Genug der Einleitung, das dürfte vor allem für mich eine sehr interessante Sache werden.
50. Firewind - Burning Earth

Eine der zahlreichen Scheiben auf dieser Liste, die ich während meiner Entdeckungsphase erfahren habe. Damals hatte vieles auf mich sozusagen einen 'Neue Welt' Charme, da kann einem in der Flut an unbekannten (oder unbewussten) musikalischen Ideen schonmal die Welt vollkommen verändert vorkommen. Besonders, wenn man zum ersten Mal Gus G. an der Klampfe hört, der definitiv die treibende Kraft auf diesem Album ist. Tolle Riffs im vollen, schneidenden Sound, nicht übermäßig gniedelnde Soli, immer ein Gespür dafür, was der Song auch wirklich braucht. Das Ganze wird eingepackt eine gut groovende, treibende Rhythmussektion und veredelt durch die Stimme von Stephen Fredrick - schön tief, irgendwo zwischen Rau und melodiös.
Kein Meisterwerk, definitiv. Aber ich hör sie gerne ab und zu wieder, wenn auch nur um der Nostalgie willen.
I Am The Anger
Brother's Keeper
49. Dream Evil - Dragonslayer

Kiiiiiitsch, ahoy. Wieder eine Scheibe aus der Kategorie 'Jugendsünde'. Kitschig ohne Ende, dämliche Texte, seltsame Aussprache (der Drache wird dann schonmal zum lautschriftlichen 'Dregon' - oder ist damit ein böser Bursche mit äußerst unglücklichem Namen gemeint?), aber gottverdammt nochmal, diese Scheibe macht Spaß! Wieder ein Projekt von Gus G., diesmal nur nicht annähernd so düster wie oben erwähntes Teil, sondern eher auf plumpen Pathos ausgerichtet. Dieser kommt dabei allerdings nie erzwungen rüber. Die Jungs wissen, dass sie Pulp Fantasy Metal machen und haben dabei hörbar ihren Spaß. Kein Album, dass mich übermäßig berührt hat, aber zum ekstatischen Gröhlen genau das Richtige!
In Flames You Burn
The Chosen Ones
48. Ayreon - The Human Equation

Ich habe keine Ahnung, warum die hier hinten ist. Ich muss zu dem Ding wahrscheinlich nicht mehr viel sagen, die taucht ja auch in anderen Listen oft genug auf.
Tolles Konzept, tolle Umsetzung, tolle Sänger. Vor allem bei 'Pain' nehme ich ihnen jedes einzelne Wort und jede einzelne Note ab. Devon Graves als gnadenloser, zeitweise geisterhaft klagender Schmerz hat etwas ernsthaft unheimliches, während Heather Findlays Stimme für mich die absolute Personifikation weiblicher Empathie ist, ihr Gesang könnte mich auch während der Apokalypse noch davon überzeugen, dass alles wieder gut wird.
Grandioses, grandioses Teil von meinem Lieblingsholländer.
...
Warum zum Teufel ist die hier unten?! Ignoriert die 48, dieses gute Ding zählt zum Besten was ich besitze.
Day Three: Pain
Day Eight: School


Die Firewind ist natürlich total super! Mit Dream Evil und Ayreon kann ich leider nicht viel anfangen. Aber steter Tropfen hölt den Stein, oder wie war das? 

Dabei oft auch sehr rhythmisch, beinahe tanzbar. Ich weiß jetzt nicht, was ich dazu schreiben soll, es ist einfach Musik, die ich unheimlich genießen kann und mich an stressigen Tagen in alte Wälder fremdartiger Kulturen transportiert. Dazu ist die Produktion aufgrund fehlender verzerrter Instrumente erfreulich transparent und luftig, was für meine alten Ohren dann schon leichter zu vertragen ist, als der Matsch vieler moderner Scheiben.