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von Holger Andrae » Sonntag 30. November 2025, 00:05
Pillamyd hat geschrieben:Platz 3 Iron Maiden | Smewhere In TimeGenre: Heavy MetalIch gehe mit einer kleinen Traurigkeit voraus, die ich seit gut drei Jahren in mir trage. Als der Wunsch nämlich wahr wurde, dass sich die Band und alle voran Steve Harris dazu durchgerungen haben, dieses Album endlich noch einmal in den Fokus einer Tour zu berücksichtigen, fügte sich alles zunächst zum Glücklichen. Durch diese komischen Eventgutscheine, die sich irgendwann häuften, wegen dem blöden Virus, dass die Welt in Aufruhr brachte und der bescheuerten Erfahrung, dass diese an bestimmte Veranstalter und somit auch an verschieden Städte gebunden war, konnte ich eines dieser Gutscheine doch noch für das Konzert in München verwenden. 30 Euro hatte ich noch zu zahlen für das Konzert und dann wären die Reisekosten gedeckt gewesen. Da ich aber ein paar Tage zuvor auf dem BRUCE SPRINGSTEEN, ebenfalls in München verweilte und ich mir eben dieses dumme Virus eingefangen habe, übrigens zum ersten und zum letzten Mal, kam es mir vor wie ein schlechter Witz. Zumal ich in der Pflege gearbeitet habe und ich über die Jahre verschont von dem Mist geblieben bin. Nun, das Konzert habe ich nicht besuchen können und das schmerzt bis heute, habe ich mir es über die Jahre doch so sehr gewünscht, die Songs einmal in seiner vollen Livepracht zu erleben. Pustekuchen. Klar, ein großer Traum ist mir ja ein paar Tage zuvor in Erfüllung gegangen und darüber bin ich sehr dankbar. Trotzdem war es das schlechteste Timing ever. Genug davon. „Somewhere In Time“ erspielte sich erst über die Jahre zum „Over the top“ Album in der Diskographie der Band in mein Herz. Schleichend, immer wieder ein Stückweit mehr und ich merkte, dass sich die Wahrnehmung während der Zeit und somit auch gedanklich gefestigte Meinungen ändern können und auch müssen. Ich muss zurückdenken und schauen, wie ich dieses Album in diesem Forum für mich bewertet habe. Es ist schon so, dass es eigentlich immer ein Top 3 Album war und da mag der Sprung auf die absolute Nummer 1 in meiner IRON MAIDEN-Welt optisch ein gar nicht so weiter sein. Dazu kann ich aber nur sagen, dass es eben doch einer ist. Die Entwicklung zog sich nämlich über Jahre hinweg. Warum ich das gerade bei IRON MAIDEN immer wieder habe, weiß ich nicht genau. Aber ähnliches ist mir ja auch erst vor ein paar Monaten widerfahren. Und vor ein paar Jahren auch mit den Werken mit Di’Anno am Gesang. Ein Schlüssel, der diese Tür geöffnet hat, war mit Sicherheit „Wasted Years“ der mich über die Jahre gar nicht mal so stark tangierte und irgendwie immer nur im Hintergrund lief. Und dann schlägt es mit so einem offensichtlichen Wucht Namens Hit so dermaßen zu. Manchmal frage ich mich schon, unter was für einen tonnenschweren Stein ich gelebt haben muss. Die Beschäftigung mit den Textinhalten, dem absolut ikonischen Artwork und der Ausrichtung der Songs, damit beschäftigte ich mich erst mit dieser Erkenntnis, dass der Song ja großartig sei. Und das kann man. Stundenlang, tagelang. Das Album gibt in seiner Gesamtheit einfach so viel her. Die ganzen Easter Eggs im Artwork, die futuristische Parallele zu den Songs, des verwendeten Stils und der Experimentierfreude der Musik an sich. Damit hatte mich die Band irgendwann. Mit dem Schritt den Synthteppich in die Songs miteinzubauen, ging die Band sicher