Ein Trostpflaster für Trent

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Ein Trostpflaster für Trent

Beitragvon trent » Mittwoch 27. Juli 2011, 20:23

So, wie schon im Hauptthread zum diesjährigen Sommer-Wichteln geschrieben, bei mir kam heute ein Wichtel-Sampler an. Dieser hört auf den Namen "Trostpflaster" und enthält 13 Songs, der kürzeste ist etwas über zwei Minuten lang, der längste ist über 13 Minuten lang. Reingehört hab ich noch nicht. Die CD wird grad gerippt und kommt dann auf meinen MP3-Player, so dass ich morgen auf dem Weg zur Arbeit reinhören kann. Eventuell kommen dann morgen abend schon die ersten Kommentare, aber versprechen kann ich's nicht. Ich freu mich schon drauf. :subber:
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Re: Ein Trostpflaster für Trent

Beitragvon trent » Freitag 29. Juli 2011, 20:07

So, ich hab den Sampler jetzt ein paar Mal gehört und kenne keinen der Songs, auch wenn ich bei manchen so eine Idee hab, welche Band das sein könnte. Für's erste mal die ersten sieben Songs, der Rest kommt dann in den nächsten Tagen.

Track 1 - 06:40

Über einem düsteren Synthieteppich schwellen Toms an und wieder ab und verstummen dann. Gitarrenfeedback und es bricht ein Black Metal-Gewitter los. Blastbeat und Tremologitarren, dazu ziemlich fieses Gekeife. Alles nicht sehr sauber produziert. Dann ein Part im Midtempo, teilweise mit Doublebass. Kurzes Break, in dem nur Gitarren zu hören sind, dann setzen die Drums wieder ein mit erneuten Blasts, die immer wieder von Fills durchbrochen werden. Der gesamte Part ist ziemlich technisch, zumindest von den Drums her. Dann ein etwas schnellerer Part im 6/8-Takt, der komplett instrumental ist. Dann ein Break, nur mit Stimme und Gitarren, dann wieder Doublebass und durchbrochene Rhythmik.

Ich würde vermuten, dass das von einer schwedischen Band kommt, eventuell Dark Funeral, wobei ich die mehr mit melodischen Lead-Gitarren in Erinnerung hab. Klingt aber durchaus interessant, da wüsste ich gerne, was das ist.


Track 2 - 03:42

Der Song geht mit nem typischen Hardcore-Riff los, begleitet von entsprechenden Shouts, zu denen sich dann aber auch kurz melodischer Gesang gesellt. Dann ein rhythmisch etwas zerhackter Part. Darauf folgt der Refrain mit (für mich recht nervigem) melodischen Gesang. Der Text lautet teilweise "Disbelief all I see, my own I see. If I go down the stairs, close my eyes...". Dann ein kurzes Break mit nur Drums und Bass, danach erneut der Strophenpart mit Shouts und melodischen Gesangseinwürfen und danach wieder der zerhackte Part. Anschließend nochmal der Refrain, diesmal etwas länger. Dann noch ein kurzer Instrumentalpart und Ende. Keine Ahnung, was das ist. In der Sparte kenne ich mich überhaupt nicht aus.


Track 3 - 04:24

Der Song hat im Prinzip zwei Teile. Am Anfang recht schwere Riffs in Midtempo. Als dann der (cleane) Gesang einsetzt, kommen auch cleane Gitarren dazu und die Drums werden etwas zurückgefahren. Der Gesang klingt in diesem Strophenpart wie aus nem Telefonhörer. Dann kommt der Refrain wieder mit verzerrten Gitarren ner Mischung aus Gebrüll und Growls. Zweite Strophe, der Gesang ist eher eine Art sprechen bzw. Flüstern. Dann erneut der Refrain. Dann ein Break, bei dem das Tempo herausgenommen wird. Ein langsamerer Part folgt, bei dem der Sänger eher brüllt, auf der linken Seite ist dazu ne melancholische Leadgitarre. Dann ein Part mit einer sich wiederholenden Leadgitarre, die so auch bei ner melodischen Black Metal-Band auftauchen könnte, das Ganze unterlegt mit Doublebass. Die Phrase wird dann auch bis zum Ende wiederholt.


