Lieber Rüdiger, lieber Julian,
soeben habe ich mir euren gemeinsamen Artikel zur neuen BURZUM-Scheibe zu Gemüte geführt und fühle mich veranlasst, meinen Kommentar dazu abzugeben.
Ich bin weder je ein Fan der Burzum-Musik noch ein großer Kenner von Projekt und Künstler gewesen, habe schlicht zur Kenntnis genommen, was man eben zur Kenntnis nimmt, wenn man, wie ihr schreibt, sich einmal etwas näher mit dem Black Metal befasst hat.
Eure Betrachtung der neuen Scheibe aber, vor allem die vorangestellten Überlegungen über das Für und Wider dieses Beitrages finde ich brillant. Ihr beide vermögt es in ausgezeichneter Weise, differenziert und vor allem authentisch darzulegen, wie ihr selbst die Sache angeht, was euch biographisch bezüglich BURZUM bewegt hat und welchen Widersprüchen ihr angesichts genialer Musik von einer bizarr ablehnenswerten Persönlichkeit ausgesetzt seid. Diese Aufbereitung finde ich sehr beeindruckend, insbesondere, weil ihr beide eingesteht, dass ihr euch des richtigen Weges im Umgang mit dem Phänomen BURZUM selbst nicht sicher seid.
Mit dieser Sichtweise kann ich mich identifizieren, obwohl mich emotional mit der Musik von BURZUM nichts verbindet.
Ich bin beeindruckt von eurer sprachlich komplexen und dennoch ansprechenden Darstellung. Das ist für mich Qualität, die ich in einem ernstzunehmenden Musikmagazin schätze.
Diese Rückmeldung erlaube ich mir als Redaktionskollegin an dieser Stelle, nachdem ich an der vorangegangenen Diskussion zum Thema BURZUM nicht teilgenommen habe. Ich finde es mutig und gut, dass ihr diesen Artikel gemacht habt. Respekt!
