Feuchtbiotop mit 100 Arten

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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Martin van der Laan » Montag 17. Januar 2011, 22:18

Hey, hey, da bin ich jetzt endlich mal so 100% bei dir. SATYRICON im allgemeinen und "Vulcano" im Speziellen finde ich großartig. Sehr differenziertes Gespür für musikalische Feinheiten nehme ich hier wahr. Kluge, böse, tolle Musik (nicht "Jesus-böse", aber "Martin-böse"). Dieses fiese kleine 'Repined Bastard Nation' ist in der Tat der Oberhammer schlechthin. Aber ich mag ja auch "The Age Of Nero"... 'Black Crow On A Tombstone' und so.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Jesus » Montag 17. Januar 2011, 22:25

Martin van der Laan hat geschrieben:(nicht "Jesus-böse", aber "Martin-böse")


Sieht man davon ab, dass "Jesus-böse" streng genommen auch ein "Martin-böse" ist, frage ich mich schon ein klein wenig, was damit gemeint sein könnte.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Montag 17. Januar 2011, 22:47

Martin van der Laan hat geschrieben:Aber ich mag ja auch "The Age Of Nero"... 'Black Crow On A Tombstone' und so.


Naja, die Alben nach "Volcano" sind auch gut, aber mehr als eine 6/10, vielleicht auch 7/10 würde ich da nicht vergeben. Einzelne Songs sind wirklich nett, wie das besagte "Black Crow On A Tombstone", aber summa summarum sind das eher durchwachsene Alben. Sie konnten diese Art von Sound nach "Volcano" nichtmehr steigern, aber sie haben nunmal weiter den Sound konzentriert und reduziert, und das hat eher dazu geführt dass die Alben dort langweilig sind wo "Volcano" noch spannend und unverbraucht war. Ich kanns nicht genau benennen, aber "Now, Diabolical" und "The Age Of Nero" wirken seltsam gewollt und verkrampft wo "Volcano" noch als Weiterentwicklung durchging. Als hätten sie "Volcano" einfach kopieren wollen... Und bei aller Liebe, SATYRICON sind keine Band der ich solch eine Selbstkopie durchgehen lasse, das passt nicht zur Band. Die haben sich bisher immer irgendwie weiterentwickelt, aber die zwei letzten Alben wirken einfach wie eine relativ uninspirierte Kopie des eigenen Schaffens.

Da passt es mir gut, dass die Band für das nächste Album etwas grundlegend anderes angekündigt hat.

Jesus hat geschrieben:Sieht man davon ab, dass "Jesus-böse" streng genommen auch ein "Martin-böse" ist, frage ich mich schon ein klein wenig, was damit gemeint sein könnte.


Na, jetzt tu nicht so naiv. ;) Ich denke du weißt sehr wohl was er damit meint. Find dich damit ab, du bist hier halt der Prototyp des Höreres von (für große Teile des Forums) ungenießbarem, knarzigem Schwarzwurzelgeschrammels. Sieh es als Kompliment, vielleicht setzt sich ja irgendwann für eine Gruppe von Musik das Adjektiv "jesusig" durch. Und irgendwann hörst du dann als alter Knacker ein junges, rattenscharfes Mädchen in der U-Bahn "Boah, dieses jesusige Geholze macht mich total geil!" sagen, und dann ist die Welt in Ordnung :grins: 8-)
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Havoc » Montag 17. Januar 2011, 23:26

Mein Lieblingssong der Scheibe ist "Mental Mercury".

Ich finde, dass "Now, Diabolical" zwar vorhersehbar war, aber sicher kein Stilstand. Der kam dann erst mit "The Age Of Nero". Da findet quasi null Weiterentwicklung statt. So wenig wie zuletzt zwischen Album Nr.1 und 2. Dennoch mag ich auch "The Age Of Nero". Bin mir immer noch nicht ganz sicher ob "Volcano" oder "Rebel Extravaganza" mein Favorit der Band ist.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon trent » Montag 17. Januar 2011, 23:41

Havoc hat geschrieben:Mein Lieblingssong der Scheibe ist "Mental Mercury".

Ich finde, dass "Now, Diabolical" zwar vorhersehbar war, aber sicher kein Stilstand. Der kam dann erst mit "The Age Of Nero". Da findet quasi null Weiterentwicklung statt. So wenig wie zuletzt zwischen Album Nr.1 und 2. Dennoch mag ich auch "The Age Of Nero". Bin mir immer noch nicht ganz sicher ob "Volcano" oder "Rebel Extravaganza" mein Favorit der Band ist.