ein Risiko ein und es gibt sie ja, die Kritiker. Aber wie ich finde, schaufelte sich die Band selbst eine gewisse Tiefe, als eine stilistische breite. Das wirkt alles unfassbar gelungen in den Sound integriert. Ich verehre zum Beispiel diesen glasklaren (All)umfassenden (hihi) Gitarrensound. Diese Melancholie die diese damit zum Ausdruck bringen. Am besten zum Tragen kommt es für mich in „Stranger In A Strange Land“. Ich liebe es wie Bruce sich in den Songs stellt. Ich stehe vor allem auf den ungemein kräftigen Gesang in „Deja Vu“. Wie der Song sich durch wiederholende Fragmente immer wieder zu aufbäumen versucht. Dass die Synth Klänge einen wirklich großen Teil des Sounds eingenommen haben, mag dazu geführt haben, dass erste Kritiken im Sound der Band laut wurden. Aber ich finde, dass die Band sich vieles bewahrt hat. Zum Beispiel wenn man den Galopp und die Gitarrenführung im Opener „Caught Somewhere In Time“ genauer unter die Lupe nimmt, muss man doch feststellen, dass das gar nicht so weit weg von der „Powerslave" entfernt ist. In der poppigen Richtung eines „Wasted Years“. Vielleicht schon eher. Aber ich finde nicht, dass die Band sich „verkauft“ hat, wie ich es auch schon lesen musste. Interessant auch, dass hier wohl erste Unstimmigkeiten intern laut wurden. Ich las einmal, dass Bruce gerne etwas akustisches aufnehmen wollte, von dem vieles abgeschlagen wurde und später für sein erstes Soloalbum verwendet hat. Auch liest man häufiger, dass das der Startschuss (ich mag es gar nicht schreiben) progressiven Ausrichtung der Band gewesen ist. Das mag zum Teil stimmen. Ich erkenne hier aber Dinge, die mir erst auch durch dieses Forum deutlich gemacht wurden, die mir vorher nie so aufgefallen sind und die aber auch Gott sei Dank, keine großen Einfluss auf das Hörerlebnis hatten. Denn wenn man von Maiden ab der Reunion mit Bruce spricht, fallen ja immer Sätze, die die Dauerschleifen-Refrains in die Mangel nehmen. Dass dies aber auch schon für frühere Werke, wie dieses hier galt, musste ich erst lernen. Und trotzdem stehe ich mit der Meinung, dass dies mein Lieblingsalbum der Band ist, nicht allein da. Wenn ich allein nur an „The Loneliness Of The Long Distance Runner“ denke, werde ich wohlig beseelt. Eines der vielen Highlights auf dem Album, der wunderschöne Melodien mit typischen Maiden Rhythmusgefühl verbindet. Ich entdecke hier auch immer wiederkehrende Elemente auf späteren Alben. Sowas ähnliches wie man es bei „No Prayer For The Dying“ und „Afraid To Shoot Strangers“ wiederfindet. „Alexander The Great“ mit seinem mächtigen Intro, welches zur späteren Spezialität vor allem von Harris wurde. Mir ist bewusst, dass viele das nicht mögen, aber wie eben auch bei der Refrain-Dauerschleifen-Thematik, möchte ich genau das immer wieder hören. Mal gelingt es mehr. Mal weniger. Aber die Band schafft es nach meinem Geschmack immer wieder diese Trademarks abwechslungsreich zu gestalten. Ein Album in das ich mich fallen lassen kann. Ein Album an dessen Gitarren ich mich nicht satthören kann. Ein Album, an dem ich jede einzelne Note verehre und nichts zu viel finde. Hörbeispiele:Caught Somewhere In TimeThe Loneliness Of The Long Distance Runner
