|
|
100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of FameRe: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame@Holg: Volle Unterstützung für jedes einzelne deiner Worte zu ARCANE (und DARKANE). Ich habe damals, als ich versuchte mein erstes Interview zu führen für ein Fanzine, das es noch gar nicht gab, bestimmt zwölf von oben bis unten voll geschriebene Seiten von Byron auf meinen Brief hin bekommen. Ich kenne ebenfalls einige alte Live-Aufnahmen und gebe zu, dass der Sound der Platte alles andere als optimal ist. Das lag aber wohl an Wild Rags Records, deren Platten haben eigentlich alle einen beschissenen Sound. Bei dem Krach, den die sonst veröffentlich haben, fiel das nur gar nicht auf. Auch die ARCANE-Demos klingen ja um Längen besser.
668 - Neighbor of the Beast
Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of FameMartin, exakt meine Erfahrung mit Byron. Die ganzen Briefe - meist mit Bleistift geschrieben, offenbar eine Angewohnheit in Texas, denn auch Steve Murphy, jason McMaster, John Perez und Mister Jarzombek machten es so - füllen hier noch immer den einen oder anderen Ordner.
Klar, Wild Rags war als Label für Arcane extrem suboptimal. Nicht umsonst sind spätere Sachen dass ja in Eigenregie erschienen, nachdem man sich mir rising Sun nicht einig werden konnte. Ich überlege, ob ich noch mehr zu den anderen Scheiben und den Reaktionen darauf schreiben soll ... erst mal ein Astra zur Entspannung. Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame
Oh ja, bitte! Mit Astra geht's bestimmt locker von der Hand... ![]() 668 - Neighbor of the Beast
Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of FameNa gut:
STONE: Hatte ich schon mehrfach in der Hand, aber aus irgendeinem völlig subjektiven Grund nie angehört. Das ist ja mal schweinegeil. Heidewitzka. Superber Tipp. Herzlichen Dank! Hammers Of Misfortune: Hatte ich ja selber drin. Und den Blauen Lümmel infiziert. Die wird in einigen Jahren bei mir auch noch höher sein. Großartiges Album einer völlig unterbewerteten Band. Metallica: Die hatte ich ja ebenfalls drin. Wobei der Titelsong für mich beinahe der Schwachpunkt des Albums ist. Damals zusammen mit einem Album namens "The Last In Line" gekauft und beide auf einer 90er TDK Sa-X im Walkman laufen gehabt. Auf der Fahrt in den elterlichen Urlaub nach Südtirol saß ich also hinten im Auto und habe diese beiden Alben fröhlich mit gesungen. Das war wohl so penetrierend, dass mein Vater vor ein paar Jahren 'Fade To Black' wieder erkannt hat als es bei mir zufällig lief. Megadeth: Toll, aber mein Herz schlägt halt für Poland/Samuelson. Friedman ist aber auch ein ganz ein toller Hecht. Leider mit 'Lucretia' und 'Poison Was The Cure' auch zwei stinkelige Nummern drauf. Queensryche: Top Ten bei mir. Und dies, obwohl ich QR ja lange gar nicht mehr hören mochte. Jetzt wieder entdeckt und erneut fasziniert. Hätte gern mal ein Album von Pamelo Moores RADAR gehabt. Aber das nur am Rande. ---- zu dem absolut unverständlichen Kommentar in Bezug auf Oliver Magnum schreibe ich jetzt nichts mehr. Das kann doch nur eine bösartige Provokation sein. Vor allem, wenn man Forte gut findet. Aber ich muss es nicht verstehen Sacred Blade / Othyrworld: Mein Platz 16. Was für ein Meisterwerk. Wer das mit einem Kommentar der Marke "Ich mag keine Heavy Metal" abtut, hat nicht wirklich hin gehört. Da gibt es so viele Verschmelzungen