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von lenbert » Sonntag 21. Dezember 2025, 17:33
Pillamyd hat geschrieben:PRIMORDIAL – Exile Amongst The Ruins (2018): Mit diesem Album fing es an, dass die Begeisterung nachließ. Heute strapaziert es auf ganzer Linie meine Nerven. Erstaunlich, wie sich das Blatt wenden kann.
Ich empfinde den Song leider auch fast schon als nervig, weil er für mich ungewöhnlich jammernd klingt. Bei PRIMORDIAL brauchte ich aber auch bei den Songs, die mir gefallen, viele Durchläufe, um auf den Geschmack zu kommen.
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lenbert
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von Jens Wilkens » Sonntag 21. Dezember 2025, 21:19
Eine Gruppe, die mich nicht unbedingt begeistert. Aber die Reihung fiel hier leichter als in anderen Gruppen.
01. PRIMORDIAL - Exile Amongst The Ruins Wieder ein schöner, intensiver Song von PRIMORDIAL. Schöne Gitarren, doomy, episch. 02. REVAMP - Kill Me With Silence Hebt sich angenehm von den anderen Stücken der Gruppe ab. War mir vorher kein Begriff. Die Kickdrum kickt.
03. SLASH - Anastasia Hätte sich nicht unbedingt SLASH auf Anhieb zugeordnet. Gefällt mir gut. Gitarre und Schlagzeug klingen gut.
04. KRUX - He Who Sleeps Amongst The Stars Die zweite Band, die mir hier nichts sagte. Instrumental super, die Stimme ist etwas blass. Braucht vielleicht noch ein oder zwei Durchläufe. Bisher sieht es ja gut aus für den Song.
05. HEATHEN - Dying Season Schöne, für HEATHEN typische Gitarrenarbeit. Nicht ganz auf einem Niveau mit den ersten beiden Alben.
06. EXUMER - Dark Reflections Generisch, aber durchaus gefällig. Ja, geht ganz gut ab. Da kenne ich nur das Frühwerk.
07. OVERKILL - Let's All Go To Hades Mit OVERKILL ab den 90ern kann ich nicht mehr viel anfangen. Der Song macht da keine Ausnahme.
08. GRINDERMAN - Mickey Mouse And The Goodbye Man GRINDERMAN ist das Projekt von Nick Cave, das mir am wenigsten gefällt. Das Video ist immerhin sehenswert.
09. THE BLACK DALIAH MURDER - Nightbringers Hat mir noch nie gefallen.
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von Martin van der Laan » Montag 22. Dezember 2025, 22:08
Holla, die Waldfee, ganz großes Tennis wird hier geboten in Gruppe 6. Unangefochten vorne natürlich und ohne ernsthafte Zweifel die grandiose KRUX-Hymne 'He Who Sleeps Amongst The Stars', zusammen mit 'Emly Payne' und 'Prince Azaar' die Highlights des Meisterwerk "Krux III". Sensationelle Ganzkörper-Putenpelle! Und ich Trottel hab damals 8,5 Punkte in einem der besten Soundchecks aller Zeiten vergeben, ein ganzer Punkt mehr wäre angemessen gewesen. Wir waren alle von VEKTOR geblendet im Dezember 2011 fürchte ich. Platz 2 kann nur an PRIMORDIAL gehen, eine faszinierende Band, die es immer wieder schafft, große Emotionen, erdige Sounds und breitwandige Kompositionen wunderbar miteinander zu verschmelzen. Bei dieser sensationellen Konkurrenz muss HEATHEN leider Gottes mit Platz 3 vorlieb nehmen; fast jede andere Gruppe hätte 'Dying Season' locker gewonnen. Nach mehrfacher unvoreingenommener Prüfung geht Platz 4 an SLASH, der hier vorgestellte Song packt mich total und macht große Freude, da passt einfach alles. Der Old School-Thrash von EXUMER landet trotz aller Schema F-Vorbehalte aufgrund der puren Durchschlagskraft vor einem OVERKILL-Song, der nicht das abbildet, wozu diese Band in der Lage ist. Das ist höchstens unteres Mittelfeld im Back-Katalog einer großartigen Truppe. Auf den verbleibenden Plätze REVAMP, deren Song ich zumindest interessant finde. GRINDERMAN und THE BLACK DAHLIA MURDER können mich leider nicht überzeugen.
