Define Your Music Taste in 5 Albums!

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Define Your Music Taste in 5 Albums!

Beitragvon Holger Andrae » Mittwoch 15. Juli 2026, 08:00

Eike hat geschrieben:ANTONIO VIVALDI - "Le Quattro Stagioni"
DEEP PURPLE - "In Rock"
BABES IN TOYLAND - "Nemesisters"
SQUAREPUSHER - "Go Plastic"
AESOP ROCK - "Skelethon"

sind gerade ganz gute Eckpunkte.


Interessante Mischung, die wirklich ein sehr breites Spektrum abbildet. Ich hatte irgendwas aus dem Bereich Doom/70ies/Sludge/Grunge erwartet.
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Re: Define Your Music Taste in 5 Albums!

Beitragvon Jhonny » Mittwoch 15. Juli 2026, 08:20

Bin bisher nur dazu gekommen, den Text von Holger wirklich zu lesen, aber das mit viel Freude - vielen Dank!
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Re: Define Your Music Taste in 5 Albums!

Beitragvon Loomis » Mittwoch 15. Juli 2026, 22:03

@holg: Mit welchen drei Wachtürmen hattest du denn eine Brieffreundschaft und warum nicht auch mit dem vierten?
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Re: Define Your Music Taste in 5 Albums!

Beitragvon Holger Andrae » Mittwoch 15. Juli 2026, 22:19

Dead_Guy hat geschrieben:So, dann versuche ich auch mal was produktives beizutragen. Ich hab mich dann für einen anderen Ansatz entschieden, keinen biografischen Abriss, da sich mein jetziger Geschmack schon gravierend von meinen früheren unterscheidet. Hab stattdessen versucht meinen Geschmack und meine Hörgewohnheiten mit 5 Alben so weit wie möglich abzudecken, was aus bereits geschilderten Gründen gar nicht so leicht ist. Aber ich fange dann mal an:
Mgla - Exercises In Futility
Ein Album was ich aus Gründen eigentlich nicht mehr öffentlich promoten will, aber ohne geht so ein Spiel nicht, da es sehr viel aus dem was ich höre vereint. Da hätten wir zum Einen der emotionale Ansatz, denn grundsätzlich sticht dieser für mich immer Gebolze oder Technik, auch wenn ich gegen beides nichts einzuwenden habe. Dann steht es Black Metal als solches was nach wie vor ungebrochen mein liebstes Genre und auch mit Abstand mein meistgehörtes ist. Und zu guter Letzt das Musik für mich in vielen Fällen was schon therapeutisches hat und gerade Musik die mir schonungslos den Spiegel vorhält, beziehungsweise Musik dessen Gefühle und Gedanken ich nachvollziehen oder gar teile hat einen besonders hohen Stellenwert bei mir.

Pensees Nocturnes - Grand Guignol Orchestra
Auch Black Metal, aber das ist nicht der Grund warum ich es nenne , sondern es steht stellvertretend für meine verhältnismäßig jüngste Geschmacksverirrung, nämlich meine Vorliebe für weirden, kaputtes, konsequent gegen den Mainstream gebürstetes, halt Minderheitenmusik, die im Idealfall sämtliche Synapsen wieder neu justiert. Wie hier Zirkusmusik, Polka und Jazz eingebuden werden und wie gnadenlos überdreht das alles ist macht mich beim Hören immer wieder aufs neue glücklich.

Dead Can Dance - The Serpent's Egg
Irgendwann kam der Punkt wo ich die Atmosphäre des Black Metal auch in andere Musik gesucht habe und bin bei Dead Can Dance hängen geblieben. 'Mother Tongue' war das erste Lied was ich gehört habe und ist mit seinem treibenden Percussion-Anfang und den Break in der Mitte wo das Pendel komplett in Richtung mystische Stimmung und rituellen Charakter ausschlägt mein All-Time-Fave Song des Duos und da ich das zugehörige Album dann zufällig kurze Zeit später erstanden habe (im Second -Hand-Laden in Lübeck gab es nur das und ein neueres, die ich dann beide mitgenommen habe) nehme ich auch das für diese Auflistung.