von psychedelischer Musik der 60er und 70er, Kansas, Floyd, Boston und Rush mit frühen Scorps (Roth-Phase) mit dem spritzigen Geist der frühen Heavy Metal Phase, da kann man gar nicht zu so einer Aussage kommen. Allein die Bandbreite von 'Master Of The Sun' zu 'Moon' ist so gewaltig, dass man das eh nicht mal eben so bewerten kann. Aber ich will/kann hier niemanden bekehren. Versuche nur zu verstehen. Die Kommentare zum Gesang bei 'Salem' verstehe ich ja sogar, obwohl das für mich ja den Reiz einer solchen Nummer ausmacht. Armored Saint: Meine Nummer Drei im Bandranking und damit natürlich immer noch großartig. Mein Herz hängt an "Delirious Noamd", weil ich mir dieses Album so erkämpfen musste. Das war mir lange Zeit zu glatt produziert, bis ich über die flotten Songs das Album erfasst habe und heute drehe ich bei 'Aftermath' innerlich komplett am Rad. Klar, ein Band zum Spaß haben, da kreist die Luftgitarre, da ballt sich die Faust, da wird mit gesungen, aber trotzdem berührt mich "Delirious Nomad" auch emotional. Bei den anderen Saint-Alben ist das allerdings nicht so. Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame
Jetzt fühl ich mich ja angesprochen. Also hör ichs mir nochmal an. "Salem": Erm... über manche Strecken erinnert mich das an MAIDEN, dann hats thrashige Parts und relativ variablen Gesang. Bleibt im Kern aber dennoch ein ziemlich reinrassiger Metalsong der vielleicht in der Variabilität etwas mehr auftrumpfen kann als andere, ähnlich klingende Tracks. "Moon": Ah, jetzt weiß ich wo du da psychedelische Elemente raushörst. Ja, durchaus schon nicht verkehrt. Mal schauen wie sich der Track weiterentwickelt. Hm, ja der bleibt psychedelisch, hübsch. "Legacy": Auch hier bleibts relativ psychedelisch, geht für mich stark in die Richtung Stoner. Klingt auf jedenfall als hätten sich die Jungs beim schreiben+einspielen gut einen gebufft. Ziemlich kauzig ist das ganze obendrein. Also ja, ich hab der Scheibe tatsächlich unrecht getan. Wer kann denn ahnen dass die Tracks sich so heftig unterscheiden wenn Herr v.d. Laan nichts derartiges in seiner Bandbeschreibung zum Ausdruck bringt Wenn ich lese "Epischer US Metal" und mir dann "Salem" anhöre, dann bin ich ziemlich schnell davon überzeugt dass mich das nicht aus den Socken haut. Ich will Martin garnicht die Schuld dafür zuschieben dass ich nicht Willens war mir alle 3 Links anzuhören (das mache ich eben nur dann wenn ich die Beschreibung schon interessant finde, oder einen Track). Es ist eben wie auch bei Reviews, wenn jemand an ein Review "Genre: Powermetal" heftet und sich dann herausstellt, dass die Band in Wirklichkeit früher Mal Powermetal gemacht hat und mitlerweile einen absurden Mix aus Power-, Black-, Death- und Progmetal spielt (was ja für mich höchst interessant wäre), dann bin ich zwar immernoch der Depp dass ich mir das Review nicht durchgelesen habe, aber immerhin kann man so verstehen WIESO ich es mir nicht durchgelesen habe: aus Mangel an Zeit quantifiziere ich lange bevor es ans qualifizieren geht. So, und um jetzt noch Erlösung vom Metalgott zu erlangen: SACRED BLADE hören sich durchaus interessant an, das könnte es wert sein sich damit zu beschäftigen. Da ich aber dennoch manche Sachen trotzdem mehr favorisiere wirds erstmal auf unbestimmte Zeit nach hinten verschoben. Allein Eikes und Jesus Threads haben mir genug Kram für den Rest des Jahres aufgebürdet ..
Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of FameAlso, Adjektive wie "eigenwillig", "kauzig" oder "hypnotisierend" sind vielleicht nicht sehr präzise, aber auch nicht so weit von "psychedelisch" etc. entfernt. Wie "normalen Powermetal" oder so habe ich's nun bestimmt nicht beschrieben. Letztlich bleibt "Epic US Metal" für mich die grundsätzliche Kategorie, auch wenn Jeff Ulmer seit Jahr und Tag meilenweit über den Tellerrand hinaus guckt. Den FLOYD-Bezug hätte ich allerdings in der Tat erwähnen sollen. Gelobe Besserung. Lustig wie abschreckend manche Wörter wirken können...
668 - Neighbor of the Beast
Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of FameHm, tja, liegt wohl auch an deiner Person (ich hoffe das kommt nicht falsch rüber), ich schätz dich glaube ich nicht wirklich richtig ein - ich hab hier im Thread auch nicht von anfang an zugehört. Aber auch deshalb ist diese Top100 Aktion ja so fein, da lernt man nämlich neben neuer Musik auch verschiedenste Perspektiven der Personen kennen, die sie vorstellen.
Also, schließen wir einen Pakt: ich lese in Zukunft aufmerksamer und höre genauer hin, und dafür unterstützt du mich dabei indem du versuchst so eindeutig zu formulieren, dass es selbst mein Amphibienhirn versteht. Deal? ![]()
Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of FameJetzt freue ich mich aber wirklich., dass der Frosch da noch einmal hinein gehört hat. Vielen Dank. Jetzt kann ich das auch verstehen, auch wenn man anderen Geschmack gar nicht verstehen können muss. Aber gerade weil mir Sacred Blade so sehr am Herzen liegen, hat mich die Begründung ein bisschen irritiert.
Es ist sicherlich schwer jemanden musikalsch einzuschätzen, den man nur aus einem Forum kennt. Auch beim Frosch sind ja diverse Scheiben aufgetaucht, die ich zum Beispiel nicht kannte und die mir sehr wohl taugen. Da wird auch noch das eine oder andere nach gekauft weden. Allerdings kaufe ich momentan nach anderen Prioritäten . Wenn ich jetzt von mir auf andere US/Power/Prog Underground Fuzzies schließe, dann scheint es mir so, als wenn diese Spezies von leicht verbohrten Fans immer von innerhalb ihrer kleinen Subkultur auf andere musiklaische Schönheiten hin gewiesen werden muss. Rush hätte ich ohne Watch Tower nicht entdeckt, Thin Lizzy nicht ohne die Lobbreisungen aus der Bay Area, King Crimson und Tull nicht ohne Waltz. Das mag jetzt borniert klingen, aber bei der Masse an erstklassiger Musik und der vielfältigen Insformationsmöglichkeit - die es auch schon ohne Internet gab, nur langsamer - ist man natürlich auf ein paar Quellen fixiert, bei denen man sich ANregungen holt, weil man selber schon ausreichend Scheibe und Bands entdeckt, die man kaufen möchte. Insofern ist es nicht verwunderlich, wenn in Listen, wie in dieser famosen hier, stilistische Grenzgänger zu finden sind. Das macht die Sache doch so spannend. Da muss man dann natürlich seine inner Vorurteilsschranke mal eben kurz lupfen und trotzdem hinein hören, auch wenn der Listenersteller ja eigentlich völlig schlimmes Zeug hört. Ich höre in jede Euro Metal Scheibe zumindestens in zwei SOngs hinein, wenn sie in so einer Liste auftaucht, bevor ich etwas schreibe. Gleiches gilt auch für Schrammelmucke, instrumentale Musik etc. Alles Richtungen, mit denen ich ungehört wenig anfangen kann. Manchmal gibt es aber auch dort erstaunliche Sachen zu entdecken. Wenn man doch nur mehr Zeit hätte ... Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame
