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von Falkner » Mittwoch 13. April 2011, 21:17
Teichfrosch: Ayreon machen nur Konzeptalben, die sogar alle mehr oder weniger in ein Gesamtkonzept passen (welches man durch '01011001' versteht). Habe damals auch ein wenig länger gebraucht, aber wenn man mal in der richtigen Stimmung ist, macht's schnell klick. 42. Lake Of Tears - Forever Autumn Ein Album, dass herbstlicher kaum sein könnte und mir als Sommermenschen trotzdem unglaublich viel gibt. Ich verbinde es sogar eher mit dem Sommer als mit den kalten und nassen Jahreszeiten. Wenn ich mit dem Fahrrad in Sommernächten aus der 15km entfernten nächsten größeren Stadt wieder nach Hause fahre, habe ich dabei gerne Lake Of Tears auf den Ohren. Um mich herum große Stille, Dunkelheit und Wälder, während ich die Sommernachtluft einatme und Daniel Brennare mir Worte der Vergänglichkeit ins Ohr säuselt. Allein dafür verzichte ich gerne auf das Auto und acker mich als unsportlicher Mensch auf einem kaputten Damenrad ins Brauhaus und zurück. Hat also größtenteils persönlichen Wert für mich, auch wenn es natürlich grundsolide gespielt und gesungen ist. So Fell Autumn RainThe Homecoming41. Samsas Traum - a.Ura und das Schnecken.Haus Das hätte ich auch auf Platz 50 packen können, aber dann hätte hier wahrscheinlich niemand mehr die restlichen 49 Plätze durchgelesen.  Vorweg muss ich sagen, dass mir Kaschte absolut unsympathisch ist und auch der Rest seines Schaffens größtenteils an mir vorbeigeht. Aber dieses Doppelalbum trifft dann doch ins Schwarze. Kafkaesk ist hier nicht nur der Name, über beinahe zwei Stunden hinweg baut sich vor einem eine faszinierende und seltsame Welt auf. Das durch spärlichen Gitarreneinsatz ergänzte Konservenorchester ist dabei selten episch-pathetisch und erinnert öfter an alte Jahrmärkte oder Tim Burton Musicals. Kaschtes Lyrik ist dabei in der Regel sehr ansprechend und bildlich, auch wenn er ab und zu auch ins Kitschnäpfchen tritt. Im Gegensatz zu meinen ersten Einträgen in dieser Liste also ein Album, dass es so wohl nur einmal gibt. Ich bin jedenfalls froh, dass ich damals durch einige gotische Misthaufen gewatet bin, um diese Perle zu finden. Der RiesenraddiebDer Wald der vergessenen Puppen
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von Chavo89 » Mittwoch 13. April 2011, 22:38
Ja, Lake of Tears sindt toll. Von denen muss ich miss noch ein bisschen was besorgen, mag ich sehr gerne!
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von Falkner » Donnerstag 14. April 2011, 21:19
40. Turisas - The Varangian Way Genau so und nicht anders muss ein Konzeptalbum geschrieben sein. Keine hochtrabenden, komplizierten Konzepte, sondern eine zusammenhängende Handlung, die einen Spannungsbogen, Motive und einen Protagonisten enthält, mit dessen Situation man sich identifizieren kann. Eine auch musikalische Odyssee durch Osteuropa, die ihren gebührenden Höhepunkt mit dem Meisterwerk "Miklagard Overture" im majestätischen Byzanz findet, wenngleich die Reise des Bastards Hakon trotz einiger entwirrter Knoten hier erst beginnt. Großartig. Miklagard OvertureTo Holmgard And Beyond
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von Chavo89 » Donnerstag 14. April 2011, 22:18
 Ein tolles Album. Momentan finde ich zwar "Stand up and Fight" noch besser, aber das kann sich auch jederzeit wieder ändern!
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von Jhonny » Freitag 15. April 2011, 09:13
Turisas sind schon ganz cool, da kann man nix sagen. Nicht so einseitig wie Korpiklaani.
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von Havoc » Freitag 15. April 2011, 22:10
LAKE OF TEARS muss ich mal antesten. Von denen war vor zig Jahren mal ein Song auf einem meiner Sampler. Fand ich ganz gut. Habe die Band aber nie weiter verfolgt...
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von Falkner » Freitag 15. April 2011, 23:06
39. Michael Manring - Soliloquy Mal was ganz besonderes: Das aktuellste Album des amerikanischen Bassvirtuosen Michael Manring. Ein Solo-Bass-Album. Manring hat eine unglaubliche Kontrolle über sein Instrument, verwendet jede nur erdenkbare Art, dem Tieftöner Klänge zu entlocken, lässt sich live absolut keine Mühe anmerken, wenn er die kompliziertesten Dinge spielt und dabei mitten im Song den Bass umstimmt, und kriegt es letztendlich hin, das Ganze sogar noch gut klingen zu lassen. Manchmal mysteriös-spirituell wie in 'Adhan', manchmal melancholisch-verträumt wie in 'Selene', manchmal verrückt-perkussiv wie in 'Helios'. Und bei jeder einzelnen Note merkt man, dass sie genau so klingen muss, bis in die feinsten Nuancen. Es gibt keinen Musiker, vor dem ich soviel Respekt habe wie vor diesem Teufelskerl. Zwei Hörbeispiele reichen diesmal nicht: SeleneAdhanThe Enormous RoomHelios
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von Chavo89 » Samstag 16. April 2011, 01:08
Den Typen kenn ich sogar. So zum Anschauen und so ist das natürlich grandios. Aber auf CD halte ich sowas nicht lange aus.
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von Falkner » Samstag 16. April 2011, 01:16
Joa, ist auf CD wohl nicht für jeden. Vielleicht seh' ich das auch zu sehr durch die Musikerbrille. Obwohl, Victor Wooten mag ich überhaupt nicht, also kann es nicht nur die technische Klasse sein, die mir hier gefällt.
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von Falkner » Freitag 22. April 2011, 10:09
Mir fällt grad zu den nächsten beiden Dingern nicht viel ein, von daher: Zahlensalat! 36. Megadeth - The System Has Failed Wird manchen überraschen, dass ich ausgerechnet dieses Album als einzige Scheibe der Band in diese Liste nehme. Die Gründe dafür liegen wieder einmal in meinen formenden Jahren. In grauer Urzeit, als Metallica für mich als einzige Metalband erträglich waren, bin ich im Internet auf dieses Album gestoßen. Ich war begeistert. Nicht nur das, ich war auch krank. Genau so krank, wie ich damals war, als meine Amazon Bestellung mit 'Countdown To Extinction' ankam. Oder als ich damals Songs wie 'Insomnia' oder 'Trust' per AOL aus dem Internet geladen habe. (Das war zu Zeiten, als es noch kein Youtube gab. Oder Rapidshare. Oder irgendetwas. Ich fühle mich alt.) Das hat dazu geführt, dass ich im Krankheitsfall grundsätzlich zuerst an Megadeth denke und mich an meine musikalische Entdeckungsreise erinnere. Danke, Dave. Auch dafür, dass ich durch 'Shadow Of Deth' im Konfirmationsunterricht problemlos den Psalm 23 aufsagen konnte. Die Dead EnoughBack In The Day
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