Eure letzten Live-Erlebnisse

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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon lilamango » Freitag 15. Juli 2011, 00:37

Da wurde während meiner Abwesenheit ja richtig spekuliert :D War in der Tat mal ein wenig im alten Forum unterwegs, wenn auch nicht sonderlich aktiv... :grins:

Zum Konzert:
An sich wars Konzert echt geil. Abstirche gibts leider (so wie bis jetzt immer in der Gehrlich Arena) beim Sound...
Auch trotz der überschaubaren Menge der Konzertbesucher und dem straffen Zeitplan hats riesig viel spaß gemacht :subber:
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Jesus » Mittwoch 20. Juli 2011, 09:46

Montag NEUROSIS in Leipzig. Geile Show, mal etwas weniger konservative Setlist und ein neuer Song. Leider stank die Location wie die Pest, was die Sache ein wenig trübte.

Dienstag RED SPAROWES und MONO in Dresden. Ganz toll plüschiges Konzert zum Träumen und Schwelgen. Fußpilzgarantie!

Und nachdem ich in den letzten beiden Tagen zusammen nur etwa 4 Stunden Schlaf hatte, werde ich mich nun ein wenig aufs Ohr hauen.
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon salisbury » Samstag 30. Juli 2011, 22:30

Jesus hat geschrieben:Montag NEUROSIS in Leipzig. Geile Show, mal etwas weniger konservative Setlist und ein neuer Song. Leider stank die Location wie die Pest, was die Sache ein wenig trübte.

Dienstag RED SPAROWES und MONO in Dresden. Ganz toll plüschiges Konzert zum Träumen und Schwelgen. Fußpilzgarantie!

Und nachdem ich in den letzten beiden Tagen zusammen nur etwa 4 Stunden Schlaf hatte, werde ich mich nun ein wenig aufs Ohr hauen.


Ich bin ja so n bischen neidisch muß ich sagen...
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Frozen » Freitag 5. August 2011, 23:18

War gestern am ROCK OZ ARENES Festival in Avenches. Euch wohl unbekannt, aber ein Festival mit grossen Namen im Amphitheater Avenches, ich nenns unter Metalheads gern "Rock Hard Light". Schade dass es in der Französischsprachigen Schweiz ist, ich hasse die Sprache, bin völlig ausser Übung weil man sie nie braucht ausser man geht dorthin wo sie gesprochen wird und man lernt in der Schule natürlich nicht die Sprache, die am Festival gesprochen wird. Gut sprachen alle Englisch (Bis auf die Staff-Pfeife die uns beschimpft und mit rausschmiss drohte weil wir ihm beim Pogen angerempelt haben ^^)

Headliner war MOTÖRHEAD, über die ich wenig sagen muss. St. Lemmy der heilige Kilmister machte eine solide, starke Show, brachte die Klassiker, die neuen Songs zündeten (vor allem einer) und hatte auch einige Songs drin die ich weniger erwartete. Zur Playlist äussere ich mich nicht direkt, weil ich denen, die eventuell vom Wacken her lesen, nicht die Überraschung nehmen will.

Zuvor gab es noch CLAWFINGER, Crossover, der tatsächlich etwas von Metal hatte. Zudem eine gute Show, der Sänger begab sich auch mal auf die Tribüne um den faulen VIPs einzuheizen - bis das Mikro aufgrund der Distanz den Geist aufgab. Aber überraschend frisch der Auftritt.