Deal!! Ich sollte mir wohl wirklich mehr Mühe geben beim Präsentieren der Scheiben. Bei SACRED BLADE dachte ich halt, wer die Platte selbst hat, vergöttert sie eh schon, und wer sie noch nicht kennt, kann sie wahrscheinlich auch nicht ausstehen, weil er/sie sich eben bisher nicht mit dieser Art von Musik beschäftigt hat (aus Mangel an Interesse daran). Wenn man sich mit schrägem, urtümlichem (meinetwegen auch psychedelischem) Metal befasst, stößt man nach MANILLA ROAD, CIRITH UNGOL und vielleicht BROCAS HELM meistens schon schnell auf SACRED BLADE. Da habe ich dich/euch wohl auch etwas unterschätzt. Hätte es eigentlich besser wissen müssen. Denn neben wenig Bullshit-Kommentaren überwiegen hier doch ganz klar die differenzierten, neugierigen und kundigen Haltungen. Ich weise aber noch einmal drauf hin, dass ich von Anfang an gesagt habe, hier stelle ich meine liebsten 100 METAL-Platten vor. Die repräsentieren etwa 30-35% meines musikalischen Spektrums. Nur wegen Stichwort "Einschätzung" und so. Der Grund ist einfach, dass es mir schon schwer genug fällt eine Reihenfolge in meine liebsten Metal-Platten zu bringen. Wenn ich jetzt in einer einzigen Liste Klassik, Rock, Metal, Jazz, Pop, Folklore jeglicher Art, Krach und experimentelles Zeug ordnen müsste, wäre ich völlig überfordert. Ist jetzt ein Klavierkonzert von Rachmaninov auf 28 oder 17, kommt Gitarren-Guru OZ NOY auf 47 oder 21, MOBY auf 10 oder 56, und JOHN ZORN auf 35 und 48 ?? Und wie verhält sich das alles zu ARMORED SAINT, MEGADETH und METAL CHURCH??? Das klappt bei mir irgendwie nicht. SACRED BLADE gehören eindeutig in den Metal-Topf, aber sie spielen mit vielem anderen, das ich auch sehr mag. Ich schalt nur weg, wenn mir irgendwas zu negativ, zu beklemmend, zu schrammelig oder zu unkomponiert ist. Ansonsten kannst Du mir mit (fast) allem kommen. Von KATIE MELUA bis NAPALM DEATH. Von Hermann Van Veen bis Mike Patton solo. Von MANOWAR bis MESHUGGAH. Von Gustav Mahler bis Yello Biafra. Got the point? 668 - Neighbor of the Beast
Re: 100 metallische Meisterwerke aus meiner Hall Of Fame@Holg: Meine beiden musikalischen Sozialisationen liefen irgendwie parallel, wahrscheinlich über zwei kaum überlappende Freundeskreise. US/Prog/Power-Underground und sonstiger Nischen-Metal war die eine Welt, die andere bestand mehr aus der traditionellen musikalischen Bewusstseinsbildung (Klassik, Jazz etc.). Daher studiere ich auch heute noch gerne an einem freien Nachmittag zunächst Johann Sebastian Bach, bevor ich mir dann ein altes HELSTAR-Livetape auf die Ohren gebe. Alles, was potentiell im Radio laufen konnte, fiel bei mir als Jungendlicher unter die Kategorie Pop-Musik, unabhängig vom Stil. Darum habe ich mich auch nie so für AC/DC, KISS und Konsorten interessiert. Selbst eine Band wie JUDAS PRIEST hat es nicht wirklich geschafft, meine Neugierde zu wecken. Da habe ich nun wieder erst später entdeckt, dass einige meiner Underground-Lieblinge gewisse Elemente bei denen abgeguckt haben. Allerdings haben sie diese basalen Grund-Elemente, aus denen bei einer Band wie eben PREIST meist der ganze Song besteht, weitergeführt, verfeinert, ausgeschmückt, verknüpft und variiert, was für meine Hörgewohnheiten deutlich spannender war und ist.
668 - Neighbor of the Beast
Wer ist online?Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste |
|