Ich habe den Sampler gestern einmal gehört und er ließ mich leicht verwirrt zurück. Großartige Musik trifft hier auf echt grenzwertiges Zeug. Aber eins nach dem anderen.
Wer mein Wichtel sein könnte, vermag ich im Moment echt nicht zu erraten, vielleicht kann mir hier ja jemand helfen...
#1 (6:18)
Los geht es mit Piano und hintergründigem Elektro-Gewaber, bevor eine Gitarre einsetzt. Dann geht der Song los. Kraftmetall ist das übrigens ganz und gar nicht. Es erinnert mich eher an LAKE OF TEARS, von denen ich bislang nur die "Moons and Mushrooms" kenne. Ausschließen kann ich die Band also nicht. Es bleibt alternativ rockig bis soft-metallisch und macht definitiv Spaß! "There are no flowers on your grave...". Dann setzt nach ca. fünf Minuten auf einmal ein Blasinstrument ein. Könnte eine Flöte oder so sein, schwer zu sagen. Sehr schick!
#2 (5:16)
Mit Keyboards geht es los und der Anfang klingt schon mal verdächtig nach "Plüsch-Prog". Spätestens beim Einsatz der Tribal-Drums und des Sängers wird es dann eher poppig. Der Sänger ist allerdings echt stark und singt in einer angenehm tiefen Stimmlage. "Into the (?) we climb, we look to the skyyyyy". Bei der Hälfte des Songs setzt dann eine schöne Schweine-Orgel im Hintergrund ein, die leider von den ganzen anderen Instrumenten etwas begraben wird. Insgesamt ein schöner Song, den ich mir ab und zu mal anhören könnte. Nicht mehr und nicht weniger.
#3 (4:55)
Dieser Song startet mythisch-orientalisch, bevor der Sänger nach einer guten Minute einen schönen Schrei auspackt. Jetzt wird es eher hartrockig mit sehr, sehr komischem Drumsound (irgendwie etwas elektronisch). Der Sänger ist dafür umso stärker. Ja, der gefällt mir richtig gut und ich habe das Gefühl, dass man den kennen könnte. Auch den Refrain mag ich sehr gerne. Viel verstehen kann ich vom Text leider nicht. Bei 3:35 kommt dann ein schnelles, cooles Gitarrensolo, ehe doppelte Leadgitarren einsetzten. Stark!
#4 (3:35)
"From the East Coast to the West Coast - gotta gotta gotta go!" So gehts los. Schon bei den kurz danach einsetztenden "Oi! Oi! Oi!"-Rufen wird klar, was mich als nächstes erwartet. Punk Rock der alten Sorte. Ob das jetzt eher englisch oder amerikanisch ist, kann ich nicht sagen, da kenne ich mich nicht gut genug aus. Kann man sich anhören, muss man aber nicht.
#5 (5:27)
Jetzt wirds hart. Wer hört sowas bitte? Ein Cover von OPUS' "Live is life" in deutscher Sprache. Ich habe allerdings nicht das Gefühl, dass der Sänger deutsch ist. Außer Stampf-Schlagzeug und Kitsch-Keyboard gibt es hier noch irgendwelche Tröten und bei 2:50 mehrere Gitarren, die wild durcheinander spielen. Oh Mann! Mir fällt gerade ein, dass ich mir vor Kurzem noch das hier bei Youtube angeguckt habe. Das habe ich ja schnell wieder vergessen...
Ich denke mal, dass LAIBACH den Song auch noch mal auf deutsch aufgenommen haben. Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass das jemand gut finden kann. Tut mir Leid, lieber Wichtel, aber das geht echt gar nicht...#6 (3:53)
Besser! Viel besser! Ein schönes Akustik-Gitarren-Intro leitet einen guten Hard Rock-Song ein. Den Sänger kenne ich auf jeden Fall! Aber woher nur? Der klingt ein bisschen wie Gerrit P. Mutz in gerade. "Living in a world of shame and glory!" Ja, das hat was. Die Keyboards sind schön kitschig, das Schlagzeug mitklatsch- und der Text mitsingbar. Sehr schick, das lässt doch fast den vorherigen Song vergessen. Vielleicht kann hier ja jemand anhand des Textausschnittes den Song erraten...
#7 (2:59)
Ein sehr hartes, tief-gestimmtes Riff am Anfang und ein verständlicher Brüllsänger. Das könnte was von UNLEASHED oder so sein, ist allerdings etwas langsamer und stampfiger. "Hail Thor! Drink to remember our dead!". Das ist echt schick und macht Spaß, auch wenn das Riff etwas repititiv ist. "Hail Frey! Drink to prosperity!". Ab Minute 2 wird es dann schneller und zwei Gitarristen solieren um die Wette. "Hail Odin! Drink to victory!". Das ist echt cool, wenn die immer so klingen, hätte ich da wohl echt Freude dran.
#8 (2:38)
Harter Wechsel zu Dudelsack-Karnevals-Rock! Ne, das ist scheiße, sorry. "Eine gute Flasche Wein, du bist nicht bei mir, aber ich bin nicht allein. Hier mit nem großen Bier, pissen (?) in den Rhein, ich bin nicht allein." Das hälste ja im Kopf nicht aus! Der Sänger stammt ursprünglich wohl erneut nicht aus Deutschland. Bei 1:35 kommt dann ein Klavier-Zwischenspiel, das macht das ganze aber auch nicht besser. Nicht mal nach drei guten Flaschen Wein und drei sehr großen Bieren, würde ich das auch nur annähernd gut finden. Dafür bin ich zu norddeutsch. Also, wer kommt hier aus irgend einer Karnevalshochburg??
Kurze Pause, ich brauch eine Erholung...





