|
|
Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Holger Andrae » Donnerstag 12. Mai 2011, 09:15
Jesus hat geschrieben:Gestern CRIPPLED BLACK PHOENIX in Dresden gesehen und gehört. Der BeatPol Club ist sowieso immer knorke und zusätzlich war die Band richtig gut aufgelegt. Ganz tolles Konzi, bei dem alles stimmte. Hatte aus irgendwelchen nicht nachvollziehbaren Gründen nicht erwartet, dass die live so dermaßen gut sind. Wurde dann sehr angenehm überrascht. Kann ich jedem empfehlen. Peace Out.
Die habe ich mir letzten Donnerstag im Hafenklang zu hamburg angeschaut und kann deine Einschätzung nur teilen. War eher skeptisch, da ich noch immer nicht alles von denen kenne und obendrein dachte, dass das eine eher schwermütige Veranstsltung werden könnte. Selten so falsch gelegen.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
-

Holger Andrae
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 26378
- Registriert: Dienstag 5. Januar 2010, 02:44
von Jesus » Montag 23. Mai 2011, 07:44
Sally, Du hast was verpasst! Luftige Explosionen und feinstes Fußpilzgeschrammel in plüschiger Atmosphäre 
-

Jesus
- Super-Duper-Mega-Ober Metaller
-
- Beiträge: 10890
- Registriert: Dienstag 9. Februar 2010, 13:20
- Wohnort: Das Herz Preußens
von Azmodes » Montag 23. Mai 2011, 20:46
Das kam mir jetzt noch wie der passendste Thread vor und extra aufmachen wollte ich keinen... http://powermetal.de/news/news-METALFES ... 26699.htmlFährt da jemand hin? Ich werd ab diesen Donnerstag mit ein paar Freunden in Mamling die Zelte aufschlagen. Vielleicht sieht man sich ja, wenn noch jemand dort ist.
-

Azmodes
- Kurzhaarmetaller
-
- Beiträge: 1817
- Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 14:28
- Wohnort: Gradec, Steiamoak
-
von drifter » Donnerstag 16. Juni 2011, 04:06
War am Pfingstmontag in der KöPi-Arena, Oberhausen, bei Ozzy. Und was soll man sagen, der Mann ist ganz nett fit und gut bei Stimme. Hat zwar nichts vom letzten Album gespielt und die Setlist war etwas kurz, aber voll mit den Klassiker.
-

drifter
- Poser
-
- Beiträge: 196
- Registriert: Sonntag 28. Februar 2010, 21:12
- Wohnort: Heinsberg
-
von Frozen » Mittwoch 29. Juni 2011, 14:00
Es war mein erstes richtiges Festival und mein erstes Mal mit Legenden dieser Grösse. Also mal schauen, was für einen Bericht ich vom Sonisphere 2011 in Basel abliefern kann.
Donnerstag
um 14 Uhr ist Abfahrt. Die im Ticket inbegriffene ÖV Fahrkarte wird natürlich genutzt. Von Bern nach Basel macht das schon gut die Hälfte des Preises aus. Erwartete Zugbelastung: Medium. Naja, wie mans nimmt, ab Olten gabs keine Stehplätze mehr im Zug, da hat wohl jemand vergessen, das grösste schweizer Metal Festival einzubeziehen. Um 16 Uhr war dann vor der St. Jakobshalle schon ziemlich was los, wir entschliessen uns also erstmal dazu, das Areal auszukundschaften.
Erste organisatorische Mängel fallen sofort auf. Wo der Plan „Marketplace“ sagt, liegt einfach eine grosse Isomatte. Der Markt steht wohl noch nicht... Die Eingänge zur Bohemia Stage und vor allem der Red Bull Stage sind unauffindbar. Der angebotene Shuttleservice bei der grossen Halle lässt auch warten, um 18 Uhr, als SHAKRA bereits spielen sollten, standen die wartenden immer noch da, ohne auch nur eine Ahnung zu haben, worauf. Auch in der grossen St Jakobshalle, der „Saturn“ Stage, war es ein Geduldsspiel. Obschon die ganze Front der Halle aus Türen besteht, wurden lediglich 3 derer geöffnet, die Tische zum eintauschen der Bändel genau so platziert, dass ja nur einer nach dem anderen reindarf und pro Einlass natürlich eine gute halbe Minute benötigt wurde. Bei doch gegen 10'000 Besuchern in der Halle eine ewig scheinende Wartezeit, vor allem weil scheinbar niemand die Austauschtische am anderen Ende bemerkt hatte. Um 18:30, eigentlich der geplante Startzeitpunkt auf der grossen Bühne, machten dann immer mehr (vor allem Französische) Besucher ihrem Ärger über die inzwischen zweistündige Anstandszeit Luft, denn vorwärts gings nicht. Die Entschuldigungen der Security, gerne alle reinzulassen, konnte man ob des "enormen" Aufwandes auch nicht glauben schenken. Diverse Besucher öffneten zu diesem Zeitpunkt auch die Barrikaden und strömten einfach hinter den Tischen durch. Die Security liess dies mehr oder weniger passieren.
