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von Pillamyd » Freitag 2. Januar 2026, 18:08
Havoc hat geschrieben:Platz 1
CORONER – Dissonance Theory
Ja, nee so gar nicht damit gerechnet, dass "Dissonance Theory" deine Nummer 1 wird. Klar, gesagt hattest du es, dass dir das Teil gefällt. Aber, dass es der Kracher ist, konnte ich nicht rauslesen. Nun, so wie du es beschreibst ist es sicherlich Havoc Musik. Sogar mehr als gedacht. Und ja, gut verständlich, wenn du jetzt die Finger von den anderen Alben lässt. Kenne ich... Jedenfalls schöner Platz 1.
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Pillamyd
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von Havoc » Freitag 2. Januar 2026, 19:48
Pillamyd hat geschrieben:CORONER – Dissonance Theory
Ja, nee so gar nicht damit gerechnet, dass "Dissonance Theory" deine Nummer 1 wird. Klar, gesagt hattest du es, dass dir das Teil gefällt. Aber, dass es der Kracher ist, konnte ich nicht rauslesen. Nun, so wie du es beschreibst ist es sicherlich Havoc Musik. Sogar mehr als gedacht. Und ja, gut verständlich, wenn du jetzt die Finger von den anderen Alben lässt. Kenne ich...
Das war zu Beginn auch eher so ne 8,5. Aber es wurde dann mit jedem Durchlauf immer noch ein kleinwenig besser. Und es lief halt wirklich oft. So ganz offensichtlich ist das wegen des Thrash-Anteils sicher nicht Havoc-Musik. Aber 1. finde ich, dass die reine Bezeichnung Thrash hier schon nicht mehr passt. Der Sound wird mit so vielen Dingen angereichert, dass man es bei der Schubladisierung auf jeden Fall erweitern muss. Was ja auch meist passiert ist. Und 2. habe ich im Jahr 2025 ja echt viel Death und vermehrt auch Thrash Metal gehört. Von daher könnte man sogar fast davon sprechen, dass das meine völlig logische Wahl war. Ach ja. Und Drittens gehört aber auch zur Wahrheit, dass es 2025 eben keinen totalen Oberkracher (aus meinem typischen Bandfavoritenkreis) gab wie im letzten Jahr halt die Ihsahn.
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von Holger Andrae » Mittwoch 14. Januar 2026, 23:37
Havoc hat geschrieben:Platz 10A-Z – A2Z² Nach dem Zebra nun also ein Alligator. Sehr coole Idee und ein hübsches Coverartwork. Den Erstling fand ich zwar nie so richtig überragend, aber es war eines dieser Alben, die man dann doch ziemlich oft aufgelegt hat. Dieser Zweitling nun, ist wieder sehr nah dran am ersten Album der Truppe um die Herren Zonder und Alder. Man versucht sich auch hier wieder an eher straighteren Hits mit dezentem Progeinschlag. Es schwingt natürlich immer etwas Fates Warning mit und zufällig finde ich dann auch den vielleicht proggigsten und längsten Song “A Wordless Prison” mit am besten. Durchaus ein schickes Album. Letzten Endes hat es mich aber, wie schon das erste Werk, nicht so richtig aus den Latschen gehauen und ich hatte tatsächlich hier sogar noch etwas mehr erwartet. Aber was solls. Es ist gut und ich lege es immer wieder mal gerne auf. Reicht somit knapp für Platz 10. Wohlbemerkt von insgesamt nur 14 Alben aus diesem Jahr, die den Weg in meine Sammlung gefunden haben. Hätte ich einen deutlich größeren Radius, dann ware das sicherlich eher kein Top Ten Kandidat gewesen. Und auch so hat es sich nur sehr knapp vor vier andere Alben geschoben, welche ich vielleicht später noch erwähnen werde. Wie dem auch sei. Eigentlich doch schön, dass es immer noch eine richtig gute Band mit Ray am Mikro gibt, sofern von FW wirklich nix mehr kommen sollte. Und Solo macht er ja auch noch richtig gute Musik. Davon fehlt mir das letzte Album sogar immer noch. Liegt mir alles jedenfalls näher als das, was Herr Matheos zuletzt so gemacht hat.
