Ein abseitiger Empfehlungsthread

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Re: Ein abseitiger Empfehlungsthread

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 9. September 2026, 13:43

Jhonny hat geschrieben:CDs sind für mich das einzig relevante Medium.
Tape ist albern, und Vinyl ist mir seit dem Hype auch einfach viel zu teuer.

Nur digital ist auch nix, also muss es die CD sein.


Jo, bin ich letztlich bei dir, aber das ist halt schon auch sehr subjektiv. Jeder wie er will, und so.

Kommerzielle Kauftapes kann ich aus meiner 1980er-Sozialisation heraus nicht wirklich verstehen, und das geht vielen Altersgenossen so. Die hat man damals wirklich gemieden, weil halt Vinyl und CD beide dem Tape klar überlegen waren. Klanglich, optisch, haptisch. Tapes von regulären Alben kamen nur ins Haus, wenn es etwas echt nur auf Tape gab, oder wenn es so billig verramscht wurde, dass man echt nimmer nein sagen konnte. Dafür gab's auch keinen Second-Hand-Markt. Wollte einfach kaum jemand haben. Das Tape war also seinerzeit nicht wirklich ein Format für offizielle Releases, sondern halt für Demos, Mixtapes, Tapetrading. In meinem Umfeld, heißt das natürlich immer.

Vinyl ist ein sehr cooles Format. Das große Artwork ist natürlich ein fetter Bonus. Aber es hat aus meiner Sicht einfach gewisse Nachteile im Handling... Seitenwechsel, höhere mechanische Empfindlichkeit speziell des Artworks beim Transport, gelegentlich auch Knisterphänomene, die mir selbst als Sound-Amateur auffallen.

Der Preis ist ein weiterer Punkt, der mich auch nervt. Früher kostete ein beliebiges neues Album auf Vinyl ca. 20,- DM, auf CD ca. 30,- DM. Die CD ist seither nicht nennenswert teurer geworden, der Preis fürs Vinyl hat sich bei den großen Industrielabels mal locker verdreifacht, teils vervierfacht, wenn ich z.B. eine neue Maiden auf Dreifachvinyl anschaue. Das ist jetzt - Sammlergen hin oder her - einfach ein Preis, der für "ein einziges Studioalbum" (35 - 45 Euro) jeder Beschreibung spottet. 20 bis 25 ist okay, und es ist möglich, wie eben auch BERLIN 2.0 zeigt. Das hab ich mir ja nun auch bestellt. CD für 15-17 wäre mir aber immer lieber.

Rein digitaler Kauf findet bei mir nur statt, wenn es wirklich die EINZIGE Möglichkeit ist. Grundsätzlich brenne ich mir dann aber auch immer eine CD und drucke das Cover aus. Ohne geht das für mich nicht.
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Re: Ein abseitiger Empfehlungsthread

Beitragvon Dead_Guy » Mittwoch 9. September 2026, 13:59

Tapes sind einfach schnuckelig, kosten bzw kosteten weniger als andere Medien und Sachen wie BM, Dungeon Synth oder auch sämtliche Punk Subgenres eignen sich in meiner Welt hervorragend für Tape-Veröffentlichungen. Ich finde dieses Tape gebashe auch einfach nur lästig, niemand zwingt wen welche zu kaufen,.da kann man denen die Freude dran haben diese auch lassen.
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Re: Ein abseitiger Empfehlungsthread

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 9. September 2026, 15:57

Ich bashe gar nichts. Nicht mein Stil. Daher die Präambel und der dreifache Disclaimer. Was folgt ist eine subjektive Erläuterung der eigenen Wahrnehmung nebst Begründung zum Zwecke der Nachvollziehbarkeit des Gedankens. Nichts weiter. Ich bin mir der völligen Subjektivität jeder meiner Äußerungen mit Kunstbezug stets bewusst. Ich denke schlicht ganz generell, dass eine Band dann am fanfreundlichsten agiert, wenn sie alle üblichen Formate anbietet (CD, Vinyl, Tape, digital), damit jeder Fan seine präferierte Version haben kann. Formatexklusivität in jeder Art ist mithin das Einzige, was ich bisweilen kritisiere, niemals die Verfügbarkeit eines Formats, sondern allenfalls das Fehlen eines Formats. Will sagen, ich freue mich generell für jeden, der sein Lieblingsformat bekommt, und das schließt Tapefreunde absolut mit ein. Ich grummle nur, wenn ich keine CD bekommen kann.
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