Wir waren zum Glück früh dran. Als wir dann um 18:45 drin waren, wurde draussen gerade nochmal versichert, dass sich die Auftritte entsprechend verschieben. Gute zwei drittel standen zu dem Zeitpunkt noch vor den Türen. Kaum vor der Bühne begannen dann aber auch bereits DUFF McKAGAN's LOADED mit ihrem Auftritt. Schade, draussen standen tausende, die auch gerne dabei gewesen wären, aber einfach nicht reinkamen. Wobei ich hier auch sagen muss, dass der Auftritt wenig spektakuläres zu bieten hatte. Einige Riffs waren durchaus hörenswert, der Auftritt war aber schlicht zu kurz und die Songs für jemanden der sie nicht kannte zu wenig einprägsam um wirklich zu zünden. Bei WHITESNAKE waren die Vorzeichen ähnlich, die jungen unter uns kannten keinen Song der Band, selbst ob ihrer Herkunft waren einige überfordert. Allerdings entpuppten sich Whitesnake als echter Volltreffer, denn anders als auf den Alben, wo das ganze so wie ich es kenne fast schon etwas langweilig und viel zu weich wirkt, wurde hier hervorragender Hardrock geliefert. Die Riffs lieferten genau die Härte ab, die auf den alben fehlte, David's Stimme wirkte live wesentlich Kraftvoller und Brian Tichy, erst seit einem Jahr dabei, haute in die Felle was diese hergaben. Grosses Highlight war vor allem dessen Drumsolo, bei dem er am Ende sogar ohne Sticks weiter auf die Trommeln haute und nicht an dynamik verlor. Verdienter Jubel für eine überraschend starke Performance, Whitesnake haben vor allem bei den jungen Semestern definitiv einige neue Fans gewonnen. Auch am Tag danach wurde noch viel über den Auftritt und eben dieses Solo von Brian geredet, obwohl mir einige Vergleiche die ich gehört habe dann doch noch etwas zu weit gingen – dafür kenne ich zu wenig seiner Arbeit.
Aber mal ehrlich, neun von zehn Zuschauern waren lediglich wegen dem Headliner hier. Und als JUDAS PRIES die Bühne betraten und den „British Steel“ Auftakt „Rapid Fire“ und „Metal Gods“ in die Menge feuerten, war die Stimmung endgültig am Höhepunkt angelangt. Die Setlist gab auch einiges her, zu „Starbreaker“ wurde kräftig mitgesungen und vor allem der Abschluss der regulären Spielzeit mit „Breaking the Law“ und „Painkiller“ wurde ekstatisch aufgenommen. Mein persönliches Highlight war dann aber, als nach kurzer Pause „The Hellion“ mit dem folgenden „Electric Eye“ und damit meinem persönlichen Lieblingssong von Priest erklang. Ein Wahnsinnsriff. Klingt nach einem Super Auftritt. Das nun zu erwartende Aber erklärt allerdings eine gewisse Enttäuschung bei mir und vielen anderen Fans, die schlicht mehr erwartet haben. Nicht in der Quantität, der zweieinhalbstündige Auftritt bot quer durch die Diskographie alles, doch gerade weil sie recht lang waren, schien die Stimmung nach „You've got another thing comin'“ sogar schon etwas abzuflachen und war bei der letzten Zugabe von „Living after Midnight“ schon deutlich am sinken. Vielleicht waren die Leute schon etwas müde... vielleicht war aber auf die Band nicht ganz auf dem Höhepunkt. Rob schaute oft einfach vor sich auf den Boden, was den gesamten Auftritt auch wiedergibt. Neu Gitarrist Richie Faulkner war zwar bemüht, was den anderen aber an jugendlichem Elan fehlte, fehlte ihm wohl noch an Erfahrung. Ob es am Ende die übertriebenen Erwartungen waren, aber in Retrospektive kam Priest nicht einmal an Whitesnake heran, und das hatte ich mir dann doch erwartet. Wäre das Songmaterial nicht von so aussergewöhnlicher Klasse, wäre es wohl kein gelungener Abend geworden.
