Post Rock & Instrumental Rock

Re: Post Rock & Instrumental Rock

Beitragvon Eike » Mittwoch 31. August 2011, 10:42

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Re: Post Rock & Instrumental Rock

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 31. August 2011, 10:51

Jo. PELICAN. Wir kommen der Sache näher, Heiland! Hier gehen wir in Richtung Sludge und Doom, und da sind wir dann schon wieder deutlich heimischer. Ein solcher Sound könnte auch beim "Doom Shall Rise" gespielt werden. Hier sind zwar auch deutlich perseverative Elemente vorhanden, aber die gibt es bei einigen meiner erklärten Lieblingsbands (z.B. BURZUM, SAINT VITUS, BATHORY u.v.m.) ja auch zu Hauf. Aber auch bei diesem PELICAN-Song finden sich Dinge, die das Ganze in eine Richtung schieben, in der ich mich wohl fühle. Vor allem weil es Riffs gibt. Also nicht allein das Umherschieben harmonischer Klanggebilde, sondern durchaus heftige Kanten, etwas, wozu man Headbangen könnte, einen Faustfaktor. Schlicht und ergreifend: Es rockt!

Ich sehe, der Thread bewegt sich in die richtige Richtung. Danke für die Tipps!

@ Peter:
Eben, um dieses vermeintliche Pauschalurteil zu überprüfen, habe ich diesen Thread hier gestartet. Das Ergebnis sehe ich als vollen Erfolg.

Ich denke, dass das Problem ist, dass wir alle beide in gewissen Genres Sachen haben, die wir toll finden, und Elemente, die uns nerven. Du magst prinzipiell "Power Metal" ganz gerne, dich stören aber die schlagerhaften, kitschigen, kinderliedhaften Elemente. Deswegen vereint eine Band wie SABATON für dich alles, was du an Power Metal "voll AA" findest, während dich andere Bands aus dem Genre auch begeistern können. Für mich gilt im Power Metal im Prinzip das gleiche, wobei mich die negativen Elemente nur selten so sehr stören, dass eine Band komplett durchfiele. Daher finde ich eben SABATON trotz der Elemente ganz cool und POWERWOLF sogar richtig toll.

Wenn wir jetzt die Brücke zum Post Rock schlagen, dann habe ich ja ausführlich erklärt, welche Elemente ich dort "voll AA" finde. Da ich mich aber in dem Genre noch nicht einmal 1% so gut auskenne wie du im Power Metal, sondern im wesentlichen nur das kenne, was ich im Soundcheck, bei dir oder bei Sally bisher gehört habe, wollte ich eben wissen, ob ich mit den Soundcheck-Exponaten genau das erwischt habe, was für mich im Post Rock das ist, was für dich Sabaton im Power Metal ist, oder ob es etwas gibt, das mir in diesem Bereich weit mehr gibt.

Es hat nun wirklich nicht lange gedauert, bis Letzteres bewiesen war. Das bedeutet für das Genre insgesamt, dass es mir durchaus nicht so fern steht, wie wir bisher dachten. Für die diskussionsauslösende Band heißt das allerdings nichts Gutes. Sie könnte mein "SABATON des Post Rock werden".
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Re: Post Rock & Instrumental Rock

Beitragvon Loenz » Mittwoch 31. August 2011, 10:53

Noch keiner auf die Idee gekommen Rüdiger einen Sampler zu basteln, eine Hälfte mit Songs wo Gesang drauf ist und eine Hälfte mit Instrumental Post Rock. Dann hat er gleich die Höhepunkte, oder was die Experten dafür halten und den direkten Vergleich.
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Re: Post Rock & Instrumental Rock

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 31. August 2011, 10:54

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Re: Post Rock & Instrumental Rock

Beitragvon Havoc » Mittwoch 31. August 2011, 11:00

Mit Post Rock habe ich mich zuletzt ja auch ein wenig beschäftigt. "Heliocentric" von THE OCEAN fand ich zuletzt toll und "Angst" von TODTGELICHTER. Kennst du die Rüdiger? Des Weiteren höre ich ja noch etwas ISIS und OCEANSIZE (ist das überhaupt Post Rock?).
Von Instrumentalbands kenne ich nur LONG DISTANCE CALLING. Die sind schon sehr stark. Aber auf Dauer tue ich mich auch etwas schwer damit Musik komplett ohne Gesang zu hören. Macht manchmal aber auch Spaß. Vor allem wenn man relaxen will. Ansonsten kenne ich aus der Richtung wohl nicht allzu viel. In CULT OF LUNA habe ich zuletzt mal reingehört. Klang auch ganz interessant.
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Re: Post Rock & Instrumental Rock

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 31. August 2011, 11:10

Peter Kubaschk hat geschrieben:Mich stört auch gar nicht, dass die MSW nicht gefällt (auch wenn mich überrascht, dass du das jetzt schlimmer findest als FRAMES bspw., denen du überraschenderweise 7.0 Punkte gegeben hast).

Warum ich Frames lieber mag, als die genannten Exponate, das dürfte daran liegen, dass die Songaufbauten bei der Band näher am klassischen Rock-Song-Schema sind, und daran, dass ich darin deutlich mehr vom - mir bekanntlich durchaus nahe stehende - 70er-Psychedelic-Rock finde. Da sägt auch mal eine Gitarrensolo dazwischen, da gibt es coole Hammond-Einsätze, die Dramaturgie der Stücke hat sehr oft einen klassischen Aufbau.