Iron Maiden. Eine sehr wichtige (!) Band meiner musikalischen Sozialisierung. "Killers" war nach "Back In Black" meine zweite Musikkassette und ein Quantensprung in Sachen ... ALLES! Sofort verliebt und bis heute nicht mein Maiden-Favorit, sondern auch Rang 11 in meinen Top 100. Während ich die ersten drei Bruce-Alben noch mit Hingabe abgefeiert habe, war schon mit diesem Album ein Bruch für mich zu spüren. Zu einer Zeit, in der ich mein ohrseliges Glück immer mehr im Underground suchte und dort quasi zufällig auf immer derberes Zeug stand, kamen die einstmaligen Helden mit so einer Bügelfalten-Platte um die Ecke. Ja, das Artwork hat mich damals auch gleich fasziniert, aber die Scheibe lief mehrere Monate unterm Kopfhörer beim Platten-Dealer meiner Wahl, ohne dass ich danach zum Kauf geschritten wäre. Da war mir alles zu abgeklärt, zu wenig wild und auch zu kühl. Irgendwann ist sie dann doch bei mir eingezogen, ohne dass ich jemals emotional von ihr berührt worden wäre. Sie läuft immer wieder ganz gern und ich erkenne natürlich das spieltechnische Können an, aber Fan bin ich bis heute nicht von dem Album.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Holger Andrae » Sonntag 30. November 2025, 00:08
salisbury hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben:Wahrscheinlich erklärst du dir das selbst schon. Denn das sind ja genau die Attribute, die das Album ja auszeichnen. Und diese Rohheit wird vielerorts mächtig verehrt. Ich sehe aber auch wenig Gemeinsamkeiten zu "Show No Mercy" und ich liebe das Album gleichermaßen, aber das ist im Gegensatz zu "Bonded By Blood" noch hörbar vom klassischen Metal beeinflusst. Da finde ich "Bonded By Blood"im Grubd wesentlichceigenständiger. Auch deswegen habe ich mich damals unter anderem auch für "Hell Awaits" entschieden für diese Top 100 entschieden.
Haha, passt irgednwie zusammen. Bei "Show No Mercy" geh ich ab wie Zäpfchen, "Hell Awaits" gibt mir gar nix. Das war schon vor - wann war das - 35 jahren? so. SLAYER war eine meiner ersten Metal-Bands. "Hell Awaits" lief vor ein paar Tagen mal wieder laut im Auto komplett durch. Njäh. Fast nur Haighspeed-Geboller, seltsamer Effekt auf der Stimme (ähnlich wie bei EXODUS), nicht meins.
Zum Exodus. Bashing sage ich nüscht mehr, aber die Beschreibung von "Hell Awaits" muss ich doch mal hinterfragen: Das ist ja ganz unverblümt die Mercyful-Fate-Gedächtnis-Platte von Slayer. Da kann von Geboller ja nun überhaupt nicht die Rede sein. Das Album ist hinterhältig und sperrig, ja, aber High-Speed höre ich auf dem Debüt mehr. Klar, das ist mehr Maiden-On-Speed als Mercyful-Fate-On-Prog und ich verstehe, dass man das weniger mag, aber diese Begründung verwirrt mich.
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von Pillamyd » Sonntag 30. November 2025, 11:39
Holger Andrae hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben:Top Ich war mir nicht sicher, ob RUSH jemand auf dem Schirm hatte. Müsste man aber eigentlich. Und zum anderen Thema: Waren das EROSION oder doch PSYCHOTIC WALTZ? An irgendetwas meine ich mich da zu erinnern. Da hast du sicherlich recht. Aber kommt man bei RUSH in der Größenordnung bei solchen Touren in Kontakt. Zu Neal damals bestimmt nicht  Nein im Ernst, ich merke das jedes Mal in der kleine Location bei uns in der Stadt von dem ich schon oft berichtet habe. Da ist einfach ein Vibe da, die Bands und Besucher regelrecht den Kontakt und wollen quatschen. Ich bin ja meist eher der leise Typ weil ich sowas gerne beobachte und genieße als Zeuge dessen wie die Musik zusammenschweißt, so als kenne man sich schon seit Jahren...und ich viel lieber zuhöre als das Wort zu ergreifen in solchen Situationen.