Ja, cooles Artwork und eigentlich ein Album mit einer güldenen Stimme für mich. Aber leider ist das musikalisch für mich gar nichts. Beinahe entrückt und für mich auch komplett spannungsarm ist die Musik dieser beiden Topp-Musikanten. Da der eine sich jetzt auch menschlich noch als Volldepp entwickelt, ist mein Interesse an seiner Musik aktuell gleich -10.
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von Pillamyd » Donnerstag 15. Januar 2026, 09:50
Holger Andrae hat geschrieben:Da der eine sich jetzt auch menschlich noch als Volldepp entwickelt, ist mein Interesse an seiner Musik aktuell gleich -10.
Ich frage nur ungern - Zonder? Ach, bitte...herrjemine 
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von Holger Andrae » Donnerstag 15. Januar 2026, 17:19
Havoc hat geschrieben:Platz 9HELHEIM – HrabnaR / Ad vesa
Das ist recht schnuffiger Black Metal mit Folk-Elementen. Der Rabe am Mikro überzeugt auch und es wundert mich nullstens, dass das in dieser Liste auftaucht, hat es doch diesen gurgelnd-tiefen Sear-Bliss-Gitarrensound, den ich auch sehr mag.Jetzt müsste ich nur noch einen emotionalen Bezug zu so einer Band aufbauben können. Ich glaube additiv, kommt hier mein innerer Hugin mit ins Spiel, denn wenn ich jetzt hier auch noch mit dem Sammeln anfange, wird das endlos. Ich bin nämlich tatsächlich in der Hör-Realität angekommen und weiß, dass ich das nie aus meinem Regal ziehen werde, obwohl es mir gefällt. Komisch? Vielleicht.
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von Holger Andrae » Sonntag 25. Januar 2026, 23:33
Havoc hat geschrieben: Platz 8KATATONIA – Nightmares As Extensions Of The Waking State Weiter geht es mit einer meiner Fave-Bands der letzten Jahre. Dennoch habe ich dieses Album nicht gleich zur VÖ eingetütet. Erstens war mir mitten im Hochsommer einfach nicht nach dieser Art von Musik und zweitens war das letzte richtig gute Werk auch grad mal erst gut zwei Jahre her. Eilig hatte ich es also nicht, aber wie das bei Lieblingsbands so ist, lässt es einem dann auf Dauer doch keine Ruhe. Ja. Und ich habe es wieder mal nicht bereut. Der ganz große Wurf ist der Band zwar hier in teils neuer Besetzung leider nicht gelungen, aber es ist auch nicht bedeutend schwächer als die letzten sehr starken Werke. Die Musik ist wieder obertypisch, ja vielleicht fast zu typisch. Aber hier und da hört man vereinzelt auch etwas ungewohntere Passagen, die das ganze dann doch als neue Musik klassifizieren und recht frisch klingen lassen. Im Gegensatz zum Vorgänger wurde etwas an Härte herausgenommen würde ich sagen. Es klingt einen Schuss melancholischer. Für Fans ist das auf jeden Fall wieder unverzichtbarer Pflichtstoff. Da gibt es kaum zwei Meinungen. Dass man das als Nichtfan auch langweilig finden kann ist genauso klar. Erwähnt sei auch noch, dass das Coverartwork wieder sehr gelungen ist. Viel besser kann ein Cover kaum zu dieser Art von Musik gestaltet sein.