Ecstatic Vision - Sonic Praise
In meiner späten Jugend bis frühes Erwachsenenalter hat dann irgendwann der Psychedelic Rock bei mir eingeschlagen. Neben Black Metal einer der Gründe warum ich Wörter wie Monotonie im künstlerischen Bereich eher positiv denn negativ assoziere. Stoische Drums, ein Hautpmotiv und darauf dann wahlweise Gitarren oder Synthies die wie auf Pilzen hängen geblieben sich in einen Rausch spielen und einen sonstwohin beamen, mehr brauch ich nicht um Zufriedenheit zu verspüren. Das hier war auch das erste was ich aus dem Sektor gehört habe und das Album schreit förmlich aus jeder Pore frühe Hawkwind, das man es zwar dreist finden kann, aber sie machen es so leidenschaftlich das mir das vollkommen schnuppe ist, außerdem hat es ein zwei minimale Spriter zeitgenössischen, alternativen Flair abbekommen.

Fever Ray - Plunge
Jetzt brauch ich nur noch was stellvertretendes für alles was gar nichts mit Rock/Metal zu tun hat. Da passt dieses selbstbewusste, provokante aber auch freche Pop-Album ganz gut, das auch gleichzeitig meine Vorliebe für elektronische Musik abbildet was nach Rock und Metal mein zweitgrößter Bereich in meiner Sammlung. Auch ein Album was man neben psychedelischer Rockmusik wunderbar im Sommer laufen lassen kann und was einfach Laune macht und ich stell fest es lief schon wieder viel zu lange nicht.


Vielen Dank für diesen Beitrag!
Zwei Alben kannte ich schon, in die anderen drei Scheibe ich dann mal rein gehört.
MGLA finde ich für Black Metal zwar spannend, habe sie auch schon live gesehen, bin aber nicht wirklich angetan. Ich weiß, dass die Jungs umstritten sind, aber da bin ich zu weit aus der Thematik raus, um hier ein Urteil fällen zu können. Mich hat die ganze Zeit auch der für mich niemals funktionierende Mummenschanz und der Hype etwas abgetörnt. Aber: Die Jungs könenn spielen und erzeugen Atmosphäre. Immer wenn es dann klöppelnd BM-lastig wird, steige ich nach ein paar Takten emotional aus, denn dieses D-Zug-Gerappel ist in meinen Ohren leider immer undynamisch und eindimensional. Dass das so soll, ist mir klar und daher werte ich das auch überhaupt nicht. Ist halt einfach nicht meins.

Pensees Nocturnes fand ich jetzt so unterhaltsam, dass auch noch quer Songs von anderen Alben angetestet habe. WIe zu erwarten war, bin beim reinen BM komplett raus, aber die Vielseitigkeit ost schon beeindruckend und so auch unterhaltsam. Mr. Bungle goes Dunkelbunt. Vielen Dank für diesen Erfahrung!

Dass ich DCD total toll finde, ist jetzt wohl keine Überraschung. Sensationelle Band, sensationelles Album. Wurde raus gezogen! Dake für die Anregung!

Ecstatic Vision fand ich jetzt nett, aber mir zu verdrogt. Und mit Fever Ray kann man mich jagen. Da stößt mich schon die visuelle Seite komplett ab.
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Re: Define Your Music Taste in 5 Albums!

Beitragvon Holger Andrae » Mittwoch 15. Juli 2026, 22:24

kingdiamond hat geschrieben:Ok, ich habe mir auch mal ein paar Gedanken gemacht.
5 Alben, die meine wichtigsten musikalischen Hörgewohnheiten inne haben…


1. AYREON - The Human Equation
Nicht nur eines der besten Alben des Jahrtausends, sondern auch in Sachen Abwechslung ganz weit vorne.
Ich stehe ja auf Konzeptalben und auch gerne mal ein Musical. Dabei verbindet es die Elemente aus dem Prog-Rock, Prog-Metal, 70er Sounds und symphonische Elemente.
Aber damit nicht genug - oft ist ja der Gesang für mich von großer Bedeutung. Klar ist auch etwas Frauengesang vertreten, aber die Herren der Schöpfung sind hier im dem Falle das Maß aller Dinge. Wann gab es jemals einen solch hochkarätigen Mix: James LaBrie, Devon Graves, Eric Clayton, Mikael Akerfeldt, Mike Baker, Devin Townend und A.A. Lucassen selbst als Sänger in verschiedenen Rollen auf einem Album. Wahnsinn!
Das hat Sammet so nie hinbekommen und Lucassen seitdem in der Qualität auch nicht wieder.

