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von Germon » Montag 17. Januar 2011, 20:54
...um es zu bewerten ? Mir ist klar, daß man da keine Pauschalurteile abgeben kann, da ja Musik unterschiedlich komplex ist. Aber so einen groben Rahmen kann man ja schon angeben.
Ich wundere mich nämlich immer wieder wie Leute offenbar nach nur einem Durchlauf in der Lage zu sein scheinen ein Urteil zu fällen. Ich kann nach einem Durchlauf zwar recht zuverlässig sagen, ob das grundsätzlich was für mich ist und eine ungefähre Richtung angeben. Allerdings würde ich (bei Musik, die grundsätzlich meinem Beuteschema entspricht) keine Beurteilung fällen wollen/können. Selbst für einfach gestrickte Sachen benötige ich mehrere Durchläufe.
Wie sieht das bei Euch aus?
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von firestarter » Montag 17. Januar 2011, 20:59
Oh wei, das ist total unterschiedlich. In der Regel benötige ich min. 3 Durchläufe für ein Urteil, manchmal aber auch viel mehr. Kommt auch noch drauf an, wie aufmerksam ich zuhöre. Beim Autofahren kann ich mir übrigens am besten einen Überblick verschaffen, die Bewegung fördert irgendwie den Zugang.
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von Teichfrosch » Montag 17. Januar 2011, 21:03
Meinst du fair bewerten? Dann kann man nämlich unendlich lange brauchen. Manche Alben hört man mit der Zeit anders...
Ich würde mal sagen, dass ich nach ca. 5 Durchgängen schon ein relativ klares Bild für mich selber habe. Aber einfach gestrickte Alben kann man auch oft nach dem ersten Durchgang tendenziell bewerten, also höher oder niedriger als 5 Pkt. auf der PM-Skala.
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von Eike » Montag 17. Januar 2011, 21:05
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von NorthernGuy » Montag 17. Januar 2011, 21:18
Ich bilde mir ein, es spätestens nach dem 3. Durchlauf zu wissen ob mir ein Album gefällt.
@Eike: Also 20 mal habe ich mit Sicherheit noch nie ein Album gehört, damit es mir dann beim 21. mal gefällt?!? Kannst Du ein Beispiel nennen?
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von Loenz » Montag 17. Januar 2011, 21:27
Um ein Album zu bewerten?
Das ist sehr unterschiedlich. Manches erschließt sich einen schneller und manches langsamer. Letztendlich gibt es dafür keine exakte Regel. Die Shining die ich zum Beispiel in meiner Top 100 habe, entdecke ich auch bei jeden Hören neu. Ebenso andere Alben. Daher kann man ich das abschließend gar nicht so genau sagen. Kommt immer auf das Album, den Stil und meine Verfassung an. Bin ich gerade Aufnahmebereit oder mag ich Musik eher als Hintergrund Beschallung haben.
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von firestarter » Montag 17. Januar 2011, 21:28
20 finde ich auch sehr viel. Selbst für ein Review hab ich noch nie so viel gebraucht, maximal wohl so 7-8.
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von Germon » Montag 17. Januar 2011, 21:31
Teichfrosch hat geschrieben:Meinst du fair bewerten? Dann kann man nämlich unendlich lange brauchen. Manche Alben hört man mit der Zeit anders...
Das klammern wir an der Stelle mal besser aus. Sich verändernde Hörgewohnheiten und Alben, die nach zig Versuchen *klick* machen gibt es ja immer mal wieder. Ich finde schon, daß man ein Album nach einer begrenzten Anzahl an Durchläufen aktuell fair bewerten kann.
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von Peter Kubaschk » Montag 17. Januar 2011, 21:37
hmm, für den Soundcheck höre ich jedes Album mind. 3x, auch die, die ich schrecklich finde, zudem versuche ich die Alben in unterschiedlicher Umgebung zu hören (also 1x in Ruhe über Kopfhörer, 1x nebenbei beim Arbeiten, 1x zu Hause über die Anlage). Um so besser mir ein Album gefällt oder je mehr ich etwas Spannendes & Entdeckenswertes finde, um so häufiger höre ich das Album. Es kann also sein, dass ich bis zur tatsächlichen Notenvergabe ein Album bereits 15-20x gehört habe. Das ist dann natürlich auch ein deutliches Merkmal für mich, das Album entsprechend hoch zu bewerten.
Ich denke, dass ich die grobe Tendenz (gefällt gut (7 - 10), gefällt nicht/ganz nett (1-6), interessant/spannend (5-10)) bereits mit dem ersten Hören festmachen kann. Ich hatte es bislang sehr selten, dass ich ein Album beim ersten Mal ganz schrecklich fand und es dann beim zweiten, dritten, vierten oder auch 21. Durchlauf dann super fand. Nur aus der Box "interessant/spannend" fällt es mal in die eine oder die andere Box. Das ist aber auch logisch. DEATHSPELL OMEGA fand ich bspw. beim ersten Durchgang durchaus interessant, habe dann aber im weiteren Verlauf gemerkt, dass ich (bis zur Notenabgabe) einfach keinen Zugang dazu finde. Genau so ging es mir mit THE SHADOW THEORY beim ersten Durchgang, die dann aber im weiteren Verlauf enorm gewachsen ist.
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von Eike » Montag 17. Januar 2011, 21:40
NorthernGuy hat geschrieben:@Eike: Also 20 mal habe ich mit Sicherheit noch nie ein Album gehört, damit es mir dann beim 21. mal gefällt?!?
...nicht bis es mir grundsätzlich gefällt, aber bis es sich gewissermaßen eingependelt hat. BABES IN TOYLAND "Nemesisters" hat ziemlich lange gebraucht, auch TOOL "Lateralus". Bei "Lateralus" war relativ bald klar, dass es was werden würde, bei "Nemesisters" gar nicht. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass etwas erst kickt, sich aber mit 20 Durchläufen abnutzt.
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