So Endet der erste Tag des Sonisphere leider nicht gänzlich positiv.
Top 5 Jahr 20151. ENFORCER - From Beyond 2. VISIGOTH - The Revenant King 3. ARMORED SAINT - Win Hands Down 4. SATAN - Atom by Atom 5. HORACLE - Dead Eyes Revelations MEINE SAMMLUNGCurrent Taste: Traditional Heavy Metal
-

Frozen
- Kurzhaarmetaller
-
- Beiträge: 2114
- Registriert: Dienstag 9. Februar 2010, 17:23
von Frozen » Mittwoch 29. Juni 2011, 14:08
Freitag
Wer glaubte dass die organisatorischen Probleme aufhören, hat sich wohl mit den schweizer Sonispheres bislang nicht auseinandergesetzt. Anstatt wie angekündigt um 12 wurde man erst um 14 Uhr eingelassen. Der sonst zugängliche Bereich („Marketplace“ war weiterhin leer, abgesehen von ein paar Fressständen und Bierwagen am Rande. Neben der St. Jakobshalle gab es wenigstens einen Merch Stand von Maiden, den gab es dann aber auch bei der Hauptbühne. Der Einfachheit halber (Und weil einige Bands mich zuletzt enttäuschten und andere nach hinten verschoben wurden) entschied ich mich zum vollen Programm auf der Apollo Stage. Naja, wenn wir denn eingelassen werden, denn anscheinend war diese noch nicht einmal fertig, eine dreiviertelstunde bevor die erste Band auftreten soll...
War aber gar nicht nötig, denn um halb Zwei erklangen merkwürdig vertraute Klänge hinter uns auf der Isomattenfläche: „The Final Countdown“, dargeboten als Marschkapelle. BLAAS OF GLORY brauchen keine Bühne für ihre Show, und in kürzester Zeit war der Eingang zur Hauptbühne leer und der Platz rund um die Niederländer gefüllt. Wer hätte gedacht, wie viel Spass „Enter Sandman“ oder ein Medley aus diversen Maiden Klassikern machen, wenn sie mit Querflöte, Klarinette, Pauke oder Handorgel dargeboten werden? Lacher und Gesangsanimationen liessen nicht lange auf sich warten, und ganz nebenbei sind die Songs auch einwandfrei aufgeführt. Mit der Ankündigung, uns in zwei Stunden nochmal auf der Hauptbühne zu besuchen, machte sich die lustige Truppe wieder auf den Weg, immer die Melodie zum finalen Countdown spielend. Und als wir uns endlich wieder umgedreht haben war die Hauptbühne doch tatsächlich offen.
Und drinnen spielten auch schon die Australier von SICK PUPPIES. Eine weitere Planungslücke liess uns dann auch in den vorderen Bereich des Areals, der eigentlich für VIPs reserviert war. Mir solls Recht sein, wenn schon auf Maiden warten, dann doch bitte aus nächster Nähe. Von den Sick Puppies hörten wir jedoch nicht viel, denn kaum war unsere Gruppe angekommen fiel – typisch für das Festival – der Strom aus. Sehr gut jedoch: Das hielt die drei keineswegs davon ab, Stimmung zu machen. Mark versuchte (soweit möglich) ein Drumsolo rauszuhauen, Shimon und Emma verteilten Säckchenweise Plektren und immer wieder wurden Gesänge angestimmt. Man muss es ihnen lassen, Stimmung machen können sie. Weitere Buhrufe gab es, als die Organisation die Bühne räumen liess, obwohl es noch eine gute halbe Stunde dauerte, ehe mit dem Aufbau für den nächsten Act begonnen wurde. Da hätte man Shimon ruhig noch etwas auf der Bühne lassen können.
