da hört man eher den klassischen Doom heraus. Die neurotischen Kalifornier lassen ihre Hardcore-Herkunft wiederum in so ziemlich jedem härteren Song spüren, obwohl sie nach "Word as Law" dem Genre komplett den Rücken gekehrt hatten. Besonders die Krachphase enthält viel New York Hardcore, wie Jhonny gemerkt hat. Übrigens hatte ich schon so eine Ahnung, dass das traditionelle Riffing in 'Given to the Rising' sogar Oberkostverächter Jhonny ansprechen könnte Und beide Bands haben natürlich viele Gemeinsamkeiten: z.B. sind die 4 Mann von Crowbar zusammen ebenso schwer wie die 6 Mann von Neurosis (mit Instrumenten) ![]()
Re: Neurosis
Ja.
Re: Neurosis
ohne jeden Zweifel lag das daran. Die christliche Hardcore-Szene war in den späten 90ern sehr vital und hat den moderneren Metalcore ja auch hübsch mitgeprägt.
fand Crowbar auch deutlich metallischer, Neurosis dagegen kaum. Ohne dass das in dem Fall negativ wäre.
davon war auszugehen. Atmosphärisch hatte es aber Ähnlichkeiten. Ich bin aber froh, dass die nervige Geige gefehlt hat ![]()
Re: NeurosisFabi ist heute wieder mal besonders gut drauf
Es geht doch nichts über abgestumpften Zynismus.
Du überraschst mich schon wieder. Jetzt bedeutet "weniger metallisch" nicht mehr automatisch "viel schlechter"? Ist der Einfluss von Fabi, Eike und Loenz aufs Forum nun doch spürbar? ![]()
Mit Geigen kann die Band aber auch dienen: 'The Tide'
Re: Neurosis
ich fand schon immer Nicht-Metal gut. Nur nicht Nicht-Metal der Metal sein will.
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