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von salisbury » Sonntag 31. Mai 2026, 17:18
Dead_Guy hat geschrieben:Und genau das mein ich, egal was ich sage man wird mir daraus einen Strick drehen. Was ist denn an Fragen noch offen, hätte man ja deauf antworten können, aber auf mich eindreschen war dann doch einfacher.
Lieber Dead Guy, Wir bemühen uns hier alle, eine zielführende Diskussion zu führen und nehmen dich hier ernst. Ich bin mir aber nicht sicher, was genau dein Ziel hier ist? Für dich werden hier zu viele etablierte Bands zu gut benotet; verschiedene Redakteure haben versucht zu erklären, warum dies so erscheinen mag. Was können wir denn noch mehr tun? Wir werden jetzt sicher keine Task-Force für unbachtete Undergroundperlen aus dem Extrembereich aus dem Boden stampfen. Alle hier machen neben ein klein bischen "Pflicht" das, auf was wir Bock haben. Wenn es Dir nicht gefällt, schade. Die einzige Lösung die ich hier sehe wäre selber Hand anlegen. Du schreibst gerne über Musik? Schreib ein paar Gastreviews. Mach ein Interview. Vielleicht bekommst du eine eigene Kolumne. Werd selber aktiv, fülle unsere Lücke. Allein dieses Angebot sollte schon zeigen, dass Du sehr wohl Ahnung von Musik hast und wir deinen Geschmack voll respektieren. Andersherum fänd ich es schön, wenn Du unsere Präferenzen ebenso respektieren würdest. Ich war letztens bei METALLICA und das war super. Ich liebe die großen Bands ebenso wie z.B. GOLD, was grad in Dauerrotation läuft und hier ist es eben so, dass ich meine METALLICA-Begeisterung mit viel mehr Leuten teilen kann als die für GOLD. War schon immer so und ändert sich auch nicht nicht mehr.
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 31. Mai 2026, 17:22
salisbury hat geschrieben:Was können wir denn noch mehr tun? Wir werden jetzt sicher keine Task-Force für unbachtete Undergroundperlen aus dem Extrembereich aus dem Boden stampfen.
Selbst das tun wir ja gerade, im Black Metal, auch wenn leider noch kein zählbarer Artikel daraus geworden ist. Aber vielleicht kommt der ja im Juni. Wir arbeiten daran.
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von Havoc » Sonntag 31. Mai 2026, 18:46
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Selbst das tun wir ja gerade, im Black Metal, auch wenn leider noch kein zählbarer Artikel daraus geworden ist. Aber vielleicht kommt der ja im Juni. Wir arbeiten daran.
Oh. Das klingt doch schon mal interessant. 
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von Dead_Guy » Sonntag 31. Mai 2026, 22:26
Zuerst: meine erste Aussage war nur ein Wunsch, keine Aufforderung zu sonst was. Was man ändern könnte, keine Ahnung, weil man für seinen Geschmack nichts kann (ich auch nicht für meinen nicht vorhandenen) jedoch wäre es eventuell erfrischend alte Bands genauso zu bewerten wie neue und nicht seine Niebelungentreue (ich nenn das auch blind vor Liebe) stets an erste Stelle zu setzen. Zu dem Angebot mach ich mir mal Gedanken, muss da halt Zeit zu finden auch weil ich schreibertechnisch vergeben bin. Auch wenn ich nicht sicher ob mein Gestammel ähm Geschreibsel wer lesen will, aber ich bin aus Prinzip selbstkritisch.
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von Rüdiger Stehle » Montag 1. Juni 2026, 00:01
Dead_Guy hat geschrieben:Zuerst: meine erste Aussage war nur ein Wunsch, keine Aufforderung zu sonst was. Was man ändern könnte, keine Ahnung, weil man für seinen Geschmack nichts kann (ich auch nicht für meinen nicht vorhandenen) jedoch wäre es eventuell erfrischend alte Bands genauso zu bewerten wie neue und nicht seine Niebelungentreue (ich nenn das auch blind vor Liebe) stets an erste Stelle zu setzen.
