Mein musikalisches Jahr im Rückblick

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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Holger Andrae » Mittwoch 14. Januar 2026, 23:23

Pillamyd hat geschrieben:Platz 01:
Berlin 2.0 | Kaltental


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Das Album ist von mir nur nicht häufiger goutiert worden, weil ich es nicht haptisch besitzen kann. Und "Nein", ein Musikkassette ist nicht cool, war sie eigentlich noch nie, nur als Musik-Brieftauben-Transporteur im Tapetrading-Alter. Da können die Jungen WIlden aber heute natürlich rein zeitgeistlich nicht mitkommen, was ich völlig wertfrei meine. Niemand kann etwas für sein Geburtsjahr, dann aber bitte den Zeitzeugen nicht erzählen wollen, was damals toll war. Mäh! Huch, wo kam das denn jetzt her?
Vieliecht kam der etwas ranzige Tonfall ja vom parallelen Genuss der Musik. Die ist natürlich ganz hervorragend und wenn ich auf AFI schiele auch Deine logische Nummer Eins. Punkig, wavig, Hamburger Schule, Gore Nächte, ich fühle mich an meine Hafenstrassen-Zeit erinnert. Logischerweise kann ich auch mit diesen furchtbar linken Texten etwas anfangen. Da ich noch keine Zeit für eine tiefere Analyse eben dieser hatte, sage ich da jetzt nicht mehr dazu. Im Gegensatz zu den immer häufiger auftretenden rechtsdrehenden Schwurbelnasen innerhalb meiner Lieblingsnischen, ist mir eine klare Kante deutlich lieber. Mutiges Album.
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 15. Januar 2026, 09:13

Holger Andrae hat geschrieben:
Ein weiteres Album, über welches ich vielleicht demnächst mehr schreiben werde. Von daher jetzt erstmal so viel: Du hast mit allem Recht, was Du hier so wunderbar formulierst. Ich war nichtmal richtig Fan in der Früphase der Band und bin erst mit dem Album hiervor ins Geschehen eingestiegen. Dann kam noch der sensationelle Gig beim KIT und seither mag ich die Band schon sehr gern.

Bericht vom KIT:
https://www.powermetal.de/content/konzert/show-Keep_It_True_14-Lauda-Koenigshofen,7245-2.html
Auszug vom Auftritt:
https://www.youtube.com/watch?v=aZrcFNH3YpY&list=RDaZrcFNH3YpY&start_radio=1
War wohl der erste Versuch von Olli härtere Bands zu etablieren, was ja später mit Demolition Hammer oder Razor erfolgreich fortgesetzt wurde.


Habe gestern nur kurz in den Ausschnitt schauen können. Aber das tritt gewaltig arsch!
Danke fürs teilen!
Den älteren Bericht, Werde ich mir noch einmal zu Gemüte führen.

Ansonsten, wie gesagt. Ich werde mich dieses Jahr noch btw. habe ich es mir vorgenommen, mich mit dem Schaffen auseinanderzusetzen.
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 15. Januar 2026, 09:16

Holger Andrae hat geschrieben:
Pillamyd hat geschrieben:Platz 04:
Avatarium | Between You, God, The Devil And The Dead


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Hier könnte ich etwas Ähnliches schreiben wie bei SACRIFICE. Mein Unterschied: Ich mochte die Band zu Beginn ihrer Karriere schon und bin erst später vorläufig ausgestiegen.Hier war nach Sichtung des Video zum verstörenden Titelsong aber ein Einstieg wieder Pflicht. Hoffentlich bald wieder live.



