Das Leiden der Lämmer

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Das Leiden der Lämmer

Beitragvon Jesus » Dienstag 5. Juli 2011, 17:34

It puts the lotion on its skin, weil Musik halt manchmal doch weh tut ;) Aber Respekt, Wichtel, es verlangt schon verdammt viel Geschick, um meinen Musikgeschmack durchgehend und komplett zu umschiffen und es braucht zudem auch noch viel Dreistigkeit, mir dabei ein paar Warnschüsse vor den Bug zu knallen :grins:

Hier wird es also in den nächsten paar Tagen viel zu lachen geben, wenn das doofe Schaf mit seinem doofen Geschmack wieder alle heiligen Kühe des Heavy Metal disst und dabei keine einzige erkennt...
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Re: Das Leiden der Lämmer

Beitragvon Teichfrosch » Dienstag 5. Juli 2011, 18:03

Pass blos auf sonst wird aus dem Leiden der Lämmer schnell ein ewiges Schweigen :) Ich bin gespannt! Vielleicht kann ich ja jetzt sogar helfen nachdem ich pflichtbewusst ein paar Listen mit Metalklassikern gehört habe. Naja, vielleicht auch eher nicht, aber wer weiß.
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Re: Das Leiden der Lämmer

Beitragvon Falkner » Dienstag 5. Juli 2011, 18:22

Geb's doch zu, Frosch, das ist dein Sampler! Pflichtbewusst durch Metalklassiker gehört? Wahrscheinlich gleich Notizen gemacht, was als Klassiker durchgeht und welche Songs ein echtes Stahltier raufpacken würde, um die Illusion perfekt zu machen. Da würde nie einer drauf kommen, dass du das warst. Nur hast du die Rechnung ohne mich gemacht, du Fälscher-Frosch! :boes:
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Re: Das Leiden der Lämmer

Beitragvon Jesus » Dienstag 5. Juli 2011, 18:28

#1
Ein Intro. Grillen zirpen. Beim Zirpen hatte ich für eine Sekunde gehofft, es wäre das Intro von MORBID ANGELS "Gateways to Annihilation" und es käme daraufhin 'Summoning Redempton'. Naja, Träume sind Schäume ;) Ein Mann mit sonorer Stimme erzählt mir etwas von einer Anstalt (asylum), Drogen, dem Wahnsinn und Halluzinationen. Er lädt mich ein tief in den Schmerz der "Lexington cure", was mWn eine Entziehungsmethode ist. Bei der Erwähnung des "asylum" hatte ich schon Angst, dass mich DISTURBED demnächst erwartet...

#2
Groovy American-styled riffs. Leicht bluesig betont, sehr fett, sehr modern. Mithüpfbar. Nach einer Minute unterbrochen von zart geträufelten Synthieklängen und klaren Gitarren. Annähernd jazzig. Eine zarte Stimme haucht "welcome to the rest of your life, don't you see the bodies at the door". Recht verständlich. Wir befinden uns also in der Entziehungsklinik, ein alter Hase begrüßt mich. Warum bin ich hier? Muss man wegen Bier und Gräsern in die Klinik? Die helfen mir auch nicht, wenn ich mich wie ein Zombie fühle. Im Kontext des Sampler sollte mir hier vielleicht die Abneigung gegen Heavy Metal entzogen werden, oder? Wer weiß... Nichtsdestotrotz sollte ich mir trotzdem die Nadel geben. Ergibt das Sinn? Nun ja, trotz der gefühlten Moderne und des hüpfbar-grooviges Hauptriffes richtet sich das Stück insgesamt weniger an Teenies, sondern eher an schon erwachsenere Schwermetallhörer, die mal was leicht verdaulichere Kost zum sorgenfreien Headbangen hören wollen. Wer's braucht. Mir ist das zu modern aufgezogen einerseits, kompositorisch zu altbacken andererseits. Kann man sich sicherlich anhören, ich brauche es aber nicht. Die oben vermuteten DISTURBED kann ich aber von Gesang und Riffs her ausschließen. Das hier ist besser. Was aber sicherlich auch nicht so schwer ist.

#3
Fluxkompensator an! Zurück in die 80er! Ich bin Darth Vader vom Planeten Vulkan! Möglicherweise bin ich auch so etwas in der Art wie SAVATAGE vom Planeten Heavymetallia. Altmodischer und mit ziemlicher Sicherheit amerikanischer Stahl mit bouncy riffs und einem völlig überdreht kreischenden Sänger, der alle paar Sekunden einen dermaßen fies spitzen Schrei loslässt, dass mir sämtliche Wolle ausfällt. Die Menschen, die Growls und Gekeife harsch finden, sollten sich das hier mal antun. Textlich ist nichts zu verstehen, die Elemente habe ich alle schon in tausend anderen vergleichbaren Songs gehört, weswegen es mir unmöglich ist, irgendwelche identifizierenden Merkmale auszumachen. Das klingt halt so wie Heavy Metal damals klang. Naja, damit schlachte ich jetzt einfach mal eine heilige Kuh und sage, dass ich das hier doof finde. Zu den Klängen von THE DOORS lasse ich das arme Vieh von kambodschanischen Eingeborenen ermorden. So, da liegt sie blutend am Boden. 2000 zukünftige Hamburger, die mir allesamt besser munden werden als das hier.