Der Kracher des Abends war aber der Opener. Zum bereits dritten Mal dieses Jahr sah ich gestern SHAKRA. Ich wusste was mich erwartet, ein zuverlässiger, energiegeladener Auftritt mit einem starken Sänger, guten Hardrock Songs und einem Ausnahmedrummer. Doch eine Steigerung gegenüber den Auftritten in Pratteln und Solothurn erwartete ich nicht.
Was für ein Fehler, denn SHAKRA haben ihre Fans im Publikum regelrecht umgehauen. Die Zutaten waren die gleichen: Viele Songs von starken, neuen Album, dem ersten mit John am Mikro, viel Bewegung und im Falle des Fronters eine unglaubliche Turnleistung, viel Interaktion mit dem Publikum zwischen den Songs und ein nahezu perfekter Sound. Nur war alles eine Stufe besser als in meinen bisherigen Aufeinandertreffen mit den Emmentalern. Spätestens beim Song „Back on Track“ hatten SHAKRA das noch spärliche Publikum im Innenraum gewonnen. Die Leute die die Songs kannten sangen bestens gelaunt mit und tanzten zu den starken Rockern wie „MMTWGR (Money makes the Wold go Round)“ oder „Rising High“. Selbst das auf dem Album etwas abfallende „When I See You“ wird auf der Bühne Regelmässig zu einer echt starken Powerballade.
Hätten die Jungs noch die eine oder andere richtige Mitgrölhymne, was wäre das für eine Liveband... Gegrölt haben wir trotzdem ^^
Wie auf den anderen grösseren Festivals stellt sich uns aber nach dem Auftritt eine Frage. SHAKRA überzeugten heute restlos, die Stimmung war genial und die Band hätte wohl problemlos den Headliner machen können. Selbst mit dem starken Auftritt von MOTÖRHEAD konnten sie mithalten. Warum wird so eine Band an den Festivals immer als Opener verheizt? Nach GAMMA RAY in Pratteln für mich dieses Jahr der beste Auftritt – tatsächlich glaube ich sogar trotz Kiske und des genialen Finales wird SHAKRA in meiner Jahresliste der besten Livebands ein Patt erspielen. Gut dass die Band oft lokal auftritt, die besuche ich gern wieder, Scheiss auf KROKUS oder GOTTHARD, die Champions des schweizer Hardrock sind SHAKRA.

Ich kann nur jedem empfehlen sie sich mal anzusehen, wenn die nächsten ein, zwei Alben mit John am Mikro ähnlich stark sind wie "Back on Track" und auch mal eine richtige Mitsinghymne dabei ist statt immer nur kernigen Rockern und starken Powerballaden, dann wird aus einer bereits sehr erfolgreichen Band noch ein Name, der sich tatsächlich mit MOTÖRHEAD messen kann. Mit der gestrigen Leistung konnten sies schon jetzt.
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Drumtier » Freitag 19. August 2011, 01:04

So, falls es jemanden interessiert und damit sich möglichst viele über die verpasste Gelegenheit ärgern werd ich jetzt noch schnell ein paar Eindrücke der wichtigsten Bands vom Party.San wiedergeben:

Donnerstag (Anm: Der starke Wind hat am Mittwoch oder so einen Teil der Bühne heruntergeholt, aus Sicherheitsgründen wurden deshalb die Bands am Donnerstag ins Zelt verlegt, bis Freitag konnte das aber zum Glück wieder in Ordnung gebracht werden):

Negura Bunget:
Eine Band die nicht wirklich für die Bühne gemacht scheint, ich hab mir die Om zwar vorher einmal angehört und auch einen Song wiedererkannt, aber das würde auf CD in Ruhe sicher noch mehr hermachen als auf einem Festival. Haben mir aber trotzdem recht gut gefallen, interessante Instrumente, interessante Sprache, interessante Melodien und daraus ergibt sich ein (erraten ;-) ) interessantes Klangbild. Werd ich im Auge behalten und mir bei Gelegenheit vielleicht einmal was besorgen.

Decapitated:
Gibts irgendeine Statistik wieviele ehemals geile Death Metal Bands sich dem Deathcore geopfert haben? Echt schade bei dieser sehr talentierten, sympathischen und immer noch jungen Band. Die Burschen könnten echt Riffs schreiben, technisch anspruchsvoll, aber eingängig und auch sehr livetauglich, es ist mir einfach unverständlich warum sie das mit diesem Brüllaffen am Mikro so verderben müssen. Breakdowns sind ja wenn sie gut gemacht sind, gar nicht einmal so eine schlechte Sache als die sie oft dargestellt werden, aber dann doch bitte mit halbwegs Hirn und nicht übermäßig voraussehbar und billig. Dafür, dass sie immerhin keine Wall Of Death angesagt haben, werd ich dem neuen Album aber eine Chance geben und es mir einmal grob anhören.

