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von Eike » Freitag 24. Juli 2026, 22:49
kingdiamond hat geschrieben:5. DISILLUSION - Back To Times Of Splendor Schon wieder Prog-Elemente, aber diesmal gepaart mit melodischem Death Metal und einigen bombastischen Filmmusik-Elementen, die meinen Geschmack ebenso stark repräsentieren. Zudem Überlange Songs, komplexe Strukturen, Twists, (versteckte) Melodien und auch hier: abwechslungsreicher Gesang. Perfekte Mischung.
Eigentlich ein richtig starkes Album. Trotzdem konnte mich das immer nur kurzfristig erreichen, und sonst steht es dazwischen halt ewig rum bzw. wandert nach zwei Songs zurück ins Regal. Ich habe da irgendwie störrische Ohren mit Wackelkontakt. Schon seltsam. Denn dabei sind die Songs echt gut und schlüssig aufgebaut, soviel merke ich schon.
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von Eike » Freitag 24. Juli 2026, 23:16
Holger Andrae hat geschrieben:Eike hat geschrieben:ANTONIO VIVALDI - "Le Quattro Stagioni" DEEP PURPLE - "In Rock" BABES IN TOYLAND - "Nemesisters" SQUAREPUSHER - "Go Plastic" AESOP ROCK - "Skelethon"
sind gerade ganz gute Eckpunkte.
Interessante Mischung, die wirklich ein sehr breites Spektrum abbildet. Ich hatte irgendwas aus dem Bereich Doom/70ies/Sludge/Grunge erwartet.
Ich habe da versucht, bewusst eher die Eckpfosten aufzustellen, zwischen denen dann der Rest "irgendwie" reinpasst. Doom ist für mich gefühlt zu "mittig" in meinem Geschmacksspektrum, und auch nichts, was ich zum Aufstehen oder täglich höre. In Spurenelementen findet sich das, oder eigentlich eher eine dazu für mich kompatible Stimmung, noch am ehesten in "Nemesisters". Will sagen, wenn ich harten Turkey nach Doom spüre, ist sludgiger Grunge noch irgendwie eine Ersatzdroge. Und umgedreht wären manche Passagen auf "King of the Grey Islands" halbwegs geeignet ein entzügiges Jucken nach "Blues For the Red Sun" oder "Nemesisters" zu kratzen. So "glatter" Doom wie BLACK SABBATH passt da zwar nicht unbedingt rein, ist nach eikigen Maßstäben zu sehr "Mainstream" als dass ich dafür eine Flagge in den Boden kloppen würde, um das Revier zu markieren. Das ist halt "geht immer" Musik für mich, die so selbstverständlich biografisch-nostalgisch geworden ist wie für andere meines Jahrgangs vielleicht 'Mr. Vain' oder 'Backstreet's Back'. Fünf ist halt einfach auf böseste Art zu wenig. Wenn wir bei "bin überrascht, dass es bei dir nicht auftaucht" sind, so verblüfft mich deine Nicht-Nennung von "Behind the Veil". Liegt vielleicht aber auch daran, dass das für mich wie auch "Energetic Disassembly" eines dieser "dafür bin ich Holg ewig dankbar" Alben ist. Mit beiden Albenhinweisen hast du nämlich meine musikalische Bewusstseinsgrenze erweitert. 
