Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Frozen » Sonntag 8. Mai 2011, 21:07

Ich auch, Jhonny, ich auch ;) erste Änderungen nach dem immerhin schon fast ein Jahr zurückliegenden Erstellungszeitpunkt werde ich nach Platz 1 klarstellen.
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Jhonny » Sonntag 8. Mai 2011, 21:28

Frozen hat geschrieben:Ich auch, Jhonny, ich auch ;) erste Änderungen nach dem immerhin schon fast ein Jahr zurückliegenden Erstellungszeitpunkt werde ich nach Platz 1 klarstellen.


ein Jahr?
Stimmt, so lange läuft das hier schon mit den Listen... Wahnsinn...
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Frozen » Mittwoch 11. Mai 2011, 19:21

Wir bleiben in Norddeutschland

Platz 5

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STORMWARRIOR - Heading Northe
Jahr: 2008
Genre: Melodic Speed Metal

Zum vorneherein: "Heading Northe" ist ein perfektes Beispiel für eine überproduzierte Power Metal Platte. Alles wirkt glatter als noch auf der "Northern Rage" - was inzwischen auch zu einer Verschiebung letzterer viel, viel weiter nach vorne gesorgt hat. Trotzdem bleibt mein erster Eindruck erhalten: "Heading Northe" ist ein Highlight schnellen, melodischen Power Metals mit Hymnen wie sie keine andere Band schreibt - erst recht nicht in der Frequenz.

Schon der Titeltrack "Heading Northe" bringt Stormwarrior in Bestform. Das Gaspedal wird voll durchgedrückt, der nasale, zweifellos an Kai Hansen angelehnte Gesang von Lars mach sich auch in der Glattgebügelten Form noch hervorragend, die Melodien greifen sofort den Gehörgang an und krallen sich unerbittlich fest. Wenn man über den schwachen Sound wegblickt: Ein Wahnsinnssong an dem ich mich bis heute nicht Satthören kann. Wie an der ganzen Scheibe.

"Metal Legacy" klingt deutlich besser, passender wenn man so will, und ist eine True Metal Hymne wie sie sich Manowar heute wünschen würde, alles erneut mit brillianten Melodien. Mit "The Holy Cross" folgt ein Gänsehaut-Epos allererster Güte. Wie schon bei "Lindisfarne" vom Vorgänger beginnt es ruhig und baut erst zum brachialen aber eingängigen Kracher ala Gamma Ray auf, Lars Gesang klingt hier sehr authentisch was sich hervorragend macht. Eine 7 Minuten lange Mitgröhl-Luftgitarren-Hymne, einfach genial.

"Iron Gods" fällt schon fast etwas ab, weiss zwar mit gleichen Eindrücken wie die vorgehenden Songs zu gefallen, schafft es aber nicht wirklich, sich unter den anderen Songs zu behaupten. Ein wenig gewöhnlich. Es bleibt der einzige Song dieser Art für meinen Geschmack. Es folgt ein weiterer meiner persönlichen Favoriten: "Ragnarök" überliefert die Prophezeihung der Götterdämmerung so detailliert und doch spannend, dass sich vor dem geistigen Auge die Midgardschlange aus einem Meer aus Flammen erhebt, während im Hintergrund ein fantastisches Riff auf das nächste folgt.

"The Revenge of Asa Lande" ist der langsamste Song des Albums. Und wenn man Power Metal an "epicness" misst, ist der Song ein Meilenstein. Erneut muss ich gerade dran denken: Was wäre Heading Northe mit einer Produktion wie auf dem Vorgänger geworden...

Es folgen mit "Remember the Oathe" und "Lion of the Northe" zwei weitere Uptempo Hymnen. Bei letzterem fällt vor allem der tolle, atmosphärische, akkustische Anfang auf, der, ähnlich den atmosphärischen Intros der Band, Spannung pur aufbaut. Nicht ganz so wie das Über-Intro "And the Northe Winde Bloweth", aber das ist auch ausser Konkurrenz. Ein weitererer, genialer Mitsing Chorus gipfelt diese tolle Hymne. Mit "Into the Battle" folgt wieder ein Song, den ich als Schlachtenruf-ala-Manowar betiteln würde.