Sorry, Black Friday Weekend ... Bei Erosion bin ich ja nicht hinterher, sondern mit-gefahren. Das kann man nicht gut vergleichen, weil ich da gleichzeitig Fan und Freund war. War natürlich trotzdem immer cool. Bei Psychotic Waltz bin ich immer entweder alle von HH aus erreichbaren Gigs abgefahren und einmal halt auch eine Woche hinterher gefahren.
Keine Entschuldigung nötig Ich war am Freitag den halben Tag im Metzingen Outlet City. Und da war so die Hölle los (Schlangen bis nach draußen ums Eck, Kuddelmuddel in Läden), so dass ich meine Bewunderung für die Ruhe und Nettigkeit des Personals immer mal wieder zum Ausdruck gebracht habe. War es denn dann PSYCHOTIC WALTZ, oder gab es da noch andere Bands?
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von Pillamyd » Sonntag 30. November 2025, 11:46
Holger Andrae hat geschrieben: An manchen Tagen meine liebste QR-Scheibe! Mein Einstieg war "Night Rider" von der EP auf BFBS und die EP wanderte in der gleichen Woche in die Sammlung. Was für eine raketenkatapultartiger Senkrechtstart, der mit "The Warning" fortgeführt werden konnte. Nichts, aber auch gar nichts, gibt es an diesem Album zu verbessern. Wobei ... ich hatte meine Anlaufprobleme mit dem Sound, der irgendwie sehr ernsthaft und beinahe etwas distanziert klingt. Ich habe die Scheibe zusammen mit der ersten WASP gekauft, welche dann eine kurze Zeit lang viel häufiger lief, nur um dann nie mehr auf dem Plattenteller zu landen. Eine beinahe gegenteilige Behandllung hat dieses Album hier erfahren. Nachdem ich mit eingehört hatte, denn das war notwendig, fehlte mir doch die unbändige EP der EP aufs erste Ohr, wollte sie gar nicht vom Player runter. Die Hochlichter in diesem Feuerwerk sind für miic 'No Sanctuary', 'NM156' und natürlich 'Roads To Madness'. Letzteres ist ein der beiden einzig möglichen Antworten auf die Frage nach dem besten Queensryche-Song. Wie Geoff hier gesanglich genau das durchlebt, was der Text auusagt, ist unfassbar intensiv.Bis heute lebe ich diesen Song beim ANhören komplett mit.
Der vorletzte Satz hätte mir mal einfallen sollen Ich bekomme Gänsehaut beim lesen. Danke Holger 
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von Pillamyd » Sonntag 30. November 2025, 11:55
Havoc hat geschrieben:zu EXODUS: Die lief heute dann auch noch mal bei mir. Ist schon ein sehr cooles Album, bei dem ich den Kultstatus auch gut nachvollziehen kann. Aber ich verstehe auch gut, wenn jemand der neu an die Sache rangeht lieber die neueren Sachen mit druckvollerem Sound mag. Geht mir auch oft gerne mal so. Weiterhin wäre das Album bei mir auch eher kein Kandidat für das beste Thrash-Album aller Zeiten. Aber reltiv weit oben landen könnte es schon. Aber die besten Slayer Alben sehe ich schon eher noch davor. Wobei ich ja eine lange Zeit nicht der große Slayer-Fan war. Heute mag ich die Band aber immer mehr. Wäre sicherlich auch mal interessant die Version mit Dukes am Mikro zu hören. Aber grundlegend bin ich auch überhaupt kein Freund davon alte Alben neu einzuspielen. Das fühlt sich einfach falsch an, selbst wenn es gut gemacht sein sollte. Naja. zu RUSH: "Grace Under Pressure" mag ich auch sehr. Aber allen voran "Power Windows" fand ich immer noch besser. Wohl meine Nr. 1 überhaupt bei Rush. Müsste ich noch mal in den Thread gucken. Habe da vor Jahren glaube ich mal eine Rangfolge erstellt. Was jetzt wohl noch kommt? Dream Theater auf jeden Fall... 