Dank einer Migräneattacke - die ich der Höflichkeit halber nicht auf den Sampler schieben möchte ;) - mache ich erst später oder morgen weiter. Jetzt gerade kann ich nichts mehr hören, ohne dass mir der Schädel platzt. Das ist wohl die Rache der Gods of Heavy Metal für meine Blasphemie. Joey streckt mich Wimp nieder wie den Wurm, der ich bin. Nun denn, ich schmeiße meine Pillen ein und spüle sie mit eiskaltem Bier herunter. See ya later.
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Re: Das Leiden der Lämmer

Beitragvon salisbury » Dienstag 5. Juli 2011, 20:46

Armes Schaf, da hat's Dich ja voll erwischt.

Kann leider aufgrund der Beschreibungen nix zuordnen. DISTURBED'scher Modern Metal ist Kubis Baustelle...US-Metal mit Quiekies gabs hier schön öfters. Da das auch nicht mein Ding ist, vergesse ich die Bandnamen aber recht schnell wieder. Besonders quietschig hab ich HADES in Erinnerung, aber die sind instrumental ja eher anspruchsvoll und wären deshalb doch aufgefallen...

Mal sehen was da noch kommt ;-)
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Re: Das Leiden der Lämmer

Beitragvon Jesus » Dienstag 5. Juli 2011, 20:50

salisbury hat geschrieben:Besonders quietschig hab ich HADES in Erinnerung, aber die sind instrumental ja eher anspruchsvoll und wären deshalb doch aufgefallen...


Wenn mein Gedächtnis mich nicht trügt, hatte mir HADES in Holgers Liste eigentlich recht gut gefallen.
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Re: Das Leiden der Lämmer

Beitragvon Holger Andrae » Dienstag 5. Juli 2011, 21:06

*schaf knuffel*
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Re: Das Leiden der Lämmer

Beitragvon Jesus » Dienstag 5. Juli 2011, 21:55

Vielleicht schaffe ich noch ein oder zwei Titel, ehe die Kombination von Medikamenten und Alkohol das Schäfchen in einen geradezu komatösen, aber dafür umso erholsameren Tiefschlaf befördert ;)

#4
Einer von vorerst zwei weitgehend schaffreundlichen Songs. Fetter Südstaatengroove, angerauter Gesang, irgendwas zwischen DOWN, BLACK LABEL SOCIETY und CORROSIONS OF CONFORMITY. Mit genügend Bier und Schmerzmitteln ist das an sich recht cool. Hat stellenweise sogar was von CROWBAR. Textfragmente: "you take no seat, no talking, I am a dead man walking, that's for sure" und irgendwas von "this is no way to live, this is no way to die". Vielleicht habe ich vor lauter Schock meinem Wichtel mit meiner Ersteinschätzung Unrecht getan. Das hier ist generell durch bräunliche bis sepiafarbene Filter gefärbte, knorrige, baumschubsende Mucke für vollbärtige Flanellhemdenträger mit Truckermützen auf dem schütteren Haupthaar und billigen Bierdosen in den haarigen Pranken. Und somit grundsätzlich besser als jeglicher quiekender Jodelmetal.

#5
Beginnt mit etwas Synthiegedudel und simplen Start-Stop-Akkorden. Ein Sänger, der genauso gut in einer Glamrock-Band singen könnte, setzt alsbald ein. "Why is it everywhere I stand
is a foot shorter than the space next to me" ist ein wiederholendes Motiv, der Refrain sagt "I don't know if I'm down in the dumps, but it sure smells like trash me". Ist jedoch kein Glamrock und grenzt instrumental schon fast an progressive Gefilde, bleibt aber kompositorisch eher konservativ. Das arg abrupte Ende lässt mich vermuten, dass es auf dem entsprechenden Album vielleicht eher als Intro oder Interludium dient. Für sich alleine genommen weiß es mir weder sonderlich zu miss- noch zu gefallen. Ist halt irgendwie da.

6#
Krasser Wechsel zu modern produziertem Thrash/Power Metal mit etwas nervigen Pinch Harmonics. Insgesamt betrachtet sicherlich sehr ordentlich gemacht, aber stellenweise viel zu modern groovig für meinen Geschmack. Mich erinnert der Refrain (irgendwas mit "the tears on my skin") und der Gesang stark an BRAINSTORM. Riffmäßig würde das auch ganz gut zu diesen amerikanisch inspirierten Teutonen passen. Auch gibt es im Solopart ein paar orientalisch anmutende Harmonien, die meine Vermutung nähren. Das verbuche ich auch mal unter "okay", auch wenn ich das privat wegen zuvor genannter Groovigkeit (sic?) nicht wirklich hören würde. Aber was weiß ich schon von Musik, schließlich höre ich ja auch solchen Mist wie BLUT AUS NORD und DEATHSPELL OMEGA. :narf:
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Re: Das Leiden der Lämmer

Beitragvon Falkner » Dienstag 5. Juli 2011, 22:10

Alkohol und Medikamente? Will da etwa jemand endgültig vor dem Sampler fliehen? ^.-
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Re: Das Leiden der Lämmer

Beitragvon Jesus » Dienstag 5. Juli 2011, 22:15

Nein, das wäre gemein und unfair gegenüber meinem Wichtel, der sich sicherlich viel Mühe mit diesem Sampler gegeben hat. Betablocker, Triptan und das gute alte Ibuprofen sind in Verbindung mit minderalkoholischen Getränken nicht unbedingt lebensbedrohlich. Nur vom Schnaps muss das Schaf in Zukunft die Hufe lassen ;)
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