Triptykon:
Mein Kollege hat mir erzählt, dass sie anscheinend nur zwei Songs von Eparistera Daimones spielen würden und sonst nur Celtic Frost Sachen und das hat mich doch ein wenig beunruhigt weil ich von der Zeit nur die Monotheist kannte und glaubte nur das zu mögen. Nun stimmt es zwar, dass sie nur zwei Songs gespielt haben (Goetie und The Prolonging) aber da die zusammen doch eine recht ordentliche Spielzeit zusammenbringen und auch die anderen Songs absolut annehmbar waren fand ich das Konzert ziemlich geil. Leider verspätet angefangen und deshalb verkürzt und auch ein paar Soundprobleme aber sonst so gut wie nichts negatives. (Anm: Soundprobleme werd ich nur erwähnen wenns ganz schlimm war. Mein Begleiter hat mich mit seiner ewigen Herumkritisiererei doch ein wenig genervt, ich meine wenn ich einen perfekt sterilen und transparenten Klang haben will, dann hör ich mir entsprechende Alben zu Hause an, auf einem Festival sollte das doch bitte kein so großes Problem sein, oder liege ich da falsch?)

Freitag:

Primordial:
Erstes ganz großes, ganz, ganz großes Highlight für mich. Hab mich tierisch drauf gefreut und wurde absolut bestätigt. Alan ist einfach eine Bühnensau, herrlich, läuft von einem Ende zum anderen, steigt herunter, spricht mit dem Publikum bedankt sich, eine wahre Freude! Aufgrund von Zeitmangel mussten auch sie eine Nummer streichen und somit blieben nur Sachen von den letzten drei Alben übrig was insofern gut für mich war weil ich die dann halt alle ziemlich gut kannte. Die Gitarren hat man leider bei den ersten beiden Songs nur ganz schlecht (auch ohne Ohrenschutz) gehört, das war schon ein Manko wurde dann aber besser und, dass ich je Songs wie The Coffins Ships live erleben würde, hab ich kaum glauben kommen. Kommt extrem geil rüber. Erwähnenswert auch, dass Alans Stimme live ein Genuss war und er die Töne, Schreie und (!) Emotionen genauso wie am Album schafft, umso bemerkenswerter als er zwei Tage später bei einem anderen Festival seine Stimme komplett verloren hat und das Singen dsem Publikum überlassen musste...

Melechesh:
EIne Band die mir immer wieder im Hinterkopf herumschwebt, von der ich aber noch nie was gekauft hab. Bei der Hinfahrt aber Grundlagenbildung erworben und so konnten sie mich dann auch live ziemlich überzeugen. Interessante Band mit ungewohnten Klängen und Rhythmen die aber sehr homogen vermischt werden. Würde mir in der Deathmetal-Version und mit mehr Soli aber noch besser gefallen und nein, damit meine ich nicht Nile ;-)

Belphegor:
Ewig nimmer gesehen und auch beachtet, das neue Album hab ich mir aber (auch festivalbedingt) gekauft und so hab ich mich dann doch gefreut drauf. Die Show mit Flammen, Corpsepaint und einer Nackten war eh so erhofft, die Musik fand ich dann aber nicht so berauschend. Von der Lucifer Incestus nur den Titeltrack und sonst nichts älteres, das fand ich schon schade und auch ein wenig überraschend, ein Belphegor-Set ohne den Goatchrist?! Wtf? Die Songs vom neuen Album kamen ganz gut, insgesamt wurde ich aber schon darin bestätigt, dass ich von ihnen zur Zeit sicher nichts mehr brauche, wenn wieder was neues kommt vielleicht, aber der Sammlungs- und Vervollständigungstrieb hält sich da schon deutlich in Grenzen.

