Holger Andrae hat geschrieben:Vanderbyust: Da hatte ich mich zwar schon kurz zu gefreut, aber in diesem Forum muss ich auf diese tolle Band noch einmal gesondert hinweisen: Die Band des anderen ehemaligen Powervice-Gitarristen ist einfach herrlicher Retro-Heavy-Rockbraten. 'Rock Bottom' von UFO ist als Cover schon einmal die richtige Grundlage. Man beweist, dass man es spielerisch drauf hat und beweist dann mit dem eigenen Material, dass es auch kompositorisch richtig abgeht. Ich hoffe, die werden größer und die Fans der laufenden Saxon-Tour – auf der sie Support sind - erkennen die Qualitäten dieser Band. Super Trooper.
Ich hoffe sie irgendwann live sehen zu können. Mächtig.
Yeasayer: Beim ersten Anhören klang das irgendwie zu zaghaft, aber jetzt fesselt mich 'Wait For Summer' total. Das ist wirklich sehr schön. Die Optik der völlig unscheinbaren Typen unterstreicht die Atmosphäre sogar noch. Herrlich. '2080' ist dann nicht ganz so toll, aber auch fein. *notier*
Ja, gerade das Debüt macht einen unheimlich frischen und ungezwungen Eindruck. Denke, dass es dir auch auf Albumlänge gefallen könnte, aber schwer zu sagen, da sie zwar experimentell, aber schon auch sehr massenkompatibel schreiben. Musst du schauen, ob dir das liegt. Kann dich gerne mit mehr versorgen.
Molina & Johnson: das will nicht zünden. Weder die Stimme, noch die Melodienführung. Kann gar nicht sagen, woran es genau liegt. Schade.
Ich weiss auch nicht, warum es mir gefällt. Es ist vor allem Molinas Stimme, die einfach den Schlüssel zu meinem Herzen besitzt. Ich versuche auch gar nicht objektiv das zu analysieren, weil ich mir die Musik damit nur kaputt machen würde.
Fairport Convention: Mit denen wollte ich mich auch schon immer intensiver beschäftigen. Besitze nur zwei Sandy Denny Solo Alben. Die habe ich aber auch nicht wirklich oft angehört. Anyway, das hier gefällt mir sehr gut. 'Matty Grooves' am besten.
Weise Wahl. "Unhalfbricking" ist noch zu mir unterwegs. Bin gespannt. Tolle Band.
Assunder: Hui, das grummelt aber fein. Sehr dicht und dabei auch schön abwechslungsreich. In die Stimmung, dieses Album toll zu finden, möchte ich nicht geraten. Bin aktuell viel zu gut aufgelegt, um darin zu schwelgen. Das ist unglaublich niederschmetternd und zermürbend. Aber auf beinahe unangenehme Weise. Nicht, wie bei Warning und nicht wie bei Fear Of God. Eher wie Esotheric, aber das schreibe ich jetzt nur, weil mir eigentlich kein Vergleich einfällt.
An Esoteric habe ich nicht gedacht, da diese doch eher sphärisch und beinahe ätherisch spielen. Asunder ist dagegen die pure Staubwolke. Das ist wirklich eine unangenehme Scheibe, die man sich nicht im fröhlichen Zustand anhören kann. Dafür ist die Ausrichtung der Band einfach zu einseitig. Was nichts negatives ist.
Orne: Wieso hatte ich da jetzt Doom im Kopf? Keine Ahnung. Das ist natürlich sehr schick. Luftig produziert, eine sehr angenehme Stimme und ein musikalischer Facettenreichtum, der Freude breitet. *notier*
Doom, weil Doombesetzung. Mag es sehr. Wenn auch pures Worshipping, ich finde es sehr gut umgesetzt.
Dead Can Dance: Ja, die mag ich auch sehr gern. Hatte mal das Vergnügen die Band live erleben zu können. Das ist magisch und erhaben. Besser kann man diese Art der Musik nicht darbieten. Geht immer unter die Haut. Entspannungsmusik mit Tiefenwirkung.
Wördchen.
Cream: Hossa. Unerwartet, aber dann doch beinahe typisch. Gerade, wenn man Deine aktuellen Vorlieben so beleuchtet. Von denen habe ich tatsächlich auch nichts und beim Anhören weiß ich auch warum sich das auch nicht schnell ändern wird: Der Gesang. Komme ich gar nicht mit klar. Kontraproduktiv zur Musik ist er beinahe gelangweilt, während die Instrumentierung herrlich farbenfroh punkten kann. Hmpf.