Live hätte ich da auch tierische Lust drauf. Stelle mir das super intensiv vor. Und auch hier, wird das ein oder andere dieses Jahr hoffentlich noch folgen.
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 15. Januar 2026, 09:20

Holger Andrae hat geschrieben:
Hier wollte ich schon lange mal reinhören, was aber aufgrund von nur einem Paar Ohren kapazitätstechnisch nicht möglich war. Nun ist diese Liste ein gern genommener Anlass den bisherigen Misstand zu bereinigen. Selbst redend ist die Musik ganz genau meine Baustelle. Herrlich abgefahren, irgendwo im Thrash-Kosmos beheimatet, bietet die Band eine Achterbahnfahrt nach der anderen. Leider will bisher der Gesang nicht so richtig zur Musik passen. Die melodischen Momente klingen mir zu wenig emotional und in den harschen Momenten verliert er mich mit seinem Sprech-Gegurgel manchmal ganz. Ich werde das aber im Augen behalten, denn musikalisch ist das genau meins.


WIeder ein klassischer Fall von: hätte ich zu hundert Prozent drauf gewettet, dass dir das auch im Gesang keine Probleme bereitet. Nun, so ist es halt. Ich hoffe, dass sich das noch ändert, wenn dir die Musik so gut gefällt :)
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 15. Januar 2026, 09:41

Holger Andrae hat geschrieben:
Das Album ist von mir nur nicht häufiger goutiert worden, weil ich es nicht haptisch besitzen kann. Und "Nein", ein Musikkassette ist nicht cool, war sie eigentlich noch nie, nur als Musik-Brieftauben-Transporteur im Tapetrading-Alter. Da können die Jungen WIlden aber heute natürlich rein zeitgeistlich nicht mitkommen, was ich völlig wertfrei meine. Niemand kann etwas für sein Geburtsjahr, dann aber bitte den Zeitzeugen nicht erzählen wollen, was damals toll war. Mäh! Huch, wo kam das denn jetzt her?
Vieliecht kam der etwas ranzige Tonfall ja vom parallelen Genuss der Musik. Die ist natürlich ganz hervorragend und wenn ich auf AFI schiele auch Deine logische Nummer Eins. Punkig, wavig, Hamburger Schule, Gore Nächte, ich fühle mich an meine Hafenstrassen-Zeit erinnert. Logischerweise kann ich auch mit diesen furchtbar linken Texten etwas anfangen. Da ich noch keine Zeit für eine tiefere Analyse eben dieser hatte, sage ich da jetzt nicht mehr dazu. Im Gegensatz zu den immer häufiger auftretenden rechtsdrehenden Schwurbelnasen innerhalb meiner Lieblingsnischen, ist mir eine klare Kante deutlich lieber. Mutiges Album.



Na ja, wie man zu Tapes steht ist ja höchst individuell. Ich mag das Format einfach, Aufgrund der nostalgisch-romantischen Erinnerungen, die ich damit verknüpfe. Und ich war sogar sehr überrascht, wie gut das über die Anlage klang, als ich mir ein Tape Deck zugelegt habe. Als ein Minuspunkt empfinde ich es, wenn als pyhsische Veröffentlichung Alben als "Tape only" verkauft wird. Ich versuche das zu vermeiden, war in diesem Fall aber nicht möglich und der Platz beweist warum. Als ein Pluspunkt empfinde ich es, dass Sammler auf ihre Kosten kommen und auch in vielen Fällen (nicht immer versteht sich, gerade bei geoßen Plattenfirmen und Bands) preiswert für diejenigen sind, denen CDs einfach zu teuer sind. Da es ein Download dazu gab, war ich dann doch auch zufrieden gestellt. Aber, wie gesagt, das wird nicht die Regel sein, denn ich habe mir die Regel aufersetzt, alte Releases in die Sammlung zu stellen und weiterhin bei neuen VÖs auf CDa zu setzen. Wobei ich letztens meinen Walkman gefunden habe, bei dem ich noch den Antriebsriemen austauschen muss. Aber ich habe keine scheu, damit auch rumzulaufen :grins:

Viel zu viel drüber geredet...