Nein, Havoc. Tu es nicht. Behalte dir das coole Album. Wenn es um Dukes geht, dann halt die "Shovel Headed Kill Machine". Die ist cool und tut nicht weh. Zu Rush: Ja, da hatte ich vorhin auch nochmal reingespickelt und kann da meiner Aussage, dass es zwischen 9,5 und 10 ganze neun Alben gibt immer noch völlig zustimmen. 9.5: Caress Of Steel Hemispheres Farewell To Kings Counterparts 10: Fly By Nights Moving Pictures Grace Under Pressure Hold Your Fire Presto Clockwork Angels
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von Pillamyd » Sonntag 30. November 2025, 12:05
Holger Andrae hat geschrieben: Iron Maiden. Eine sehr wichtige (!) Band meiner musikalischen Sozialisierung. "Killers" war nach "Back In Black" meine zweite Musikkassette und ein Quantensprung in Sachen ... ALLES! Sofort verliebt und bis heute nicht mein Maiden-Favorit, sondern auch Rang 11 in meinen Top 100. Während ich die ersten drei Bruce-Alben noch mit Hingabe abgefeiert habe, war schon mit diesem Album ein Bruch für mich zu spüren. Zu einer Zeit, in der ich mein ohrseliges Glück immer mehr im Underground suchte und dort quasi zufällig auf immer derberes Zeug stand, kamen die einstmaligen Helden mit so einer Bügelfalten-Platte um die Ecke. Ja, das Artwork hat mich damals auch gleich fasziniert, aber die Scheibe lief mehrere Monate unterm Kopfhörer beim Platten-Dealer meiner Wahl, ohne dass ich danach zum Kauf geschritten wäre. Da war mir alles zu abgeklärt, zu wenig wild und auch zu kühl. Irgendwann ist sie dann doch bei mir eingezogen, ohne dass ich jemals emotional von ihr berührt worden wäre. Sie läuft immer wieder ganz gern und ich erkenne natürlich das spieltechnische Können an, aber Fan bin ich bis heute nicht von dem Album.
Wenn die ersten drei Alben das Non Plus Ultra für dich sind und "Somewhere In Time" der Bruch ist, wie schätzt du dann die "Piece Of Mind" und "Powerslave" ein? Ist für mich schwer nachzuvollziehen, wie du es beschreibst, weil ich hier tatsächlich gegenteilig einschätze. Das hätte ich beim Nachfolger noch wohl verstehen können. Ich finde das aber sehr spannend, weil wir sonst so oft zusammenkommen in der Meinung. Ich müsste das nachschauen, ob das stimmt.Aber mein Gefühl sagt mir, öfters im Underground als im Mainstream.
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von Holger Andrae » Sonntag 30. November 2025, 12:25
Pillamyd hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben:Top Ich war mir nicht sicher, ob RUSH jemand auf dem Schirm hatte. Müsste man aber eigentlich. Und zum anderen Thema: Waren das EROSION oder doch PSYCHOTIC WALTZ? An irgendetwas meine ich mich da zu erinnern. Da hast du sicherlich recht. Aber kommt man bei RUSH in der Größenordnung bei solchen Touren in Kontakt. Zu Neal damals bestimmt nicht  Nein im Ernst, ich merke das jedes Mal in der kleine Location bei uns in der Stadt von dem ich schon oft berichtet habe. Da ist einfach ein Vibe da, die Bands und Besucher regelrecht den Kontakt und wollen quatschen. Ich bin ja meist eher der leise Typ weil ich sowas gerne beobachte und genieße als Zeuge dessen wie die Musik zusammenschweißt, so als kenne man sich schon seit Jahren...und ich viel lieber zuhöre als das Wort zu ergreifen in solchen Situationen.