668 - Neighbor of the Beast
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Martin van der Laan
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von salisbury » Dienstag 30. Dezember 2025, 13:28
Gruppe 6 fand ich auch wieder stark, sehr metallisch, hier möchte ich eigentlich auch dass mehr als vier Songs weiter kommen.
Ganz vorne ist bei mir REVAMP mit einem der wohl meistheörten Songs in der Dekade. Kennengelernt habe ich die Band bei einem Konzert als Support vor weiß ich nicht mehr. Aber Frank war dabei. "Das ist übrigens Floor Jansen" erklärte er mir, denn ich hatte keine Ahnung was da gerade hörte. Aber es hat mich schon live voll abgeholt und ich habe mir glaub ich gleich nach dem Konzert oder kurz darauf die "Revamp"-Debüt CD besorgt. Was mir darauf neben dem überragenden Gesang sofort auffiel war der vertraute Gitarrensound. Und siehe da, Waldemar Sorychta ist dafür verantwortlich, hat sogar teilweise selbst ein paar Spuren eingespielt. Ich finde, die Mischung aus GRIP INC. und symphonischen Sounds mit Floors Stimme ist eine Killerkombination, für mich auch absolut einzigartig im Genre und auch für die Band, denn nur das Debüt klang so. Also Klang voll toll, 'Kill Me With Silence' Songaufbau genial und den Refrain finde ich einen der packendesten seiner Zunft, so unterschiedlich sind Geschäcker, gell. Elf von zehn.
Vielleicht habe ich gelogen, denn es könnte sein, dass ich SLASHs 'Anastasia' noch öfter gehört habe als REVAMP. Es ist nämlich einer von Metal Me's Lieblingen, der Song läuft schon seit über acht Jahren regelmäßig und nutzt sich überhaupt nicht ab, Rang 2 bei mir.
Noch nie vorher gehört habe ich den PRIMORDIAL-Song. Es ist sehr oft bei mir so, dass ich Bands für zwei bis drei Alben liebe aber dann das Interesse verliere, ich bin da oft eine treulose Tomate. 'Exile AMongst The Ruins' ist aber völlif faszinierend. Habt ihr denn das Video angesehen? Ich nur halb, ich kann sowas momentan nicht sehen, aber die Musik dazu, Holla die Waldfee, vor allem das Finale.
Danach ein kleiner Sprung, der HEATHEN-Song gefällt mir von den bislang in diesen Spielen Nominierten am Besten, schnell, verspielt, melodisch und ein "richtiger" Gesang, so mag ich Thrash am Liebsten. Ex equo dann KRUX, ich mag die Band, mochte schon ABSTRAKT ALGEBRA, toll! Überrschanderweise würde ich BLACK DAHLIA MURDER mit den beiden Songs gruppieren, musikalisch eigentlich nicht so meins, aber der Song hat einen Höllengroove, gute Riffs und auch der Gesang ist passend eingebettet. Noch überraschender votiert Metal Me den Song gar auf Platz zwei, aber die hat schon beim ersten Hören vergnügt mitgewippt.
Ich höre gerade oft das OVERKILL-Debüt "Feel The Fire", noch ein Thrash-ALbum das ich sehr gerne mag. Dieser Song ist aber irgendwie nicht sooo gut, klar, die charismatischen Elemente der Band blitzen schon auf, aber ich finde es deutlich schwächer als die sechs beschriebenen Song.
Auch GRINDERMAN ist schon ganz cool, schon wegen der Stimme, aber musikalisch lässt es mich eher kalt, müsste man wohl mehr von oder öfter hören.