...bin ich beim Rest völlig bei dir. Mehr brauch ich nicht sagen. Ich habe das politische Thema versucht zu beschreiben um es auch ein bisschen offen zu lassen. Habe auch zunächst nicht gewusst, wie ich das angehen soll. Ob mir das gelunge ist und ob es ok ist, bei so einer Band wie bei BERLIN 2.0, weiß ich immer noch nicht undbin dahingehend auch verunsichert. In erster Linie geht es mir um den musikalischen Inhalt in so einer Top 10. Das andere fügt sich dann logischerweise mit der Sicht, denn ohne diese "Kante" wäre das Album vermutlich nicht auf der 1 gelandet, wenn man versteht was ich meine.
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 15. Januar 2026, 09:41

Julian Rohrer hat geschrieben:Sobald mein Perlenartikel live ist, werde ich auch etwas zu den schönen Jahresrückblicken schreiben. Habe mich bislang zurückgehalten, weil das sonst irgendwie doppelt gemoppelt ist.

(pars pro toto in diesen Thread geschrieben)



Ich bin gespannt, auf beides!
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Eike » Donnerstag 15. Januar 2026, 15:04

Ich mag den Tapesound bei manchen Alben einfach.
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(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Holger Andrae » Donnerstag 15. Januar 2026, 15:16

Ich habe auch ganz und gar nichts gegen den Sound, es ist eher die umständliche Handhabung, die schon immer ein Notlösung war. Vor der CD gab es kaum andere Optionen des Duplizierens und wir alle hatten unsere kleinen Kasetten-Rituale, aber gut war das nie. Von daher finde ich diese verklärte Betrachtungsweise von 25jährigen Wurstpelle-Hosen-Trägern mit Schnuppis immer relativ albern. Solange sie das in ihrer Bubble abfeiern, stört mich das tatsächlich nicht. Wenn mir auf irgendeinem Festival aber so versnobter Scheuklappen-Hugo erzählt, dass nur Kassetten und Vinyl den wahren Fangeist widerspiegeln und dass Bands wie Heavy Load schon immer der heißeste Scheiß waren, dann bin ich da raus.
Das ist jetzt mininaml am Theam entlang aufgeregt, soll aber erklären, weshalb ich dieses moderne Kassetten-Thema so albern finde.
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon salisbury » Donnerstag 15. Januar 2026, 15:59

Holger Andrae hat geschrieben: Vor der CD gab es kaum andere Optionen des Duplizierens und wir alle hatten unsere kleinen Kasetten-Rituale, aber gut war das nie.


Genau das!

Ich habe auch immer noch viele alte Cassetten, wo ich immer die gute alte HR3 Hard 'n' Heavy-Sendung mitgeschnitten habe. Oder als Kid die ollen Oldie-Sendungen. Aber es war immer ein Generve und ich habe das eine oder andere Lieblingslied auch mal aus Versehen gelöscht.

Offizielle Tonträger habe ich aber schon damals ganz selten auf Tape gekauft. Gott Sei Dank war das damals schon zweite Wahl, weil es ja LPs gab. Die Umstellung auf CD ging dann aber trotzdem schnell und ich mag die kleinen runden Dinger immer noch :)
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 16. Januar 2026, 00:51

Da bin ich bei den Altersgenossen.

Tapes waren okay als Mixtape und ggf. als Demotape für Underground-Newcomer, aber Kaufkassetten von etablierten Bands waren die Krätze. Hab ich mir nur ganz selten gekauft, und das auch nur, wenn die LP oder CD nicht erhältlich war, oder wenn sie verdammt billig war. Jede von ihnen wurde schließlich durch CD und/oder LP ergänzt, sobald ich ihrer habhaft werden konnte.

Mich reizen auch die Tape-Rereleases nicht, die heute überall kommen. Nicht einmal das Tape-Boxset von Cirith Ungol hab ich mir gekauft.

Aber das ist in der Tat auch wertfrei gemeint. Wer Spaß dran hat: Von Herzen gegönnt.

Wenn etwas nur als Tape erscheint, das mich interessiert, dann ärgert mich das aber durchaus auch massiv. Nur LP aber genauso. Bin einfach ein Kind der CD-Ära. Die zusätzliche LP ist Kann, bei Lieblingsbands. CD ist immer Pflicht. MC der ärgerliche Notnagel. Für mich.
alias Hugin der Rabe.
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