Zur folgenden Kombo, MR. BIG, müssen glaub nicht viele Worte gesagt werden. Paul Gilbert beherrscht die Gitarre ebenso perfekt wie Billy Sheehan seinen Tieftöner, und die beiden liessen auch keinen Moment aus, uns dies vorzuzeigen. Nun wieder mit Elektrizität wirkte das ganze aber vom Sound her bei weitem nicht druckvoll genug, um uns zu beeindrucken. Und eine brennende Gitarre mit den Zähnen spielen kann ja eigentlich auch Homer Simpson ^^
In der Pause beglückte uns übrigens erneut BLAAS OF GLORY, und erneut wurde die Stimmung schon bei den ersten, auszumachenden Tönen besser. Die Menge akkreditierte ihnen dies mit munterem Mitklatschen und der völligen Ignoranz dessen, was gerade auf der Bühne aufgebaut wurde.
Fast geht dabei vergessen, dass ja ALTER BRIDGE als nächstes Spielen. Dass dieser Klang dann die Geschmacksnerven der Anwesenden eher traf, zeigte sich schnell. Das Gedränge in den vorderen Reihen wurde langsam dichter und die mitsingenden Kehlen zahlreicher. Ein Kompliment muss hier mal an den Sound gemacht werden, der immer besser wurde. So kamen ALTER BRIDGE unerwartet druckvoll daher, Myles zeigte sich sehr aktiv und wurde vom Publikum entsprechend gefeiert. Und bekannterweise sind auch hier mit Mark und Myles zwei sehr starke Gitarristen zu sehen, das sie im Duell eindrücklich beweisen. Der nahtlose Übergang in den abschliessenden Kracher „Rise Today“ tat sein übriges. ALTER BRIDGE haben definitiv einige neue Fans gewonnen mit diesem Auftritt – auch bei mir erlebt das starke „AB III“ seither ein Revival. Ein echter Höhepunkt des Festivals.
Tja, und jetzt.... LIMP BIZKIT. Nun gut, ich kenne sie live nicht, und es kann eigentlich nur besser sein als das, was ich aus dem Studio kenne. Denn das ist nicht mehr als Hiphop mit einer E-Gitarre, die jeder Anfänger so bedienen könnte. Schon die ersten Takte von „Break Stuff“ bestätigten diese Befürchtung jedoch eindrücklich. 2 Töne aus einer E-Gitarre macht keinen Metal. Entsprechend wenig hat so eine Band an einem Metal Festival zu suchen. Leider ist der Altersschnitt auch rapide gesunken vor diesem Konzert, weswegen wir uns nun gegen Teenies mit tiefhängenden Hosen und übergrossen Caps verteidigen mussten, die den Unterschied zwischen Pogen und einer Schlägerei noch lernen müssen. Musik und Publikum war also zu diesem Zeitpunkt fürn Arsch – Zeit für eine Auszeit.
Und die Zeit haben wir durchaus zu vertreiben gewusst. Am Bierstand fragten wir nach hochprozentigem für temporäre Erblindung und Ertaubung. Leider musste es am Ende Bier tun. Die Sanität hatte auch nichts für uns, als wir nach starken Schmerzmitteln gegen die akuten Ohrenschmerzen fragten, die der aktuelle Act auslöste. Bei der Security haben wir ausserdem Anzeige wegen Körperverletzung einreichen wollen – diese fühlte sich aber leider nicht zuständig. Tja, die Zeit verging, und mit „Behind Blue Eyes“ war tatsächlich ein guter Song in der Setliste von LIMP BIZKIT, aber es war dann doch höchste Zeit dass diese dann endlich Platz machen.
Es ging zwar mit Nu Metal weiter, jetzt aber zum Glück mit einer, die tatsächlich Metal spielt. Gut, „spielt“ ist allerdings auch wieder übertrieben, denn es zeigte sich doch sehr schnell dass hier auf der Bühne nicht viel gespielt wurde. Gerade die beiden Gitarristen von SLIPKNOT bemühten sich nicht einmal sonderlich, das Playback spiel zu verdecken. Dafür, kann man sagen, war die Show gut, muss man sagen. Dennoch: Auch Slipknot kriegt eine ungenügende Note. Da hätte es diverse Bands an diesem Festival gegeben, die besser als Vorbands von Maiden gepasst hätten.