Am Schluß dann EXUMER. Für einen Song vielleicht ganz unterhaltsam, aber Julian spricht es ja schon ganz aus, Holg irgendwie auch. Ich habe glaub ich damals im Soundcheck fünf Punkte für das ganze Album gegeben, immerhin!
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von Joe » Samstag 3. Januar 2026, 11:55
Was für eine Gruppe! Die Top 6 hätten in anderen Gruppen locker die Top 2 erreicht. Nur The Elongated Name Debators konnten mich nicht wirklich überzeugen.
01. KRUX – He Who Sleeps Amongst The Stars Dieser Refrain! Allein deswegen könnte es in dieser Gruppe gewinnen, aber der Rest des Liedes ist auch großartig. Ich musste auch sofort an Rainbow denken. Ich muss mir unbedingt mal die Zeit nehmen, das ganze Album anzuhören.
02. REVAMP – Kill Me With Silence Sofort sympathisch und interessant.
03. HEATHEN – Dying Season Tolle Gitarrenarbeit! Mir gefällt dieser Song richtig gut, viel besser als der vorherige Heathen-Song.
04. PRIMORDIAL – Exil inmitten der Ruinen Ich habe Primordial erst spät entdeckt. Ich kann absolut verstehen, dass die Leute das schon seit 10 Jahren hören und nicht noch mehr vom Gleichen brauchen. Aber für mich als Neuling hatte dieses Album einige absolute Perlen.
05. GRINDERMAN – Mickey Mouse And The Goodbye Man Genau mein Nick-Cave-Sound. Was für ein Drama! Ich sage ja immer, Nick Cave ist mal gut, mal schlecht, aber das hier ist ein Volltreffer.
06. SLASH – Anastasia Ich habe Slashs Gitarrenspiel schon immer bewundert. Er vereint großartige Melodie mit technischem Können.
07. OVERKILL – Let's All Go To Hades Eine ausgelassene Partyhymne. Ich brauche sie nicht ständig, aber wenn ich eine Partyhymne brauche, ist sie da.
08. EXUMER – Dark Reflections Guter Thrash! Gefällt mir.
09. THE BLACK DALIAH MURDER – Nightbringers Das hat mich nicht so überzeugt.
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von Jhonny » Montag 12. Januar 2026, 12:01
Der EXUMER Song ist stark, wie das Album auch!
Mit GRINDERMAN kann ich wenig anfangen. Ich würde Nick Cave gerne mögen, aber mich spricht auch der Gitarrensound nicht an.
Die HEATHEN Nummer ist, wie das Album auch, sehr ordentlich.
Noch besser finde ich diesen feinen, mir bisher unbekannten KRUX Song, der auch CANDLEMASS-Alben aufwerten würde.
Die OVERKILL-Scheibe lief ewig nimmer, aber die Band ist ja eigentlich immer geil. Nicht einer ihrer besten Songs, aber gut!
Einer der besten PRIMORDIAL-Songs der letzten Jahre folgt. War ein mega Album!
REVAMP kenne ich bisher nur vom Namen. Schon gut gemacht, aber nicht so meine Baustelle.
Die SLASH Scheibe lebt natürlich vom geilen Gesang. Nice.
THE BLACK DAHLIA MURDER ist schon eine der starken moderneren Death Metal Bands. Müsste ich noch mehr hören.