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von Eike » Samstag 25. Juli 2026, 00:17
Holger Andrae hat geschrieben:Letzter Ansatz: Ich erkläre einem "Normalo" meinen Musikgeschmack: Black Sabbath - "Paranoid" Rush - "Moving Pictures" Thin Lizzy - "Black Rose" Judas Priest - 'Sad Wings Of Destiny" Metallica - "Ride The Lightning" 
Wenn ich das "Ich nehme nur Sachen, die - allgemein - bekannt sind rein"-Spiel spielen würde, dann käme bei mir so eine wohlige Kuscheldeckensache bei raus, die viel Nostalgie versprüht, bei der ich früher ekstatisch war, die aber heute mich nicht mehr gezielt aufhorchen, mich reinfuchsen, alles stehen und liegen lassen oder in wilde Zuckungen und Begeisterungsstürme ausbrechen lässt, sodass ich gefahrliefe, irgendwelche Termine zu verpassen oder zu spät zu kommen, weil ich unbedingt erst noch diesen wichtigen Song fertig hören muss, da das sonst einem Sakrileg gleichkäme. Dann stünde da vielleicht sowas zwar sehr gutes aber in meinem Geschmacksfeld schon eher emotional "mittiges" (glatte Wohlfühlzone halt) wie: JUDAS PRIEST - "Sin After Sin" (oder: OVERKILL - "Scorched"; oder: DEATH - "The Sound Of Perseverance") ZZ TOP - "Rhythmeen" (oder: DAVID BOWIE - "Ziggy Stardust"; oder BAD RELIGION - "No Control") LANA DEL REY - "Norman Fucking Rockwell!" (oder: PRINCE - "Purple Rain"; oder: SUBLIME - "Sublime") ROXETTE - "Tourism" (oder: MOTÖRHEAD - "Another Perfect Day"; oder: BLACK SABBATH - "Sabbath Bloody Sabbath") BUSTA RHYMES - "Extinction Level Event" (oder: WU-TANG CLAN: "Enter The 36 Chambers"; oder BONE T~N~H - "E. 1999/Eternal") ... und ich würde mich selbst dafür geißeln, dass ich wider besseres Wissen irgendwelche Faulheitshalbwahrheiten / Bequemlichkeitsweißelügen verbreite; und auch dafür schämen, mich als noch weitaus mehr in den 1990ern hängengeblieben und drastischer frühvergreist dargestellt zu haben als ich das peinlicherweise tatsächlich irgendwie ja schon auch so bin - aber eben nicht nur.
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von Eike » Samstag 25. Juli 2026, 01:18
kingdiamond hat geschrieben:5 Alben, die meine wichtigsten musikalischen Hörgewohnheiten inne haben…
1. AYREON - The Human Equation Nicht nur eines der besten Alben des Jahrtausends, sondern auch in Sachen Abwechslung ganz weit vorne. Ich stehe ja auf Konzeptalben und auch gerne mal ein Musical. Dabei verbindet es die Elemente aus dem Prog-Rock, Prog-Metal, 70er Sounds und symphonische Elemente. Aber damit nicht genug - oft ist ja der Gesang für mich von großer Bedeutung. Klar ist auch etwas Frauengesang vertreten, aber die Herren der Schöpfung sind hier im dem Falle das Maß aller Dinge. Wann gab es jemals einen solch hochkarätigen Mix: James LaBrie, Devon Graves, Eric Clayton, Mikael Akerfeldt, Mike Baker, Devin Townend und A.A. Lucassen selbst als Sänger in verschiedenen Rollen auf einem Album. Wahnsinn! [...]
2. BORKNAGAR - Fall Warum sowas neues? Weil dieses Album bei mir die Tür eingetreten hat und mir neue alte Klangwelten nahegebracht hat. Die Mischung aus epischen Hymnen, Klargesang/leicht bekömmlichen Gekeife und melodischen Black Metal Elementen haben es mir absolut angetan. Alles nicht zu extrem, ein wohl dosierter Mix.
3. NEVERMORE - Dead Heart In A Dead World Hier muss ich wohl nicht viel zu schreiben. Einer der ergreifendsten Sänger singt eine Hymne nach der anderen, garniert mit gut dosierter Power und Härte. Die Elemente des Thrash Metals und des Power Metals sind perfekt vereint. Hätten wir die also auch unter gebracht.
4. MERCYFUL FATE - Melissa Ja, ein 80er Werk musste ich jetzt stellvertretend für den klassischen Heavy Metal nennen. Hier wieder der Gesang etwas herausstechend, aber dieses Album an dieser Stelle steht jetzt explizit nicht für den King himself, sondern für das Genre. Ja, vielleicht sind MF etwas proggiger unterwegs als MAIDEN, PRIEST, DIO etc., aber ansonsten hätte ich am ehesten meine Root-Bands BLIND GUARDIAN oder ICED EARTH mit 90er Alben hier nennen müssen.
Und was nun noch? Neo-Prog müsste eigentlich noch gesondert kommen, aber ich habe mich für den Death Metal-Einschlag entschieden:
5. DISILLUSION - Back To Times Of Splendor Schon wieder Prog-Elemente, aber diesmal gepaart mit melodischem Death Metal und einigen bombastischen Filmmusik-Elementen, die meinen Geschmack ebenso stark repräsentieren. Zudem Überlange Songs, komplexe Strukturen, Twists, (versteckte) Melodien und auch hier: abwechslungsreicher Gesang. Perfekte Mischung.
