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von Holger Andrae » Donnerstag 22. Januar 2026, 12:03
Beim neuen Song weiß ich noch nicht so recht, was ich davon halten soll. Dukes nervt mich weniger als erwartet, der Sound ballert zum Glück weniger als befürchtet, aber das Riffing ist leider etwas schlanzig. Das Artwork ist mir beinahe egal. Dieses Bonbonfarben finde ich in unserer dunklen Zeit aber beinahe erfrischend. Gary lacht sich bestimmt halbtot darüber.
Sidenote: Ich bin natürlich doppelt froh darüber, dass hier Hunting klöppelt. Nicht nur aus dem Grund, dass er immer noch fir genug ist, eben dies zu tun, sondern auch, weil er eben unvergleichlich menschlisch spielt. Bostaph ist halt eine Maschine, während Hunting Hunting eben beinahe wirr spielt. Passt zu Exodus.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Pillamyd » Freitag 23. Januar 2026, 09:16
Da sind wir ja in der Wahrnehmung nahezu 1:1. Diese Attribute lassen mich gerade, obwohl ich eigentlich sehr abwartend bin, vorfreudig zurück. Wie gesagt, den Sound empfinde ich besser als zuletzt, aber es ist doch angenehmer und der Song gefällt mir von mal zu mal besser.
Übrigens ist es das erste Mal seit 22 Jahren, dass Andy Sneap sich nicht für das Mixing und Mastering verantwortlich zeigt, sondern ein gewisser Mark Lewis - der 2018 für den Remix von "Killing Is My Business" zuständig war oder auch für die letzten zwei NILE Alben, wie auch für das 2014er Werk von CANNIBAL CORPSE und der "V" von HAVOK. Das sind teilweise auch brettballerige Produktionen.
Aber irgendwie habe ich das Gefühl von frischem Wind. Vor allem ist es hier so, dass ich zunächst auf die Musik gespannt bin und dann schaue, ob sich das bestätigt. Auch dass wohl jeder seinen Beitrag zum neuen Album und darüber hinaus geleistet hat, scheint Neu zu sein im Bandgefüge. Aber ganz klar: alles spannende Komponenten.
Anmerkung zur Bandbeteiligung: Altus hat ziemlich viel Musik geliefert. Hoffentlich im Umkehrschluss nicht zu viel Text... ...das wäre dann ein Minuspunkt, oder zwei.
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von Holger Andrae » Freitag 23. Januar 2026, 10:11
Ja. je weniger Text von Lee desto besser.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Pillamyd » Freitag 23. Januar 2026, 22:22
Ich hab seit der Ankündigung noch einmal alle Alben durchgehört und mich dann gefragt ob ich die Diskographie jemals gerankt habe. Ich habe nichts gefunden, als dann hier:
01. Bonded By Blood 02. Tempo Of The Damned 03. Fabulous Disaster 04. Shovel Headed Kill Machine 05. Pleasures Of The Flesh 06. Impact Is Imminent 07. Exhibit: The Human Condition 08. Force Of Habit 09. Blood In Blood Out 10. Persona Non Grata 11. The Atrocity Exhibition: Exhibit A
Kurzkommentare -
Bonded By Blood Dazu muss ich nicht mehr allzuviel sagen. Habe ich erst kürzlich. Unangefochten...Thrash Evangelium.
Tempo Of The Damned: Kommt direkt danach. Beste Gesangsleistung von Zetro. Für mich eines der geilsten Comeback Alben ever. Wenngleich ich mich schon oft dabei ertappt habe, bei dem Gedanke, wie die Band geklungen hätte, wenn der Paule nicht von uns gegangen wäre. Aber das Riffing --> nicht von dieser Welt. So schlüssig, so feurig, so lichterloh.
Fabulous Disaster: Direkter und trockener in der Produktion als auch im Songwriting. Dabei sind sie allesamt einfach spitze, viele Hits. Ich finde hier kommt auch das Können so zur Geltung, dass auch der letzte Kritiker verstummen müsste.
Shovel Headed Kill Machine: Mein erstes Album der Band und mein allererstes gekauftes Album. Ich liebe diesen Bass vor allem. Dukes klingt hier eigenständig und passend zu dem rasiermesserscharfen Geriffe, den knallharten Songs. Ohne Kompromisse, voll auf die Zwölf.
Pleasures Of The Flesh: Für mich etwas holprig im Gesamtwerk. Sicher, tolle Songs sind natürlich gegeben. Aber Zetro gefällt mir hier manchmal nicht so gut. An manchen Stellen ist das Album sogar mutig. Mir fehlt etwas die Durchschlagskraft auf dem Album. Vielleicht ein Produktionsding, dass ich aber nie so recht hinterfragt habe. Insgesamt: Meckern auf hohem Niveau. Wir sprechen immerhin von Platz 5. Wenn dann stockt der Atem, weil es hinter dem Dukes seinen Platz findet.