Ich hatte zu Beginn des Jahrtausends eine kurze, aber heftige Katatonia-Phase, die dann aber langsam und kontinuierlich abflaute. Ich höre in so ein Album meist hinein, finde es nett, mehr aber auch nicht. Für mich ist das eine extrem beständige und auch einzigartige Band, die sich aber für meine Ohren gerne wiederholt. Wer von Motörhead behauptet, jedes Album würde gleich klingen, der hat wohl noch keine zwei Katatonia-Alben gehört. Für mich ist das aber kein Manko und wahrscheinlich auch genauso oberflächlich begutachtet, wie das Motörhead-Zitat.Emotional schwimmt die Band immer in melancholischen Gewässern, was mir eigentlich gut ohrt, sie ist dafür aber zu wehleidig und weder episch glänzend noch tieftraurig wie zum Beispiel Warning (UK). Von daher ziehe ich auch die im Regal befindlichen Scheiben nur sehr selten aus eben jenem. Aber: Für mich genau auch deshalb eine typische Havoc-Band.
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von Holger Andrae » Sonntag 25. Januar 2026, 23:37
Havoc hat geschrieben:Platz 7DREAM THEATER – Parasomnia Mit DT-Alben ist das immer so eine Sache. An und für sich sind die eigentlich sowieso immer das Album des Jahres. Aber man misst die Band eben auch immer an den hohen Erwartungen und der bisherigen Band-Diskographie. Beim diesjährigen Parasomnia-Album war es aufgrund der Portnoy-Rückkehr dann nochmal eine etwas spezielle Situation. Ich kann gar nicht so genau sagen, was ich hier erwartet hatte. Im Endeffekt dann wohl doch zumindest ein wenig mehr Mut zum Irrsinn. Dieser Wunsch wurde leider nicht erfüllt. Vielmehr gibt es sehr typische Standard-Hausmannskost. Halt eher typische DT-Songs. Aber ist das nun enttäuschend? Mhh. Eigentlich nicht wirklich. Denn das was die Band hier immer noch so zusammenzimmert ist einfach stark. Das haben sie dann auch auf der Tour (ich war in Bonn live dabei) bewiesen. Sie können es immer noch, trotz des teils echt schon fortgeschrittenen Alters. Auch bei dieser Band muss man wohl einfach froh darüber sein, dass es sie immer noch gibt und sie immer noch so gut sind. Auf die einzelnen Songs möchte ich nun nicht lange weiter eingehen, da ich auch im Thread schon ein Review geschrieben habe. Dazu stehe ich auch immer noch. Das Album pendelt für mich irgendwo zwischen 8,5 und 9 Punkten. Überragend finde ich nach wie vor das Finale „The Shadow Man Incident“. Der Song ist einfach grandios und kann so nur von dieser einzigartigen Band entworfen und gespielt werden. Aufgrund des ausbleibenden Überraschungseffektes habe ich das Album aber nur auf Platz 7 meiner Rangliste gesetzt. Insbesondere auch aufgrund der Rückkehr von Portnoy hatte ich tatsächlich noch mehr erwartet. Allen voran ein wenig mehr Mut. Aber das kann ja ggf. beim nächsten Album noch kommen.
Das ist natürlich eine Band, die früher (DAMALS) bei mir automatisch in so einer Liste gelandet wäre. Allerdings hat mich die Truppe vor einer kleinen Ewigkeit emotional verloren. Trotzdem höre ich immer gespannt in ein neues Album meiner einstmaligen Helden hinein. Habe sogar einen wohlwollenden GT-Beitrag verfasst. Hat es aber dazu geführt, dass ich dieses Album oft angehört habe? Nö. Grundsätzlich lief in letzter Zeit wieder etwas mehr Dream Theater, weil nebenan ein Ranking läuft, aber auch das hat bei mir gezeigt, wo meine Begeisterungs-Grenze für diese Band liegt. Das ist ein sehr gutes Album, dem es mir aber mal wieder an Seele mangelt. Es ist besser geworden und die Stelzen sind kürzer geworden, aber mitreißender Prog ist das für mich immer noch nicht wieder. Schade.