1349:
Kaum was von ihnen gekannt, haben aber eine sehr geile Show abgeliefert. Vier Männer stehen im Nebel, Flammen und Scheinwerfer beleuchten die Bühne, der Schlagzeuger ist trotzdem nur vereinzelt zu sehen und einer der vier Herren spielt einfach das ganze Set in einer Mönchskutte. Dahinter der Nachthimmel mit am Vollmond vorbeiziehenden Wolken. Sehr geiles Bild. Gespielt haben sie irgendein Black Metal Zeuch, das ein paar andere anscheinend recht gut finden, naja, keine Ahnung, aber dieses BILD!! ;-)

Morbid Angel:
Der Regen hat eingesetzt, die wenigen Death Metal Happen durfte ich mir aber natürlich trotzdem nicht entgehen lassen. Befürchtet hab ich natürlich das schlimmste aber so wies scheint, haben sies vertraglich vorgeschrieben bekommen, dass sie ein ordentliches Set spielen müssen. Los gehts mit Immortal Rites, dann Fall From Grace und gleich noch zwei ältere (Experte bin ich bei MA wahrlich keiner ;-) ). Dann noch Lord Of All Fevers And Plagues wenn ich die Reihenfolge richtig in Erinnerung hab und erst dann zwei Neue. Mit Existo Vulgoré und Nevermore aber zwei der annehmbaren Sachen und außerdem gleich danach mit Maze of Torment ihr ewiges Meisterstück. Da musste dann trotz immer stärkeren Regens auch das Haupthaar wieder aus der Kapuze befreit werden und massiv dem Uhrzeigersinn entlang bewegt werden. Ja, da hatte ich plötzlich viel Platz :grins:
Dazwischen wieder ein paar mittelalte, unbekannte Songs und als ich dann auch schon fast gehen wollte kommt noch Chapel Of Ghouls. Das Haar wird noch einmal ausgepackt, sehr geile Sache. Dann wars für mich erledigt, besser konnte es kaum mehr werden. Aber nur weil sie früher übelst geile Songs geschrieben haben sind sie heutzutage einfach weltfremde Idioten, keine Band würde sonst um halb zwei bei strömenden Regen für 5 Minuten von der Bühne gehen und hoffen, dass einen die Fans zurückschreien. Wir sind da gegangen, weiß nicht was sie nachher noch gespielt haben, wert kann es das aber nie und nimmer gewesen sein und das hat das halbe Anfangspublikum so gesehen. Vielleicht hatten sie eine gewissen "Spiel"zeit vorgeschrieben und hätten die ohne Pause nicht erreicht, aber ich kann mir so ein dummes Verhalten einfach beim besten Willen nicht erklären...

Samstag:

Cliteater:
Für die wenigen Death/Grind-Bands muss man manchmal auch früher aufstehen, deswegen um 13:00 Uhr eine halbe Stunde Cliteater schauen. Aber so ganz meines ist dieser Porngrind ja bekanntlich auch nicht, deswegen nicht das ganze Set. War aber recht witzig und eine mehr als willkommene Abwechslung!

Watain:
Wollte sich mein begleitender Kollege unbedingt anschauen und auch ich hab schon einiges recht gutes über die Band gehört, so wirklich überzeugt hats mich aber nicht. Klar die Show war geil, mit Corpsepaint und Flammen, so muss es sein und auch die Musik war sehr ordentlich, hätte für mich jetzt aber keinen Grund gesehen warum ich mir da was kaufen müsste. Guter Black Metal Durchschnitt meiner (quasi Laien)Meinung nach. Deswegen hab ich jetzt auch viele der Band dieses heuer recht BM-lastigen Festivals ausgelassen, könnte oft nicht recht viel dazu sagen, auch wenns vielleicht manche interessieren würd.

Enslaved:
Wieder Black Metal, aber geil. Geil nur weil bekannt oder umgekehrt wär jetzt natürlich die Gretchenfrage, ich bin für zweiteres ;-)
Los gings mit dem als Intro fungierenden Axioma und gleich darauf Ethica Odini. Hammernummer auf CD. Hammernummer live. Headbangen zur CD. Headbangen live. Und wie! Gleich darauf noch eine Nummer vom aktuellen, da müsst ich den Titel jetzt aber nachschauen, sonst von den mir bekannten Sachen leider nur mehr Isa zum Abschluss, aber auch sonst hat mir der Auftritt sehr gut gefallen. Nachdem ich die Isa gekauft und gehört hatte, dacht ich ja, dass ich dann vielleicht doch nicht noch mehr brauchen würd, weil mich die gar nicht wirklich umgehauen hat, aber das Konzert jetzt hat mich wieder ein bisschen in die andere Richtung gebracht. Das war halt schon sehr geil!