Impact Is Imminent: Führt den Weg konsequent fort. Etwas sperriger, etwas verkopfter. Vielleicht das größte Problem der Scheibe. Aber ich habe auch immer noch einen kleinen faible für Alben, die sonst kaum Erwähnung finden.
Exhibit B: The Human Condition: Songorientierter als der Vorgänger. Es stehen nicht mehr nur das Riffing und deren Eskapaden im Fokus. Es wirkt in sich geschlossener und kompakter.
Force Of Habit: Mag ich noch ganz arg. Wir sprechen in Punkten bis jetzt immer noch von einer 8 von 10. Es ist an manchen Stellen nur zu lang und die Produktion erschlägt mich ab und an in seiner Wuchtigkeit. Nein, nicht Knalligkeit, das kam später. Es ist wirklich die Wucht, die ich manchmal krass finde. Ein netter Ausflug, der schlüssiger ist und glaubwürdiger, als es manch eine andere Bay Area Band hinbekommen hat.
Blood In Blood Out & Persona Non Grata: Das sind gute Scheiben, die am Klang scheitern. Ich finde immer noch, das "Blood In Blood Out" etwas driviger daherkommt, als "Persona Non Grata" welches eine Weile gebraucht hat, bis ich da den Zugang gefunden habe.
The Atrocity Exhibition: Exhibit A: Einfach zu lang. Zu ausufernd. Nach der hörbaren ersten Hälfte klingt es nur noch zerfahren. Die Enttäuschung über Dukes Gesang war bei mir riesig. Fand ich echt nicht gut. Deshalb ist das Album auch erst Jahre später in die Sammlung gewandert.
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von Havoc » Samstag 24. Januar 2026, 00:23
Pillamyd hat geschrieben:Ich hab seit der Ankündigung noch einmal alle Alben durchgehört...
War die Ankündigung nicht gerade erst? Respekt!! Pillamyd hat geschrieben:Übrigens ist es das erste Mal seit 22 Jahren, dass Andy Sneap sich nicht für das Mixing und Mastering verantwortlich zeigt, sondern ein gewisser Mark Lewis - der 2018 für den Remix von "Killing Is My Business" zuständig war oder auch für die letzten zwei NILE Alben, wie auch für das 2014er Werk von CANNIBAL CORPSE und der "V" von HAVOK. Das sind teilweise auch brettballerige Produktionen. Insbesondere die letzte Platte von NILE hat aus meiner Sicht einen phantastischen Sound. Was ansonsten Exodus betrifft...da fehlt mir ja noch sehr viel. Von daher bin ich da gerade noch nicht so wild auf eine neue Scheibe. 
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von Pillamyd » Samstag 24. Januar 2026, 09:06
Havoc hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben:Ich hab seit der Ankündigung noch einmal alle Alben durchgehört...
War die Ankündigung nicht gerade erst? Respekt!!
Na ja, komm. Bei OVERKILL wäre es respektabel gewesen. Aber bei 11 Alben geht das ja noch Havoc hat geschrieben:Was ansonsten Exodus betrifft...da fehlt mir ja noch sehr viel. Von daher bin ich da gerade noch nicht so wild auf eine neue Scheibe.
Welche Alben fehlen dir noch einmal? "Force Of Habit" und "Impact Is Imminent" sicher, aber was noch?
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von Havoc » Samstag 24. Januar 2026, 10:10
Pillamyd hat geschrieben:Welche Alben fehlen dir noch einmal? "Force Of Habit" und "Impact Is Imminent" sicher, aber was noch?
Ich zähle lieber auf, was ich habe. Bonded By Blood Tempo Of The Damned Exhibit A + B Der Rest fehlt... 
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von Pillamyd » Samstag 24. Januar 2026, 10:22
Die Empfehlung geht wie in Richtung TESTAMENT vor ein paar Wochen. "Shovel Headed...", "Blood In Blood Out" und vor allem "Persona Non Grata" könnten dir gefallen. Bei den alten Sachen, bin ich mir nicht sicher. Ich ahne deine Antwort schon, aber für später kannst du es hier nachlesen 
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von kingdiamond » Samstag 21. März 2026, 00:58
Der Erstdurchlauf war ganz ok. Bin tatsächlich auch eher positiv vom Gesang überrascht, da ich Dukes auch nicht besonders mochte. Ob es in 9er-Sphären bei mir geht, mag ich noch bezweifeln. Aber eine solide 8 wäre ja auch schon i.O. Wird ab und an mal in die Playliste eingestreut. 
Die Belohnung für Geduld ist Geduld! Was man anfängt, muss man auch zu En
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