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von kingdiamond » Dienstag 13. Januar 2026, 02:51
Fällt mir ganz schwer zu dieser Gruppe etwas zu schreiben... Der erste Platz geht ganz klar an KRUX, ist übrigens nicht der einzige klasse Song auf diesem Album. ...gefolgt von einem sehr guten HEATHEN-Song, über den ich bei den Soundcheck-Siegern ja mal wieder gestolpert bin. Auch starkes Album - wird allerdings recht selten gehört. Die unteren beiden Plätze waren auch schnell klar. Da ich nicht abstreiten möchte, dass sich Frau Jansen durchaus bei AYREON gut einfügt, gibt es hier einen Bonuspunkt, welcher aber GRINDERMAN auf dem letzten Platz landen lässt. Und dazwischen? Ja, eher tagesformanhängige Reihenfolge: Hatte erst SLASH auf der 7, aber der Song steigerte sich in 2026... EXUMER wurde dann durchgereicht, leider fehlt mir da irgendwie das gewisse "Etwas". Mit PRIMORDIAL fremdel ich ja generell, den Song finde ich aber besser als gedacht. Vermutlich werde ich in den Folgerunden noch die Chance haben, ihn zu kapieren...oder auch nicht...also beides: Chance oder kapieren. Zu OVERKILL stehe ich grundsätzlich mittlerweile positiv neutral, was dann für die 4 reicht. Den Außenseiter-Bonus gebe ich hier an TBDM. Ist zwar auch nicht mein bevorzugtes Genre, kann sich aber stilistisch etwas abgrenzen und darf bei mir in dieser Gruppe ebenfalls weiter...
Die Belohnung für Geduld ist Geduld! Was man anfängt, muss man auch zu En
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von Eike » Donnerstag 22. Januar 2026, 14:52
Carpathia hat geschrieben:01. KRUX - He Who Sleeps Amongst The Stars 02. REVAMP - Kill Me With Silence
Yeah, let's bring 'em home!
Music is the only religion that delivers the goods. (Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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von Rüdiger Stehle » Montag 16. Februar 2026, 16:54
01. Overkill - Let’s All Go To Hades (2017) => Ich mag ja witzigerweise von NewKill das als "back to business"-Album "Ironbound" fast am wenigsten, weil mir da trotz toller Songs der Sound too much ist. Das gefällt mir auch dieser Scheibe besser. Klingt transparenter, atmet mehr. Durch Basskönig D.D.Verni und Blitzens Stimme, ist das in dieser Gruppe bei aller Klasse der anderen Spitzenkandidaten halt doch die trademarkigsten Band überhaupt. Da der Song auch ein Treffer ist, gibt das die Pole-Position.
02. Krux - He Who Sleeps Amongst The Stars (2011) => Aus dem Candlemass-Kosmos ist halt echt nie etwas Schlechtes gekommen, oder? Levén ist natürlich ein toller Sänger, ich mochte an Krux aber immer ganz besonders die Arbeit von Sandström und Stjärnvind. Die gute alte Death-Metal-Schule lugt da kräftig durch, ohne das Doom-Feld zu verlassen. Einer ihrer größten Hits.
03. Primordial - Exile Amongst The Ruins (2018) => Für viele Metalheads ist PRIMORDIAL ja die beste Band aus Irland. Bei mir - ich verfolge beide Bands seit dem ersten Demo - ging der Titel stets an CRUACHAN. Bei Alan & Co. bin ich immer ein bisschen hin- und hergerissen. Die doomigen, schwarzmetallischen, epischen und paganen Einflüsse, und die hörbare BATHORY-Inspiration sind alle Teil meiner musikalischen DNA, aber doch ist es mir bei Alan manchmal vor allem gesanglich ein wenig zu viel Pathos, der kurz vorm Schwülstigen ist. Trotzdem natürlich eine Mega-Band, und das ist ein richtig tolles Stück und ein schönes Video.
04. Exumer - Dark Reflections (2016) => Ich mag Exumer schon immer sehr gerne, als die slayerigste der alten deutschen Thrash-Bands, die aber durch Mems markante Stimme trotzdem immer eigenständig klang. Auch die Sachen seit der Reunion sind sehr fein. Auf jeden Fall ein Weiterkommkandidat für mich.
05. Heathen - Dying Season (2010) => Damals ein sehr willkommenes Comeback, das irgendwie dann doch nicht das Feedback bekam, das es verdient hätte. Der Sound wurde oft kritisiert, wenn ich mich recht entsinne. Gut, die Drums sind ein wenig zu ballerig im Mix, aber nichts, was später nicht noch schlimmer geworden wäre, genreweit. Schönes Sitar-Intro, und ein echt richtig guter Song. Ich liebe Davids Gesang total.