Track 4 - 04:15

Ein Song, deutlich anders ist als der des Samplers. Sehr poppig. Schneller Bass, cleane Gitarren und ein Sänger, der mir sofort tierisch auf die Nerven. Im Refrain singt er in etwa "Farewell to the Farrow (?), these Rites aren't working any more." In der zweiten Strophe kommen dann leichte Synthies dazu, der zweite Refrain ist länger und wird zweistimmig. Dann ein Break, bei dem zuerst nur eine Gitarre ist, dann kommen Gesang und sich immer weiter steigernde Drums hinzu. Der Sänger singt hier: "Keep on running, keep, keep on running, there's no place like home." Dann nochmal der Refrain und nach einem Instrumentalpart endet der Song. Sowas Ähnliches meine ich in Jesus' Liste schon mal gehört zu haben und auch da hat's mir so gar nicht zugesagt...


Track 5 - 02:09

Der kürzeste Song des Samplers. Die Produktion ist recht bissig, aber nicht die modernste. Zunächst ein schnelles, recht simples Riff. Sehr thrashig, fast schon Death Metal. Als der Shouter dazu kommt, fühle ich mich sehr an die frühen Sepultura erinnert. Der Refrain ist nochmal schneller. Danach ein kurzes schnelles Solo mit zwei Gitarren, kurzer Instrumentalpart, nochmal der Refrain und dann ist der Song auch schon vorbei. Doch, das klingt schon nach Sepultura, auch wenn ich den Song auf den frühen Alben nicht gefunden habe. Vielleicht auch Nailbomb oder sollte ich mich doch so sehr irren, dass es was komplett anderes ist?


Track 6 - 07:44

Recht schleppender Song mit Hardcore/Metalcore-Gebrüll am Anfang. Die Gitarren spielen dabei nur offene Achtel auf zwei Akkorden, dazu kommt dann eine melodische Gitarre, die dem ganzen eine etwas melancholische Atmosphäre. Dann eine kurze Unterbrechung mit einer cleanen Gitarre, dann ein anderes Riff mit etwas anderem Schlagzeug und wieder Gebrüll, aber weiterhin eher schleppend. Dann wieder ein ruhiger Part mit cleanen Gitarren und Drums, die nur das Ride und andere Becken spielen. Der Teil gefällt mir sehr gut, schön wehmütig. Dann kommen wieder Drums, verzerrte Achtelgitarren und cleaner Gesang, der typisch Metalcore ist: "I want just to see the sun." ... Das wird dann mit ner melodischen Gitarre dazu noch gesteigert. Danach nehmen die Drums etwas Tempo auf, sogar teilweise Doublebass. Der Part ist sehr melancholisch, was mir durchaus gut gefällt, dann ein kurzes Ritardando, nochmal ein paar Screams, wieder zurück zum Ursprungstempo und mehrstimmiger cleaner Gesang auf erneuten Achtelgitarren. Das wird mehrfach wiederholt und von den Drums immer mal etwas aufgelockert. Am Ende wird der Gesang leicht ausgefadet, der Song endet schließlich mit einem letzten Scream.
Eigentlich finde ich den Song nicht schlecht, aber der Sänger nervt größtenteils, bis auf den mehrstimmigen Gesang im letzten Teil.


Track 7 - 09:24

Am Anfang wiederholt eine cleane Gitarre eine Melodie, dazu gesellen lockere Trommelwirbel, so dass man denkt, da geht's gleich richtig ab. Dann kommen auch verzerrte Gitarren, aber noch recht gemächlich, durch weitere Trommelwirbel wirkt das immer noch wie ein Intro. Dann wieder cleane Gitarren mit der gleichen Melodie wie am Anfang. Danach wieder das verzerrte Riff zu nun doch recht intensiven Drums. Dann wieder cleane Gitarren, die jetzt eine andere Melodie spielen. Als dann der Gesang diese Melodie aufnimmt, werden die Gitarren verzerrt, bleiben aber bei der Melodie. Der Gesang erinnert mich an was, ich weiß aber grad nicht, was... an irgend ne 70er/80er Band, aber dafür klingt es etwas zu modern produziert. Auf alle Fälle ist es eine Art Gesang, mit der ich was anfangen kann. Dann setzt er kurz aus, eine Geige (?) kommt dazu. Dann wieder der Sänger, diesmal höher, aber nicht dieser typische Powermetal-Kastraten-Gesang (den ich total zum Kotzen finde, weil er für mich so unglaublich lächerlich klingt), sondern eher ne hohe Rockstimme. Er singt was von "...here, where the animals lay down to die..." mehr verstehe ich aber nicht wirklich. Mir gefällt die Atmosphäre von dem Song. Dann werden die Gitarren mehrstimmig, bleiben aber beim Hauptmotiv und variieren es etwas. Dann ein Harmoniewechsel. Der Gesang ist fast schon geschrien und wirkt ziemlich dramatisch. Dann bei 06:35 ein ruhigerer Part, cleane Gitarren, aber nachwievor die gleichen Melodien, auch der Sänger wird wieder etwas ruhiger. Dann werden die Gitarren nochmal verzerrt, auch der Sänger geht nochmal höher und schreit deutlich mehr als dass er singt. Dann wechselt die Melodie zu der Gitarre vom Anfang, die Drums klingen langsam aus, im Hintergrund hört man noch die Geige und Meeresrauschen (?).
Der Song gefällt mir auch sehr gut, was ist das?
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Re: Ein Trostpflaster für Trent