Was mir in erster Linie mißfiel war das Pauschalurteil über ein ganzes Genre, ohne sich tatsächlich damit ernstlich beschäftigt haben. Das bin ich von dir nicht gewohnt. Wenn du das jetzt nachholst und schon einen guten Song entdeckt hast, wirst du das Pauschalurteil in der Tasche lassen. Ich sag ja auch nicht, dass der ganze Black Metal öde ist. Obwohl das pauschal betrachtet durchaus nahe an der Wahrheit ist.

Das einzige, was man hier im Forum pauschal aburteilen darf, ist Reggae. :)

Es gibt einiges an Reggae, was ich lieber mag, als Maybeshewill und Scale The Summit. ;-)

Wie schon gesagt, ich bin ganz bewusst provokativ in den Thema eingestiegen, weil sich die Pro-Fraktion dann deutlich mehr Mühe gibt, mich zu widerlegen. Das Ziel war aber letztlich tatsächlich, zu ergründen, ob es auch Post Rock gibt, der mir deutlich mehr gibt, als die Diskussionsauslöser. Die erhoffte Antwort ist bereits jetzt gefunden, von daher war es den kleinen "Aufruhr" wert. Ich bin gespannt, welche Band die erste "richtige" Post-Rock-Band sein wird, die in meiner Sammlung steht.
:subber:
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Re: Post Rock & Instrumental Rock

Beitragvon Jesus » Mittwoch 31. August 2011, 11:18

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Es gibt einiges an Reggae, was ich lieber mag, als Maybeshewill und Scale The Summit. ;-)


Reggae hat ja auch viel mit Thrash Metal gemeinsam, daran könnte es doch liegen: http://www.youtube.com/watch?v=u7QaKxfa2kI
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Re: Post Rock & Instrumental Rock

Beitragvon Eike » Mittwoch 31. August 2011, 16:24

Den MEGADUB finde ich ziemlich cool, aber 'Symphony...' regelt ja auch im Original tüchtig. Unkaputtbar!
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Re: Post Rock & Instrumental Rock

Beitragvon Teichfrosch » Mittwoch 31. August 2011, 18:19

Havoc hat geschrieben:Mit Post Rock habe ich mich zuletzt ja auch ein wenig beschäftigt. "Heliocentric" von THE OCEAN fand ich zuletzt toll und "Angst" von TODTGELICHTER. Kennst du die Rüdiger? Des Weiteren höre ich ja noch etwas ISIS und OCEANSIZE (ist das überhaupt Post Rock?).
Von Instrumentalbands kenne ich nur LONG DISTANCE CALLING. Die sind schon sehr stark. Aber auf Dauer tue ich mich auch etwas schwer damit Musik komplett ohne Gesang zu hören. Macht manchmal aber auch Spaß. Vor allem wenn man relaxen will. Ansonsten kenne ich aus der Richtung wohl nicht allzu viel. In CULT OF LUNA habe ich zuletzt mal reingehört. Klang auch ganz interessant.


Autsch :D

THE OCEAN sind (wenn überhaupt) Post-Metal, früher konnte man sie eher in den Sludge stecken und momentan entwickeln sie sich fast eher zu einem Modern-Metal Genremix hin. Finde ich.

TODTGELICHTER sind Blackmetal. Wieso führst du die an?

ISIS sind die erste Band die die Bezeichnung Post-Metal hat aufkommen lassen. Und weil Jesus jetzt warscheinlich weint schiebe ich hinterher: Sludge. Mit Doom. Sludgedoom.

OCEANSIZE sind Prog. Rock, mit Postrock haben die eigentlich nicht so viel zu tun... Verwechselst du da grad was weil die ein Album namens "Frames" haben und es eine deutsche Postrock Band namens FRAMES gibt?

CULT OF LUNA sind (ebenfalls) eine "Post-Metal" / Sludge-Doom Band. Natürlich ist da eine gefühlte (oder mitunter tatsächlich vorhandene) Nähe zum Postrock, aber mit -Rock haben die Jungs eigentlich eher wenig am Hut.

LONG DISTANCE CALLING: Glückwunsch, du hast tatsächlich eine Post-Rock Band drin, allerdings sind die schon wegen ihrer Gitarrenarbeit in diesem Genre eher ungewöhnlich.


@Topic: was ist denn hier passiert oO Und WIESO hat noch niemand versucht Rüdiger 65 DAYS OF STATIC ans Herz zu legen? Die sind zumindest stellenweise sehr energetisch.

65 DAYS OF STATIC - "Retreat! Retreat!

Das war damals das Lied was mein Feuer für Postrock erst so richtig entfacht hat, vorher fand ich das Genre auch langweilig (gut, ich war 20 oder so damals...). Live sind die Jungs auch schön sympathisch-verdrogt :)

Die Band als ganzes ist jetzt eventuell nicht so dein Ding, Rüdiger, weil die schon gerne elektronisch arbeiten und ziemlich ausgeflippte Dinge machen, aber dieses Lied ist mMn energetisch und fesselnd.

In eine ähnliche Kerbe schlagen AND SO I WATCH YOU FROM AFAR:

A Little Bit Of Solidarity Goes A Long Way

Das hat immerhin Drive. Verlangt ja niemand dass du direkt ganze Bands / Alben gut fändest, ein paar einzelne Songs reichen ja vorerst. So hab ich mir das Genre auch erschlossen.

Etwas weniger energetisch, aber nicht minder postig sind KERRETTA in diesem Song:

Maven Fade

Da wird auch ordentlich die Gitarre geschrubbt :)
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Re: Post Rock & Instrumental Rock

Beitragvon Jesus » Mittwoch 31. August 2011, 18:20

Ach menno, jetzt habe ich dem Raben schon 'Retreat! Retreat!' auf seinen Sampler gebrannt...
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