Das mit der Nibelungentrue beziehe ich mal auf mich, weil ich zum einen der Einzige bin, der sich den Begriff hier im Hause selbst - mit einem ganz gehörigen Maß an Selbstironie - anheftet, und weil ich zum anderen auch der Einzige in der Redaktion bin, der einen so konsequenten Komplettismus-Fetisch auf der Sammlerebene betreibt. Zuerst zum Begriff der Nibelungentreue. Ich kann mich mit ihm - wie gesagt durchaus selbstironisch - identifizieren, weil ich zum einen die Nibelungen im Besonderen und zum anderen die germanische Mythologie insgesamt abgöttisch liebe. Zum anderen beschreibt er mich halt recht gut, in meiner besonderen Beklopptheit. Nicht nur in Sachen Musik, sondern insgesamt. Aus unzähligen Gründen. Ich habe in meinem ganzen Leben den Wohnsitz nie gewechselt, nie den Job, ich bin nie aus einem Verein ausgetreten, in den ich mal eingetreten bin, und ich kündige noch nicht einmal meine Abos und Verträge, auch wenn ich die Zeitung nimmer lese, oder ein anderer Strom-/Internet-etc... Anbieter günstiger wäre. Ich fahre mein Auto bis es auseinanderfällt... usw... that's me... Mit "blind vor Liebe" hat das 'nen kompletten Nullinger zu tun, weil weder Blindheit gegeben noch Liebe überhaupt erforderlich ist. Bin allgemein eh mehr der Stoiker, als dass ich den Überschwang pflegte. Ich habe überhaupt kein Problem damit, zu sagen, wenn mir etwas an einem neuen Album der entsprechenden Band nicht gefällt, wenn im Verein was schief läuft, oder wenn der Internet-Anbieter nervt (wie gerade jetzt, wo ich extra nachts um Zwölf noch ins Vereinsheim gefahren bin, um hier zu antworten, weil zu Hause das Internet nicht geht). Auch geliebte Bands können subjektiv empfunden schlechte Alben produzieren, und wenn sie das tun, was passiert, dann hab ich auch kein Problem damit, das zu sagen und zu schreiben (man lese zur Überprüfung diverse meiner Manowar-Rezis - meine größte und langjährigste Liebe, und doch habe ich keiner LP oder Mini nach 2000 mehr als 8 bis 9 Punkte gegeben). Wenn sie mir trotz ihrer Fehler oder Schwächen dann am Ende trotzdem Freude mit ihrem Werk bereiten, was regelmäßig passiert, kann auch ein Album mit Schwächen eine gute Note bekommen, weil unsere Notendefinitionen exakt das so vorsehen. Wir haben sie bewusst so definiert, dass sie keinen Anspruch auf eine Objektivität erheben, die es in der Kunstkritik nicht gibt, sondern nur wiedergeben sollen, wie gerne der Rezensent das Album anhört, und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass er es wieder anhören möchte. Wie du richtig sagst: Man kann nichts für seinen Geschmack. Ich versuche, meine Reviews so ehrlich und offen zu schreiben, wie es mir möglich ist. Mit dem was ich gut finde, mit dem, was ich schlecht finde, ja, selbst mit dem, was ich meine, dass andere stören könnte, das mich nicht stört, und umgekehrt, was andere lieben könnten, was mich stört. Die Note ist reine Pflichtübung. Bullcrap for a purpose... Die letzten drei aktuellen 10-Punkte-Alben, die in meine Sammlung gewandert sind, waren "Liturgy Of Death", "Den Vrede Makt" und "La Symphonie des Éclairs". Ein Künstler aktiv seit 1984, einer seit 2014, eine seit 2023. Was sagt das nun über mich, meinen Geschmack und meine Maßstäbe aus? Blind vor Liebe? Nibelungentreu? Bescheuklappt? Offen? Verbohrt? Innovativ? ich weiß ja nicht... wenn ja, dann soll es so sein... gerne alles davon. 
