Eure letzten Live-Erlebnisse

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon cgrage » Samstag 29. November 2025, 23:48

Sogar das Hamburg Journal hat einen kurzen Bericht über das Kraftwerk Konzert gebracht.
https://www.ardmediathek.de/video/hambu ... TgwNWRhMWQ
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Dekalog der Elemente » Dienstag 2. Dezember 2025, 20:12

Live Erlebnisse der letzten Zeit:

28.10
LACRIMAS PROFUNDERE: Deutsche Band mit finnischem Sänger aus Waging. Einziges Originalmitglied ist der Drummer. Joa waren wohl mal ne Nummer, jetzt isses halt eher beliebig. Habe alles was die machen woanders schon mal in besser gehört. Zusätzlich war die Soundqualität im Backstage kacke. Drums zu präsent, Gitarren verwaschen, Sänger zu sehr im Hintergrund.

PARADISE LOST: Selbes Soundproblem, der Tontechniker war wohl ne Aushilfskraft. Ansonsten solide. PL halt.

09.11.
ROYAL SORROW: Langweilig

GÅTE: gar nicht so übel. Netter Mix aus Folk-Rock und Heavy Metal. Die Sängerin kann was.

LEPROUS: Hammer. Tolle Lightshow, Einar ist ein großartiger Sänger (und ziemlich groß). Das Publikum war eher sehr jung und nicht sehr metallisch gekleidet, aber so what. Man ist ja kein Gatekeeper.

21.11
JANUS: Wieder das Jahresabschlusskonzert im Frankfurter Hof in Mainz. Tolle Location. Diesmal wird das komplette Schlafende Hunde Album incl der Hundstage EP und der neuen Tracks der Deluxe Edition gespielt. RIG hat sich extra dafür die Haare abrasiert und die Band hat für den Part der Veronica eine Sängerin an Bord geholt. Der Gig selbst...Wow, einfach wow. Hat mich total abgeholt. Die Gastsängerin hat mir Gänsehaut beschert und auch der Rest der Band war Klasse. Als Zugabe gab es dann Saitenspiel und Knochenhaus. Erster Song war dank der weiblichen Unterstützung einfach nur groß. Knochenhaus war leider noch nie ein Track den ich gut finde, trotzdem ne gute performance.

24.11
KLOGR: Ein italienisch-amerikanisches Projekt. Bleibt relativ wenig hängen, der Sänger sieht n bissl aus wie der Villain aus der Netflix Serie Sweet Tooth. Die sind nicht kacke, aber eben auch nix was über den Vorbandstatus raus kommt.

EVERGREY: Der Drummer klettert gern auf sein Kit, der Sänger ist ziemlich groß. Musikalisch fein. Mag ich auf Platte, mag ich live. Kommentar von nem Kumpel: "Selten so ein Wohlfühlkonzert erlebt". Die Dudes sind einfach "nett" im besten Sinne des Wortes.

KATATONIA: Die neuen Songs funktionieren live für mich nicht. Alles nach der NIGHT IS THE NEW DAY ist auf Platte okay, holt mich am Konzi aber ned ab. Die alten Songs reißen es aber komplett raus auch wenn leider nix von den ganz frühen Alben gespielt wird.

26.11.
WARGASM: Das nice. Irgendwo zwischen Post-Hardcore, Punk mit Elektroanteil und Nu-Metal. Sam Matlock und Milkie Way hatten auf jeden Fall sehr viel Bock und sehr viel Energie. Milkie Way ist auch ein sehr schöner Anblick. Das ein oder andere Pit wird aufgemacht.

BURY TOMORROW: Metalcore aus UK. Ist ganz okay. Gute Dudes, gute Ansichten, musikalisch solide aber keine Offenbarung. Die Menge findets fein.

ELECTRIC CALLBOY: Die machen Spaß, da sagen meine Synapsen "Yeah". Live machen die sowas von Bock, da hab ich glatt Musik gekauft. Wer auf 90er Technosound steht, der Metalcoremäßig durch den Fleischwolf gedreht wird, ist hier richtig. Sympathisch sind die Jungs dann auch noch. Hat sich gelohnt.
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon frankjaeger » Mittwoch 3. Dezember 2025, 09:34

Ja, bei PARADISE LOST habe ich immer den gleichen Eindruck.

KLOGR fand ich ganz gut beim letzten Mal vor EVERGREY und letztere waren super.

BURY TOMORROW ist nett, aber nicht weltbewegend, da stimme ich ebenfalls zu.

ELECTRIC CALLBOY: Auf CD muss ich das nicht haben, aber live machen die schon ordentlich Trara. Kommt immer ein bisschen auf die Stimmung an, ich habe sie nur auf Festivals gesehen - und das wird sicherlich auch so bleiben - und da hängt es von den Bands davor ab. Auf dem Summer Breeze waren sie mal gut, auf dem Nova Rock dieses Jahr fand ich es eher mittel.
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Martin Schneider » Dienstag 9. Dezember 2025, 05:49

Wir waren gestern bei DANKO JONES in Mannheim. War wieder ein tolles Konzert.
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Rüdiger Stehle » Dienstag 16. Dezember 2025, 15:40

Gestern Abend die Southern-Rock-Legende MOLLY HATCHET im sehr gut besuchten Spektrum zu Augsburg.