Verstehe ich, stört mich aber nicht. Ich glaube, dass expressiverer Gesang irgendwie auch die Atmosphäre zerstören würde. So klingt es einfach entspannt, wie wenn Kumpels zusammen einfach geile Musik zocken. So geht es mir auch, wenn ich FALCON höre. Relaxter Proberaumflair mit Fuck You-Attitüde und geilen Riffs.
Wishbone Ash: Ich kenne immer noch nur die "Argus". Und die habe ich auch noch nicht oft genug gehört. 'Vas Dis' ist schon mal saucool. Das mag ich. Freakig, kauzig, holgig. Und auch 'The Pilgrim' ist sehr schön. Aber das wusste ich vorher. Die Band steht eh auf meiner Liste.
Ich bin total dem Debüt verfallen. Das brauchst du so oder so. Wird aber auch noch in der Liste auftauchen. Ganz spät.
Sigur Ros: Wenn dieser unerträgliche Gesang einsetzt, zieht sich bei mir alles zusammen. Kreide auf einer Tafel ist hübschig dagegen. Dann auch noch Blasinstrumente und eine Stimmung, die ich nicht erfassen kann (und möchte). Wann hört man so etwas? Einfach Nebenher oder unterm Kopfhörer? Die Percussion ist dann so klinisch, dass ich glaube, eine Infusion Seifenlauge gespritzt bekomme. Versuchen wir einen anderen Song: 'Hjartao Hamast'. Das beginnt zumindest mal organischer und rockt ein bisschen. Jetzt ist der Gesang auch nicht so enervierend. Aber richtig gefallen tut mir das leider trotzdem nicht. Porezllan-Musik.
Ich bin häufig in der Stimmung, wobei es mir dieses Album tatsächlich eher als Hintergrundmusik am liebsten ist. Bei "()" ist es anders, aber dieses fliesst so schön nach vorne, man verwebt seine Umwelt mit den umschmeichelnden Klängen. Wie ein Additivum fügt es sich einfach wunderbar ein. Aber ich bin komisch, ich weiß.
Vashti Bunyan: Kenne den Spot wohl nicht. Aber die Stimme ist sofort angenehm. Sehr angenehm. Der Song an sich ist nett, aber nicht super. Mal schauen, was da noch im Angebot ist. Joa, alles nett, aber nichts, was mich jetzt aus dem Stehgreif heraus begeistern kann.
Auch das kann ich nachvollziehen, aber auch hier weiss ich, dass ich mir mit zu viel überlegen, mir diese wunderbare Musik madig machen kann. Nicht denken, geniessen

Graveyard: Hype. Ich mag die Rival Sons lieber, was eventuell an mehr Rock liegt und am Gesang. Dieser hier hat etwas zu viel Nölisin getrunken. Aber angenehm, dass solche Musik wieder modern wird. Wie paradox dies aus dem Mund eines Scheuklappenmetallers zu hören, nicht?
Ich kenn die neue nicht, aber ich find die s/t von Graveyard hat mal ganz gehörig viel Rock im Arsch. Kann deine Aussage also nicht ganz nachvollziehen. Rival Sons ist aber auch auf meinem Schirm (schon länger), aber wird erst jetzt so langsam richtig erhältlich.
Magnolia Electric Co: Die Stimme ist auch schon wieder nicht meins. Passt aber in Deine Liste wunderbar. Grundsätzlich bin ich für solche Musik zu hibbelig. Das höre ich, finde es ansprechend, werde es aber nicht selbst wieder auflegen. Das klappt nur mit entsprechender Melancholie oder sakraler Stimmung (DCD). Schräg, ei know.
Siehe Molina & Johnson. Ich bin Molina-Fanboy.
Naervaer: Diese oben wegbrechende Stimme ist ja der helle Wahnsinn. Das ist großartig. *notier*
Ja! Ich finde es eh schade, dass produktionstechnisch die Stimme viel zu kritisch betrachtet wird. Gerade dieses Wegbrechen macht es so emotional und ergreifend. Ich denke, dass Naervaer trotz der komplett unmetallischen Ausrichtug auch Kameraden wie Rüdiger gefallen könnte, weil sie einfach so extrem unkonventionell agieren. Zudem der Background der Mitwirkenden zum grössten Teil aus dem Metalbereich resultiert.
Danke dir für die Kommentare
