Origin [DeathMetal]

Re: Origin [DeathMetal]

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 4. Juni 2011, 22:51

Jau. Ist mir auch zu anstrengend und zu hektisch.
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Re: Origin [DeathMetal]

Beitragvon Dekalog der Elemente » Donnerstag 7. Juli 2011, 21:23

Hach fein, heut hat der Postbote mir nu die neue auch gebracht. Werd sie mal am WE ausgiebig hören...hei was freu ich mich und hei was tun mir meine Nachbarn leid :D
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Re: Origin [DeathMetal]

Beitragvon Drumtier » Montag 15. August 2011, 23:37

Origin goes Heavy Pop??

Vieles hätt ich ja erwartet, aber das nicht.
Vieles hätt ich auch vom Wechsel zu Nuclear Blast befürchtet, aber das nicht.

Nicht, dass ihr mich falsch versteht, es is schon noch schnell, meine Güte, richtig schnell sogar und sie zeigen auch die ganze Zeit, dass sie wirklich spielen können, aber die Leute die sich bei ihnen immer mit dem Argument "zu viel Technik-zu wenig Song" aufregen, wurden diesem ziemlich beraubt. Jetzt bin ich kurz davor mich über zu viel (!) Song aufzuregen! Ich mag das Wort zwar immer noch nicht, aber das klingt ja wirklich fast schon "plüschig".
Ich kann Lieder nach einem Durchlauf halbwegs zuordnen?! Bei Origin? Dort wo man früher geplättet da gesessen ist und zuerst einmal kontrollieren musste ob noch alle Körperteile dran sind! Wo einem Non-Stop-Vocals die Konzentration und Nerven gekostet haben findet man jetzt ausgedehnte Instrumentalpassagen und ein eineinhalb Minuten Instrumental als Entspannungspause! Sehr oft findet man auch brave 4/4-Takte die zwar in mörderischem Tempo heruntergehackt werden, aber trotzdem leicht ins Ohr gehen. Und auch Aftermath, die Hitsingle vom Vorgänger wird zweimal, davon einmal sehr deutlich "zitiert" ums einmal vorsichtig so zu sagen. Was passiert beim nächsten Album? Werden wir eine Vorabveröffentlichung im Radio hören können? Werden uns 14-Jährige Schulkinder auf Konzerten in die hinteren Reihen verdrängen? Werden wir Reviews und Konzertberichte in größeren Lokalzeitungen lesen können? Werden wir über das Liebesleben der Bandmitglieder auf RTL 2 am Laufenden gehalten?

Nun, das is natürlich alles übertrieben und eigentlich find ich das Album nach dem ersten Durchlauf sogar sehr geil, weil es sich sehr schnell öffnet oder zumindest diesen Eindruck macht. Und das wiederum macht mir schon ein wenig Sorgen, die III zum Beispiel bereitet mir heute noch Kopfzerbrechen und die hab ich doch schon einige Male gehört. Aber wie gesagt, erst ein Durchgang, wir werden sehen was die Zukunft bringt. Bin schon gespannt auf diverse Reviews, vor allem hier müssten die ja richtig abgefeiert worden sein, wo sie sich endlich mehr aufs Schreiben von möglichst unkomplizierten und lieblichen Songs konzentriert haben ;-)
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Re: Origin [DeathMetal]

Beitragvon Dekalog der Elemente » Dienstag 16. August 2011, 20:46

Ich versteh was du mit Eingängigkeit meinst. War auch mein erster Gedanke als ich sie gehört hab. Glaube aber dennoch nicht, dass das Album auf einmal Leute bekehrt, dazu ist es im großen und ganzen einfach immer noch zu "brutal".
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Re: Origin [DeathMetal]