At The Gates:
At! The! Gates! Ein Kindheitstraum geht in Erfüllung. EIn Traum von dem man nicht mehr dachte, dass er je real werden könnte. Ich bin in Trance dagestanden während noch Deaths Human lief (yeah!) und hätte noch immer nicht erwartet, dass jetzt tatsächlich At The Gates auf diese Bühne vor meinen Augen kommen würden. Von der ersten Sekunde an grandiose Stimmung, Headbangen was das Genick hergibt muss eh nicht erwähnt werden, Mitsingen was die Stimme und die Textsicherheit hergibt. Schon ein deutlich jüngeres Publikum als beim Rest; hätt ich aber (auch vom Verhalten) schlimmer erwartet. Auch die alten Songs wurden richtig abgefeiert, dass die Songs von der SOTS natürlich noch mehr abbekamen sollte keinen wundern.
Wenn man eine ganz kleine, winzig kleine Kritik anbringen möchte, dann vielleicht, dass sie ein, zwei Songs von der streichen hätten können und stattdessen All Life Ends oder Primal Breath oderoderoder spielen hätten können. Oder auch einfach 20 Minuten länger spielen, dann hätten sie als letzte Band des Festivals immerhin mehr Spielzeit als Enslaved genau davor gehabt und noch 3-5 Nummern raushauen können. Aber das ist wie gesagt so als würde man die Beistrichsetzung in der HdR-Trilogie kritisieren oder das Intro zu Raining Blood oder die Farbe von Obi Wan Kenobis Lichtschwert oder den Titel der Allgemeinen Relativitätstheorie oder, naja, ich glaub ihr "bekommt den Punkt" ;-)
Wahnsinnskonzert! Wahnsinnsband! Wahnsinnssongs! Nach jedem Song "At The Gates!"-Rufe aus dem Publikum. Ein Tompa Lindberg in bester Laune und mit ansehlichem Wohlstandsbäuchlein. Ich hoffe die haben das mitbekommen was für ein Potential sie noch hätten und auf was für verdammt fruchtbaren Boden alles was sie machen fällt. Aus ihrer Sicht können sie zwar fast nur verlieren, aber die müssen einfach wieder was machen. Es wär sooo geil. Wahnsinnsband!
AT! THE! GATES!
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Feamorn » Sonntag 21. August 2011, 21:13

Summer Breeze 2011:

Orga und co:

Schön ist, dass die Autos auf dem Camping-Platz stehen (ist ja oft nicht so), weniger schön, das ewig lange warten auf die "Kontrolle" auf Glas etc. Vor allem bei der Ausfahrt vom Kontrollplatz gab es ein riesiges Chaos. Ausserdem finde ich es fragwürdig, dass bei einem Festival, dass offiziell von Donnerstag bis Samstag geht schon Mittwochs ohne Ende "große" Bands raushaut (Melechesh, Destruction, Vader, Hell etc.pp.). Das wurde trotz einer ziemlich zeitigen Anreise alles sehr eng und stressig (Anfang von Melechesh verpasst, für Vader war ich am Ende einfach zu platt).
Dazu ist der Aufbau des eigentlichen Geländes einfach mies. Bis man von der Eingangsschleuse bei den beiden "großen (= Freiluft-) Bühnen ist, braucht man ewig, auch, weil man vorher an den ganzen Merchandise-Ständen vorbeigeschleust wird.
Ausgeglichen wurde das ganze mit generell dem besten Sound, den ich bisher bei Live-Konzerten erlebt habe. Mit ganz wenigen Ausnahmen war alles wirklich prächtig zu verstehen und differenziert, zudem konnte ich einige Auftritte sogar ohne Ohrschutz bestreiten, ohne Ohrensausen davonzutragen, das war eine Premiere.