Sorry, Black Friday Weekend ... Bei Erosion bin ich ja nicht hinterher, sondern mit-gefahren. Das kann man nicht gut vergleichen, weil ich da gleichzeitig Fan und Freund war. War natürlich trotzdem immer cool. Bei Psychotic Waltz bin ich immer entweder alle von HH aus erreichbaren Gigs abgefahren und einmal halt auch eine Woche hinterher gefahren.
Keine Entschuldigung nötig Ich war am Freitag den halben Tag im Metzingen Outlet City. Und da war so die Hölle los (Schlangen bis nach draußen ums Eck, Kuddelmuddel in Läden), so dass ich meine Bewunderung für die Ruhe und Nettigkeit des Personals immer mal wieder zum Ausdruck gebracht habe. War es denn dann PSYCHOTIC WALTZ, oder gab es da noch andere Bands?
Ja, es war wild im Laden. "Wie? Gar nicht alles reduziert??? Ihr betrügt doch!" Ei laugh me schlapp. Zurück zu wichtigen Dingen: Es war nur bei Psychotic Waltz so häufig, dass ich mit Übernachtungen oder auch nächtlichen Rückfahrten so viele Konzerte außerhalb besucht habe. Da passten aber auch alle Komponenten zusammen, da ich ja mit dem Betreiber der Label befreundet war. Da hab' ich dann auch mal spontan T-Shirts nach Belgium gebracht, weil die ausverkauft waren. Zuletzt war es Mayfair, für die ich nach Feldkirch gefahren bin, um sie im Heimatdorf zusammen mit Ken Nardi zu sehen. War passendereweis edirket vor dem KIT, sodass das eine Reise war.
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von Holger Andrae » Sonntag 30. November 2025, 12:26
Pillamyd hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben: Iron Maiden. Eine sehr wichtige (!) Band meiner musikalischen Sozialisierung. "Killers" war nach "Back In Black" meine zweite Musikkassette und ein Quantensprung in Sachen ... ALLES! Sofort verliebt und bis heute nicht mein Maiden-Favorit, sondern auch Rang 11 in meinen Top 100. Während ich die ersten drei Bruce-Alben noch mit Hingabe abgefeiert habe, war schon mit diesem Album ein Bruch für mich zu spüren. Zu einer Zeit, in der ich mein ohrseliges Glück immer mehr im Underground suchte und dort quasi zufällig auf immer derberes Zeug stand, kamen die einstmaligen Helden mit so einer Bügelfalten-Platte um die Ecke. Ja, das Artwork hat mich damals auch gleich fasziniert, aber die Scheibe lief mehrere Monate unterm Kopfhörer beim Platten-Dealer meiner Wahl, ohne dass ich danach zum Kauf geschritten wäre. Da war mir alles zu abgeklärt, zu wenig wild und auch zu kühl. Irgendwann ist sie dann doch bei mir eingezogen, ohne dass ich jemals emotional von ihr berührt worden wäre. Sie läuft immer wieder ganz gern und ich erkenne natürlich das spieltechnische Können an, aber Fan bin ich bis heute nicht von dem Album.
Wenn die ersten drei Alben das Non Plus Ultra für dich sind und "Somewhere In Time" der Bruch ist, wie schätzt du dann die "Piece Of Mind" und "Powerslave" ein? Ist für mich schwer nachzuvollziehen, wie du es beschreibst, weil ich hier tatsächlich gegenteilig einschätze. Das hätte ich beim Nachfolger noch wohl verstehen können. Ich finde das aber sehr spannend, weil wir sonst so oft zusammenkommen in der Meinung. Ich müsste das nachschauen, ob das stimmt.Aber mein Gefühl sagt mir, öfters im Underground als im Mainstream.
Ich hab da mal was markiert. 