Die "Now, Diabolical" finde ich auch noch sehr gut, obwohl da schon die Entwicklung weniger war, aber bei "The Age of Nero" war's dann schon etwas doof. Da waren zwar auch gute Songs dabei, aber es gab mit "Last Man standing" auch einen Totalausfall.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Havoc » Dienstag 18. Januar 2011, 00:00

So sehe ich das auch. "Last Man Standing" ist wohl der belangloseste Song ihrer gesamten Karriere.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Martin van der Laan » Dienstag 18. Januar 2011, 00:30

@Heiland: Also, das mit dem "Jesus-böse" und "Martin-böse" war jetzt völlig wertfrei, eigentlich sogar nett gemeint. Was ich im angenehmen Sinne "böse" finde, hat große Chancen bei dir unter "alberne Pop-Musik" zu laufen, oder!? Anderes Beispiel, gleiches Prinzip: Das TIMES OF GRACE-Album enthält genau die (kleine) Dosis Metalcore und Gebrüll, die ich noch gut vertragen kann, für Dich ist es schmieriger, glatt gebügelter Pop (oder so ähnlich, ich gucke jetzt nicht in dem anderen Thread nach, um das genaue Zitat zu finden).

@All: Ich betrachte "The Age Of Nero" auch nicht als Highlight dieser Band. Kann man aber trotzdem gut anhören. Ich verfolge SATYRICON seit "Nemesis Divina", das mich sehr beeindruckt hat damals.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Jesus » Dienstag 18. Januar 2011, 09:12

Teichfrosch hat geschrieben:Sieh es als Kompliment, vielleicht setzt sich ja irgendwann für eine Gruppe von Musik das Adjektiv "jesusig" durch. Und irgendwann hörst du dann als alter Knacker ein junges, rattenscharfes Mädchen in der U-Bahn "Boah, dieses jesusige Geholze macht mich total geil!" sagen, und dann ist die Welt in Ordnung :grins: 8-)


Die Vorstellung gefällt mir. Notiz an mich selbst: Viagravorräte kaufen, solange es noch günstig ist.

Martin van der Laan hat geschrieben:@Heiland: Also, das mit dem "Jesus-böse" und "Martin-böse" war jetzt völlig wertfrei, eigentlich sogar nett gemeint.


Schon klar, ich habe Dich nur aufgezogen ;)

@SATYRICON: Hübsches Album, von der nervigen Hitsingle 'Fuel For Fire' abgesehen. Der Song war wohl der spirituelle Vorgänger von 'The Dragontower'. Wie dem auch sei, jedenfalls ist die "Volcano" das letzte gute Album der Band, alles danach sollte öffentlich verbrannt werden. Und mMn haben SECRETS OF THE MOON den gleichen oder zumindest einen sehr ähnlichen Sound auf der "Privilegivm" noch ein bisschen besser hinbekommen.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Martin van der Laan » Dienstag 18. Januar 2011, 09:56

Jesus hat geschrieben:Und mMn haben SECRETS OF THE MOON den gleichen oder zumindest einen sehr ähnlichen Sound auf der "Privilegivm" noch ein bisschen besser hinbekommen.


Das höre ich mir das doch gleich mal an. Thanks! :)
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Dienstag 18. Januar 2011, 15:53

Jesus hat geschrieben:@SATYRICON: Hübsches Album, von der nervigen Hitsingle 'Fuel For Fire' abgesehen. Der Song war wohl der spirituelle Vorgänger von 'The Dragontower'.


Whuä, so sehr ich KEEP OF KALESSIN auch schätze, "The Dragontower" ist milliönenfach übler. Aber ja, es beinhaltet die selbe untrve Idee bei der sich echte Pandas wie ein Vampir im Anblick eines Kreuzes winden und das Gesicht verzerren. Seis drum, mir hat der Song sehr geholfen in Blackmetal als ganzes reinzukommen, und ich mag ihn nach wie vor ganz gerne x)

Wie dem auch sei, jedenfalls ist die "Volcano" das letzte gute Album der Band, alles danach sollte öffentlich verbrannt werden.


:grins: Naja, es muss nicht unbedingt so kommen, aber es würde auch nicht groß schaden wenn es doch passieren würde. Wenn ich die Weltherrschaft übernommen habe kriegst du die Genehmigung, dafür darf dann aber auch Martin sich was aussuchen zur öffentlichen Verbrennung. Nur damit der Hausfrieden gewahrt bleibt.

Und mMn haben SECRETS OF THE MOON den gleichen oder zumindest einen sehr ähnlichen Sound auf der "Privilegivm" noch ein bisschen besser hinbekommen.


Würden SATYRICON so klingen, sie hätten wohl weniger alte Fans verloren, denn auch wenn das nicht nach den alten SATYRICON klingt ist das dennoch eindeutig weniger klinisch steril im Klang (denn das ist mit Sicherheit einer der Kritikpunkte am Album, auch wenn das mit Sicherheit so gewollt war) und viel räudiger. Ich denke, dass SATYRICON das, was sie ausdrücken wollten, nunmal auf diesem Album nahezu perfekt hinbekommen haben. S O T M haben vielleicht einen Klang hinbekommen die manch einem besser gefällt, aber SATYRICON haben zweifelsohne das erreicht was sie erreichen wollten.
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