Fazit: Die Drums kommen zu wenig zur Geltung, die Gitarren wirken zu Handzahm, Lars charakteristischer Gesang wurde zu aufgepeppt - und doch, das Album gehört zu meinen meistgespielten überhaupt. Jeder Song blieb mir im Ohr hängen, zu Hymnen wie "Into Battle" oder "Metal Legacy" recke ich die Faust in die Luft, zu "The Holy Cross" zücke ich die Gitarre, Echt oder Imaginär, und ich sehe einen echten Grund warum Stormwarrior so wenig Liveauftritte haben: Drei Alben haben sie inzwischen gemacht. Würde ich die Setliste zusammenstellen wären es gegen 30 Songs in einer vierstündigen Show. Wer drei Studioalben in dieser Stärke rausbringt, dessen Platz in meiner Ruhmeshalle neben meinen absoluten Favoriten ist gesichert.

HEADING NORTHE

THE HOLY CROSS

RAGNARÖK

THE REVENGE OF ASA LANDE
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Chavo89 » Mittwoch 11. Mai 2011, 20:25

Jo, die ist schon ganz cool. Sollte ich wohl mal wieder auflegen.
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Falkner » Mittwoch 11. Mai 2011, 21:43

Bild

DAS ist das Problem an der Scheibe. Von Dynamik keine Spur, absolut flacher Sound, beim Hören schon richtig anstrengend.
Ansonsten ein sehr spaßiges Teil, vor allem der Titelsong könnte für mich als Nordlicht kaum geiler sein.
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Frozen » Donnerstag 12. Mai 2011, 20:01

Und nochmal Norddeutschland:

Platz 4

Bild

GAMMA RAY - No World Order
Jahr: 2001
Genre: Heavy Metal, Power Metal, Speed Metal, Melodic Metal

Wir sind endgültig bei den Alben angelangt die bei mir über jeden Zweifel erhaben sind. Und wenn ich das über ein GAMMA RAY Album sage, dann heisst das was. Von den ersten donnernden Bässen von "Induction", neben dem klassischen "Welcome" das zweite überragende Intro von Gamma Ray, bis zu den letzten Tönen von "Lake of Tears" ist das Album für mich die perfekte Gamma Ray Scheibe.

Nach dem genialen Intro folgt mit "Dethrone Tyranny" ein klassischer Gamma Ray Speed Kracher, hohe, harmonische Melodien, hochgeschwindigkeitsdrumming und eine der unverkennbarsten Stimmen in der Metal Geschichte prägen einen Song, der als Opener perfekt funktioniert. Die Stimmung war bei mir bereits nach 5 Minuten auf dem Siedepunkt als ich das Album erstmals hörte. Gegenüber den früheren Alben wurde zwar der klassische Melo-Speed Einfluss klar mitgenommen, das harte Riffing (vielleicht die härteste Gamma Ray Platte aller Zeiten was die Riffs angeht, klasse Sound noch dazu) ist jedoch neu in dem Ausmass. TO HELL WITH TYRANNY!

"The Heart of a Unicorn" kennen wohl viele hier. Der Bass dröhnt, die Gitarren sägen, ein klassischer Song der einmal mehr den Einfluss von Bands wie Judas Priest aufzeigt. Kais Gesang war mir anfangs etwas gar hoch, weswegen das lange der einzige Song war, der mir nicht wirklich passte. Ein überragendes Solo und ein immer besseres Abfinden mit dem hohen Gesang haben auch diesen letzten Makel ausradiert. "Heaven or Hell" ist eine klassische Hymne im Hansen Stil. Melodisch, eingängig, vergleichbar mit "I Want Out". Die Lyrics und Vocals sind gewohnt stark, der Chorus gemacht für eine Party mit tausenden, mitsingenden Fans und die Riffs simpel aber direkt auf den Punkt gebracht. Stark.

Den "titel" zum schwächsten Song übernommen hat "New World Order". Erneut warten klassische Power Metal Riffs auf, der Song ist in nicht übermässig schnell, nimmt aber vor allem um den Chorus immer mehr an Fahrt auf. Nicht umsonst ist er einer der meistgespielten Livesongs von der Scheibe, denn auch dieser hats drauf. Die Gitarrenharmonien machen einmal mehr eine brilliante Atmosphäre. Kai und Henjo harmonieren perfekt, während Dirk eine der charakteristischsten Bassuntermalungen macht die ich je gehört habe.