Aber zu dem Zeitpunkt wartete eh bereits jeder auf den unangefochtenen Headliner, weshalb die „Maiden“ rufe auch schon anfingen, als auf der Bühne noch abgebaut wurde. Die diversen Pannen hatten den Start auch recht deutlich nach hinten versetzt, nach Plan sollte es eigentlich auch schon los gehen. Es dauerte dann aber eine knappe Stunde, ehe endlich „Doctor Doctor“ ertönt. Spätestens jetzt ist klar, dass das diesjährige Festival auf der grössten Heavy Metal Band der geschichte aufgebaut ist. Und IRON MAIDEN beginnen auch gleich mit den Openern des neuen Albums, wobei dich „The Final Frontier“ mit dem Intro „Satellite 15“ deutlich grösserer Zustimmung erfreuen kann als das folgende „El Dorado“. So richtig Stimmung kommt aber erst auf, als die ersten Töne zu „2 Minutes to Midnight“ ertönen. Für mich ein Wahsninnsgefühl: Einer der Songs, die für meinen Musikgeschmack verantwortlich sind, wird auf der grössten Bühne meiner noch jungen Livekarriere von einer der grössten Legenden des Heavy Metal aufgeführt, und ich stehe nur 3 Meter davon entfernt. Ich kann schon zu dem Zeitpunkt jedem recht geben, der mir immer wieder sagte: „Die musst du einfach mal gesehen haben!“
Es folgen wieder zwei neue Songs, wobei sich „The Talisman“ in diesem Zweikampf klar gegen „Coming Home“ durchsetzt. Der Funke springt bei dem längeren, mit tollem Intro bedachten Glücksbringer definitiv mehr auf die Zuschauer über, welche ihre Helden hier gebührend feiern. Angeführt von einem extrem aktiven Janick Gers und dem Turnsportler Bruce Dickinson ("Scream For me Basel!") findet auch „Dance of Death“ einen grossen Anklang beim Publikum. Als dann im Hintergrund Eddie The Trooper erscheint, werden die Luftgitarren gleich reihenweise gezückt und für das folgende „The Wicker Man“ gleich draussen behalten.
Nun ja, die Setliste der aktuellen Tour sollte ja glaub durchaus bekannt sein. Weitere Highlights des sehr starken Auftrittes waren... Ach was soll ich hier rauspicken? Die Show war durchgehend stark, wobei meine persönlichen Favoriten „Fear of the Dark“ und das selbstbetitelte „Iron Maiden“ natürlich etwas Vorschusslorbeeren haben. Und mit der Zugabe wird dem Fass dann der Deckel aufgesetzt. Ohne „The Number of the Beast“ dürfen wir natürlich nicht entlassen werden. Und dass „Hallowed be thy Name“, einer der besten Metalsongs aller Zeiten, sogar noch besser werden kann, hielt ich bis zuletzt für unmöglich. Der reumütige Sünder erhebt im Anschluss an diesen Gänsehautmoment noch einmal die Stimme für den Abschluss mit „Running Free“, in dem Bruce wie immer noch die Band vorstellt. Ein Auftritt, der den Namen IRON MAIDEN gerecht wird, die Herren haben mich nicht enttäuscht und zeigten sich aktiver als so manche Bands in ihren Twenties. Der einzige fade Nebengeschmack für den erstmaligen Besucher eines Maiden Gigs ist lediglich das Fehlen von „Run to the Hills“ und „Aces High“. Vielleicht nächstes Mal – denn das wird es geben, und wenn ich dafür ans Ende der Welt fahren muss.
Tja, und als dann Maiden endlich fertig war, war es bereits halb eins. Die weiteren Bands, an denen unsere Gruppe interessiert waren, spielten schon längst, und bis wir bei der grossen Halle waren vergingen nochmal gut 30 Minuten. Erneut sehen wir uns als Opfer der miserablen Organisation.
Was bleibt vom Sonisphere 2011? Ein Auftakttag mit überraschenden WHITESNAKE und enttäuschenden JUDAS PRIEST, eine tolle Party mit BLAAS OF GLORY, starke Performance von ALTER BRIDGE und ein alles überstrahlender Headliner: IRON MAIDEN. Dennoch muss für das nächste Jahr dringend am Lineup für ein nächstes Jahr gearbeitet werden. Was wäre das Sonisphere gewesen, wenn neben dem Headlioner noch Bands aufgetreten wären wie am diesjährigen ROCK HARD oder BYH!!!... Mit SLIPKNOT und LIMP BIZKIT kann man den echten Metaller, wie sich deutlich gezeigt hat, nicht in den Bann ziehen.