Beitragvon Drumtier » Freitag 26. August 2011, 19:00

So, ein paar Rotationen hat sie, zwar noch zu wenige um ein stärker ausdifferenzierteres Fazit abliefern zu können aber doch schon halbwegs ein Bild bekommen zu haben. Und das bei einem Bruchteil der Hörintensität die III benötigte. Das bringt mich dann auch gleich zu meinem Punkt:
Zuerst eine Zustimmung an den Vorredner, klar is die brutal, steht außer Frage und dieser John Longstreth spielt so höllisch schnell, dass es eine Freude ist. Das macht natürlich auf Laien einen abstoßenden Eindruck. Völlig klar.
Musikjournalisten und seien sie noch so hobbymäßig unterwegs sehe ich aber nicht als bloße Laien sondern sollten sich eine Scheibe doch zumindest einmal anhören und bei diesem Kindergeburtstag einer Origin-Scheibe ihre althergebrachten Klischees ein wenig hinterfragen. Ich verstehs schon, bei einem Soundcheck kommt vieles zusammen, da hat man nicht für alles die große Zeit, besonders wenns einen musikalisch nicht wirklich anspricht. Aber CD + Beipackzettel ansehen, Origin, Technical Death und eine schlechte Note weil nur brutal lassen den Soundcheck ein wenig an Sinnhaftigkeit einbüßen.
Hoffe nur, dass potentielle Interessenten den Klick aufs Review gewagt haben und da dann erfahren haben um was es wirklich geht. An dieser Stelle ein ausdrückliches Lob an Martin der mit diesem Review die Scheibe ziemlich perfekt beschrieben hat, nicht zu vergleichen mit so manchem Schund den man auf anderen Seiten lesen muss. Schön zu wissen, dass Death Metal zwar quantitativ schlecht besetzt ist, das aber zumindest mit Qualität wettmacht!
Einzige Anmerkung, soweit ich weiß war der Sänger Jason Keyes beim Album noch nicht involviert, das Booklet sowie MetalArchives weisen sie da noch nur als Trio auf. Hat mich auch ziemlich erstaunt weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass irgendjemand diesen Stoff an den Instrumenten herunterzocken und gleichzeitig dazu singen könnte ;-)
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Re: Origin [DeathMetal]

Beitragvon Peter Kubaschk » Freitag 26. August 2011, 19:18

Drumtier hat geschrieben:Musikjournalisten und seien sie noch so hobbymäßig unterwegs sehe ich aber nicht als bloße Laien sondern sollten sich eine Scheibe doch zumindest einmal anhören und bei diesem Kindergeburtstag einer Origin-Scheibe ihre althergebrachten Klischees ein wenig hinterfragen. Ich verstehs schon, bei einem Soundcheck kommt vieles zusammen, da hat man nicht für alles die große Zeit, besonders wenns einen musikalisch nicht wirklich anspricht. Aber CD + Beipackzettel ansehen, Origin, Technical Death und eine schlechte Note weil nur brutal lassen den Soundcheck ein wenig an Sinnhaftigkeit einbüßen.


CDs & Beipackzettel gibt es meist nicht. Und das bei uns jeder Technical Death quasi ungehört eine schlechte Note einfährt, ist auch Blödsinn wie Atheist oder Augury bewiesen haben. Klar, Origin sind da viel extremer, aber da sollte es auch verständlich sein, dass die Noten noch extremer ausfallen. Zudem spricht ihnen bei uns ja auch niemand ihre technischen Fähigkeiten ab. Dass die Jungs unglaublich toll an ihren Instrumenten sind, streitet niemand ab. Dass einen diese Hackorgie aber auch langweilen (mich) oder nerven (Holg) kann, sollte doch verständlich sein. Ich wette, 7/8 der nomalen Metaller werden das auch so sehen. Von daher spiegelt der Soundcheck exakt das auch wieder.
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Re: Origin [DeathMetal]