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von Dead_Guy » Montag 1. Juni 2026, 06:22
Du meinst es ist ein Gegenargument das du neueren Manowar statt 10 nur noch 8-9 Punkte gibst, eigentlich bestätigst du genau das was ich sage. Du würdest auch 9-10 Punkte springen lassen wenn Mayhem ein Telefonbuch einkotzen würden während im Hintergund auf Blechtrommeln getrümmerr wird, einfach weil Mayhem drauf steht und St. Anger ist ein gutes Album weil Metallica, bei ner neuen Band wäre es zwar schrott, aber wenn die Band Legendenstatus hat dann kann man auch bei allen Sachen egal wie die Qualität ist gute Noten droppen womit sie am Ende obsolet werden.
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von frankjaeger » Montag 1. Juni 2026, 07:40
Es ist schon sehr ermüdend, wenn nur eine Seite versucht, konstruktiv zu sein. Ich frage mich nur, warum dann das Ganze?
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von Dead_Guy » Montag 1. Juni 2026, 09:09
Und ich frage mich warum man Kritik und das aufmerksam machen von Fehlern in der eigenen Logik als destruktiv vermarkten will.
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von Rüdiger Stehle » Montag 1. Juni 2026, 10:02
Dead_Guy hat geschrieben:Du meinst es ist ein Gegenargument das du neueren Manowar statt 10 nur noch 8-9 Punkte gibst, eigentlich bestätigst du genau das was ich sage. Du würdest auch 9-10 Punkte springen lassen wenn Mayhem ein Telefonbuch einkotzen würden während im Hintergund auf Blechtrommeln getrümmerr wird, einfach weil Mayhem drauf steht und St. Anger ist ein gutes Album weil Metallica, bei ner neuen Band wäre es zwar schrott, aber wenn die Band Legendenstatus hat dann kann man auch bei allen Sachen egal wie die Qualität ist gute Noten droppen womit sie am Ende obsolet werden.
Ich schlage vor, du liest meine "St. Anger"-Rezi, bevor du hier Dinge behauptest, die einfach komplett an jeder Realität vorbeigehen: https://www.powermetal.de/review/review ... 12785.htmlDas war, bevor wir Punkte vergeben haben, aber Stand heute stünde eine 3/10 drunter. Es ist für mich das schlechteste Album meiner Sammlung, die durchaus groß ist. Ähnlich beschissen ist witzigerweise nur das "Pure Fucking Armageddon"-Tape von Mayhem. Das liebe ich trotzdem, aber es ist auch allenfalls eine 3/10. Eine neue Mayhem, die ich ähnlich bescheiden fände, wie die Metallica, bekäme auch eine 3/10. Das würde mich zwar nicht dran hindern, sie mir trotzdem in 3 Auflagen zu kaufen, aber die Liebe zur Band würde mich sicherlich auch nicht daran hindern, sie schlecht zu bewerten. Du unterstellst mir hier Dinge, die keinerlei Zusammenhang mit der Realität haben. Fakt ist allerdings, dass mich Bands, die ich mag - und zwar völlig egal, ob alt oder jung - selten enttäuschen, weil das Prädikat "die mag ich" schon mal grundlegend voraussetzt, dass ich mich in ihrem Sound, ihrem Ausdruck, ihrer Kompositionsweise zu Hause fühle. Ist dieser Nexus mal entstanden, ist es relativ unwahrscheinlich, dass eine völlige Entfremdung eintritt. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel (siehe St. Anger, siehe The Final Frontier). Wenn du dabei bist, darfst du auch gerne meine Manowar-Rezi lesen, aus der sich sehr deutlich ergibt, was an der Scheibe Mist ist, was mich an der Scheibe stört, warum ich es trotzdem liebe, und wie bewusst mir die Subjektivität des ganzen Krams ist: https://www.powermetal.de/review/review ... 