Holger Andrae hat geschrieben:Gehe ich an die Threadfrage nicht chronologisch und weniger emotional heran, entsteht folgendes Ergebnis: Ich sortiere meine kleine Sammlung alphabetisch, habe aber seit ein paar Jahren drei Subgenres separat stehen: Doom, NWoBHM und Bay Area Thrash. Das heißt ich wähle aus diesen drei, mir besonders wichtigen Subs je ein Album: Doom: Warning - "Watching From A Distance" Thrash : Exodus - "Bonded By Blood" NWoBHM : Satan - "Life Sentence"
Dazu dann zwei Meisterwerke: Watchtower - "Control & Resistance" Psychotic Waltz - "Into The Everflow"
Havoc hat geschrieben:IHSAHN – Ihsahn (2024) [...] Es ist dunkel, geheimnisvoll, elegant, kreativ, avantgardistisch, rockig, progressiv. Und das alles in einem orchestralen Gewand, welches ich ja auch bei so einigen ganz anders gearteten Bands mag. Ihsahn ist schon so etwas wie mein Lieblingskünstler. Und mit seinem letzten Album hat er seinem bisherigen Schaffen tatsächlich die Krone aufgesetzt. Weiterhin fußt seine Solokarriere auf den einzigartigen Emperor und treibt auch noch frische Progknospen wie Leprous voran. Zudem soll dieses Album hier stellvertretend für alle meine Black Metal Favoriten stehen. [...]
CELTIC FROST – Monotheist (2006) [...] Dieses späte Meisterwerk steht insbesondere für Dunkelheit, Düsternis und eine unheilige dichte Atmosphäre. Aber auch für Brachialität, Härte und Kreativität. Es vereint sehr Vieles von dem, was mich schon seit Ende der 90er Jahre fasziniert hat. Bands die hier auch sehr gut mit abgedeckt werden sind Secrets Of The Moon, Der Weg einer Freiheit, Dark Fortress und vielleicht auch sowas wie Cult Of Luna und The Ocean. [...]
DREAM THEATER – Scenes From A Memory (1999) [...] Neben Black Metal ist Prog im Laufe der Jahre zu meiner wichtigsten Spielwiese geworden. Viele Bands wanderten nach und nach in meinen Plattenschrank. Die Bandbreite ist hier sehr weit gefächert. Von klassichem Prog [...] führte der Weg bis hin zu eher rockigeren Bands [...]
DEATH – Symbolic (1995) [...] Weiterhin höre ich aber auch immer wieder mal sehr gerne Death Metal. Meistens eher von der technischen extremen [...] oder auch schwarzen [...] Sorte. Aber auch Wikinger und Schwedentod [...]. Die Überband, welche stellvertretend hier stehen muss ist aber eindeutig Death. Aus meiner Sicht eine der besten Metalbands aller Zeiten. Zeitlos geniale Musik. „Symbolic“ vereint wohl am besten alle Stärken der Band und deckt sehr gut diese Art von Musik meines Geschmacks ab.
MANOWAR – The Triumph Of Steel (1992) [...] Zu guter letzt muss aber auch der klassische Heavy Metal und zudem auch der epische Part genannt werden. [...] Es kann eigentlich nur diese Band mit diesem Album sein. Epischer und kraftvoller waren sie aus meiner Sicht nie. Des Weiteren sollte hierunter auch die Sparte Doom [...] gestreift werden.
Diese fünf Alben decken jedenfalls so ziemlich alles was ich an Musik mag sehr gut ab und definieren sozusagen typische Havoc-Musik.
Das leuchtet mir alles voll ein, passt auch ganz gut zu dem was ich sonst von euch dreien las und erinnere. "Ihsahn" & "Symbolic" sollte ich vielleicht mir mal reinziehen, das liest sich beides spannend. "Melissa" steht eh auf dem Zettel. "Monotheist" ist groß, schwere Kost aber sehr gut. Dazu fällt mir ein, dass ich aus dem Extremmetalklassikerbereich irgendwann vielleicht doch noch "Altars of Madness" in die Sammlung stellen sollte, zu "Seven Churches" und "Calm Before the Storm" und "Lost Paradise" und "Odium" und "The Sound of Perseverance" und "Monotheist".
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