Musik:

Mittwoch:

Melechesh, bleib leider die einzige Band am Mittwoch und ich habe wie gesagt den Anfang verpasst, aber das war einfach nut TOLL! Wohl mit der beste Auftritt des Festivals, noch besser als erwartet.

Donnerstag:

A Pale Horse Named Death, eher enttäuschend
Arch Enemy, nur aus der Ferne, musikalisch find ich die ja immer noch recht gut, live geht es mit der Angela auch besser, eine Liebe ist das aber noch immer nicht
Decapitated, das Highlight des Tages
Marduk, enttäuschend und doch eher öde

Bis auf Arch Enemy waren mir alle Bands unbekannt.

Freitag:

Skeletonwitch, auch neu für mich, aber total überzeugend, ich bin wirklich hin und weg, eine der Bands mit der größten Spielfreude, die ich bisher erlebt habe, ganz, ganz, ganz toll!
Hail Of Bullets, auch hier Neuland; auch Martin van Drunen ist ein toller Live-Fronter, technisch war das auch ziemlich groß, behalte ich mindestens im Auge
Enslaved, kenne ja bisher nur die aktuelle Platte, der Rest der Song wusste mich aber ähnlich zu überzeugen, sind mit dem tollen Auftritt noch weiter in den Fokus gerückt, hier muss ich dringend nachlegen
Bolt Thrower, naja. Bolt Thrower halt. Wie erwartet großartig. Die Band hat einfach eine unfassbare Präsenz. Leider musste ich hierfür Graveyard sausen lassen, die ich wirklich gerne gesehen hätte, aber als BT dann loslegten, wusste ich wieder, warum ich mich im Zweifel für den Panzer entscheide. :)
Hammerfall, musikalisch bin ich da lange weg (und war auch nie richtig da), aber zum Spaß haben mit lieben Leuten dabei taugen die Jungs immernoch sehr gut!
Kataklysm, Krach, leider nicht sehr überzeugend... gut, der Schlagwerker ist verteufelt schlecht, aber ein paar Songstrukturen wären schon ganz nicht. Das war nicht mein Fall.

Samstag:

Benighted, hm, ganz okay, aber auch nicht wirklich meins, aber eine gute Live-Band
Obscura, habe mich sehr drauf gefreut, leider zu kurz und obwohl ich es ziemlich toll fand gab es doch einen kleinen Wermutstropfen... der Bassist bei diesem Auftritt spielte einen Bass mit Bünden, im Gegensatz zu Jerome Paul Thesseling auf den beiden Studioalben und irgendwie fehlte mir da was im Sound. Die Band ist aber immernoch der Knaller!
The Ocean, waren quasi "Lückenfüller", ich hätte es jetzt als irgendwas "coriges" bezeichnet, gerade lerne ich, dass es "Post-Metal" ist. Wie auch immer, die waren erstaunlich entspannend (trotz des Schreihalses) und sehr nett anzuschauen. Eher nichts für zu Hause, aber mal schauen...
Sodom, Tom halt, hat einen Mordsspaß gemacht und vor allem Tom und Bernemann (man sieht der Bursche mittlerweile alt aus) waren auch wirklich gut bei der Sache.
God Dethroned, habe ich vor allem mitgenommen, weil es das letzte Konzert in Deutschland sein sollte, kannte bis dahin nur einen Song, nach etwas Eingewöhnung ging das sehr gut rein! :)
Primordial, trotz Müdigkeit bin ich zum Glück hier noch mit hin gegangen. Wollte mich ja immer mehr mit denen Beschäftigen, jetzt gibt es keine Entschuldigung mehr!


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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Chavo89 » Dienstag 20. September 2011, 15:24

Ich war am 15.9. bei der Power of Metal-Tour in Hamburg. Das habt ihr aber sehr schön präsentiert. ;-) Hat echt Spaß gemacht. So voll habe ich die Markthalle auch noch nie erlebt. Schon vor dem Einlass um 18:30 Uhr stand da eine riesige Schlange vor der Tür, obwohl der Opener erst um 19:30 Uhr anfangen sollte. Das war definitiv überraschend. Auf der anderen Seite wars dann allerdings auch schon wieder zu voll, die Markthalle bietet ja leider nicht wirklich so etwas wie eine Belüftung. So war ich dann schon nach Powerwolf komplett schweißgebadet und brauchte erstmal 2 Bierchen...