Beitragvon Falkner » Freitag 29. Juli 2011, 20:14

Ist 7 'Primordial - Coffin Ships'?
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Re: Ein Trostpflaster für Trent

Beitragvon 123_7 » Freitag 29. Juli 2011, 20:19

Klingt so, aber die Geige irritiert mich.
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Re: Ein Trostpflaster für Trent

Beitragvon trent » Freitag 29. Juli 2011, 20:32

Also ich hab da eben mal schnell Youtube befragt und die sagt zur 7, dass das in der Tat der Primordial-Song ist. Und ja, ich meine da an wenigen Stellen eine Geige oder sowas ähnliches gehört zu haben. Gut, damit werd ich mir Primordial definitiv mal genauer anschauen müssen. =)
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Re: Ein Trostpflaster für Trent

Beitragvon Falkner » Freitag 29. Juli 2011, 20:46

Da ist im Hintergrund tatsächlich etwas, das einer Geige ähnelt. Könnte auch ein Synthesizer sein.
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Re: Ein Trostpflaster für Trent

Beitragvon Martin van der Laan » Samstag 30. Juli 2011, 14:48

Nummer 4: WHITE LIES mit 'Farewell to the Fairground'
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Re: Ein Trostpflaster für Trent

Beitragvon trent » Mittwoch 17. August 2011, 22:07

Erst mal ein großes SORRY an meinen Wichtel und die anderen dafür, dass es hier so lange nicht weiterging, aber ich hatte in letzter Zeit viel um die Ohren.

@ Martin: Jau, das scheint der Song zu sein.

Dann mal zu den letzten sechs Songs:


#8 - 04:02

Beginnt mit nem spacigen Synth und Gitarrenfeedbacks und geht dann über in ein rockiges Riff und das ein Sänger eine Mischung aus mal überdrehtem, mal gelangweiltem Sprechgesang drüberlegt, wobei im Text immer mal ein "My Name is Judas" vorkommt. Der Song geht dann instrumental in Richtung Black'n'Roll, ab und an mit Doublebass und auch Blastbeats. Der Sänger bleibt bei dem Stil, streut aber auch ab und an Growls dazu. In der Mitte gibt es ein Break, in dem auch ein spaciger Synth dazu kommt. Würde der Sänger nicht nerven, wäre das ein durchaus geiler Song.


#9 13:17

Der Song ist mehr oder weniger zweigeteilt. Zunächst ein orientalisch klingender Beginn mit einem Teppich aus Sitarklängen, darüber eine melodische, cleane Gitarre. Als dann E-Gitarren und Drums einsetzen, geht das Ganze schnell in Richtung Death Metal, zunächst mit angezogener Handbremse, dann schneller, durchaus melodisch. Dann kommt auch ein growlender Shouter dazu, der was von "I'm not running away." grunzt. Zwischendrin gibt es auch Taktwechsel und die Sitar vom Anfang ist immer mal wieder zu hören. Man hört auch zuweilen, dass Gitarre und Drums rhythmisch teilweise sehr unsauber spielen. Ab 5:30 beginnt sich der Song zu wandeln, als zunächst eine klare Sprechstimme kommt und dann ein Break, wo nur noch die Sitar und Grillen zu hören sind und dann zunächst eine cleane Gitarre dazu kommt. Nach drei Minuten kommen dann auch wieder die anderen Instrumente dazu. Der Song ist jetzt eher rockig-atmosphärisch, der Gesang ist clean. Der Song bleibt auch ruhiger. Gefällt mir eigentlich ganz gut.