Eingedenk der Tatsachen, dass alle Gründungsmitglieder leider inzwischen verstorben sind, dass nun Bobby Ingram (Gitarre, seit 1987), John Galvin (Keyboard, seit 1984) und Tim Lindsay (Bass, seit 2003) die Südstaaten-Fahne hochhalten, statt der früheren Triple-Axe-Attack nur noch Bobby alleine klampft, und mit Garrett Ramsden (Drums) und Parker Lee (Vocals) zwei "Jungspunde" die Band vervollständigen, war das dann doch ziemlich amtlich, würde ich sagen.

Die Band war sehr tight und groovte wie Hölle, wenn Bobby Solo oder Lead spielt hätten aber ein paar flankierende Rhythmusgitarrentöne echt nicht gestört. Das war früher doch noch etwas imposanter mit mehr Gitarrensound. Der junge Parker Lee am Mikro hat eine echt gute Südstaaten-Röhre am Start, könnte aber noch ein bisschen mehr auf eine markantere, saubrere Phrasierung achten, statt sich hyperaktiv zu geben. Da waren seine Vorgänger Danny Joe Brown, Jimmy Farrar und Phil MacCormack (leider alle schon von uns gegangen) halt schon nochmal andere Kaliber, in Sachen Stimme und Präsenz. Kann aber noch werden, denn wie Bobby sagte: "This has become a generational band...", und so hoffen wir auf weiteres Material.

Die Setlist war fein... "Tatanka" noch dazu, und ich wäre vollends happy gewesen. Etwas mehr als neunzig Minuten gezockt, und das hier war im Oeuvre, durchaus reich an richtig dicken Highlights:

Whiskey Man
Bounty Hunter
Gator Country
One Man's Pleasure
Devil's Canyon
Drum Solo
Beatin' the Odds
I'm Gonna Live 'til I Die
Firing Line
(New song)
Fall of the Peacemakers
Jukin' City / Layla
It's All Over Now (The Valentinos cover)
Dreams (The Allman Brothers Band cover)
----
Boogie No More
Flirtin' With Disaster
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Martin Schneider » Sonntag 25. Januar 2026, 01:17

Vorhin EXILIA in Frankfurt im Ponyhof vor vielleicht 100 Leuten. Hat Spaß gemacht, aber objektiv muss man sagen, dass Masha stimmlich Teile der alten Songs nicht mehr hinbekommt. Aber ihre Energie ist einfach klasse. Gerne wieder.
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Feamorn » Dienstag 3. Februar 2026, 16:12

Zukünftige Erlebnisse, aber ist diesen Monat zufällig jemand am 13.2. bei "Lorna Shore / Whitechapel / Shadow of Intent / Humanity's Last Breath" in Düsseldorf bzw. am 28.2. bei "Heaven Shall Burn / The Halo Effect / The Black Dahlia Murder / Frozen Soul" in Köln?
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Dekalog der Elemente » Dienstag 3. Februar 2026, 23:33

COLD SNAP - Hab ich irgendwie unter COLD SLAP verortet...naja. Kroatische Modern Metal Band die mich an diverse andere Bands erinnert hat.
Die Jungs waren sympathisch, stets bemüht, aber haben es nicht geschafft sich so zu positionieren, dass es mir nen Plattenkauf wert gewesen wäre. Sie waren halt

UUHAI - Mongolische Folkmetal Band. Auch sympathisch, der Sänger konnte sehr smooth mit dem Oberkörper grooven. Musikalisch nett, nicht herausragend aber gutes Fernsehgarten-Material. Obertongesang im Rock/Metal haben halt YAT-KAH schon vor 20 Jahren am Start gehabt.

NAOWAR OF STEEL - Lustig. Ulkige Kostüme, lustige Ansagen, Tanzeinlagen vom Publikum. Trump-Parodie inkludiert. Zwischendrin auch deutschsprachig, aber man merkt den italienischen Charme. Am Ende kreist zu Valhalleluja der Ikea-Tisch im Publikum und ganz am Ende gibt es die von meinem besten Freund charmant betitelte "Polonaise der Schwachsinnigen". Würde ich mir wieder anschauen.

40 WATT SUN - Eigentlich nur Patrick Walker mit Gitarre. Das ist eins dieser Konzerte, bei denen ich tief im innersten berührt bin. Diese Stimme, die Präsenz, der trockene Humor. Selbst in lustigen Momenten spürt man die Melancholie bei Patrick. Nach dem Konzert sitzt er am Merchstand und wirkt irgendwie verloren und dennoch nahbar. Irgendwie möchte man den Mann knuddeln.

