Ohne allzu große Spoiler:
Ich habe heute meine Rezi abgegeben, und ich muss zugeben, dass ich im Vorfeld einer CIRITH-UNGOL-Veröffentlichung auch erstmals im Leben ein wenig skeptisch war. Der Austausch an der Gitarrenfront, die Trennung vom langjährigen Label, alles ohne größere und klare Kommunikation. Fühlte sich irgendwie ungut an, und in Sachen Klampfen ist halt der Trademark-Stil der Band von Lindstrom/Barraza doch perfekt eingefangen worden.
Als dann vorigen Monat die neue SIGH mein Herz im Sturm nahm, äußerte ich sogar ernstliche Zweifel daran, dass "All The Shadows" am Jahresende mein "Album des Jahres 2026" werden würde. Es wäre das erste Mal in der gemeinsamen Geschichte meiner Wenigkeit mit CIRITH UNGOL, dass in einem Jahr, in dem es ein Album der Band gibt, ein Album einer anderen Band daran vorbeigehen würde.
Nach vielen intensiven Durchläufen und einer 1.420 Wörtern langen Rezi steht nun das Album des Jahres zwar immer noch nicht fest. Das liegt aber an der brachialen Großartigkeit von "Goh-Ka" und nicht an der Schwäche der Herrschaften vom Pass der Spinne. Was "All The Shadows" angeht, muss ich sagen, dass es meine Zweifel am Ende doch pulverisieren konnte, und für mich den beiden Vorgängern tatsächlich nicht nachsteht. Ein Stück weit vielleicht sogar nicht einmal trotz Armand Anthony, sondern durchaus auch seinetwegen. An manchen Stellen bricht sein Spiel gewohnte Muster ein kleines bisschen auf, und das tut meines Erachtens am kompositorischen Ende durchaus gut. Anders, trotzdem 100% CIRITH UNGOL, und vor allem: Für mich trotzdem verdammt gut.
Alles Weitere dann in der Rezi.