Ich könnte ähnliche Lobeslieder über das langsame, harte "Damn the Machine" (Bei dessen erstem Anspiel mir doch glatt der Strom ausfiel - Damn the Machine! ^^), die Highspeed Kracher "Solid" (Was für Shouts...) und "Eagle" oder die Hymnen "Fire Below" und "Follow Me" schreiben. Aber ich hab mein Wortlimit schon jetzt überschritten ;) Ums leichter zu machen erwähne ich nur noch "Lake of Tears" speziell: Akkustische Balladen, geniale Vocals und tolle Melodien machen diese emotionale Ballade aus. Das Solo zum Einstieg jagt mir noch heute einen kalten Schauer den Rücken runter. Und dass Kai für mich ein unumstrittener Sänger ist, habe ich mehr als deutlich gemacht.

"No World Order" ist ein Meisterwerk, das leider nie die Anerkennung bekommen hat, die es meiner Meinung nach verdient hätte. Bei aller Klasse von "Land of the Free", und auch wenn "Power Plant" und "Somewhere...." immer stärker werden, auch wenn ich inzwischen sogar die "Land of the Free II" lieben gelernt habe, keines dieser Alben kann sich wirklich mit diesem Klassiker messen.

Statistischer Beleg: Auf meinem PC lief allein "Dethrone Tyranny" letztes Jahr satte 103 Mal, nur ein Song lief ebenfalls über 100 Mal - und dieses album lief als ganzes bei weitem nicht so oft. "No World Order" und der Frozen - das passt!

Hörbeispiel? Sucht euch eins aus:


INDUCTION / DETHRONE TYRANNY

THE HEART OF THE UNICORN (live)

HEAVEN OR HELL

NEW WORLD ORDER (live)

DAMN THE MACHINE

SOLID

FIRE BELOW

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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Chavo89 » Donnerstag 12. Mai 2011, 22:33

TOP! :dafuer:
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Jhonny » Freitag 13. Mai 2011, 15:50

Hui, Stormwarrior hatte ich aber deutlich geiler in Erinnerung. Das ist ja doch recht seicht geworden. Schade. Live waren sie damals ganz cool.

Gamma Ray - mei, neben Land Of The Free das beste Album der Band.
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Frozen » Freitag 13. Mai 2011, 20:03

Ok, es fehlen noch 3 Alben, Platz 3 und 2 werden morgen im Verlaufe des Tages behandelt, Platz 1 wird am Sonntag morgen kommen.

Es darf nochmal gerätselt werden: Es sind 3 Alben, die seit mindestens einem Jahr oder schon wesentlich länger zu meinen Absoluten Favoriten und meistgespielten Alben zählen. Alle drei haben meine Ohren im Sturm erobert und sich seither an dieser Stelle behauptet. Alle drei würden, auch wenn ich die Liste jetzt erstellen würde, weiterhin Top 10 sein - mindestens.

Platz 1 und 3 werden hier gekannt und geschätzt, Platz 2 kennt wohl keiner und wird wohl für leichte Kontroversen sorgen. Wir haben einmal Amerika, einmal Skandinavien und einmal Germany.

Auf eure Tipps bin ich gespannt ;) Wobei mindestens zwei nicht schwer zu erraten sein sollten.
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Jhonny » Samstag 14. Mai 2011, 10:05

Frozen hat geschrieben:Platz 1 und 3 werden hier gekannt und geschätzt, Platz 2 kennt wohl keiner und wird wohl für leichte Kontroversen sorgen. Wir haben einmal Amerika, einmal Skandinavien und einmal Germany.

Auf eure Tipps bin ich gespannt ;) Wobei mindestens zwei nicht schwer zu erraten sein sollten.


einmal Manowar? wäre so n USA-Tipp... seit mindestens einem Jahr ^^

Aus Skandinavien die Unbekannte?

Aus Deutschland haste ja Gamma Ray und Helloween schon gut abgegrast, Guardian magste nicht so. Accept?
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