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von Holger Andrae » Sonntag 25. Januar 2026, 23:39
Havoc hat geschrieben:Platz 6CRADLE OF FILTH – The Screaming Of The Valkyries Bekanntlich eine Alltime-Fave Band von mir und wohl die wichtigste meiner Metalsozialisation überhaupt. Die Band um Dani Filth polarisiert ja seit jeher. Aber aus meiner Sicht haben sie wirklich immer qualitativ geliefert und sich stets sehr kreativ innerhalb ihres eigenen Kosmos bewegt und weiterentwickelt. Und insbesondere seit den letzten drei Werken befindet sich die Band in ihrem x-ten Frühling. Das war alles wirklich sehr stark. Wobei ich damit die Qualität der Vorgängerwerke aber nicht abwerten möchte. Viele davon wurden aus meiner Sicht völlig zu Unrecht kritisiert. Es ist schon sehr bewundernswert, wie sie es immer wieder schaffen zu begeistern. More of the Same ist das nämlich auch hier wieder nicht. Auf dem neuen Album zeigen sie sich wohl so melodisch wie nie. Finde ich das besser als auf den Vorgängern? Nein. Das nicht unbedingt. Aber es zeigt dann trotzdem wieder eine Art von Weiterentwicklung und Verfeinerung ihres Stils. Und egal wie man diese Musik nun nennen mag. Ich finde es einfach stark komponiert. Man spürt, dass diese Band was draufhat. Mehr als Platz 6 war dann aber doch nicht drin, da mir der letzte Funke fehlt um es vielleicht aufs Treppchen zu setzen. Leider wurde ja relativ kurz nach dem Erscheinen des Albums bekannt gegeben, dass wieder mal so einige Bandmitglieder nicht mehr dabei sind. Echt schade. Aber das zieht sich ja irgendwie schon durch die gesamte Karriere der Band. Darum ist es mir auch nicht Bange, dass es hier weitergehen wird. Dani Filth ist halt Cradle und umgekehrt. Und er ist ein echter Nerd, der sicherlich nicht einfach so aufhören wird. Diese Band ist schon irgendwie sein Leben behaupte ich mal.
Okay, das ist nun gar nicht meine Band. Zu viel Gothic-Touch und Imagery. Wobei ich als Ghost-Freund so etwas natürlich ad absurdum führe. Emotionale Ohren sind nicht logisch.
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von Havoc » Montag 26. Januar 2026, 00:09
Zuerst einmal vielen Dank für deine Kommentare zu meiner Jahresliste! Holger Andrae hat geschrieben:Emotional schwimmt die Band immer in melancholischen Gewässern, was mir eigentlich gut ohrt, sie ist dafür aber zu wehleidig und weder episch glänzend noch tieftraurig wie zum Beispiel Warning (UK). Von daher ziehe ich auch die im Regal befindlichen Scheiben nur sehr selten aus eben jenem. Aber: Für mich genau auch deshalb eine typische Havoc-Band.
Bin gerade nicht ganz sicher, auf was genau du das mit der typischen Havoc-Band beziehst bzw. wie du das meinst? Kannst du das ein wenig spezifizieren?
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von Holger Andrae » Montag 26. Januar 2026, 00:22
Havoc hat geschrieben:Zuerst einmal vielen Dank für deine Kommentare zu meiner Jahresliste! Holger Andrae hat geschrieben:Emotional schwimmt die Band immer in melancholischen Gewässern, was mir eigentlich gut ohrt, sie ist dafür aber zu wehleidig und weder episch glänzend noch tieftraurig wie zum Beispiel Warning (UK). Von daher ziehe ich auch die im Regal befindlichen Scheiben nur sehr selten aus eben jenem. Aber: Für mich genau auch deshalb eine typische Havoc-Band.
Bin gerade nicht ganz sicher, auf was genau du das mit der typischen Havoc-Band beziehst bzw. wie du das meinst? Kannst du das ein wenig spezifizieren?
Bei Dir lese ich immer eine Vorliebe für leicht proggige Klänge, aber auch für melancholischen Metal, der nicht gleich Doom sein muss. Irgendwie so Moll-Metal anstatt Dur-Metal, wenn Du verstehst, was ich meine.
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