Mit diesem Album haben wir also schonmal einiges abgearbeitet… gehen wir zu etwas ganz anderem:

2. BORKNAGAR - Fall
Warum sowas neues? Weil dieses Album bei mir die Tür eingetreten hat und mir neue alte Klangwelten nahegebracht hat.
Die Mischung aus epischen Hymnen, Klargesang/leicht bekömmlichen Gekeife und melodischen Black Metal Elementen haben es mir absolut angetan. Alles nicht zu extrem, ein wohl dosierter Mix.

3. NEVERMORE - Dead Heart In A Dead World
Hier muss ich wohl nicht viel zu schreiben. Einer der ergreifendsten Sänger singt eine Hymne nach der anderen, garniert mit gut dosierter Power und Härte.
Die Elemente des Thrash Metals und des Power Metals sind perfekt vereint. Hätten wir die also auch unter gebracht.

4. MERCYFUL FATE - Melissa
Ja, ein 80er Werk musste ich jetzt stellvertretend für den klassischen Heavy Metal nennen. Hier wieder der Gesang etwas herausstechend, aber dieses Album an dieser Stelle steht jetzt explizit nicht für den King himself, sondern für das Genre.
Ja, vielleicht sind MF etwas proggiger unterwegs als MAIDEN, PRIEST, DIO etc., aber ansonsten hätte ich am ehesten meine Root-Bands BLIND GUARDIAN oder ICED EARTH mit 90er Alben hier nennen müssen.

Und was nun noch? Neo-Prog müsste eigentlich noch gesondert kommen, aber ich habe mich für den Death Metal-Einschlag entschieden:

5. DISILLUSION - Back To Times Of Splendor
Schon wieder Prog-Elemente, aber diesmal gepaart mit melodischem Death Metal und einigen bombastischen Filmmusik-Elementen, die meinen Geschmack ebenso stark repräsentieren. Zudem Überlange Songs, komplexe Strukturen, Twists, (versteckte) Melodien und auch hier: abwechslungsreicher Gesang.
Perfekte Mischung.


Jo, ich glaube mit der Auswahl kann ich gut leben. „Sortenreine“ Genremusik wie einen Prog-Klassiker oder ein Doom-Werk hätten einfach den Platz für die „übergreifenden“ Alben genommen.
Wenn die Aufgabe gewesen wäre: 10 Alben zu nennen, dann sähe die Liste wohl etwas anders aus. Aber um die Genres alle unter zu bekommen und den Stilmix zu haben, ist die Aufgabe nahezu gelöst. Ich bin zufrieden.


Coole Auswahl!

Das ist auch meine liebste Ayreon! Tolle Storyline, tolles Casting! Läuft hier viel zu selten. Obendrein mit einem Lieblingssänger.

Mit den Borkennagern habe ich mich bisher immer nur aus Pflichtbewusstsein befasst und fand das jedes Mal sehr atmosphärisch. Wie ich aber schon ein paar Mal schrob, bin ich nur sehr selten in der mentalen Verfassung, mich für so etwas komplett fallen zu lassen. Ein Fehler, ich weiß, aber es fehlt ein Funke, um mich hier emotional am Haken zu halten.

Ein Nevermore-Album, welches ich zu Anfang furchtbar fand. Der Grund liegt auf der Hand bzw. auf den Ohren. Dann hat es irgendwann gezündet, nur um heute wieder im hinteren Bereich der Diskographie für mich zu stehen.

Da "Melissa" auch in meiner vorläufigen Auswahl steht, muss ich hier nichts weiter zu schreiben.

Die Disillusion habe ich sogar. Läuft bloß nie. Wohl ein Fehler.
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Re: Define Your Music Taste in 5 Albums!

Beitragvon Holger Andrae » Mittwoch 15. Juli 2026, 22:25

Jhonny hat geschrieben:Bin bisher nur dazu gekommen, den Text von Holger wirklich zu lesen, aber das mit viel Freude - vielen Dank!

Danke, Jhonny!
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Re: Define Your Music Taste in 5 Albums!

Beitragvon Holger Andrae » Mittwoch 15. Juli 2026, 22:27

kingdiamond hat geschrieben:
Holger Andrae hat geschrieben:Hm, was genau meinst Du mit Kauz?
Episch ist in meinen Ohren zum Beispiel ist "Rising".
Was wäre denn Deine Rotsift-Alben?


