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von firestarter » Montag 10. Januar 2011, 00:38
mindreader hat geschrieben:Ich verstehe nicht, warum so viele Musikfans so unsäglich rückwärtsgewandt sind.
Das liegt ganz einfach daran, dass Musik grundsätzlich mit Emotionen verknüpft wird und somit später zu regressivem Schwelgen einläd. In Reinkultur stellt das aber nicht die Regel dar, da wirkliche Musifans auch gleichermaßen Neues entdecken wollen. Ich erlebe das bei mir über die Jahre als Wellenbewegung.
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von Peter Kubaschk » Montag 10. Januar 2011, 11:43
Eben. Musik ist mit Emotionen und Erinnerungen verknüpft. Fast jeder sagt doch, dass das Album, mit dem man die Band entdeckt hat (mit) am Besten ist. Und nur die wenigsten finden das fünfte, siebte oder zehnte Album nach Entdeckung der Band am Tollsten. Einfach, weil man nicht mehr diese Aufgeregtheit verspürt, diese Euphorie gerade eine Band kennengelernt zu haben, die einen wirklich mitten ins Herz trifft. Und wenn das fehlt, ist das Album halt auch gleich "weniger gut", eben weil man eine ganz andere Bindung dazu hat. Und die älteren Herren hier sind nun mal oft mit "Iron Maiden" oder "Killers" aufgewachsen und haben dazu einen ganz anderen Bezug als die jüngere Generation, die wie Jhonny mit "Brave New World" zu MAIDEN gefunden haben. Das ist ein komplett anderer Sozialisierungsprozess. Ist doch klar, dass die Musik dann auch völlig unterschiedlich wahrgenommen wird. Das hat überhaupt nichts mit "Rückwärtsgewandheit" zu tun.
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von Rüdiger Stehle » Montag 10. Januar 2011, 12:17
drifter hat geschrieben:Totales ignorieren des The X Factor Album. Ich sage mal das diese Ignoranz einfach davon kommt das die meisten dieses düstere Maiden Werk einfach nicht kennen und deswegen ein paar Best of Songs aufzählen. Sehr schade.
Ich würde einfach mal unterstellen, dass die meisten hier das Album kennen. So unbekannt ist es ja nun wirklich nicht. Ich finde die Scheibe im Übrigen sehr gut, und bei mir waren "The Sign Of The Cross", "Man On The Edge" und "Judgement Of Heaven" in der Vorauswahl, aber in die Top 20 hat es dann doch nicht gereicht. Zur Rückwärtsgewandtheit wurde das meiste gesagt. Bei mir ist mit "Fear Of The Dark" ein Album massiv in der Liste vertreten, das andere gerne als "sehr durchwachsen" bezeichnen. Für mich war eben das der Beginn der innigen Maiden-Verehrung.
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von Martin van der Laan » Montag 10. Januar 2011, 12:23
"Fear Of The Dark" ist definitv große Klasse. Von "X Factor" schlagen mir dagegen die Füße ein. Die Neue finde ich übrigens auch sehr zwiespältig. Die Kompositionen sind mir zu langatmig...
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von Rüdiger Stehle » Montag 10. Januar 2011, 12:33
Die neue ist nicht nur zwiespältig, sondern eine ziemliche Katastrophe. Dagegen ist der X-Faktor ein Götteralbum.
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von frankjaeger » Montag 10. Januar 2011, 12:33
Martin van der Laan hat geschrieben:Die Neue finde ich übrigens auch sehr zwiespältig. Die Kompositionen sind mir zu langatmig...
Echt, findest du? Dabei sind die doch total straight und knackig, fast alle Songs unter 10 Minuten, fast gar keine Wiederholungen, nutzen sich auch kaum ab, nachdem man diese halbe Ewigkeit investiert hat das Ding mehrfach durchzuhören, und dann noch dieses Super-Intro! (Wer Sarkasmus findet darf ihn behalten  )
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von drifter » Dienstag 11. Januar 2011, 02:41
Bei mir hat sich auch die erste Euphorie zum neuen Werk gelegt. Es ist von Maiden, somit ist natürlich einiges an Brauchbaren drauf. Aber das schwächste Album seit dem letzten Sängerwechsel (der der zusätzlichen Planstelle für einen dritten Gitarristen), aber noch vor den beiden schwächsten FOTD und NPFTD. Das Album fängt auch für mich erst ab dem 4.Song so richtig an . Das Satellite 15 finde ich hingegen überraschend (nicht überragend). Normal haben Maiden immer flotte Opener wie "Different World", "Aces High", "Futureal" usw., Ausnahme war bisher nur das "The X Factor" (ah, da sind wir ja wieder).
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von Rüdiger Stehle » Dienstag 11. Januar 2011, 08:51
drifter hat geschrieben:Aber das schwächste Album seit dem letzten Sängerwechsel (der der zusätzlichen Planstelle für einen dritten Gitarristen), aber noch vor den beiden schwächsten FOTD und NPFTD.
Da bin ich natürlich gänzlich anderer Meinung. Vor allem "FOTD" wischt mit "TFF" den Boden auf, und sogar "NPFTD" raucht die Neue locker in der Pfeife. 
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von Jhonny » Dienstag 11. Januar 2011, 09:34
Rüdiger Stehle hat geschrieben:drifter hat geschrieben:Aber das schwächste Album seit dem letzten Sängerwechsel (der der zusätzlichen Planstelle für einen dritten Gitarristen), aber noch vor den beiden schwächsten FOTD und NPFTD.
Da bin ich natürlich gänzlich anderer Meinung. Vor allem "FOTD" wischt mit "TFF" den Boden auf, und sogar "NPFTD" raucht die Neue locker in der Pfeife.
Fear Of The Dark schlägt die neue tatsächlich recht locker, aber bei mir läuft jedes Maiden-Album klar vor No Prayer über die Ziellinie ein. Heute würde ich der neuen wohl 8,5 bis 9 Punkte geben, der große Schwachpunkt sind einfach die ersten beiden Nummern, also das Intro und El Dorado, da sie einfach überflüssig sind. Gerade zum Schluss hin finde ich die Scheibe aber stärker als die beiden Vorgänger. Ich höre übrigens weiterhin gerne die dance Of Death, und das nicht nur wegen Paschendale. Ist aber trotzdem die schwächste Reunion-Scheibe.
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von SharkPredator » Dienstag 11. Januar 2011, 20:42
el dorado ist ja wohl mal ein richtiger knaller....
dance of death kommt in der öffentlichen meinung imho auch zu schlecht weg, ich mag die platte..lieber als z.b. brave und ich denke auch lieber als matter of life and death. paschendale läuft da bei mir auch klar hinter face in the sand, montsegur, journeyman und rainmaker ein, finde den song zwar stark aber überschätzt
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