#10 02:59

Black Metal der primitiven Sorte. Schlechte Produktion, der Keifer hat zuviel Hall bekommen. Wechselt zwischen einem Stampfriff (dab-daaa, dab-daaa...) und einem Tremolopickingriff mit Doublebass und Blastbeat hin und her, wobei da recht wenige Akkorde verwendet werden. Viel mehr passiert auch nicht. Ich mag Black Metal an sich ja, aber das ist langweilig.


#11 07:33

Fängt mit melancholischer cleaner Gitarre an. Dann kommen Metalcore-mäßige Staccatoriff und ein durchgeknallter (und ziemlich nerviger) Shouter dazu. Recht langsam. Die E-Gitarren spielen dann die Melodie vom Anfang, der Shouter bleibt so anstrengend. Als dann cleane Gitarren kommen, singt er auch, das ist wesentlich angenehmer. Dann bei 3:44 ein Takt- und Tempowechsel, es wird leicht schneller. Der Sänger wechselt zwischen Fauchen und Gesang. Dann wird das Tempo wieder etwas herausgenommen. Bei etwa 5:10 ein Break, bei dem eine melodische verzerrte Gitarre dazu kommt. Der Song wird gefühlt immer langsamer, auch wenn jetzt auch eine langsame Doublebass dazu kommt. Die cleane Melodiegitarre bleibt immer vorhanden. Dann bei 6:30 nochmal schneller, der Sänger macht jetzt fast BM-artige Screams und das Riff dazu ist ziemlich cool. Wenn der Sänger am Anfang nicht so nerven würde, wäre das ein ziemlich cooler Song.


#12 04:40

Rauer produziert als der Song davor und schneller. Eröffnet mit Trommelbwirbel und Gitarren, die vermuten lassen, dass da mehr kommt. Recht rockig. Cleaner Rocksänger, der mehr oder weniger auf einem Ton bleibt, wie auch die Gitarren. Dann ein Break, wo wieder Trommelwirbel kommen und die Gitarren das Riff vom Anfang spielen. Dann spielt der Drummer kurze Blasts, die Gitarren bleiben aber im rockigen Bereich. Bei 3:17 kommt dann ein schnelles, kurzes Solo dazu. Dann nochmal der Refrain und das war's. Joa, ganz ok.


#13 08:49

Beginnt mit einem etwas ungewöhnlichem Rockriff und einem Metalcore-artigem Shouter (Part A). Etwas langsamer als der Song davor. Dann spielt eine tiefe Gitarre 1/16tel, die andere offene Akkorde und ein paar Spielereien, beide verzerrt (Part B). Dann ein anderes Metalriff und wieder der Shouter (Part C). Die Gitarren wechseln dann zu cleanen Rhythmus-Gitarren. Insgesamt bleibt der Song immer recht lange auf einem Riff. Dann wieder Part B (kürzer als beim ersten Mal), dann wieder Part C. Dann folgt das Riff vom Anfang begleitet von langezogenen Gitarrentönen, die mit etwas Effekten beladen sind. Dann wird es ruhiger, die Rhythmus-Gitarre bleibt aber bei dem Riff, schließlich ist nur das Schlagzeug zu hören. Dann kommt bei 6:00 ein Break, bei dem man denkt, jetzt fängt ein ganz anderer Song an. Anderes Tempo, anderer Rhythmus, andere Gitarren (der Rhythmus geht in etwa Dam da-Dam, 6/8-Takt). Dann kommen auch noch Bläser und der Shouter dazu, es hat etwas von einem Militärmarsch. Wie bei so einigen Songs auf dem Sampler: Wenn der Sänger nicht wäre, wäre es ein guter Song...


So, das wär's. Von wem der Sampler ist? Ich habe so einen Verdacht und so viele sind's ja nicht mehr, die noch nicht aufgelöst wurden...
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Re: Ein Trostpflaster für Trent

Beitragvon Jesus » Donnerstag 18. August 2011, 10:34

Ich gebe mich mal vorzeitig zu erkennen, damit sich diese Wichtelei hier nicht noch bis zur Wintersonnenwende hinzieht. Aus den Beschreibungen werden wohl auch nur die wenigsten Leser schlau werden.