Beitragvon Drumtier » Samstag 27. August 2011, 16:55

Warum können dann Augury Songs schreiben und Origin nicht?
Es geht mir selbst oft genug so, dass es Bands gibt bei denen sich auf einem Album für mich ein Song wie der andere anhört und wirklich vergessen wurde das Gehacke in vernünftige Songs zu verpacken. Genau das haben Origin aber auf Entity erstmals auf ganzer Linie eben nicht gemacht und auch wenn die Musik immer noch entsprechend heftig ist, ist diese neue Zielstrebigkeit auf dem Album deutlich hörbar. Bei aller Subjektivität, unterschiedlichen Geschmäckern und natürlicher Streuung in der Punkteverteilung kann man ihnen das meiner Meinung nach beim besten Willen nicht absprechen, sorry ;-)
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Re: Origin [DeathMetal]

Beitragvon Peter Kubaschk » Sonntag 28. August 2011, 08:34

Habe ich auch nicht getan. ;)
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Re: Origin [DeathMetal]

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 28. August 2011, 09:07

Da ich mit meiner niedrigen Note das Album offenbar nicht ausreichend gewürdigt habe, gab es gestern Abend noch mal einen Gegencheck. Origin macht für meinen persönlichen Geschmack zu ziemlich alles falsch, was eine Band ihrer stilistik falsch machen kann:permanente Blastbeasts, die dem Hörer überhaubt keine Luft zum erfassen des gespielten Materials lassen, sehr zeitgemäßes Klangbild, welches mir viel zu klinisch und steril klingt (ein riesengroßes Plus bei Augury, um den Vergleich mal aufzugreifen), ein andauernd brüllender Sänger und - das wichtigste - nicht eine Passage, die hängen bleibt oder bei der ich sage: "Wow!" All das zusammen ergibt für mich ein ziemlich nervendes Geratter, welches zwar kompetent dargeboten wird, aber dafür gibt es wenig Bonuspunkte. Spielen können die Jungs bei Rhapsody nämlich offensichtlich auch.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: Origin [DeathMetal]

Beitragvon Drumtier » Montag 29. August 2011, 23:13

Halt, nicht so schnell, die Note hab ich keineswegs kritisiert, es soll tatsächlich Leute geben die ihren Geschmack gefunden haben und nicht alles gut finden, die Begründung war's ;-)
Aber der Reihe nach, also nicht ganz, beginnen möchte ich nämlich mit dem Klangbild weil das für mich, wenn auch sicher objektiv feststellbar, der subjektivste Bereich ist. Da versteh ich, dass das vielen zu steril ist, wenn auch das bei anderen noch viel schlimmer ist und mir der Sound ebenfalls sehr gut gefällt!
Dann Blastbeats, permanenter Gesang und das Fehlen eingängiger Passagen. Die ersten zwei Punkte kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen, gerade im Vergleich mit Vorgängeralben oder anderen vergleichbaren Bands. Ich sollte mich einmal hinsetzen und bei ein paar Alben mitstoppen weil das einfach nicht stimmt. Klar gibts überdurchschnittlich viele Blasts aber das liegt halt auch in der Natur der Sache. Schon beim Gesang glaub ichs aber kaum mehr, dass der, sagen wir prozentmäßig im Vergleich zu anderen Bands/Genres so weit darüber liegt. Das mit dem nicht Hängenbleiben ist wahrscheinlich ganz einfach wieder eine Gewöhnungssache, zumindest zum Teil. Denn jemand der Death oder auch Black Metal nur seltener hört wird sich logischerweise härter damit tun in einschlägigen Bands etwas zu finden das einem ins Ohr geht. Andererseits wenn ich die Entity jetzt wieder mit Vorgängeralben oder eben anderen Bands vergleiche bietet die wirklich schnell außergewöhnlich viel zum Festhalten wenn ich auch vielleicht mögliche "Placebo-Effekte" gar nicht 100%ig ausschließen möchte.
Somit haben wir in zwei Punkten ein gewisses Verständnis wenn auch ohne Nachvollziehbarkeit und in den anderen zwei werden wir uns auf ein agree-to-disagree einigen werden müssen ;-)
Aber wenn du die Scheibe so immerhin noch einmal gehört hast werd ich das zumindest als Teilerfolg werten und freu mich darüber ;-)
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