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von Holger Andrae » Sonntag 30. November 2025, 12:27
Pillamyd hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben: An manchen Tagen meine liebste QR-Scheibe! Mein Einstieg war "Night Rider" von der EP auf BFBS und die EP wanderte in der gleichen Woche in die Sammlung. Was für eine raketenkatapultartiger Senkrechtstart, der mit "The Warning" fortgeführt werden konnte. Nichts, aber auch gar nichts, gibt es an diesem Album zu verbessern. Wobei ... ich hatte meine Anlaufprobleme mit dem Sound, der irgendwie sehr ernsthaft und beinahe etwas distanziert klingt. Ich habe die Scheibe zusammen mit der ersten WASP gekauft, welche dann eine kurze Zeit lang viel häufiger lief, nur um dann nie mehr auf dem Plattenteller zu landen. Eine beinahe gegenteilige Behandllung hat dieses Album hier erfahren. Nachdem ich mit eingehört hatte, denn das war notwendig, fehlte mir doch die unbändige EP der EP aufs erste Ohr, wollte sie gar nicht vom Player runter. Die Hochlichter in diesem Feuerwerk sind für miic 'No Sanctuary', 'NM156' und natürlich 'Roads To Madness'. Letzteres ist ein der beiden einzig möglichen Antworten auf die Frage nach dem besten Queensryche-Song. Wie Geoff hier gesanglich genau das durchlebt, was der Text auusagt, ist unfassbar intensiv.Bis heute lebe ich diesen Song beim ANhören komplett mit.
Der vorletzte Satz hätte mir mal einfallen sollen Ich bekomme Gänsehaut beim lesen. Danke Holger 
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von Pillamyd » Sonntag 30. November 2025, 12:34
Holger Andrae hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben: Iron Maiden. Eine sehr wichtige (!) Band meiner musikalischen Sozialisierung. "Killers" war nach "Back In Black" meine zweite Musikkassette und ein Quantensprung in Sachen ... ALLES! Sofort verliebt und bis heute nicht mein Maiden-Favorit, sondern auch Rang 11 in meinen Top 100. Während ich die ersten drei Bruce-Alben noch mit Hingabe abgefeiert habe, war schon mit diesem Album ein Bruch für mich zu spüren. Zu einer Zeit, in der ich mein ohrseliges Glück immer mehr im Underground suchte und dort quasi zufällig auf immer derberes Zeug stand, kamen die einstmaligen Helden mit so einer Bügelfalten-Platte um die Ecke. Ja, das Artwork hat mich damals auch gleich fasziniert, aber die Scheibe lief mehrere Monate unterm Kopfhörer beim Platten-Dealer meiner Wahl, ohne dass ich danach zum Kauf geschritten wäre. Da war mir alles zu abgeklärt, zu wenig wild und auch zu kühl. Irgendwann ist sie dann doch bei mir eingezogen, ohne dass ich jemals emotional von ihr berührt worden wäre. Sie läuft immer wieder ganz gern und ich erkenne natürlich das spieltechnische Können an, aber Fan bin ich bis heute nicht von dem Album.
Wenn die ersten drei Alben das Non Plus Ultra für dich sind und "Somewhere In Time" der Bruch ist, wie schätzt du dann die "Piece Of Mind" und "Powerslave" ein? Ist für mich schwer nachzuvollziehen, wie du es beschreibst, weil ich hier tatsächlich gegenteilig einschätze. Das hätte ich beim Nachfolger noch wohl verstehen können. Ich finde das aber sehr spannend, weil wir sonst so oft zusammenkommen in der Meinung. Ich müsste das nachschauen, ob das stimmt.Aber mein Gefühl sagt mir, öfters im Underground als im Mainstream.
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Himmelherrgott, wer lesen kann....ihr kennt den Rest Ich bin tatsächlich auch ein bisschen durch. Zu wenig Schlaf in zu langer Zeit...oder so.
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