Skull Fist: Sehr coole Show und vor allem gute Musik. Ich habe mit dem Albumkauf noch bis zu dem Konzert gewartet, weil ich mir da noch nicht so ganz sicher war, aber der Auftritt hat die Zweifel komplett weggeblasen.

Powerwolf: Definitiv der Sieger des Abends. Hier war es genauso voll vor der Bühne wie bei Sabaton und die Stimmung war unschlagbar. Die haben in den letzten Jahren echt Fans hinzugewonnen. Der Auftritt selbst war natürlich fantastisch, wie immer halt...

Grave Digger: Die habe ich mir von hinten angesehen, weil ich nach Powerwolf echt im Arsch war. Ein ganz guter Auftritt, auch wenn ich von der Band immer noch nicht so sehr angetan bin, dass ich mir ein Album kaufen würde.

Sabaton: Die habe ich jetzt fünf mal gesehen. So oft, wie keine andere Band. Allerdings sinkt meine Begeisterung für die Schweden seit "Coat of Arms" kontinuierlich. Woran das genau liegt, kann ich nicht sagen, die Liveauftritte können jedenfalls nicht der Grund sein. Denn Sabaton macht mir live immer noch Spaß. Leider waren aber viel zu viele Vollidioten vorne im Publikum und haben mir den Restabend irgendwie verdorben. Ich habe einfach keine Lust auf Moshpits und vor allem nicht auf besoffene, dicke, halbnackte Männer, die zwischendurch auch mal ne Faust fliegen lassen. Vor allem - warum bei Sabaton?? Das passt ja eigentlich gar nicht zu der Musik, das ist doch weder schnell, noch brutal! Als die Band dann auch noch "The Final Solution" anstimmte, verging mir auch noch die restliche Lust und ich habe mich irgendwann in die Vorhalle verzogen, um mir das Skull Fist-Album zu holen.

Es war insgesamt ein echt toller Abend! Vielen Dank dafür! :D
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon drifter » Mittwoch 21. September 2011, 23:48

Ich war am Freitag bei Vanderbuyst / Wolf / Firewind im Rock Temple in Kerkrade. Vor allem wegen Vanderbuyst, die fand ich ein paar Monate zuvor als MSG Support an gleicher Stelle schon so super. Und am Freitag waren sie für mich noch besser. Diese jungen Niederländer haben es einfach drauf einem mit ihrer Energie und Spielfreude mitzureißen. Wolf war auch nicht schlecht, finde aber der Sänger ist etwas schwach auf der Brust. Und Firewind waren spitze, gute Songs, gute Musiker, der Ersatzsänger war auch klasse.

Samstag ich das Power Of Metal 2011 in Oberhausen besucht. Meinen Frust über die Turbinenhalle habe ich ja schon bei den Leserbriefen gepostet. :(
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 22. September 2011, 10:06

Von Vanderbuyst brauch ich glaub ich auch noch ne Scheibe.
Mit Firewind und Wolf ist das natürlich ein klasse Packaging für Traditionalisten.
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon drifter » Samstag 24. September 2011, 06:33

Gestern Abend gabs KEEL und Stage Dolls (Double Headliner Show) im Rock Temple, Kerkrade. Den zweiten Headliner hätte man sich sparen können, Stage Dolls waren zum einschlafen, für mich ein langweiliger Adams/Springsteen Abklatsch. Keel hingegen von der ersten Minute da und wurden auch ordentlich bejubelt. Es gab alte Songs wie den Hit "Ride To Rock" oder "Because The Night" und Songs vom letzten Album (2010). Ron Keel ist immer noch gut bei Stimme, die Band sehr spielfreudig. Und abseits der Bühne eine super-freundliche Band.
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