Top 5 Jahr 20151. ENFORCER - From Beyond 2. VISIGOTH - The Revenant King 3. ARMORED SAINT - Win Hands Down 4. SATAN - Atom by Atom 5. HORACLE - Dead Eyes Revelations MEINE SAMMLUNGCurrent Taste: Traditional Heavy Metal
-

Frozen
- Kurzhaarmetaller
-
- Beiträge: 2114
- Registriert: Dienstag 9. Februar 2010, 17:23
von Feamorn » Sonntag 10. Juli 2011, 14:40
Gester Abend gab es im MTC in Köln Jex Thoth (ganz, ganz, ganz toll!) mit den Vorbands Union Of Sleep (waren auch ziemlich gut, wobei das Publikum unglaublich "klatschfaul" war, leider) und Herder (die wir recht doof und langweilig fanden und uns nach zehn Minuten dann erstmal auf die Straße begeben haben, bis Jex Thoth an der Reihe waren). Alles in allem ein feiner Abend! 
-

Feamorn
- Vollblutmetaller
-
- Beiträge: 7179
- Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 13:00
- Wohnort: Bergisch Gladbach
von Peter Kubaschk » Montag 11. Juli 2011, 16:40
ich war mit Sally beim "Night of The Prog" und muss sagen, dass wir ein ganz grandioses Festival erlebt haben.
Location & Organisation: Das Amphitheater auf der Loreley dürfte wohl eine der schönsten Venues in ganz Deutschland sein. Über den Stufen des Amphitheaters ist noch eine Wiese als Liegefläche und mit einigen Bäumen als Schattenspendern. Nicht wenige Besucher haben von dort oben auf einer Decke liegend das Festival (zeitweise) verfolgt. Traumhaftes Theater. Die Organisation ist sehr entspannt. Keine große Schlangen am Einlass, nette, sehr laxe Security, ausreichend viele und abwechslungsreiche Essen- und Getränkestände mit freundlicher und schneller Bedienung und durchschnittlichen Preisen (Bier 0.4 f. 3.50, Bratwurst 2.50, Schupfnudeln mit Rahmchampions 7,-), dazu Keramiktoiletten, die man auch am zweiten Tag noch benutzen kann und ein paar CD-Stände, um sich mit Proohg einzudecken. Erstklassig.
Freitag: MARTIGAN: nur die letzten Takte gesehen, da wir etwas verspätet angereist sind. Das war ordentlicher NeoProg, der schon laut beklatscht wurde. SKY ARCHTICT: Die Holländer versehen ihren Standard-Prog immer wieder mit Jazz-Elementen, haben ein paar schöne Instrumentalabfahrten und einen guten Sänger. Nix das Aufsehen erregt, aber das macht schon eine Stunde lang Laune. THRESHOLD: War der Sound bisher glasklar, hat der Soundmann wohl leichte Probleme mit zwei Metalgitarren. Schlecht ist der Sound nicht, aber am wenigsten gut. Die Band ist gewohnt agil, Damien Wilson ist heute viel souveräner als noch 1997, nur die Songauswahl enttäuscht leicht, da man nur Stücke von "Hypothetical", "Subsurface" und "Dead Reckoning" gespielt werden. Schade. Insgesamt daher "nur" gut. RIVERSIDE: Die Polen sind der heimliche Headliner und begeistern mit ihrer typischen Präsenz. Ja, sie bewegen sich nicht viel, aber vor allem Mariusz Duda umgibt trotzdem echte Aura, was sicher auch an seinem großartigen Gesang liegt. Die neue EP mit drei Zehnminütern gleich mal zu Beginn abzufeuern, ist mutig, geht aber voll auf. Mit 'Second Life Syndrome', 'Panic Room' oder 'Loose Heart' werden auch die richtigen Songs gespielt. Toller Auftritt. ELOY: von den deutschen Prog-Opis kannte ich bislang nix. Und auch wenn die Instrumentalfraktion sehr gut gefällt, macht der sehr deutsche Gesang zu viel kaputt. Nach 30 Minuten geht es heim.