Na, da habe ich mich ja ziemlich verschätzt bei dem, was ich Trent an Musik zumuten kann. Zu meiner Verteidigung: Ich habe das schnell und spontan mit ein paar übrig gebliebenen Waves aus meinem Wichtel-Ordner zusammengestellt, da ich keine Lust hatte, neue Songs einzulesen. Es ging mir bloß darum, dass Trent nicht leer ausgeht. Aber zum Glück darf ich ihn ja noch einmal regulär bewichteln, da bekommt er nur noch Black Metal geliefert. Ohne nervige Shouter, nervige Sänger oder nervige Faucher. Nur mit nervigen Kreischern und nervigen Grunzern.

Trent, wenn Du möchtest, kann ich Dir auch gerne noch einen BM-Sampler schicken, der Dir garantiert besser gefällt als das hier. Habe da noch einen in der Hinterhand.

Ich hätte mir auch aufschreiben sollen, was ich da eigentlich konkret gebrannt hatte... Oder wenigstens den Ordner behalten sollen. Naja, so habe ich auch etwas Ratespaß.

trent hat geschrieben:Track 1 - 06:40

Über einem düsteren Synthieteppich schwellen Toms an und wieder ab und verstummen dann. Gitarrenfeedback und es bricht ein Black Metal-Gewitter los. Blastbeat und Tremologitarren, dazu ziemlich fieses Gekeife. Alles nicht sehr sauber produziert. Dann ein Part im Midtempo, teilweise mit Doublebass. Kurzes Break, in dem nur Gitarren zu hören sind, dann setzen die Drums wieder ein mit erneuten Blasts, die immer wieder von Fills durchbrochen werden. Der gesamte Part ist ziemlich technisch, zumindest von den Drums her. Dann ein etwas schnellerer Part im 6/8-Takt, der komplett instrumental ist. Dann ein Break, nur mit Stimme und Gitarren, dann wieder Doublebass und durchbrochene Rhythmik.

Ich würde vermuten, dass das von einer schwedischen Band kommt, eventuell Dark Funeral, wobei ich die mehr mit melodischen Lead-Gitarren in Erinnerung hab. Klingt aber durchaus interessant, da wüsste ich gerne, was das ist.


Schweden? Falsche Hemisphäre. Da klingt auch nichts schwedisch oder überhaupt europäisch dran. Das Fräulein Löwenstein und der Frog ov Core mögen das auch. Passt gut zu Brathähnchen mit Lerchenzungen. Sollten die Schlangen zurückkehren und einem beim Picknick stören, begieße man sie mit Wacholderschnaps.


trent hat geschrieben:Track 2 - 03:42

Der Song geht mit nem typischen Hardcore-Riff los, begleitet von entsprechenden Shouts, zu denen sich dann aber auch kurz melodischer Gesang gesellt. Dann ein rhythmisch etwas zerhackter Part. Darauf folgt der Refrain mit (für mich recht nervigem) melodischen Gesang. Der Text lautet teilweise "Disbelief all I see, my own I see. If I go down the stairs, close my eyes...". Dann ein kurzes Break mit nur Drums und Bass, danach erneut der Strophenpart mit Shouts und melodischen Gesangseinwürfen und danach wieder der zerhackte Part. Anschließend nochmal der Refrain, diesmal etwas länger. Dann noch ein kurzer Instrumentalpart und Ende. Keine Ahnung, was das ist. In der Sparte kenne ich mich überhaupt nicht aus.


Puh... mal nachdenken... ah, ich glaube zu wissen, was das ist. Nebenprojekt von ehemaligen Mitgliedern einer bei der Redaktion beliebten skandinavischen Prog-Thrash-Band. Dieses Nebenprojekt traf aber hier auf keinerlei Gegenliebe, dabei machen die für Christen doch eigentlich recht anständigen technischen Post-Hardcore/Metalcore.


trent hat geschrieben:Track 3 - 04:24

Der Song hat im Prinzip zwei Teile. Am Anfang recht schwere Riffs in Midtempo. Als dann der (cleane) Gesang einsetzt, kommen auch cleane Gitarren dazu und die Drums werden etwas zurückgefahren. Der Gesang klingt in diesem Strophenpart wie aus nem Telefonhörer. Dann kommt der Refrain wieder mit verzerrten Gitarren ner Mischung aus Gebrüll und Growls. Zweite Strophe, der Gesang ist eher eine Art sprechen bzw. Flüstern. Dann erneut der Refrain. Dann ein Break, bei dem das Tempo herausgenommen wird. Ein langsamerer Part folgt, bei dem der Sänger eher brüllt, auf der linken Seite ist dazu ne melancholische Leadgitarre. Dann ein Part mit einer sich wiederholenden Leadgitarre, die so auch bei ner melodischen Black Metal-Band auftauchen könnte, das Ganze unterlegt mit Doublebass. Die Phrase wird dann auch bis zum Ende wiederholt.