06. Slash - Anastasia (2012) => Slash spielte in meiner musikalischen Selbstfindung irgendwie keine wirkliche Rolle. Außer, dass es schon cool war, wie er in vor der Kirche, ein tolles Solo spielte bei November Rain. Aber auch seine Stammband war nie besonders relevant für mich. Das hat sich mit seiner Solomarke auch nicht ernsthaft geändert, wobei das schon echt gute Rockmusik ist. Da gibt's nix. Und Myles Kennedy lässt jedenfalls Sinnvolleres über die Lippen gleiten als seine Nachnamensvettern Robert F. und John Neely. Soli ebenfalls toll. Der Mann (also Slash) kann schon was.
07. ReVamp - Kill Me With Silence (2010) => Auch hier: Never heard of! Viel Elektronik, loopiger Beat. Witzigerweise habe ich an der Stelle, wo klar war, dass die Stromgitarren einsetzten, fast gehofft, dass sie es nicht tun. Ich mag das in den trippigen, gruftigen, zarten Passagen tatsächlich sehr gerne. Die Sängerin macht einen tollen Job. Die bombastischen Heavy-Parts sind mir dagegen etwas zu genretypisch. Auf der anderen Seite kriegt man die Kurve, und Frau Jansen rettet es durch ein paar wirklich bärenstarke Parts dann auch im metallischen Kontext auf ein: Doch, stark!
08. Grinderman - Mickey Mouse And The Goodbye Man (2010) => Von dieser Band habe ich noch nie gehört. Eher kruder Stoff. Mantrisch verdrogte 1960er-Note und muffig bluesig bekiffter Gesang. Ist mir ein wenig zu sehr die Waberklasse, um richtig drauf anzuspringen.
09. The Black Dahlia Murder - Nightbringers (2017) => Wenig überraschend geht das Schlusslicht an die Dahlien. Es ist jetzt nicht so, dass ich das irgendwie schlimm fände. Musikalisch ist das sehr gut gemacht, die Leadgitarren sind phänomenal gut, und das Klangbild ist bei anderen Genreexponaten auch deutlich schlimmer. Das kann ich mir also schon anhören, aber es hat einfach nullkommanix, was mich irgendwie persönlich berühren könnte, aufhorchen ließe, mich ästhetisch anspräche. Lässt mich auf allen Ebenen kalt. Immerhin ersparen sie mir den im Modenen Melodic Death und Metalcore ja durchaus einprogrammierten Emo-Klargesang.
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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von Eike » Montag 16. Februar 2026, 23:55
Rüdiger Stehle hat geschrieben:08. Grinderman - Mickey Mouse And The Goodbye Man (2010) => Von dieser Band habe ich noch nie gehört. Eher kruder Stoff.
Ja,eher kruder Stoff. Wobei das noch einer der kreativeren/progressiveren Outputs ist. Das ist so ein Midlifecrisisprojekt vom australischen Höhlenklaus. Wir spielen dreckigen One-take-Bluesrock und drehen alle Amps auf 11. Riecht schon von weitem nach alter Mann, der die Radikalität der Jugend verloren hat, aber die Altemannmucke räudig verpunken muss, um sich das nicht einzugestehen. Minimalismus ist völlig okay, nur kann das der weißgestreifte Hannes besser, ob solo oder in rotweiß: Kratzbürstiger, eingängiger, kreativer, trotzdem traditionsgeschwängert. Aber okay, bei anderen kamen die seltsamen Midlifecrisisprojekte deutlich früher im Leben als beim Cave, und hörbar ist es halt immer noch. Der Typ ist halt zu gut um wirklich schlecht zu sein. Trotzdem riecht mir das zu muffig. Wobei der Song hier, wie gesagt, für dieses Projekt noch fast spritzig ist. So spritzig wie eine Seniorenblase.
Music is the only religion that delivers the goods. (Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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