Samstag: HAKEN: Dass der Opener 75(!) Minuten Spielzeit bekommt, sagt viel über das Festival aus. Überhaupt haben nur die ersten beiden Bands am Freitag 60 Min gespielt, der Rest zwischen 75 und 120 Min. Auf HAKEN war ich sehr gespannt, habe ich doch schon sehr viel Positives gehört, aber so richtig sprang der Funke nicht über. Gerade der Sänger konnte mich nicht komplett überzeugen, während die Songs an sich ziemlich cool waren und die harten Elemente durchaus passten. VANDEN PLAS: Die Lauterer sind recht kurzfristig für MOON SAFARI eingesprungen und stellen vornehmlich ihr aktuelles Album vor. Andy Kuntz gibt sich als echter Animateur, aber leider haben die Jungs beim Sound ein ähnliches Problem wie THRESHOLD. Nett, aber nicht überragend. RPWL: Als 'Modern New Prog' angekündigt, zeigen die Bayern, dass man Prog nicht zu ernst nehmen muss, was spätestens 'This Is Not A Prog Song' mit ausuferndem Medley ('I Was Made For Proggin' You' etc.) beweist. Macht Laune, zumal das echt sypathische Burschen sind. IQ: Die Briten sind live absolut großartig und beweisen das auch auf der Loreley. Tolle Setlist, Peter Nicholls' brillanter Gesang, diese Gitarren, diese Keys. Einer der Festivalhöhepunkte. DREAM THEATER: Natürlich waren viele Leute vor allem wegen DT da und die beweisen, dass es ohne Mike Portnoy nicht nur funktioniert, sondern die Band viel harmonischer wirkt. Eine ausgewogene Setlist (ein Song pro Album (inkl. dem neuen Stück) + ein Drum-Solo von Mengini), so viel Spielfreude wie seit Jahren nicht mehr und ein bestens aufgelegter James LaBrie machen diesen Gig zu einem echten Höhepunkt. Wohl der zweitbeste Gig, den ich von DREAM THEATER je gesehen habe (von 8 oder 9). Mengini ist ein echtes Monster an den Kesseln und spielt die alten Sachen perfekt. Das Schlagzeugsolo zeigt dann, dass der Mann Portnoy, den wohl niemand vermisst hat, in nichts nachsteht. ANATHEMA: Die Briten sind nach DREAM THEATER genau das richtige zur Auskehr. Gefrickel braucht heute niemand mehr, sondern pure Schönheit. 75 Minuten zeigen Danny, Vincent & Anhang, dass man auch nach DREAM THEATER noch begeistern kann. "We're Here Because We're Here" ist eine tolle Platte und wird entspreched gewürdigt, dazu gibt es mit 'Deep', 'Flying', 'A Natural Disaster' und 'Fragile Dreams' viele große und kleine Hits zu hören. Mit 'Comfortably Numb' beschließt man zwei tolle Prog-Nächte.
Ich denke, beim richtigen Billing bin ich nächstes Jahr durchaus wieder vor Ort. Das entspannteste Festival, das ich bislang kennengelernt habe. Prima.
-

Peter Kubaschk
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 21958
- Registriert: Dienstag 5. Januar 2010, 10:16
von Feamorn » Montag 11. Juli 2011, 17:12
Ich hab da leider erst sehr spät von erfahren und hatte auch "anderes" zu tun an dem Wochenende, hätte mich auch sehr interessiert (vor allem natürlich Threshold, Dream Theater und Anathema). Vor allem die Location ist für die Musik ja wirklich perfekt. Beim Rock Area vor zwei Jahren fand ich es bei den "härteren" Bands zum Teil dann doch etwas ungut. Bei der Masse an Betrunken, mit Gedränge, wurde es bei den Steinbänken dann doch etwas unsicher (worst case hier war wohl der Amon Amarth-Auftritt). Dafür war es wirklich prima, dass man sich auch einfach oben auf die Wiese hocken konnte, immernoch gut gehört und sogar gesehen hat und gleichzeitig wunderbar entspannen konnte.
-

Feamorn
- Vollblutmetaller
-
- Beiträge: 7179
- Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 13:00
- Wohnort: Bergisch Gladbach
von Peter Kubaschk » Montag 11. Juli 2011, 17:33
Alkoholleichen gab es tatsächlich gar nicht. Nicht eine einzige. Stattdessen war am Getränkestand zwar mal die Apfelschorle aus, aber nicht das Bier, hahaha.
-

Peter Kubaschk
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 21958
- Registriert: Dienstag 5. Januar 2010, 10:16
Zurück zu Die Rockbar
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 328 Gäste
Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.deTime : 0.089s | 11 Queries | GZIP : Off
|
|