Damit wäre auch Peters Frage beantwortet, ob diese Band schon zuvor mal klaren Gesang verwendete.


trent hat geschrieben:Track 4 - 04:15

Ein Song, deutlich anders ist als der des Samplers. Sehr poppig. Schneller Bass, cleane Gitarren und ein Sänger, der mir sofort tierisch auf die Nerven. Im Refrain singt er in etwa "Farewell to the Farrow (?), these Rites aren't working any more." In der zweiten Strophe kommen dann leichte Synthies dazu, der zweite Refrain ist länger und wird zweistimmig. Dann ein Break, bei dem zuerst nur eine Gitarre ist, dann kommen Gesang und sich immer weiter steigernde Drums hinzu. Der Sänger singt hier: "Keep on running, keep, keep on running, there's no place like home." Dann nochmal der Refrain und nach einem Instrumentalpart endet der Song. Sowas Ähnliches meine ich in Jesus' Liste schon mal gehört zu haben und auch da hat's mir so gar nicht zugesagt...


Wurde gelöst. War auch nicht schwer. WHITE LIES mit 'Farewell to the Fairground'. Das hast Du aber nicht in meiner Liste gehört, weil es da gar nicht drin war.


trent hat geschrieben:Track 5 - 02:09

Der kürzeste Song des Samplers. Die Produktion ist recht bissig, aber nicht die modernste. Zunächst ein schnelles, recht simples Riff. Sehr thrashig, fast schon Death Metal. Als der Shouter dazu kommt, fühle ich mich sehr an die frühen Sepultura erinnert. Der Refrain ist nochmal schneller. Danach ein kurzes schnelles Solo mit zwei Gitarren, kurzer Instrumentalpart, nochmal der Refrain und dann ist der Song auch schon vorbei. Doch, das klingt schon nach Sepultura, auch wenn ich den Song auf den frühen Alben nicht gefunden habe. Vielleicht auch Nailbomb oder sollte ich mich doch so sehr irren, dass es was komplett anderes ist?


SEPULTURA-Klone, genau. Unspektakulär, aber solide. Jedenfalls besser als alles, was das Original nach "Arise" gemacht hatte. Diese Jungs hier kommen ebenfalls aus Brasilien.


trent hat geschrieben:Track 6 - 07:44

Recht schleppender Song mit Hardcore/Metalcore-Gebrüll am Anfang. Die Gitarren spielen dabei nur offene Achtel auf zwei Akkorden, dazu kommt dann eine melodische Gitarre, die dem ganzen eine etwas melancholische Atmosphäre. Dann eine kurze Unterbrechung mit einer cleanen Gitarre, dann ein anderes Riff mit etwas anderem Schlagzeug und wieder Gebrüll, aber weiterhin eher schleppend. Dann wieder ein ruhiger Part mit cleanen Gitarren und Drums, die nur das Ride und andere Becken spielen. Der Teil gefällt mir sehr gut, schön wehmütig. Dann kommen wieder Drums, verzerrte Achtelgitarren und cleaner Gesang, der typisch Metalcore ist: "I want just to see the sun." ... Das wird dann mit ner melodischen Gitarre dazu noch gesteigert. Danach nehmen die Drums etwas Tempo auf, sogar teilweise Doublebass. Der Part ist sehr melancholisch, was mir durchaus gut gefällt, dann ein kurzes Ritardando, nochmal ein paar Screams, wieder zurück zum Ursprungstempo und mehrstimmiger cleaner Gesang auf erneuten Achtelgitarren. Das wird mehrfach wiederholt und von den Drums immer mal etwas aufgelockert. Am Ende wird der Gesang leicht ausgefadet, der Song endet schließlich mit einem letzten Scream.
Eigentlich finde ich den Song nicht schlecht, aber der Sänger nervt größtenteils, bis auf den mehrstimmigen Gesang im letzten Teil.