Wie schon geschrieben, habe ich ja eine andere Herangehensweise gewählt. Du hast deine Roots beschrieben und auch rein aus denen die Alben rausgepickt. Ich habe die Aufgabe so verstanden, dass man seinen aktuellen (?) Musikgeschmack mit 5 Alben abbilden soll. Und da bin ich eher über die Genres/Mischungen gegangen.
Du hast hier 12 deine Alltime-Klassiker stehen, die dich seit frühen Zeiten und bis heute begleiten und die du immer wieder gerne hörst. Ist auch ein Ansatz.

Jedoch bilden zum Beispiel die HADES, EXODUS und WATCHTOWER das Genre Thrash bzw. Techno-Trash ab. Da der Thrash bei dir eine größere Rolle spielt wären entweder 1 oder 2 von 5 ok. Also eine von HADES/WATCHTOWER raus, EXODUS muss bei dir so oder so bleiben.

QUEENSRYCHE oder METAL CHURCH… ich würde natürlich QUEENSRYCHE behalten, aber das müsstest du wissen.

Stimmt die „Rising“ ist auch noch drin, aber unten in der Aufzählung fehlt sie, wärst du noch bei 13. ;-)

MAIDEN, PRIEST, MERCYFUL FATE… alles tolle Bands, 2 davon tolle Alben… ich würde die PRIEST stellvertretend stehen lassen, da hast du 70er und Heavy Metal… könntest die „Rising“ noch streichen.

Ansonsten verbinde ich Holger ganz klar mit PSYCHOTIC WALTZ. Die wäre für mich gesetzt.

TANK ist nicht meins und THIN LIZZY auch nicht, daher kann ich dazu nichts sagen. Mit BLACK SABBATH hatte ich nicht gerechnet. Ja, Doom spielt bei dir eine Rolle. Aber warum nicht auch mal etwas „mutiger“ in die Alben ab 2000 greifen?! Nenne einfach „Warning“ - als Band und als Album von QUEENSRYCHE. ;-)


Kauz:
Naja, du bist doch der selbst- oder fremdernante Kauz und hörst doch auch entsprechende Musik.
Daher hätte ich beim Holger auch hier eine Überraschung erwartet. Welche auch immer… SLOUGH FEG, MANILLA ROAD oder so…

…und wer SATAN fast nur 10/10en hintereinander in diesem Jahrtausend gibt, darf vielleicht auch diese Band nennen?! ;-)


Hm, beim Thin Lizzy-Kommentar musste ich kurz mal meine Brille putzen und dann meine Herztabletten nehmen. Ansonsten steht da viel Schlüßiges, wenn man es rational betrachtet ...

Eventuell gehe ich nochmal von der anderen Seiten an die Sache heran und kommen dann zu einem Ergebnis.
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Re: Define Your Music Taste in 5 Albums!

Beitragvon Holger Andrae » Mittwoch 15. Juli 2026, 22:29

Loomis hat geschrieben:@holg: Mit welchen drei Wachtürmen hattest du denn eine Brieffreundschaft und warum nicht auch mit dem vierten?

Eigentlich sogar mit 4 von 5. Rick hat nie irgendwas geschrieben. Das hat sich zu FB-Zeiten gewandelt.
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Re: Define Your Music Taste in 5 Albums!

Beitragvon Dead_Guy » Mittwoch 15. Juli 2026, 22:32

Ich hab schon verstanden, ich höre meist nur miese, eindimensionale Musik. Wozu beteiloge ich mich eigentlich, wenn ich mir die Antworten auch vorher hätte ausmalen können. Srry, hab halt keinen guten Geschmack, höre leider keinen Edel-Prog-Kauz-Underground-Metal den man nur kennt wenn man ein richtiger Gourmet ist.
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Re: Define Your Music Taste in 5 Albums!

Beitragvon kingdiamond » Mittwoch 15. Juli 2026, 23:34

Dead_Guy hat geschrieben:Ich hab schon verstanden, ich höre meist nur miese, eindimensionale Musik. Wozu beteiloge ich mich eigentlich, wenn ich mir die Antworten auch vorher hätte ausmalen können. Srry, hab halt keinen guten Geschmack, höre leider keinen Edel-Prog-Kauz-Underground-Metal den man nur kennt wenn man ein richtiger Gourmet ist.



Wo und von wem liest du denn das heraus?!
Holger hat sich doch mit deinen Alben beschäftigt und auch in Teilen ziemlich gelobt.

Ist doch klar, dass jemand der nahezu keinen BM hört, nicht direkt alles abfeiert, oder?!
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