20512.htmlNoten sind immer obsolet, wenn du sie nicht im Kontext von Rezension und Rezensent liest. Das ist der Punkt. Sie dienen für mich ausschließlich dem Spielchen des Soundchecks. Davon abgesehen sind sie komplett sinnlos, wenn du den Rezensenten nicht einschätzen kannst. Warum auch ein eher schwaches Manowar-Album von mir 8 oder 9 Punkte bekommt, liegt exakt daran, dass unsere Noten so definiert sind: 8.0 Ein Album, das man häufiger auflegen wird. => Ich habe in dem entsprechenden Jahr kein Album häufiger aufgelegt als "The Lord of Steel" 8.5 Ein Album, das man häufiger auflegen wird und auf jeden Fall Hits hat. => Ich liebe 'Touch The Sky', 'El Gringo', 'Righteous Glory', 'Born In A Grave' und das Titelstück abgöttisch. Sie sind für mich Hits, die ich immer und überall mitsingen kann und mitsingen will. Das klappt nicht einmal bei den meisten Alben, die ich deutlich besser bewertet habe, als "The Lord of Steel". 9.0 Ein Album, das dafür sorgt, dass man mitsingt/tanzt/zuckt. => Du hättest mich sehen sollen. Ich habe normalerweise ein sehr unterkühltes Temperament, was körperliche Reaktionen auf Musik angeht, aber bei der Scheibe ist halt einfach exakt, genau, 100% das passiert: Bin durch die Bude getobt wie ein Fünfjähriger. Und auch genau darauf geht die Rezi ausführlich ein. Wären sie anders definiert, hätte ich auch kein Problem damit, dem Album eine schlechtere Note zu geben. Einfach, weil Noten mir komplett egal sind und nur relevant ist, was in der Rezi steht. Hätte die Notendefinition einen stärker objektivieren Fokus, stünde unter "The Lord Of Steel" eine niedrigere Note. Auch das wiederum ist Thema der Rezi. Dead_Guy hat geschrieben:bei ner neuen Band wäre es zwar schrott, aber wenn die Band Legendenstatus hat dann kann man auch bei allen Sachen egal wie die Qualität ist gute Noten droppen womit sie am Ende obsolet werden.
Und das hier nehme ich dir langsam übel, einfach weil ich das noch gar nie gemacht habe und weil du das einfach so in den Raum stellst, ohne dass ich dir dafür jemals einen Anlass gegeben hätte. Ich habe niemals eine Band schlecht bewertet, weil sie jung ist. Nie. Ganz im Gegenteil. Schau gerne alle meine Rezis durch und suche mir eine heraus, in der ich eine neue Band schlecht geredet hätte. Es gibt eine einzige Rezension von insgesamt 1464 aus über zwanzig Jahren in diesem Laden, in der ich eine junge Band wirklich ausgesprochen schlecht bewertet habe, und ich denke nach wie vor, dass das seinerzeit verdient war, und auch da hatte es einfach exakt gar nichts damit zu tun, dass die Band jung war.
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von Holger Andrae » Montag 1. Juni 2026, 11:22
Dead_Guy hat geschrieben:Und ich frage mich warum man Kritik und das aufmerksam machen von Fehlern in der eigenen Logik als destruktiv vermarkten will.
Dir fällt schon auf, dass Rüdiger Dir hier einen große Tube Zeit opfert, sich die Mühe macht, Dir etliche Beispiele zum Gegenchecken liefert, seine Gedanken darlegt und sogar extra nachtens die Örtlichkeit wechselt, um genau dies zu tun: Deine Kritik ernst zu nehmen. Alles was Dir nun wieder einfällt ist, einen nicht durchdachten Reflex-Einzeiler hier hinen zu husten. An Rüdigers' Stelle wäre ich jetzt sauer. Das schreibe ich jetzt bewusst aus Sicht Dritter, denn meine Sicht ist bereits sehr stark getrübt.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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