Schmusiger Core, den sogar Peter gut findet.


trent hat geschrieben:Track 7 - 09:24

Am Anfang wiederholt eine cleane Gitarre eine Melodie, dazu gesellen lockere Trommelwirbel, so dass man denkt, da geht's gleich richtig ab. Dann kommen auch verzerrte Gitarren, aber noch recht gemächlich, durch weitere Trommelwirbel wirkt das immer noch wie ein Intro. Dann wieder cleane Gitarren mit der gleichen Melodie wie am Anfang. Danach wieder das verzerrte Riff zu nun doch recht intensiven Drums. Dann wieder cleane Gitarren, die jetzt eine andere Melodie spielen. Als dann der Gesang diese Melodie aufnimmt, werden die Gitarren verzerrt, bleiben aber bei der Melodie. Der Gesang erinnert mich an was, ich weiß aber grad nicht, was... an irgend ne 70er/80er Band, aber dafür klingt es etwas zu modern produziert. Auf alle Fälle ist es eine Art Gesang, mit der ich was anfangen kann. Dann setzt er kurz aus, eine Geige (?) kommt dazu. Dann wieder der Sänger, diesmal höher, aber nicht dieser typische Powermetal-Kastraten-Gesang (den ich total zum Kotzen finde, weil er für mich so unglaublich lächerlich klingt), sondern eher ne hohe Rockstimme. Er singt was von "...here, where the animals lay down to die..." mehr verstehe ich aber nicht wirklich. Mir gefällt die Atmosphäre von dem Song. Dann werden die Gitarren mehrstimmig, bleiben aber beim Hauptmotiv und variieren es etwas. Dann ein Harmoniewechsel. Der Gesang ist fast schon geschrien und wirkt ziemlich dramatisch. Dann bei 06:35 ein ruhigerer Part, cleane Gitarren, aber nachwievor die gleichen Melodien, auch der Sänger wird wieder etwas ruhiger. Dann werden die Gitarren nochmal verzerrt, auch der Sänger geht nochmal höher und schreit deutlich mehr als dass er singt. Dann wechselt die Melodie zu der Gitarre vom Anfang, die Drums klingen langsam aus, im Hintergrund hört man noch die Geige und Meeresrauschen (?).
Der Song gefällt mir auch sehr gut, was ist das?


PRIMORDIAL mit 'The Coffin Ships'. Großes Kino.


trent hat geschrieben:#8 - 04:02

Beginnt mit nem spacigen Synth und Gitarrenfeedbacks und geht dann über in ein rockiges Riff und das ein Sänger eine Mischung aus mal überdrehtem, mal gelangweiltem Sprechgesang drüberlegt, wobei im Text immer mal ein "My Name is Judas" vorkommt. Der Song geht dann instrumental in Richtung Black'n'Roll, ab und an mit Doublebass und auch Blastbeats. Der Sänger bleibt bei dem Stil, streut aber auch ab und an Growls dazu. In der Mitte gibt es ein Break, in dem auch ein spaciger Synth dazu kommt. Würde der Sänger nicht nerven, wäre das ein durchaus geiler Song.


Aus Großbritannien kommen diese progressiven und elektronisch angehauchten Black Metaller, welche auch Julian und Azmodes zu schätzen wissen.


trent hat geschrieben:#9 13:17

Der Song ist mehr oder weniger zweigeteilt. Zunächst ein orientalisch klingender Beginn mit einem Teppich aus Sitarklängen, darüber eine melodische, cleane Gitarre. Als dann E-Gitarren und Drums einsetzen, geht das Ganze schnell in Richtung Death Metal, zunächst mit angezogener Handbremse, dann schneller, durchaus melodisch. Dann kommt auch ein growlender Shouter dazu, der was von "I'm not running away." grunzt. Zwischendrin gibt es auch Taktwechsel und die Sitar vom Anfang ist immer mal wieder zu hören. Man hört auch zuweilen, dass Gitarre und Drums rhythmisch teilweise sehr unsauber spielen. Ab 5:30 beginnt sich der Song zu wandeln, als zunächst eine klare Sprechstimme kommt und dann ein Break, wo nur noch die Sitar und Grillen zu hören sind und dann zunächst eine cleane Gitarre dazu kommt. Nach drei Minuten kommen dann auch wieder die anderen Instrumente dazu. Der Song ist jetzt eher rockig-atmosphärisch, der Gesang ist clean. Der Song bleibt auch ruhiger. Gefällt mir eigentlich ganz gut.


OPETH-Klone aus Deutschland.


trent hat geschrieben:#10 02:59

Black Metal der primitiven Sorte. Schlechte Produktion, der Keifer hat zuviel Hall bekommen. Wechselt zwischen einem Stampfriff (dab-daaa, dab-daaa...) und einem Tremolopickingriff mit Doublebass und Blastbeat hin und her, wobei da recht wenige Akkorde verwendet werden. Viel mehr passiert auch nicht. Ich mag Black Metal an sich ja, aber das ist langweilig.


