Deep Purple

Re: Deep Purple

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 5. Juni 2011, 09:44

Ich habe mich in den letzten Wochen noch mal ein bisschen mit Deep Purple auseinander gesetzt, weil ich dachte, meine beinahe blasphemeische Abneigung könnte kuriert werde, Das Ergebnis: Nein, ich werde mit denen nicht warm. Klar, einige Songs (vor allem mit und wegen Gillan) sind toll ('Child In Time'), aber viele vermeintliche Klassiker gehen mir schnell auf den Nerv. sei es 'Smoke On The water', #Burn', Space Truckin', 'Women From Tokio' (ganz schlimm) ... aber auch die verspielten, eher unbekannteren Nummern ziehen mich überhaupt nicht mit. Klar, es ist bzw. war progressiv (vieles ist es immer noch), aber ich habe wohl ein grundsätzliches Problem mit zu viel Rhythm'n' Soul-Einflüssen. Alles tolle Musiker, aber mein Lieblingsalbum bleibt "Perfect Strangers". das rockt die Ritze saftig.
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Re: Deep Purple

Beitragvon 123_7 » Sonntag 5. Juni 2011, 09:56

Mein Verhältnis zu Deep Purple ist insgesamt auch eher ambivalent. Die Band schafft es, Songs zu komponieren, die ich ohne Umschweife in meine Halle Of Fame eintragen würde, aber auf den Alben verarbeiten sie auch so viel Gurkenmaterial, dass ich kein DP-Album als Gesamtes wirklich gut finden kann.

Ganz toll finde ich aber:
Fireball ('Exciter' anyone?)
Child In Time (aber nur in diversen Live-Versionen, die Studioversion ist lahm)
You Fool No One (extatisch)
The Mule (auditiver Drogentrip)
Fools
Lazy (Live-Spektakel)

Insgesamt kann ich den ersten drei Rainbow-Alben mehr abgewinnen.

Und habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich in einer Deep Purple-Coverband trommle? :grins:
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Re: Deep Purple

Beitragvon frankjaeger » Montag 6. Juni 2011, 22:26

Purple waren in den Siebzigern eben wegweisend, und "In Rock" ist nun wirklich klasse. Danach hatten die Gillan-Alben alle großartige Songs, aber auch immer Füller. Nach Gillan kamen eine Weile schwierige Alben, aber "Perfect Strangers" war dann wieder eine Granate. Und dann kamen doch einige echte Highlights, darunter das meiner Ansicht nach sträflich unterbewertete "House Of Blue Light" und "Abandon". Und auch wenn nicht jedes Album ein Meilenstein ist, so ist auch kein schlechtes dabei, alle haben super Songs. 'The Battle Rages On', 'Haunted', 'Ted The Mechanic' und und und. Okay, bin aber auch großer GILLAN-Fan, daher die Fanbrille, Trotzdem: Wirklich tolle Band, die man auch gerne von neu nach alt entdecken darf.
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Re: Deep Purple

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 6. Juni 2011, 23:55

Holger Andrae hat geschrieben:Ich habe mich in den letzten Wochen noch mal ein bisschen mit Deep Purple auseinander gesetzt, weil ich dachte, meine beinahe blasphemeische Abneigung könnte kuriert werde, Das Ergebnis: Nein, ich werde mit denen nicht warm. Klar, einige Songs (vor allem mit und wegen Gillan) sind toll ('Child In Time'), aber viele vermeintliche Klassiker gehen mir schnell auf den Nerv. sei es 'Smoke On The water', #Burn', Space Truckin', 'Women From Tokio' (ganz schlimm) ... aber auch die verspielten, eher unbekannteren Nummern ziehen mich überhaupt nicht mit. Klar, es ist bzw. war progressiv (vieles ist es immer noch), aber ich habe wohl ein grundsätzliches Problem mit zu viel Rhythm'n' Soul-Einflüssen. Alles tolle Musiker, aber mein Lieblingsalbum bleibt "Perfect Strangers". das rockt die Ritze saftig.

Irgendwie geht es mir bisher ähnlich, wobei die Nagelprobe noch aussteht. Mit Led Zeppelin ist das bei mir aber noch gravierender. Einige tolle Songs, aber eben auch viele Klassiker, die mir persönlich kaum etwas geben. Dürfte bei mir auch daran liegen, dass ich zu viel Soul- und Blues-Einflüsse nicht so gut verdauen kann (geht mir beim von dir genannten "Woman From Tokyo" ebenso wie zum Beispiel bei "Whole Lotta Love" von Led Zep). Dann lieber die theatralische Fantasy-Note der Marke Heep, die Schwere von Sabbath oder den Spacetrip wie bei Hawkwind. Wenn's härter wird, gefallen mir die Purple-Sachen aber durchaus toll (z.B. Speed King, Highway Star, Child In Time). Purple ist also für mich sicher auch eine der Bands, die mich nur etwa zur Hälfte wirklich begeistern kann. Aber das reicht dann doch, um mich näher damit zu befassen, wenn sich günstige Gelegenheiten bieten. Bei aller Göttlichkeit haben ja auch Bands wie Hawkwind durchaus einiges an Dünnpfiff verzapft, und daher kann ich auch bei Purple gut damit leben, dass ich auf den meisten Alben solche und solche Songs finden werde. Bin gespannt auf die Entdeckungsreise.
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Re: Deep Purple