STYGIAN BOUGH - Eine Kollabo aus den Bands BELL WITCH und AERIAL RUIN. Es geht langsam los, geboten wird klassischer Doom mit langen Instrumentalpassagen und leicht sphärischem Gesang. Der Drummer hat Anfangs nicht allzuviel zu tun. Der erste Song zieht sich für mein Empfinden wie ein Kaugummi, doch über den Gig klickt es plötzlich und letztendlich holt mich auch diese Band ab.
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon Eike » Mittwoch 4. Februar 2026, 00:55

2. 1. 2026, Gebäude 9, Köln Deutz:


NATAŠA GRUJOVIĆ & STEVE MOORE
~ 20:15-20:45

Das Vorprogramm beginnt mit meditativer Musik zwischen Drone, Folk, Jazz und Postrock. Das Duo weiß die Anwesenden (geschätztes Alter zwischen ca. 19 und ca. 59 Jahren) ziemlich schnell in seinen Bann zu schlagen. Sie am Akkordeon, das mal eher atmet oder Wind imitiert, dann wieder einen Dronebackground malt; er am flötenartig klingenden Minikeyboard,Melodien in Zeitlupe zaubern. Oder umgekehrt: Er am E-Piano dunkel dräuend, sie einschneidendere Melodien aus dem Akkordeon schälend. Einmal gibt es JOHN COLTRANE auf die Ohren, aber es wirkt wie eine ihrer Eigenkompositionen. Musik zum Augenschließen und Schwelgen. Ich bin nicht der Einzige, dem es so geht. Andächtig ist die Stimmung, entspannt. Eigentlich kann man sagen: Musikalische Tiefenentspannung, bewusstes Zuhören.


EARTH ~ 21:00-22:30

EARTH spielt heute Abend wenige neue Stücke, vor allem stehen die Alben "Hex; Or: Printing In The Infernal Method" und "The Bees Made Honey In The Lion's Skull" im Fokus des Sets. Es geht los mit 'Scalp Hunter's Blues', etwas straighter als das sonstige Konzert, welches, soviel sei vorab verraten, mit einer ergreifenden und energetisierenden Darbietung des Stückes 'The Bees Made Honey In The Lion's Skull' endet. Dazwischen eben ein steter Fluss aus meditativem, psychedelischem, seelenruhigem Drone Doom, dessen Darbietung mal zum optischen Herausgreifen einzelner Musikanten einlädt, um sich aus dem Gesamtzusammenklang ein wenig zu lösen und in die einzelnen Instrumente tiefer zu versenken, oft aber auch dazu, einfach die Augen zu schließen und sich ganz in die Musik fallen zu lassen, von ihr durchströmt zu werden, und schließlich emporgehoben. Steve Moore ist übrigens auch wieder auf der Bühne dabei, übernimmt die Tastenparts und fügt - ganz besonderes Schmankerl! - bei einigen Riffs ganz und gar golden gesetzte Posaunenklänge hinzu. Aufgrund des elektrifizierten Dronesounds insbesondere bei den Bassanschlägen und den tiefen Drumschlägen, ist diese Musik dann doch bewegungsinduzierend - zumindest bei mir. Die meisten Menschen stehen auch hier eher still und andächtig, bloß einige Zeitlupenheadbanger regen sich vorsichtig oberhalb der Schultern, doch mein ganzer Oberkörper will sich im ergreifenden Sound wiegen. Hier wird man sanft durchmassiert von Bass und nuanciertem Schlagzeug, Dylan Carson sorgt für die melodische Hypnose, und Steve Moore lässt die Tasten glitzern, auf dass zwischen Riffloops und deren Variationen auch "noch mehr geschieht". Hält man die Augen geschlossen, so trägt hier alles als Gesamtkunstwerk, die Instrumente fallen in eins, alles ist schlüssig im Fluss. Bloß bei geöffneten Augen treten die Musiker als Individuen hervor. Der tonführende Riffmaestro Carson spielt hier ganz und gar song dienlich und bandaffin, ein Gig ohne Egos oder Sperenzchen wie grelle Beleuchtungsorgien oder gar Bühnennebel. Nein, I'm Mittelpunkt steht die Musik und die Harmonie. Das einzige, was mich zwischendurch etwas herausbringt, ist das heute Abend angezogene Tempo bei 'Miami Morning Coming Down II', welches meine Erwartung der langsameren und besonders schwelgerischen Albumversion leicht irritierend unterläuft. Ohne diesen automatisierten Kopf gleich hätte es sich aber auch ganz wunderbar in den Konzertfluss eingefügt. Hier stand ich mir wohl selbst im Weg. Beachtlich ist der exzellente Sound, denn die Räumlichkeit ist zwar angenehm gemütlich gestaltet, wirkt jedoch nicht so, als herrsche hier eine natürliche Ausnahmeakustik. Hier hat wer Talent, Aufmerksamkeit, Erfahrung und ein perfektes Gespür für den Moment bewiesen.

Ja, es war ein rundum gelungener Abend.
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(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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Re: Eure letzten Live-Erlebnisse

Beitragvon frankjaeger » Mittwoch 4. Februar 2026, 10:40

Dekalog der Elemente hat geschrieben:NAOWAR OF STEEL


"For the glory! And The FIFA Worldcup!" sag ich da nur :grins:
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