Ja, der Song wirkt hier etwas zu sehr reingequetscht. Von der Band gibt es sicherlich noch Stücke, die Dir besser gefallen würden. Orthodox BM aus Schweden. Den Namen dieser Band nahm der norwegische Premier nach den Anschlägen häufiger in den Mund.


trent hat geschrieben:#11 07:33

Fängt mit melancholischer cleaner Gitarre an. Dann kommen Metalcore-mäßige Staccatoriff und ein durchgeknallter (und ziemlich nerviger) Shouter dazu. Recht langsam. Die E-Gitarren spielen dann die Melodie vom Anfang, der Shouter bleibt so anstrengend. Als dann cleane Gitarren kommen, singt er auch, das ist wesentlich angenehmer. Dann bei 3:44 ein Takt- und Tempowechsel, es wird leicht schneller. Der Sänger wechselt zwischen Fauchen und Gesang. Dann wird das Tempo wieder etwas herausgenommen. Bei etwa 5:10 ein Break, bei dem eine melodische verzerrte Gitarre dazu kommt. Der Song wird gefühlt immer langsamer, auch wenn jetzt auch eine langsame Doublebass dazu kommt. Die cleane Melodiegitarre bleibt immer vorhanden. Dann bei 6:30 nochmal schneller, der Sänger macht jetzt fast BM-artige Screams und das Riff dazu ist ziemlich cool. Wenn der Sänger am Anfang nicht so nerven würde, wäre das ein ziemlich cooler Song.


Du bist bei Sängern ja noch empfindlicher als Sally. Urtümliche Metalcore-Band, die ich schon mal bei diesem Wichteln verwurstelt hatte.


trent hat geschrieben:#12 04:40

Rauer produziert als der Song davor und schneller. Eröffnet mit Trommelbwirbel und Gitarren, die vermuten lassen, dass da mehr kommt. Recht rockig. Cleaner Rocksänger, der mehr oder weniger auf einem Ton bleibt, wie auch die Gitarren. Dann ein Break, wo wieder Trommelwirbel kommen und die Gitarren das Riff vom Anfang spielen. Dann spielt der Drummer kurze Blasts, die Gitarren bleiben aber im rockigen Bereich. Bei 3:17 kommt dann ein schnelles, kurzes Solo dazu. Dann nochmal der Refrain und das war's. Joa, ganz ok.


Hierzulande gern gehörte isländische Truppe, die mal als Viking Metal begann und heute so viel mehr ist.


trent hat geschrieben:#13 08:49

Beginnt mit einem etwas ungewöhnlichem Rockriff und einem Metalcore-artigem Shouter (Part A). Etwas langsamer als der Song davor. Dann spielt eine tiefe Gitarre 1/16tel, die andere offene Akkorde und ein paar Spielereien, beide verzerrt (Part B). Dann ein anderes Metalriff und wieder der Shouter (Part C). Die Gitarren wechseln dann zu cleanen Rhythmus-Gitarren. Insgesamt bleibt der Song immer recht lange auf einem Riff. Dann wieder Part B (kürzer als beim ersten Mal), dann wieder Part C. Dann folgt das Riff vom Anfang begleitet von langezogenen Gitarrentönen, die mit etwas Effekten beladen sind. Dann wird es ruhiger, die Rhythmus-Gitarre bleibt aber bei dem Riff, schließlich ist nur das Schlagzeug zu hören. Dann kommt bei 6:00 ein Break, bei dem man denkt, jetzt fängt ein ganz anderer Song an. Anderes Tempo, anderer Rhythmus, andere Gitarren (der Rhythmus geht in etwa Dam da-Dam, 6/8-Takt). Dann kommen auch noch Bläser und der Shouter dazu, es hat etwas von einem Militärmarsch. Wie bei so einigen Songs auf dem Sampler: Wenn der Sänger nicht wäre, wäre es ein guter Song...


Aus Schweden kommt nicht nur Black Metal, sondern auch Sludge.
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Re: Ein Trostpflaster für Trent

Beitragvon Peter Kubaschk » Donnerstag 18. August 2011, 10:50

die #2 sind MANTRIC mit 'Tower Of Silence'. Bester Track des Albums!
die #3 sind demnach GLORIOR BELLI

bei der #6 stehe ich gerade auf dem Schlauch.
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