Beitragvon Holger Andrae » Dienstag 7. Juni 2011, 00:14

Rüdiger Stehle hat geschrieben:
Holger Andrae hat geschrieben:Ich habe mich in den letzten Wochen noch mal ein bisschen mit Deep Purple auseinander gesetzt, weil ich dachte, meine beinahe blasphemeische Abneigung könnte kuriert werde, Das Ergebnis: Nein, ich werde mit denen nicht warm. Klar, einige Songs (vor allem mit und wegen Gillan) sind toll ('Child In Time'), aber viele vermeintliche Klassiker gehen mir schnell auf den Nerv. sei es 'Smoke On The water', #Burn', Space Truckin', 'Women From Tokio' (ganz schlimm) ... aber auch die verspielten, eher unbekannteren Nummern ziehen mich überhaupt nicht mit. Klar, es ist bzw. war progressiv (vieles ist es immer noch), aber ich habe wohl ein grundsätzliches Problem mit zu viel Rhythm'n' Soul-Einflüssen. Alles tolle Musiker, aber mein Lieblingsalbum bleibt "Perfect Strangers". das rockt die Ritze saftig.

Irgendwie geht es mir bisher ähnlich, wobei die Nagelprobe noch aussteht. Mit Led Zeppelin ist das bei mir aber noch gravierender. Einige tolle Songs, aber eben auch viele Klassiker, die mir persönlich kaum etwas geben. Dürfte bei mir auch daran liegen, dass ich zu viel Soul- und Blues-Einflüsse nicht so gut verdauen kann (geht mir beim von dir genannten "Woman From Tokyo" ebenso wie zum Beispiel bei "Whole Lotta Love" von Led Zep). Dann lieber die theatralische Fantasy-Note der Marke Heep, die Schwere von Sabbath oder den Spacetrip wie bei Hawkwind. Wenn's härter wird, gefallen mir die Purple-Sachen aber durchaus toll (z.B. Speed King, Highway Star, Child In Time). Purple ist also für mich sicher auch eine der Bands, die mich nur etwa zur Hälfte wirklich begeistern kann. Aber das reicht dann doch, um mich näher damit zu befassen, wenn sich günstige Gelegenheiten bieten. Bei aller Göttlichkeit haben ja auch Bands wie Hawkwind durchaus einiges an Dünnpfiff verzapft, und daher kann ich auch bei Purple gut damit leben, dass ich auf den meisten Alben solche und solche Songs finden werde. Bin gespannt auf die Entdeckungsreise.



Komisch ist bei ja, dass ich mit Led Zep ganz ausgezeichnet auskomme. Da mag ich nur den Blues nicht. Den dann aber auch so ganz und gar nicht. Ansonsten hat der Zeppelin bei mir aber deutlich die Nase vorn.
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Re: Deep Purple

Beitragvon Martin Schneider » Mittwoch 8. Juni 2011, 17:32

Bei mir ist es umgekehrt. DEEP PURPLE find ich fast durchgehend genial und bei LED ZEPPELIN reicht es bei mir von geil bis würg :grins:
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Re: Deep Purple

Beitragvon darklord » Donnerstag 9. Juni 2011, 17:13

Jhonny hat geschrieben:Für mich eher Hard Rock als Metal

Scheißegal. Einigen wir uns auf Musik :)
firestarter hat geschrieben:
Thomas Schmahl hat geschrieben:mit dem oberamtlichen Steve Morse


... der im hardnheavy Gewerbe ja eher fachfremd ist. Steve steckt jeden, in Worten JEDEN Hard Rock- und Metal-Gitarristen spieltechnisch sowas von locker in die Tasche!

Das mag ja sein, aber es geht ja nicht (nur) um technische Perfektion. Hat mal jemand n Beispiel für DP mit Morse? Ich kann mir das bei seinem Stil irgendwie gar nicht vorstellen.
Ich finde Deep Purple ohne Blackmore und vor allem Jon Lord ja allgemein n bisschen lächerlich.
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Re: Deep Purple

Beitragvon Eike » Montag 13. Juni 2011, 11:06

Also, ich mag ja einiges von DEEP PURPLE, aber aus den letzten drei Songs, Frank, gefällt mir nur 'Rapture Of The Deep', der allerdings recht ZEPig klingt.
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(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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Re: Deep Purple

Beitragvon Jhonny » Freitag 26. August 2011, 20:02

Heute erst wieder Made In Japan gehört... Child In Time ist da ja NOCH geiler als auf der In Rock! Was für ein WAHNSINNS-Gesang!
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